Kategoriearchive: Bürgerinformationen

Eschenburg hilft

Sie brauchen Hilfe? Sie möchten helfen: Melden Sie sich per Telefon oder Email. Im Rathaus können wir vermitteln. Aus Kirchen und Vereinen kommen Menschen, die helfen wollen. Ihre Anfrage vermitteln wir weiter dorthin, damit Sie an Ort und Stelle Unterstützung bekommen können.

Der direkte Draht zur Gemeinde Eschenburg: Telefon (02774) 9150 und E-Mail an buergermeister@eschenburg.de

Anfragen:

  • Schutzmaterial für die Feuerwehr: Wir haben beim bewährten Reinigungsmittelvertrieb Neufurth und Giebeler Feuerschutz bestellt, hängen aber wie viele in der Warteschlange. Freilich sind Krankenhäuser, Arztpraxen, Altenheime & Co. dringender zu beliefern – aber wir haben auch bei der Feuerwehr dringenden Bedarf an Desinfektionsmittel (für Flächen und für die Hände) und Schutzmaterial (Masken, Einweganzüge). Wer kann uns helfen, meldet sich bitte beim Bürgermeister.

Angebote:

Eibelshausen
Einkaufservice und Nachbarschaftshilfe Ev. Kirche über Gemeindebüro 02774 1353
Einkaufservice FeG Eibelshausen Jonathan Schwehn, 02774 1639.

Hirzenhain
CDs von Gottesdiensten bringen: Birgit + Peter Reeh, 02770 608
CDs von Gottesdiensten bringen: Diana Winkelmann, 02770 911978
Einkäufe: Mirjam Roth, Hirzenhain – Bahnhof. 02771 3206981
Einkäufe: Diana Winkelmann, 02770 911978 (Hihai-Dorf)

Einkäufe und Besorgungen für Menschen in Hirzenhain (Ort und Bahnhof): Bianca Krause, 02770 271616 oder 0176 21187651

Wissenbach
Einkaufservice CVJM Thomas Giersbach thomas@cvjmwissenbach.de

Simmersbach

Gottesdienst auf USB-Stick: Corinna Reitz, 02774 92080

Netz-Nutzen

Tägliche Impulse im Youtube-Kanal des CVJM Eibelshausen

Gottesdienste im Internet: Filmgottesdienste in Hirzenhain

Bücher gratis online lesen statt leihen – OnleiheVerbundHessen

Planetenlehrpfad – Start und Ziel an der Holderbergschule

Bürgerhilfe Lahn-Dill (Portal des Landkreises mit Überblick der Initiatiativen)

Facebook: Corona-Nachbarschaftshilfe Lahn-Dill

Kampf gegen Corona: Bücher gratis lesen statt leihen via „Onleihe“ (31.03.2020 – 18:30 Uhr)

Goure!

Unsere Gemeindemediothek ist mindestens bis zum 19. April geschlossen. Ob danach wieder geöffnet wird, kann noch nicht gesagt werden. Was Bibliothekarin Sabine Pfeifer sicher sagen kann: „Die bei uns ausgeliehenen Medien werden automatisch automatisch verlängert ohne zusätzliche Kosten.“ Die Bücherei-Chefin hat auch einen guten Tipp fürs Lesen zuhause bei geschlossener Mediothek: Über OnleiheVerbundHessen kann man derweil Bücher gratis online lesen statt sie zu leihen.

Wir helfen im (geschlossenen) Rathaus zwar gerne weiter bei vielen Fragen, aber bei der Soforthilfe des Landes für Unternehmer und Unternehmen ist das Regierungspräsidium die richtige Adresse. Genauer gesagt, dessen Intenet-Portal (https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe). Obacht Online-Verfahren: Der Antrag muss über ein PDF-Formular online eingegeben werden und zwar „am Stück“. Das Antragsverfahren bricht ab, wenn 15 Minuten nichts mehr ausgefüllt worden ist. Wahrscheinlich besser zunächst die Ausfüllhilfe herunterzuladen, aufmerksam lesen und mit Notizen für die eigenen Angaben das Ausfüllen beginnen. Gutes Gelingen!

Was ist erlaubt und was nicht? Das Land Hessen stellt in seinen Auslegungshinweisen zu den Corona-Verordnungen noch einmal klar, was in diesen Zeiten geht und was nicht.

Einkaufservice, Nachbarschaftshilfe. Vieles hat sich schon im Dorf von ganz alleine eingespielt. Wir starten nun „Eschenburg hilft“. Unter der Adresse  www.eschenburg.de/hilft listen wir aktuell Angebote und Adressen zur Nachfrage auf. Das Rathaus bleibt Ansprechpartner und Anlaufstelle, auch wenn derzeit Telefon und E-Mail das wichtigste Werkzeug sind.

