Testlauf für Notfälle jährlich am zweiten Donnerstag im September / Ernstfall wird mit Sirenen und Smartphone-Nachrichten geprobt
Der bundesweite Warntag dient dazu, zu prüfen, wie gut die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt und informiert werden kann. Um diesen Test im Bewusstsein der Menschen zu verankern, findet dieser jährlich am zweiten Donnerstag im September statt. In diesem Jahr ist das der 12. September. Auch im Lahn-Dill-Kreis werden wieder verschiedene Wege der Warnung in allen Kommunen getestet und im Nachgang ausgewertet. „Frühzeitiges und flächendeckendes Warnen in Notfällen kann Leben retten. Deswegen ist es wichtig, regelmäßig zu prüfen, wie gut diese Warnungen funktionieren“, sagt Landrat Wolfgang Schuster.
Auch in diesem Jahr ist für den Warntag geplant, dass die Warnmittel, die an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angebunden sind, zentral durch den Bund ausgelöst werden. Dazu gehören zum Beispiel KATWARN, NINA, Werbetafeln, Rundfunk und Cell Broadcast. Zudem sollen alle Sirenen dezentral durch die hessischen Zentralen Leitstellen ausgelöst werden.
Der Test beginnt um 11 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt müssen Bürgerinnen und Bürger damit rechnen, Sirenen in ihren Wohnorten zu hören und Warn-Mitteilungen auf ihr Smartphone zu erhalten. Aus technischen Gründen können aber nicht alle Mobiltelefone in Deutschland Warnungen über Cell Broadcast empfangen, teilt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit. „Als Ergänzung zu Cell Broadcast sollte man auf eine der Warnapps, wie zum Beispiel KATWARN oder NINA, zurückgreifen und diese installieren. Helfen Sie mit, damit wir Sie im Ernstfall schnell informieren können. Denken Sie im Ernstfall auch an hilfsbedürftige Nachbarn, die eventuell nicht über ein Smartphone verfügen“, appelliert Harald Stürtz, Kreisbrandinspektor und Leiter der Abteilung Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Lahn-Dill-Kreises.
Die Sirenenwarnung beginnt mit der „Warnung der Bevölkerung“, ein auf- und abschwellender Heulton über eine Minute. Zum Abschluss wird das Signal „Entwarnung“ (eine Minute Dauerton) über die Sirenen ausgestrahlt. In Kommunen, in denen das Auslösen des Signaltons „Warnung der Bevölkerung“ nicht möglich ist, wird der „Feueralarm“ (dreimal 15 Sekunden Dauerton mit zweimal sieben Sekunden Pause) zu hören sein. Nach der „Warnung der Bevölkerung“ sollte ab 11:45 Uhr das Signal „Entwarnung“ zu hören sein.
Orte, in denen die Sirenen noch nicht über den Tetra-Digitalfunk angesteuert werden oder noch nicht für eine hessenweite Auslösung programmiert sind, werden durch die Zentrale Leitstelle in Wetzlar ausgelöst. Das betrifft die Kommunen Aßlar, Dillenburg, Ehringshausen, Eschenburg, Greifenstein, Haiger, Hohenahr, Hüttenberg, Lahnau, Siegbach und Solms.
Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag gibt es beim BBK unter www.bit.ly/BBKwarntag
Die Bergland Medizin ist gestartet. In der Hauptstraße 62-64 in Ewersbach (hinter der alten Volksbank) ist eine erste Praxis entstanden. Keine Notlösung, sondern ein guter Anfang, sagen die ersten Besucher. Nun kann die Bergland Medizin MVZ GmbH die zweite Praxis planen, die in Eibelshausen am Marktplatz entstehen soll.
„Nach dem ersten Schritt muss der zweite Schritt folgen, damit unser gemeinsamer Gesundheits-Standort sicher auf zwei Beinen steht“, sagt Eschenburgs Bürgermeister Götr Konrad. Die Gremien beider Gemeinden beraten gerade darüber, wie sie für diesen gemeinsamen Gesundheits-Standort weiteren Nachwuchs werben.
Wie dieser gemeinsame Standort dank vieler Partner und guter Grundlagen gute Chancen der Zusammenarbeit bietet, buchstabiert unser Gesundheits- ABC durch.
1000 € Stipendium locken Landärzte nach Eschenburg
Klar, das bringt erst in zehn Jahren Nachwuchs für die Landärzte – aber die Medizin-Stipendien (-> hier Richtlinie) sind eine Einladung nach Eschenburg. So sieht es Torsten Feichtinger, einer der Macher von Bergland Medizin. Was die jungen Ärzte mit Taunus Medizin in Neu Anspach geschafft haben, das wollen sie auch in Eschenburg und Dietzhölztal schaffen. Ein medizinisches Versorgungszentrum (MZV) mit dem Namen Bergland Medizin ist gegründet, unter deren Dach zwei neue Hausarztpraxen in Ewersbach und Eibelshausen entstehen sollen. Derweil eine bürokratische Hürde nach der anderen genommen wird, werden zur Abrundung eines starken Teams Ärztinnen und Ärzte gesucht. Bergland-Arzt Dipl.-Ing. Torsten Feichtinger und Rechtsanwalt Dr. Johannes Rein haben am 29.04.2024 den Gemeindevorstand informiert und weitere Schritte der Kooperation besprochen. „Freilich hilft die Gemeinde Eschenburg nicht nur mit den Medizin-Stipendien, und Räumlichkeiten in zentraler Lage, sondern wir kümmern uns um vieles, wenn Landärzte hier landen möchten“, sagt Bürgermeister Götz Konrad.
