Kategoriearchive: Bürgerinformationen

Am kommenden Wochenende Markt in Eschenburg

Eschenburg lädt ein zum
Frühjahrsmarkt in Eibelshausen


Es geht rund: Vor 25 Jahren kam die Eiershäuser Straße zum Marktgelände und ermöglichte den „Rundlauf“, was das „Made“ in Eibelshausen zu etwas Besonderem macht. Die befürchteten Baustellen an der Brücke am Kreisel bleiben im Frühjahr noch aus.

Anders als vorab mitgeteilt, wird in Eibelshausen die Brücke am Kreisel noch nicht gesperrt. Die Baustelle von Hessen Mobil an der Kreisstraße lässt auf sich warten und stört den Frühjahrsmarkt noch nicht.

Deshalb hoffen Gemeinde und Gewerbetreibende, dass auch die weiteren Rahmenbedingungen günstig sind für den Markt, der seit 1781 Tradition und Triebfeder der Innovation ist.

Am Marktplatz geht es für die Kleinsten schon am Samstag (11. Mai) los, wo Autoskooter, Karussells und Fahrgeschäfte zu familienfreundlichen Preisen ihre ersten Runden drehen.

Seit 25 Jahren gehört die Eiershäuser Straße zum Marktgelände. Dieser „Rundlauf“ macht seitdem Eibelshausen besonders und auch bei den Schaustellern beliebt. Seit 1994 ist Ulrike Alde in Eibelshausen mit ihrem Schaustellerbetrieb dabei und weiß das „Made“ in Eibelshausen zu schätzen. Zum Jubiläum gibt’s Zuckerwatte im besonderen Angebot. Gegen Vorlage des Gutscheins in dieser Wochenzeitung gibt es am Stand „Süße Leckereien“ in der Eiershäuser Straße die Jubiläums-Portion Zuckerwatte für einen Euro. Preise (fast) wie vor 25 Jahren. Mit einem Imbiss gegenüber der Sparkasse hilft Familie Alde übrigens, dass es in Eibelshausen auch weiter um die sprichwörtliche Wurst geht.


Man trifft sich: Der Frühjahrsmarkt in Eibelshausen soll auch in Zukunft ein Erlebnis in Eschenburg bleiben, beraten die Gremien wie auch die Menschen auf der Gass‘.

Einkaufen vor Ort als erlebbare Alternative zum Online-Handel soll der Markt am Sonntag (12. Mai) zeigen: In den Straßen zwischen Kirche und Rathaus bauen rund 80 „fliegende Händler“ ihre Stände und Buden auf und legen nach dem Gottesdienst los. In der Zeit von 13 bis 18 Uhr ist zudem am Sonntag „verkaufsoffen“. Etliche Geschäfte in der Gemeinde – vom Bekleidungsgeschäft am Platz bis zum Wohncentrum in Wissenbach – haben dann geöffnet. Am Montag (13. Mai) öffnet der Markt von 8 bis 18 Uhr. Autoskooter und Karussells fahren noch ein Weilchen länger.

Wer weiter denkt, kauft näher ein – nach diesem Motto unterstützt die Gemeinde Eschenburg auch ein Regional-Portal im Internet (www.regional-portal.com), über das Handel, Handwerk und hilfreiche Dienstleister zu finden sind.

Aus dem Eibelshäuser „Made“ ein Eschenburger Erlebnis zu machen, ist für 2020 erklärtes Ziel der Gemeinde. Eine „AG Markt“ möchte dann mit einem Konzept die Attraktivität steigern, neue Anreize bieten und Atmosphäre schaffen. Im Frühjahr wird dann das Motto sein „Eschenburg blüht“. Und im Herbst werden Vereine und Gewerbe eingebunden, wenn es heißt „Eschenburg glüht“.

Alte Freunde treffen und neue Ideen bekommen, das ist in Eschenburg jetzt schon „auf dem Markt“ – am kommenden Wochenende beim Frühjahrsmarkt in Eibelshausen.

Anlässlich des Frühjahrsmarktes müssen folgende Straßen und Plätze gesperrt werden.