Die Gemeinde ist zwar im Krisenmodus, aber nicht untätig. Der Gemeindevorstand hat in dieser Woche beschlossen, dass im April keine Kita-Gebühren erhoben werden sollen. Soweit die Kinderbetreuung nicht genutzt werden kann, sollen Eltern auch nicht dafür bezahlen müssen. Für die Gremien auch neu ist der so genannte Umlaufbeschluss: Beigeordnete und Bürgermeister kamen nicht zu einer Sitzung zusammen, sondern erhielten die Beschlussvorlage per E-Mail und stimmten auch auf diesem Wege zu. Wenn die Krise vorüber ist und wieder Sitzungen stattfinden, wird die Gemeindevertretung diese Vorgehensweise bestätigen.

Auf eine gemeinsame Vorgehensweise im Kampf gegen das Corona-Virus haben sich Bund und Länder geeinihgt. In den nächsten zwei Wochen sollen die Kontakte eines jeden auf ein Minimum reduziert werden. Außer Haus sollen nur noch Einzelbegegnungen geboten sein. Das heißt, hier sollen sich maximal 2 Personen treffen, die nicht ohnehin zusammen leben. Beim Einkaufen, auf der Arbeit, auch schon im persönlichen Gespräch sollte man sich einzeln gegenüberstehen – und immer mit dem Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Metern. Dieser Sicherheitsabstand ist sinnvoll, weil das Coronavirus durch Tröpfchen übertragen wird.

Aus Rücksicht auf andere sollte man auch Abstand davon nehmen,  die weiteren Einschränkungen lautstark zu kommentieren Anstrengungen, denn die Regelungen werden in Deutschland einheitlich zu fassen sein. „Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

In der Gastronomie wird bestätigt, was Hessen bereits am Samstag verordnet hatte. Alles hat zu schließen, was nicht reine Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause ist.

Speisen und Getränke dürfen nur zur Abholung oder Lieferung angeboten werden. Abholung geht eigentlich nur noch ohne Wartezeit und mit Mindestabstand 1,5 Meter – da geht eigentlich nur der Fensterverkauf. In jedem Fall wichtig: Hygiene-Maßnahmen und Aushänge. 

Alles schließt, alles wird abgesagt, konnte man in Hessen schon die Vierte Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus zusammenfassen. Ziel ist es immer, die Kontakte zu unterbrechen, um die Ansteckungsgefahr zu senken und die Verbreitung des Virus zu bremsen.

Wir haben als Gemeinde bereits am 16. 03.2020 alle öffentlichen Einrichtungen, alle Spielplätze, Schutzhütten und Freizeitanlagen geschlossen, damit sich durch unsere Kontakte, Treffen und Gespräche das Virus nicht weiter ungebremst ausbreitet. Denn jeder Kontakt birgt die Gefahr der Infektion – nicht nur für sich selbst, sondern für andere. Deshalb haben wir am vergangenen Freitag um 13 Uhr sogar eine Hochzeitsgesellschaft vorm Rathaus aufgelöst. Sektempfang und freundliche Umarmungen verbieten sich selbst bei einem freudigen Ereignis. Bei Beerdigungen geht es seit dieser Woche genau so – wir sperren die Friedhofshallen nicht, um die Menschen zu ärgern, die mit ihrer Trauer schon genug Leid zu tragen haben. Die Lage ist Ernst. Es geht um Leben oder Tod.

Deshalb rufen wir mit einem Warnhinweis am Frühlingsanfang nochmals deutlich auf: Keine Feier, kein Feuer! Neben dem Ansteckungsrisiko einer auch noch so kleinen Privat-Party hat offenes Feuer die Gefahr, dass unsere ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr alarmiert werden und dann – wegen eines unnötigen Anlasses – am Ende noch ihre Gesundheit riskieren.

Diese drastischen Einschnitte zeigen, dass es jetzt eine entscheidende Situation ist, um gemeinsam gegen die weitere Ausbreitung des Virus zu kämpfen. Betrachten wir es mal anders herum, dann wird es vielleicht deutlicher.  Es gibt in dieser schwierigen Situation nur drei Gründe das Haus zu verlassen:

1. Wirklich notwendige Arbeit

2. Lebenswichtige Besorgungen (z. B. Nahrung, Apotheke)

3. Hilfe für andere

„Vorübergehend“ geschlossen bekommt eine neue Bedeutung: Wir schließen alles, damit die Corona-Krise vorübergeht. Dazu kann, dazu muss jeder beitragen. Ab 16.03.2020 sind alle Einrichtungen der Gemeinde Eschenburg, der Gemeindewerke, das Freizeitbad „Panoramablick“ und auch die Kläranlage geschlossen, damit wir Sicherheit herstellen und halten können für alle. Denn im gemeinsamen Kampf gegen Corona sollen wir alle unnötigen und unkontrollierbaren Kontakte meiden.

Wir sind für Sie da über

Telefon (02774) 9150

und E-Mail buergermeister@eschenburg.de

Vieles kann warten oder muss warten können. Beim Einwohnermeldeamt Pässe abholen kann in den meisten Fällen warten, eine Ummeldung geht rückwirkend. Einzig Sterbefallanzeigen sind unaufschiebbar, hier reicht aber zunächst ein Telefonkontakt.

Für die Beerdigungen stehen die Friedhofshallen nicht zur Verfügung. Die Trauerfeiern können mit maximal 50 Teilnehmern unter freiem Himmel stattfinden. Für ein Kaffeetrinken stellt die Gemeinde keine Räumlichkeiten zur Verfügung und rät auch von diesen Veranstaltungen aus Gründen der Ansteckungsgefahr dringend ab.

Auch die öffentlichen Spielplätze in der Gemeinde Eschenburg werden gesperrt. Das ist den Familien mit KIndern schwer zu vermitteln, dass nach der Schließung von Kitas, Schulen und Schwimmbad jetzt auch auch die Spielplätze gesperrt werden, aber es muss sein. Mit jedem Kontakt erhöht sich das Risiko, dass Corona weiter verbreitet wird. Geschlossen sind aus dem gleichen Grund alle Schutzhütten, Festplätze und Freizeitanlagen wie der „Alte Wissenbacher Sportplatz“. Hier ist es nicht nur unverantwortlich für die eigene Gesundheit, sondern gefährdet mehr andere als man denken mag. Wer an der Grillstelle des Alten Wissenbacher Sportplatzes jetzt ein Feuer macht, was derzeit verboten ist, riskiert völlig unnötig die Gesundheit der Freiwilligen Feuerwehr: Denn wenn auch nur ein „unklarer Feuerschein“ für dieses Gebiet alarmiert wird, müssen wir von einem Waldbrand ausgehen und alarmieten. Viele ehrenamtliche Kräfte eilen dann zum Feuerwehrgerätehaus, springen in die Schutzkleidung und in die Fahrzeuge und können dabei Sicherheitsabstände für das Virus gar nicht einhalten…Wenn es glimplich ausgeht, brauchen wir hinterher nur alles zu desinfizieren. Deshalb gilt zu den Verboten auch: Kein offenes Feuer!

Zweckfeuer kann man derzeit nicht anmelden. Hierfür wäre das persönliche Erscheinen im Rathaus weniger das Problem, sondern hier hat das ganze eine größere Auswirkung auf die Sicherheit: Auch bei einem ordnungsgemäßen Zweckfeuer kann es vorkommen, dass jemand Feueralarm gibt und die 112 anruft. Dann springen unsere Feuerwehrleute völlig unnötig in die Klamotten und riskieren dafür eine Infektion. Wir meinen, das muss nicht sein und kann warten.

Auch der Wertstoffhof, der als Einrichtung des Kreises samstags am Bauhof der Gemeinde betrieben wird, wird geschlossen bleiben. Zwar lockt das Wetter zur Gartenarbeit und unter freiem Himmel lässt sich doch der Abstand leichter einhalten, mag mancher denken, aber auch dieser Ort bringt Menschen in Kontakt – und das ist im Kampf gegen Corona erst einmal gründlichst zu unterbinden und verhindern.

Zum Schutz vor dem Coronavirus hat das Land Hessen bis 19.04.2020 alle Schulen und Kitas geschlossen. Eine Notfallbetreuung der Kitas wird organisiert für die Kinder der Eltern, die in der Eilverordnung genannt werden.

Kreis und Kommunen haben sich verständigt, aus Vorsicht vor dem Corona-Virus bis auf Weiteres Bürgerhäuser und Hallen grundsätzlich nicht zu vermieten und alle Veranstaltungen abzusagen, die nicht unbedingt stattfinden müssen.

Solange es keinen Impfstoff gibt, lässt sich die Epidemie mit dem Erreger SARS-COV-2 (Coronavirus) nur eindämmen, wenn unkontrollierte Kontakte zwischen Menschen verringert und verhindert werden. Wir müssen gemeinsam alles daransetzen, die Ansteckungsgefahren zu senken und die Ausbreitung zumindest zu bremsen, wo wir es können. Deshalb bitten wir um Verständnis für diese vorübergehenden Maßnahmen und Ihre aktive Mithilfe. Vorsicht ist Bürgerpflicht!