1. Eiershäuser Straße in Höhe der Luisenstraße bis Ecke Habachstraße
2. Marktstraße
3. Marktplatz
4. Dammstraße
5. Kirchstraße von Ecke Marktstraße bis zur Kirche

Die Anwohner der oben genannten Straßen bitte ich, Ihren PKW in dieser Zeit an anderer Stelle abzustellen.
Für diese Straßen und Plätze gilt natürlich auch für diese Zeit ein absolutes Halteverbot, damit die Marktbeschicker ihre Stände aufbauen können.
Für Rückfragen steht Ihnen unser Herr Stoll, Apparat 220, zur Verfügung. Für Ihr Verständnis und Ihre Toleranz bedanke ich mich schon jetzt ganz herzlich. Ich wünsche uns allen ein schönes Markterlebnis, das von negativen Ereignissen verschont bleiben möge.

Gez.
(Konrad)
Bürgermeister

Rathaus am Montag, den 13. Mai 2019 geschlossen!
Wegen des Frühjahrsmarktes ist das Rathaus am 13.05.2019 ab 12 Uhr geschlossen.

Seniorennachmittag der Gemeinde Eschenburg

Am Samstag dem 11.05.19 letzter Senioren-Nachmittag

Abschluss der Altenfeier: Zum wohl letzten Seniorennachmittag laden wir für den Samstag ein ins Bürgerhaus Eibelhausen. Im Programm ab 14:30 Uhr ist auch die Mundart-AG der Grundschule Frohnhausen.

Am Samstag (11. Mai) findet der Seniorennachmittag der Gemeinde Eschenburg statt. Los geht es um 14:30 Uhr im Bürgerhaus in Eibelshausen (Jahnstraße 3).

Weil die Anmeldungen schleppend liefen, stand das Traditions-Treffen auf der Kippe. Nun soll aber doch bei Kaffee und Kuchen ein Programm für die betagten Bürgerinnen und Bürger geboten werden, hat der Gemeindevorstand beschlossen. Aller Voraussicht nach, wird es die letzte „Alten-Feier“ dieser Art sein. Ziel ist es, dass ab 2020 die Wochenenden zu den beiden Markt-Terminen im Mai und Oktober neu gestaltet werden.
Am Samstag bietet der Seniorenbeirat auf jeden Fall noch einmal alles auf. Die Musik ist bestellt (André Schüler – „Mir Zwo“). Andacht und Gebet hält Pastor Karsten Künzl von der FeG Eibelshausen. Der Seniorenbeirat hat Informationen zur geplanten Herbstfahrt. Die Landfrauen Eibelshausen servieren Kaffee und Kuchen. Die Laienspielgruppe „Herrjelshinkelcher“ vom Roth hat einen Sketch parat.
Als Höhepunkt wird die Mundart-AG der Grundschule Frohnhausen erwartet. Die Schülerinnen und Schüler lernen mit Sybille Holighaus-Sauer „Platt“.
Mundart war immer ein belebendes Element in Eschenburg, weshalb niemand um den Fortgang bangen muss: Das Dialekt-Festival wird auf den 14. September 2019 verschoben. Und rund um das „Made“ plant derzeit eine Arbeitsgruppe, im Frühjahr und im Herbst künftig zu Erlebnissen in Eschenburg einzuladen.
Die Abfahrtszeiten der Busse sind dem Fahrplan zu entnehmen. Auch betagte Bürgerinnen und Bürger, die sich nicht im Vorfeld angemeldet haben, sind willkommen zum (vielleicht letzten) Seniorennachmittag der Gemeinde Eschenburg.

Programmablauf

1. Musikalische Einleitung, André Schüler

2. Begrüßung, Bürgermeister Götz Konrad

3. Andacht und Gebet, Pastor Karsten Künzl

4. Gemeinsames Lied

5. Gemeinsames Kaffeetrinken

6. Mundartgruppe Schule am Brunnen aus Frohnhausen,
Frau Sybille Holighaus-Sauer

7. Gemeinsames Lied

8. Seniorenbeirat, Information zu geplanten Herbstfahrt

9. Schlusswort, Bürgermeister Götz Konrad

10. Gemeinsames Schlusslied

Abfahrtszeiten

Roth, Haltestelle am Brunnen 13:30 Uhr

Simmersbach, beide Hst. (Fahrtrichtung Biedenkopf) 13:40 Uhr

Hirzenhain Bhf., beide Hst. (Fahrtrichtung Hihai-Ort) 13:55 Uhr

Hirzenhain-Ort, beide Haltestellen 14:00 Uhr

Eiershausen, Kirche 14:10 Uhr

Wissenbach, Klinik & MZH 14:20 Uhr

Bitte steigen Sie in Ihrem Wohnort ein und nicht in einem anderen Ortsteil.