Weit höher als die Zahl der Erkrankten ist die Schar der Kontaktpersonen und damit auch die Reichweite der Risiken. Das mag die Verantwortung aufzeigen, die jeder Veranstalter – auch im Verein und im Privaten – trägt: Wenn drei Wochen nach der Skatrunde oder der Chorstunde ein Krankheitsfall auftritt, muss das Gesundheitsamt des Kreises sämtliche Kontaktpersonen aus dem Umfeld und Umgang ermitteln und ggf. in Quarantäne stecken. Dann müsste auch jeder Veranstalter und Verantwortliche z. B. alle Teilnehmer des Kaffeetrinkens oder der Skatrunde noch kennen und benennen können.

Auf der Grundlage des Erlasses des Landes Hessen und der Allgemeinverfügung des Lahn-Dill-Kreises können von unserer Regelung Ausnahmen nur mit sehr hohen Auflagen (Hygiene, Sicherheit, Abstände, Besucherdokumentation, etc.) genehmigt werden. Blutspende-Termine sind dafür eines der wenigen Beispiele, weil hierbei die ohnehin hohen Standards für Gesundheit, Hygiene und Dokumentation angepasst werden können.

Bis auf Weiteres bleiben die Dorfgemeinschaftshäuser grundsätzlich geschlossen. Auch für Veranstaltungen im privaten Bereich werden wir die erforderlichen Genehmigungen mit der gleichen Begründung versagen.

Weil das Virus vor allem über Speichel übertragen wird, werden wir bis auf Weiteres auch keine „Anzeige eines vorübergehenden Gaststättenbetriebes nach § 6 des Hess. Gaststättengesetzes (HGastG)“ annehmen können.

Bestimmt haben Sie auch Verständnis dafür, dass wir Eheschließungen auf das Standesamtliche beschränken und auch keine Sektgläser zur Verfügung stellen. Wenn sich der Termin nicht verschieben lässt, ist der Personenkreis bei der standesamtlichen Trauung ebenso auf ein Minimum zu beschränken und die Sicherheit auf ein Maximum auszurichten.

Lächeln statt Handschlag, mehr Abstand halten statt Anhusten – das sind einfache Vorkehrungen, die jeder selbst einhalten kann. Bitte bedenken Sie dies auch bei Besuchen im Rathaus, die jeder ebenso vorübergehend auf ein Minimum beschränken sollte. Wir sind für Sie da und wollen und müssen einsatzfähig bleiben. In dringenden Fällen und wichtigen Fragen steht Ihnen unsere Notfall-Nummer 02774 915-110 zur Verfügung.

Das Freizeitbad „Panoramablick“ hat ab 16.03.2020 vorübergehend geschlossen. Ganz normale Grippeviren und auch Corona können nach derzeitigem Wissensstand nicht durchs Badewasser übertragen werden und für den ganz normalen Badebetrieb greift unser hoher Hygiene-Standard, wir wollen aber auch hier Menschenmengen meiden und die Verbreitung des Virus stoppen, bevor sie bei uns beginnt.

Wichtige Informationen zum Coronavirus und was wir selbst zum Schutz tun können, steht unter www.lahn-dill-kreis.de/corona auf der Internetseite des Kreises.

Mit freundlichen Grüßen

Götz Konrad

Bürgermeister

Allgemeinverfügung des Lahn-Dill-Kreises vom 11.03.2020

Erlass des Landes Hessen vom 10.03.2020

Bücher über OnleiheVerbundHessen gratis lesen während Corona-Schließung

Bibliotheken, Buchhandlungen, Kinos und Konzerthäuser sind zurzeit wegen der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen – so auch die Mediothek der Gemeinde Eschenburg. Lesen, Zuhause Filme schauen oder Musik hören kann aber jeder gut für sich allein oder im engsten Familienkreis. Der OnleiheVerbundHessen öffnet jetzt sein Angebot mit Tausenden von digitalen Romanen, Sachbüchern, Kinderbüchern, Hörbüchern und vieles mehr. Um das Angebot nutzen zu können, benötigte man bisher einen Bibliotheksausweis. Jetzt können sich alle Bürger und Bürgerinnen Hessens anmelden. Das Angebot ist kostenlos und gilt bis zur Wiederöffnung der Hessischen Öffentlichen Bibliotheken, aktuell also bis zum Sonntag, 19. April. Danach erlischt der Zugang automatisch; Folgekosten fallen nicht an.
Interessierte registrieren sich direkt beim OnleiheVerbundHessen unter hessen.onleiheverbundhessen.de im Internet

Hessen Mobil saniert Landesstraße zwischen Hirzenhain/Bahnhof und Oberscheld

Ab 1. April 2020 wird auf der Landesstraße 3042 zwischen Dillenburg-Oberscheld und Eschenburg-Hirzenhain die Asphaltoberfläche saniert, um die Griffigkeit der Fahrbahn zu verbessern. Dazu werden auf einer Länge von rund 400 Metern die oberen vier Zentimeter Asphalt abgetragen, eine zusätzliche Asphaltbinderschicht zur Verstärkung der Fahrbahn eingebaut und anschließend vier Zentimeter Deckschicht wieder aufgetragen. Weiterhin werden in den Kurvenbereichen Rasenkammersteine eingebaut, um das Bankett zusätzlich zu befestigen.

Wie Hessen Mobil mitteilt, werden die Arbeiten voraussichtlich 3 Wochen andauern und unter Vollsperrung ausgeführt. Die Umleitung führt ab Hirzenhain über Nanzenbach und Eibach nach Oberscheld und umgekehrt.

Mehr Informationen zu Hessen Mobil unter mobil.hessen.de oder verkehrsservice.hessen.de

Vorsicht ist Bürgerpflicht: Keine Feier! Kein Feuer! 

Ein Flächenbrand hat am Montag die Feuerwehr alarmiert. Solche unnötigen Einsätze gefährden die Einsatzfähigkeit der Wehr und die Gesundheit der Ehrenamtlichen.

Nicht ohne Grund genehmigen wir seit 16. März kein Zweckfeuer mehr. Jedes offene Feuer verbietet sich von selbst, denn eine eventuelle Alarmierung würde die Gesundheit der Freiwilligen Feuerwehr unnötig gefährden.

Um die Verbreitung des Corona-Virus zu bremsen und die Ansteckungsgefahr zu mindern, ist auch die Feuerwehr „vorübergehend geschlossen“. Das heißt bis auf weiteres gibt es keine Übungen und Unterrichte. Selbst notwendige Treffen wie eine Aktualisierung der Melder wird ohne Kontakte bewerkstelligt. Dennoch muss die Freiwillige Feuerwehr einsatzbereit sein und in jedweder Notlage Hilfe leisten zu können.

Dabei ist es aber schwerlich möglich, den derzeit gültigen Sicherheitsabstand von 1,50 Metern und die Hygienevorschriften einzuhalten. Es fehlt an Desinfektionsmitteln für Flächen und die Hände. Für jedes Feuerwehrgerätehaus steht ein Handspender noch auf dem „Wunschzettel“. Wir stehen als Kommune in der „Warteschlange“.

Wenn nun ein Feuer, was derzeit nicht angemeldet sein kann, dazu führt, dass jemand die „112“ ruft, müssen wir ausrücken. Selbst bei vagen Einsatzstichwörtern wie „Unklare Rauchentwicklung“ oder „Unklarer Feuerschein“ müssen wir immer mit dem Schlimmsten rechnen.

Deshalb ist es mehr als ärgerlich, wenn wie am Montag in Hirzenhain ein Flächenbrand die Feuerwehr alarmiert. Wenn es glimpflich ausgeht, müssen wir nur Personal und Material, Fuhrpark und Feuerwehrgerätehaus desinfizieren, wo doch schon Knappheit herrscht. Wenn das so weiter geht, gefährden solche unnötigen Einsätze die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr und die Gesundheit der Ehrenamtlichen.

Deshalb haben wir schon in der vergangenen Woche dazu aufgerufen, durch vernünftiges Handeln gemeinsam die Ausbreitung des zu Virus verhindern und haben gesagt „Keine Feier! Kein Feuer!“. Niemand sollte sich und andere unnötig in Gefahr bringen durch irgendeine private Party oder irgendein Feuerchen. „Vorsicht ist Bürgerpflicht! Wir bedanken uns bei allen, die mit Umsicht und Geduld die Sicherheits-Vorkehrungen einhalten und sich vernünftig verhalten“, sagt Bürgermeister Götz Konrad.