Ansprechpartner für Fragen:

Herr Kevin Hofheinz
Tel.: 02774 / 915-227

Hessisches Landesamt f. Naturschutz, Umwelt u. Geologie informiert

Hessisches Landesamt
für Naturschutz
Umwelt und Geologie

Die landesweite Hessische Lebensraum- und Biotop-Kartierung (HLBK) ist das Instrument zur Erfassung der Lebensräume (LRT) gemäß der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) und der gesetzlich geschützten Biotope auf hessischer Gesamtfläche im Rahmen des Landesmonitorings. Ziele dieser Erfassung sind die Datenbereitstellung zur Erfüllung der Berichtspflicht nach Art. 17 der FFH-Richtlinie, die Aktualisierung der bereits vorliegenden Datengrundlagen, die Schaffung von Grundlagen für das FFH-Gebietsmana-gement und das Erkennen von Veränderungen des Erhaltungszustands von Lebensräumen. Außerdem dient die Kartierung der flächenbezogenen Datenbereitstellung zu den nach dem Bundes- und dem Landesnaturschutzge-setz (§ 30 Abs. 2 BNatSchG und § 13 HAGBNatschG) geschützten Biotopen.

In diesem Rahmen findet 2019 eine Kartierung in ausgewählten Bereichen statt (Karte siehe Homepage des HLNUG oder Auslage im Rathaus Ihrer Stadt bzw. Gemeinde). Zu diesem Zweck ist es erforderlich, dass Grundstücke im Außen-bereich zwischen dem 01.04.2019 und dem 31.12.2019 aufgesucht werden. Den dazu beauftragten Kartierern ist laut Hessischem Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (§ 20 HAGBNatschG -Duldungspflichten-) erlaubt diese Flächen im Außenbereich zu betreten. Sie sind in die besondere Methode der Bestandserfassung eingewiesen und haben sich im Laufe der letzten Jahre besondere Spezialkenntnisse für die Kartierung und detaillierte Kenntnisse vor Ort erworben. Sie werden bei ihrer Arbeit besonders behutsam vorgehen. Durch die Erfassung der Arten, Lebensräume und Biotope entstehen keine Einschränkungen für die Eigentümer oder Bewirtschafter der betroffenen Flächen. Die kartierten Biotope und Lebensräume können voraussichtlich im Jahr 2020 im Internet (Naturegviewer: http://natureg.hessen.de) eingesehen werden.

Beauftragt und koordiniert wird die Kartierung durch die Abteilung Naturschutz des HLNUG in Gießen (Tel.: 0641-4991-264). Falls Sie an genaueren Informa-tionen interessiert sind, können Sie sich gerne per E-Mail, Brief oder telefonisch an Frau Wude (-269) wenden.

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
Abteilung Naturschutz
Europastr. 10
D-35394 Gießen
Tel.: +49(0)641 4991-264
Fax: +49(0)641 4991-260
E-Mail: naturschutz@hlnug.hessen.de
Internet: www.hlnug.de

Informationsabend am 14.05.19 im Bürgerhaus Eibelshausen

Informationsabend über die aktuellen Themen
„Medienkonsum“ und „Computerspiele“ bei Kindern und Jugendlichen

Die Themenbereiche „Medienkonsum“, „Computerspiele“, „Handynutzung“ haben in vielen Familien und in der Schule immer mehr Konfliktpotenzial. Die Eltern fühlen sich oft verunsichert oder überfordert: „Was macht mein Kind in der Online-Welt?“ – „Wie viel Kontrolle muss sein?“ – „Wie viel Vertrauen soll ich wagen?“ Die Kinder und Jugendlichen ihrerseits fühlen sich bevormundet und reagieren meistens gereizt, wenn die Eltern die Nutzungszeit von Handys und Computerspielen einschränken oder ihnen die Nutzung ganz verbieten.

Die Holderbergschule bietet deshalb zu diesem Thema einen Informationsabend an:
am Dienstag, 14. Mai, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Eibelshausen in der Jahnstraße

Eingeladen sind interessierte Eltern, Schülerinnen und Schüler und alle im pädagogischen Bereich tätigen Personen. Referentin des Abends ist die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie Nicole Wehrum, die seit 2006 an der Vitos Klinik in Herborn tätig ist.

Inhaltliche Punkte des Abends sind:

– Vorstellen einiger populärer Computerspiele (z.B. „Call of Duty“, „Fortnite“, „Minecraft“)
– Warum sind Computerspiele (besonders „Ego-Shooter“) so faszinierend?
– Aktuelle Zahlen zur Nutzung von „Netflix“ und Co. durch Kinder und Jugendliche
– Was ist „übermäßiger Medienkonsum“?
– Was ist „Mediensucht“ / „Spielsucht“?
– Welche Risikofaktoren im Umfeld können zu einer übermäßigen Nutzung führen?
– Was kann ich als Elternteil tun?

Im Anschluss besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und mit der Referentin zu diskutieren.

Gemeinde Eschenburg veräußert Gebäude…

Die Gemeinde Eschenburg veräußert das

Gaststättengebäude mit Wohnung „Zur Linde“ in Eschenburg-Roth

Es handelt sich um ein zentral gelegenes Grundstück in Eschenburg-Roth, Flur 1, Flurstück 201 mit einer Größe von ca. 430 m², Achenbacher Weg 2. Der Verkauf erfolgt vorbehaltlich der späteren Zustimmung der Gemeindevertretung der Gemeinde Eschenburg. Gebäude: Baujahr um 1928, gut erhaltener Zustand, KG, EG 1. OG und DG. Gaststättenbereich: 115 qm, Wohnung 1. OG 75 qm, Wohnung DG 50 qm. Biergarten und Pkw-Stellplatz. Das Objekt ist derzeit verpachtet.

Endenergiebedarf des Gebäudes: 310 kWh/(m².a)

Kaufinteressenten können Angebote bis zum 15.06.2019 bei der Gemeindeverwaltung abgeben.

Weitere Informationen / Besichtigungstermin:

Gemeindevorstand der Gemeinde Eschenburg – Grundstücksverwaltung –
Nassauer Straße 11 in 35713 Eschenburg
Telefon 02774/915-106, Telefax 02774/915-112
Internet: http://www.eschenburg.de
Email: t.treupel@eschenburg.de

Wer kommt mit unserer Weltmeisterin aufs Treppchen?

Wer kommt mit unserer Weltmeisterin aufs Treppchen?

Tina Hermann ist die erfolgreichste Sportlerin aus Eschenburg, aber nicht der einzige Leistungsträger. Wir rufen auf, Vorschläge für die Sportlerehrung und den Ehrenamtspreis einzureichen. Das Regelwerk verlangt nicht, dass die Titel und Erfolge in einem Eschenburger Trikot erbracht werden, aber eine Beziehung zu Eschenburg haben. Dafür gibt es viele erfolgreiche Sportler und aktive Vereins-Akteure, die eine Ehrung verdienen. Mit diesem Formular können Vorschläge eingereicht werden: https://www.gemeinde-eschenburg.de/wp-content/uploads/Formular-f%C3%BCr-Vorschl%C3%A4ge-Dankesch%C3%B6n-Abend.pdf

Am Tina-Hermann-Pfad, den die Gemeinde nach der ersten Einzel-Weltmeisterschaft der Hirzenhainerin 2016 später an ihrem Elternhaus beschildert hat, ist noch viel Platz: Der QR-Code dort verweist auf den Wikipedia-Eintrag, in dem auch schon der neueste Erfolg  vermerkt ist.

Und wer noch nie Skeleton gesehen hat, wurde bei der WM in Whistler mitgerissen bei vier packenden Läufen. Selbst der Laie konnte erahnen, dass für die schnelle Fahrt im Eiskanal kopfüber auf einem schmalen Brett viel Mut, Kraft und Konzentration nötig ist.