 

 

 

Fotowettbewerb: „Gruß aus Eschenburg“ schicken

Altenheim, Freizeitbad, Stadion – vom Holderberg hat man einen schönen Überblick. Einsame Spaziergänge offenbaren auch zu Corona-Zeiten schöne Motive. Machen Sie mit bei unserem Fotowettbewerb „Gruß aus Eschenburg“. (Foto: Konrad)
Altenheim, Freizeitbad, Stadion – vom Holderberg hat man einen schönen Überblick. Einsame Spaziergänge offenbaren auch zu Corona-Zeiten schöne Motive. Machen Sie mit bei unserem Fotowettbewerb „Gruß aus Eschenburg“. (Foto: Konrad)

Bei den Altenheim-Besuchen des Bürgermeisters war ein Foto-Kalender immer ein willkommenes Geschenk. Daran kann man jetzt auch während der Corona-Krise schon denken, die Augen offen halten und den Fotoapparat parat.

Oft reicht schon ein Schnappschuss mit dem Handy, um diese Szene beim Spaziergang festzuhalten. Immer mit mindestens 1,50 Metern Abstand kommen sich Spaziergänger auch nicht ins Gehege, wenn man sich mal die Beine vertreten und frische Luft schnappen möchte.

Dabei fällt nicht wenigen auf, wie schön wir es in Eschenburg haben. Auch wenn an vielen Stellen der Wald gelitten hat, blüht die Natur jetzt auf. Deshalb gilt ja auch in Eschenburg vom 15. März bis 15. Juni die Anleinpflicht, damit die „Kinderstube“ in Fauna und Flora nicht gestört wird. Vielleicht bietet Ihnen gerade diese Ruhe, die mit Corona eingekehrt ist, eine Szene für das Bild des Jahres?

So wie es früher noch Postkarten gab, die mit Motiven des Fremdenverkehrs warb und einen „Gruß aus…“ entbot, machen wir daraus einen kleinen Wettbewerb unter dem Motto „Gruß aus Eschenburg“. Ziel ist es, aus 13 Motiven einen Kalender zu fertigen, den wir vor Weihnachten in den Altenheimen der Region verteilen, wo alte Eschenburger ein neues Zuhause gefunden haben. Im vergangenen Jahr hat Bürgermeister Götz Konrad 67 Senioren besucht zwischen Breitscheid und Bad Endbach, zwischen Sinn und Ewersbach. Und überall freut man sich auf einen solchen Gruß – freuen Sie sich mit und machen Sie mit. Wenn sie uns schon teilhaben lassen an Ihrer Fotoausbeute, dann schicken Sie an buergermeister@eschenburg.de eine E-Mail.

Geht auch in Corona-Quarantäne: Video-Wettbewerb über Energie

Kein Grund, in die Luft zu gehen: Das Thema Energie lässt sich auch auf dem Boden festhalten in einem Video. Das fängt im eigenen Heizungskeller an.

Bei der neunten Energie-Messe in Eschenburg haben wir das Thema Ausbildung in den Mittelpunkt gerückt. „Berufe mit Energie“ ist weiter unser Thema, um das Zukunfts-Thema mit der Zukunft zu verknüpfen. Und unter den Bedingungen der Corona-Krise legen wir unseren Video-Wettbewerb neu auf: Die „Zukunftswerkstatt Energie“ soll zeigen, was jeder zuhause tun kann, damit sparsam und effizient mit Öl, Gas und erneuerbarer Energie umgegangen wird.

Die Energiewende fängt in den eigenen vier Wänden und im Heizungskeller an. Vielleicht ist die Zeit ohne Unterricht in der Schule auch mal was, sich intensiver damit zu befassen, wie eigentlich eine Heizung funktioniert. Wieviel Strom braucht mein Handy? Wie macht Photovoltaik aus der Sonne Strom? Man muss ja nicht gleich jemandem aufs Dach steigen oder in die Luft gehen, um dem Thema nachzuspüren. Wir hätten gerne bis 1. Juni einen Video-Film unter dem Titel „Zukunftswerkstatt Energie“ und Eurem eigenen Thema.

Mit unserem Video-Wettbewerb wollen wir für diese „Berufe mit Energie“ interessieren. Mit der Fachkraft für Abwassertechnik, der Fachkraft für Wasserversorgungstechnik, dem Fachangestellten für Bäderbetriebe und dem Forstwirt bilden die Gemeinde Eschenburg, Gemeindewerke und Verbände ebenfalls in Berufen aus, die sehr viel mit Energie zu tun haben. „Wenn die Corona-Krise vorüber ist, werden wir gerne auch wieder die Microgasturbine am Klärwerk vorstellen und im Schwimmbad zeigen, was der Trick am Außenbecken ist“, verspricht Bürgermeister Götz Konrad

Als Preise winken: Ballonfahrt für 1 Person (Gemeinde Eschenburg), 100 € Geldwertkarte (Freizeitbad „Panoramablick“ ), 100 € (VR Bank Lahn-Dill), 100 € (SKB Solartec), 50 € (Landtagsabgeordneter Stephan Grüger), 1 Boxspringbett (Wohncentrum Wissenbach). Wer möchte, kann weitere Preise für diesen Video-Wettbewerb beisteuern.