Wir hoffen, dass wir einen gemeinsamen Termin finden für eine Sportlehrung, bei der unsere Weltmeisterin berichten kann. Tina Hermann wünschen wir im Namen der Gemeinde-Gremien allzeit gesunde Abfahrt und noch so viele WM-Titel, wie Wikipedia fassen kann. Alles Goure, Tina!

Ehrung für die Weltmeisterin: Nach dem ersten WM-Erfolg 2016 bekam Hirzenhain einen Tina-Hermann-Pfad. Nach der zweiten Gold-Medaille laden wir ein, für die Sportlerehrung und den Ehrenamtspreis der Gemeinde Vorschläge zu machen.

Video-Wettbewerb zur Energie-Messe

Jetzt schon ein Bild von der Zukunft:
Video-Wettbewerb zur Energie-Messe

Zur neunten Energie-Messe in Eschenburg gibt es vorab eine Premiere: Unter dem Titel „Zukunftswerkstatt Energie“ schreibt die Gemeinde einen Video-Wettbewerb aus. Bis zum 13. Oktober können sich Jugendliche mit einem kurzen Film bewerben, in dem es ums Thema Energie geht. „Einfach beim Schulpraktikum einen passenden Beruf vorstellen oder auch der knifflige Frage nachgehen, wieviel Strom ein Handy braucht – wir suchen kreative Köpfe“, erläutert Bürgermeister Götz Konrad. Der Rathaus-Chef macht mit einem Gutschein für eine Ballonfahrt auch gleich den Anfang für die Preise, mit denen die besten Beiträge bedacht werden. Weitere Gewinne werden die Aussteller beisteuern, die sich zur „kleinen Messe der großen Möglichkeiten“ anmelden. Info-Stände zum Schwerpunktthema Ausbildung können kostenfrei teilnehmen. Die Beratungs-Börse findet am 9. und 10. November in der Mehrzweckhalle im Eschenburger Ortsteil Wissenbach statt.  Mehr Informationen gibt es unter www.endlich-energie.de im Internet.

In Sachen Energie gibt es viel zu erforschen und erklären: Zur neunten Energie-Messe in Eschenburg gibt es vorab einen Video-Wettbewerb als Premiere. (Archiv-Foto: Konrad)

Energiesprechstunde

Die Hessische Energiesparaktion und die Gemeinde Eschenburg bieten eine kostenlose Erstberatung in Sachen Energie an. Am letzten Montag im Monat Jürgen Kotz, Maurermeister und Energieberater aus Bad Endbach, Ihr Ansprechpartner. Bürger und Besucher können sich hierbei beraten lassen zum Energiesparen, Heizen, Dämmen und Sanieren sowie Fragen der Fördermöglichkeit und Wirtschaftlichkeit.

Die Energiesprechstunde findet in Raum E.07 statt

29. April
27. Mai
24. Juni
jeweils
14 bis 18 Uhr

Termine (im Takt von einer Dreiviertelstunde) melden Sie bitte im Rathaus bei Frau Wagner, vormittags telefonisch unter (02774) 915-228, oder per E-Mail an energie@eschenburg.de

Volkstrauertag 2018

Volkstrauertag 2018

Gedenkveranstaltung der Gemeinde Eschenburg in Simmersbach

Ansprache von Bürgermeister Götz Konrad und Totenehrung

„Sorgt Ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe“, steht jetzt hier in Simmersbach wieder auf einer Tafel, auf einer neuen Tafel.

Nach dem dreisten Denkmal-Diebstahl von insgesamt zwölf Bronzeplatten, die hier in Simmersbach und in Eibelshausen an die Opfer der Weltkriege erinnerten, haben viele Menschen dazu beigetragen, dass wir hier und heute und in Zukunft erinnern können an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

An manchen Orten heißen diese Denkmäler Ehrenmale und sind gewidmet „unseren Helden“. Als Helden sind diese Menschen, meist Männer, nicht gestorben. Sie sind auch hier gestorben als Söhne, Väter, Ehemänner, Brüder…

Reh, Rein, Wagner… die Familiennamen zeigen hier in Simmersbach: Das ganze Dorf war betroffen. Und es ist auch heute noch betroffen.

Deshalb danken wir dafür, dass wir keine pauschale Gedenktafel angebracht haben, sondern wir wieder mit den Namen erinnern an die Verluste, die Krieg und Gewalt gebracht haben.