Mehr Informationen gibt es unter www.endlich-energie.de/zukunftswerkstatt  im Internet.

 

 

Hunde anleinen, um die „Kinderstube“ der Natur zu schützen

Selbst wenn der Hund angeblich nur spielt und immer „bei Fuß“ geht, gilt in Eschenburg vom 15. März bis 15. Juni eine Anleinpflicht.

„Hunde sind während der Brut- und Setzzeit (15. März bis einschließlich 15. Juli) im Wald und auf Wiesen an der Leine zu führen“, heißt es in der Gefahrenabwehrverordnung der Gemeinde Eschenburg. Und das steht auch so auf jedem Hundesteuerbescheid. Diese Anleinpflicht ist von der Gemeindevertretung eingeführt worden, um die Tiere in der Natur zu schützen: In dieser Zeit brüten Tiere und bringen ihre Jungen zur Welt, deshalb ist Vorsicht geboten. Dabei muss ein Hund erst gar nicht „wildern“, schon ein neugieriges Schnüffeln stört schon mehr als wir ahnen. Und weil im jetzt rasch sprießenden Gras, am Waldesrand und am Ufersaum die „Kinderstube der Natur“ Vorrang hat, müssen wir auch unsere treuesten Vierbeiner an die Leine nehmen. Anleinpflicht ist Bürgerpflicht.

Natur-Experten staunen über sparsame Schwimmbad-Technik

Staunten nicht schlecht: Der Vorstand der Naturlandstiftung Lahn-Dill um Vorsitzenden Horst Ryba (links) besichtigte das Freizeitbad „Panoramablick“. Otto Schlemper (rechts) konnte den langjährigen Vorstandskollegen vieles aus der 50-jährigen Geschichte der Einrichtung erzählen. Bei einer Technik-Tour erlebten die Gäste, wie hier auch bei hohem Energieaufwand ökologisch und ökonomisch gearbeitet wird. (Foto: Konrad)

Über den praktischen Umweltschutz hat sich der jüngste Besuch im Bad gefreut: Der Vorstand der Naturlandstiftung Lahn-Dill hat sich das Freizeitbad „Panoramablick“ bei einer Technik-Tour genauer angeschaut. Die Experten um Vorsitzenden Horst Ryba staunten nicht schlecht über die „Betriebsgeheimnisse“, die Badleiter Frank Happel und Verbandsvorsteher Götz Konrad bei dem Rundgang verrieten.

Beispiel Wasser und Abwasser: Bevor das Wasser in den Kanal gespült wird, hat es im Freizeitbad dreifachen Dienst geleistet. Zunächst ist das Nass freilich Grundlage fürs Badevergnügen. Wenn es über den Beckenrand geht, wird es im früheren Öltank unter dem Becken gesammelt und wirkt dort als Wärmetauscher: Das kältere Wasser für die Nachspeisung verläuft in Leitungen durch den großen Tank unter dem Becken und wird schon mal um ein paar Grad erwärmt, bevor es in die Heizung geht. Und aus dem 50.000 Liter großen Tank mit gebrauchtem, aber durch ständiges Filtern saubere Wasser speist sich der Dampfstrahler-Betrieb beim Reinigen und die Toilettenspülung. Erst dann geht das Wasser seinen Gang als Abwasser in den Kanal.

Die Vorstandsmitglieder der Naturlandstiftung Lahn-Dill folgten nicht nur der Einladung von Verbandsvorsteher Götz Konrad, sondern freuten sich dabei auch über ein Wiedersehen mit einem langjährigen Wegbereiter und Wegbegleiter: Eschenburgs Ehrenbürgermeister Otto Friedrich Schlemper war auch viele Jahre Vize-Vorsitzender in der Naturlandstiftung und hat vor allem das Projekt aufm Roth lange begleitet. Und dem Besuch konnte Schlemper vieles aus den Anfangsjahren des Bades erzählen, schließlich hatte er den Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ im November 1969 gegründet. Und auch die ersten Spar-Tricks wie der Thermo-Behälter unterm Außenbecken fallen in seine Amtszeit. Wie sich die Technik bis heute Schritt um Schritt verbessert hat, konnte Otto Schlemper indes zufrieden bei dem Rundgang feststellen.

Interesse an einer Technik-Tour im Freizeitbad?