Mehr als 3.500 € sind gespendet worden, damit in Simmersbach und Eibelshausen wieder alle Tafeln angefertigt werden, diesmal nicht in Bronze, sondern in einem modernen Kunststoff. Das ist nicht nur für solch gewissenslose Diebe uninteressant, es soll uns allen auch zeigen: Unsere Trauer ist zeitlos.

Es geht um die Erinnerung und die Ermahnung: „Sorgt Ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibt.“

Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Feiertag, auch wenn selten eine stattliche Zahl von Menschen zu den Friedhöfen geht.

Deshalb danke ich Ihnen herzlich für ihr Kommen. Besonders danken wir für Ihr Mittun

  • dem Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde
  • Pastor Martin Simon
  • und dem Gesangverein „Liederkranz“

Haben Sie Ihre Hausaufgaben gemacht? Ich hatte im vergangenen Jahr den Tipp gegeben, im Urlaub mal die Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges zu besuchen, die 100 Jahre nach seinem Ende immer noch große Gräberfelder sind.

Albert Schweitzer sagte: „Die Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens.“

Als kleiner Bub habe ich das erlebt in Verdun. Das Fort Douaumont, das Beinhaus mit Bergen von Knochen und Schädeln oder der Bajonettgraben, wo nur noch Gewehrläufe rausschauten, blieben als Bild im Kopf. Mit solchen Bildern im Kopf spielt man übriges anders mit dem Holzgewehr Cowboy und Indianer oder dem Computer-Ballerspiel. Beides will ich nicht verteufeln, aber um Obacht bitten.

Unser Verhältnis zum Krieg sollten wir mit dem Lied „99 Luftballons“ ausloten und immer wieder aufs Neue lernen, „dass sowas von sowas kommt“.

Wie unbedacht wir mit dem schweren Erbe in die Zukunft stolpern, zeigt mir die aktuelle Diskussion um das Westerwaldlied.

Es ist noch kein Krieg vom Zaun gebrochen worden, nur weil jemand das Westerwaldlied gesungen hat. Nur sind mit diesem Lied auf den Lippen aber auch viele ins Verderben geschickt worden.

Aber dadurch ist es noch kein schlechtes Lied, sondern schlecht ist, wer Schlechtes damit tut.

Entstanden ist das Lied „O, du schöner Westerwald“ übrigens 1932 in Daaden am Stegskopf, in einem Lager des so genannten Freiwilligen Arbeitsdienstes.

Lagerleiter, Baumeister der Gemeinde Daaden und Sportlehrer sollen im November zusammengesessen und gemeinsam den Text verfasst haben. Dazu haben sie eine alte Westerwälder Melodie genommen, die später zum Marsch weiterverarbeitet wurde.

1932 war auch das Jahr der Wahlkampfkampagne „Hitler über Deutschland“. Wenn auch die NSDAP bei der Reichstagswahl Stimmen verlor, machte sie auf dem Weg der Werbung Boden wett. Oder wie das damals hieß: Propaganda.

„Hitler über Deutschland“ pfiff stärker als der Wind überm Westerwald: Mit dem Flugzeug und dem Auto bereiste Hitler vor den Reichstagswahlen ganz Deutschland und sprach auf über 50 Großveranstaltungen, manchmal an fünf an einem Tag.

Unter dem Slogan „Hitler über Deutschland“ sorgte die Aktion für Aufsehen, der anschließende Film und das Fotobuch für bleibende Beachtung. Das Fotobuch wurde als preiswerte Broschüre verkauft, gedruckt in einer Auflage von einer halben Million Exemplaren. Das war neu – und das prägte die Zeit mehr als unser Westerwaldlied.

Ist die Junkers 52 ein Nazi-Flugzeug? Auf den Inhalt kommt es an: Das Flugzeug mit der Kennung D-2600 transportierte Adolf Hitler und wurde somit zum Nazi-Flugzeug.

Denn mit „Hitler über Deutschland“ und den Fotos von Heinrich Hoffmann wurde der Kult um den Führer begründet. Diese Propaganda machte die NSDAP zu einer Massenbewegung und vermittelte in einer Zeit der Weltwirtschaftskrise und Orientierungslosigkeit den Eindruck von Stärke und Geschlossenheit.