Wer Interesse an einer Technik-Tour hat, kann zum einen den festen Termin nutzen: Am 3. Oktober hat nicht nur das Freizeitbad von 7 bis 17 Uhr geöffnet, sondern „Panoramablick“ macht auch mit beim „Türöffnertag“ der Fernseh-Maus. Dafür gibt es um 11, 13 und 15 Uhr eine Führung, für die man sich anmelden kann. Auch wer Interesse an einer gezielten Technik-Tour hat, kann sich unter buergermeister@eschenburg.de per E-Mail oder im Bad melden. Mehr Informationen über einen Rundgang durch die Technik des Schwimmbades gibt es unter www.freizeitbad-panoramablick.de/techniktour im Internet.

„Hinterländer Mountainbiker“ auf historischem Heimweg nach Hessen

Spannende Geschichte: Rund 150 Besucher kamen ins Bürgerhaus nach Eibelshausen, wo die Hinterländer Mountainbiker ihr jüngstes Abenteuer „Auf den Spuren der Wolgadeutschen“ zeigten. (Foto: Konrad)

Für die „Hinterländer Mountainbiker“, die Kirche in Saratow und die rund 150 Gäste war der Abend ein voller Erfolg. Der Film „Auf der Spuren der Wolgadeutschen“ führte mit dem jüngsten Abenteuer der Histo(u)riker nach Russland und Kasachstan. Für die nächste Tour haben die fünf Geschichts-Radler wieder eine Etappe hessische Heimatgeschichte vor: Auf den Spuren von Landgraf Philipp geht es im Mai von Belgien nach Simmersbach.

Seit 1992 sind Harald Becker, Matthias Schmidt (beide Angelburg), Jörg Krug (Steffenberg), Siegfried Pitzer (Biedenkopf-Wallau) und Ulrich Weigel (Eschenburg-Roth) auf dem Bike unterwegs und wollen „Geschichte (er)fahren“. Die fünf Freunde haben schon viele geschichtsträchtige Touren unternommen. So waren sie in England auf Bonifatius‘ Spuren, wie Hannibal über die Alpen, sie radelten in China, Namibia, Brasilien, Japan und in den USA – immer mit einer besonderen Geschichte im Hintergrund und im Hinterkopf.

„Genn Dach“, hallte es den fünf Freunden nun in Saratow freundlich entgegen. Einer Familien-Geschichte von Auswanderern folgend, trafen sie vor Ort auf Hinterländer Dialekt. Für die Kirche in Saratow war auch die Spendenaktion der Tour gedacht. Nachdem die Premiere in der Kulturscheune in Herborn rund 600 € ergeben hatte, verdoppelte der Abend im Bürgerhaus Eibelshausen die Hilfe für den Innenausbau des Gotteshauses auf 1.300 €.

Heimkehr nach Hessen: Den Weg von Landgraf Philipp aus der Gefangenschaft in Belgien zurück nach Hessen wollen die Histo(u)riker als nächstes nachfahren und am 5. Mai an der Philippsbuche ankommen, die als Erinnerung an das Ereignis bei Simmersbach steht.Derweil der 40-minütige Film „Auf den Spuren der Wolgadeutschen“ mittlerweile auch auf „Youtube“ im Internet zu sehen ist, planen die Hinterländer Mountainbiker das nächste Abenteuer:  Wie vor 22 Jahren schon einmal geschafft, soll der Weg von Landgraf Philipp gefahren werden, der den „Großmütigen“ 1552 aus der Gefangenschaft bei Brüssel heim brachte. Der hessische Landgraf war von 1547 bis 1552 in den spanischen Niederlanden im Kerker. Er wurde am 05.09.1552 in Löwen, im heutigen Belgien, von Königin Maria auf freien Fuß gesetzt und ritt, begleitet von 300 spanischen Reitern, zurück in seine Heimat. Am Staffelböll bei Simmersbach betrat er erstmals wieder den Boden seines Hessenlandes.

Die Tour von Löwen in Belgien zum Staffelböll soll nun vom 2. bis 5. Mai steigen. In der Europa-Woche wollen die Hinterländer Mountainbiker und die Gemeinde Eschenburg darauf hinweisen, dass Simmersbach eine wichtige Nahtstelle der hessischen und europäischen Geschichte ist. Und für den 5. Mai planen Gemeinde und Geschichtsfreunde ein herzliches Willkommen. Zur Erinnerung an die Heimkehr des Landgrafen wurde die Philippsbuche dort in Simmersbach gepflanzt, die heute noch das Wappen der Simmersbacher ziert.

Mehr Informationen über die Hinterländer Mountainbiker gibt es unter www.hinterlaendermountainbiker.de im Internet.