Was zunächst gut klingt, transportiert das Böse: Mit Führerprinzip und Volksgemeinschaft kamen auch Rassenlehre und Antisemitismus. „Minderwertige“ Menschen galten als unterlegen, wurden ausgegrenzt, als lebensunwert bezeichnet, verfolgt, ermordet.

„Die Juden sind unser Unglück!“ verbreitete 1879 der eigentlich liberale Berliner Geschichtsprofessor Heinrich von Treitschke. Die Nationalsozialisten erhoben diesen alten Antisemitismus zum Programm.

Und mit ihrer Propaganda durchdrangen diese Gedanken jede Faser des Lebens im deutschen Reich. Diese Gedanken krochen, wie winzige Dosen tödlichen Giftes, in die Köpfe.

Die Aussage „Die Juden sind unser Unglück“ war damals genauso falsch wie heute die Befürchtung „Flüchtlinge bekommen Weihnachtsgeld“.

Deshalb ist es besser, solchen Lügen entgegen zu treten oder sie wenigstens nicht zu verharmlosen und zu verbreiten.

„Man wird ja wohl noch sagen dürfen“, darf keine Entschuldigung dafür sein, das Denken auszuschalten.

Die Angst zu kurz zu kommen oder abgehängt zu werden darf sich nicht verbünden mit dem falschen Glauben, man selbst sei etwas Besseres und mehr Wert als andere.

Wie aus Neid schnell Hass und aus Streit Mord wird, lesen wir in der Bibel-Geschichte von Kain und Abel.

Wir müssen lernen, dass es immer auf den Inhalt ankommt: Ob nun ein Lied, eine Broschüre, eine Wahlkampfkampagne oder einfach nur so eine Parole. Schlimm wird es nur, wenn wir scheinbar harmlos unterschwellige Botschaften transportieren, die schlimm sind oder schlimm werden können.

Das Westerwaldlied an sich trifft keine Schuld. Es hat ein ähnliches Schicksal wie unser Eschenburg-Turm. Beide wurden für das Regime der Nationalsozialisten eingespannt. Und erst in dieser Funktion wird es zum Teil des Nationalsozialismus. Ich darf das Lied singen und auch mir einen neuen Turm wünschen, wenn ich die Geschichte kenne, um die Risiken weiß, für eine schlechte Sache eingespannt zu werden, und wenn ich damit umgehen kann, etwas Gutes zu tun.

Deshalb tun wir gut daran, mit diesem Volkstrauertag zu erinnern und zu ermahnen – auch mit diesem Kranz, den wir nun niederlegen.

„Sorgt Ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe.“

Wir denken heute

an die Opfer von Gewalt und Krieg,

an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken

der Soldaten, die in den Weltkriegen starben,

der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer,

die verfolgt und getötet wurden,

weil sie einem anderen Volk angehörten,

einer anderen Rasse zugerechnet wurden

oder deren Leben wegen einer Krankheit

oder Behinderung als lebensunwert

bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer,

die ums Leben kamen, weil sie Widerstand

gegen Gewaltherrschaft geleistet haben,

und derer, die den Tod fanden, weil sie an

ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern

um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege

unserer Tage, um die Opfer von

Terrorismus und politischer Verfolgung,

um die Bundeswehrsoldaten und

anderen Einsatzkräfte,

die im Einsatz für uns ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer,

die bei uns durch Hass und Gewalt gegen

Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern

mit den Müttern und mit allen,

die Leid tragen um die Toten.

Wir denken darüber nach,

wie leicht sich Neid und Hass zu Gewalt und Krieg entfachen und dann Fremde und Schwache zu Opfern machen.

Wir mahnen

damit dieser Tag auch in Zukunft uns gedenken und nachdenken lässt, dass Friede nicht nur die Abwesenheit von Krieg ist.

Wir müssen handeln,

damit Frieden geschaffen und gesichert wird – auch durch diesen Volkstrauertag.

Unser Leben steht im Zeichen der

Hoffnung auf Versöhnung unter den

Menschen und Völkern,

und unsere Verantwortung

gilt dem Frieden unter den

Menschen zu Hause und in der Welt.