Gemeinde erwirbt Miteigentum zur Gesundheitsversorgung
Der Erwerb von Miteigentum am Marktplatz 2 steht am hat die Gemeindevertretung am 22.02.2024 beschlossen. Das leerstehende Ladenlokal soll helfen, in Eschenburg ein Gesundheitszentrum in zentraler Lage einzurichten.
Taunus Medizin geht ins Bergland: Dr. Sebastian Reimann (links) und Dipl.-Ing. Torsten Feichtinger wollen in Eschenburg und Dietzhölztal zwei Hausarztpraxen starten und die Gesundheitsversorgung in der Region verbessern.
Unter dem Namen Bergland Medizin möchte sich ein Ärzte-Duo in Eschenburg und Dietzhölztal ansiedeln, um die Gesundheitsversorgung in der Region zu verbessern. Durch die beratende Rechtsanwaltskanzlei, Dr. Hahne, Fritz, Bechtler & Partner – HFBP Rechtsanwälte und Notar und Rechtsanwalt Dr. Johannes Rein nimmt das Projekt nun an Fahrt auf. Die beiden Ärzte wollen die Gelegenheit nutzen um sich den Menschen in der Region vorzustellen. Gezielt werden in einer neuen Ausschreibung weitere Ärzte gesucht, um das Team abzurunden.
Wer sind Sie?
Wir sind zwei engagierte Hausärzte aus Hessen. Dr. Sebastian Reimann ist Internist, jedoch mit hausärztlichem Schwerpunkt und Dipl.-Ing. Torsten Feichtinger entdeckte die Leidenschaft zur Allgemeinmedizin nach seinem Studium der biomedizinischen Technik.
Beide brennen für die hausärztliche Versorgung und haben eine Vision vor Augen: Moderne Medizin menschlich gestalten!
Aktuell ist die Medizin in allen Medien nur noch ökonomisiert und wirtschaftlich betrachtet. Der Mensch, vor allem im ländlichen Raum, gerät aus dem Fokus. Dem möchten wir etwas entgegenstellen. Wir sind überzeugt davon, dass Medizin auch ohne betriebswirtschaftliche Investoren modern, menschlich und professionell sein kann.
Mit dieser Vision gründeten wir im Jahr 2019 die Praxis Taunus Medizin – bewusst im ländlichen Raum.
Wir schufen barrierefreie, ansprechende und technisch hochmoderne Praxisräume mit einem großen Diagnose- und Behandlungsspektrum.
Auch die Personalführung wird von uns anders gehandhabt. Das WIR ist für uns entscheidend.
Wir glauben, nur wenn das Team als eine Einheit funktioniert, können wir unsere Patienten optimal betreuen.
Warum jetzt eine andere Region?
Durch die bisherige Zusammenarbeit mit der Kanzlei HFBP und deren Kontakte kam die Idee auf, ob sich unsere Vision auch in anderen Standorten etablieren lässt. Schnell wurde klar, der nördliche Lahn Dill Kreis ist hausärztlich stark unterversorgt!
Aus diesem Grund entstand ein Treffen mit HFBP und den regionalen Verantwortlichen, um die medizinische Versorgung voran zu bringen.
Was ist geplant?
Wir wollen mit den Menschen vor Ort unserer Vision umsetzen.
Es werden zwei Hausarztpraxen entstehen – eine in Ewersbach und eine in Eibelshausen.
Die Räumlichkeiten sind aktuell in der Planungsphase. Hier freuen wir uns auch über die großzügige Unterstützung der Kommunen, um das Projekt zu verwirklichen.
Der nächste Schritt für uns ist, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Bergland Medizin zu rekrutieren! Wir möchten, dass das Team die Möglichkeit hat, sich aktiv in die Standortgestaltung einzubringen und hoffen auf tatkräftige Unterstützung.
Denn ohne jeden einzelnen Menschen funktioniert diese Vision nicht!
Für die Bürger vor Ort planen wir eine Informationsveranstaltung im Jahr 2024.
Wann soll die Bergland Medizin öffnen?
Unser Ziel ist es, die Türen an beiden Standorten im Sommer 2024 öffnen zu können.
Werden Sie beide den Taunus dann verlassen?
Wir bleiben dem Taunus weiter verpflichtet und glauben, dass eine nahbare ärztliche Versorgung nur mit lokalen Kollegen vor Ort zu erreichen ist, die sich mit der Region verbunden fühlen. Daher werden wir unser Möglichstes tun, um die Bergland Medizin organisatorisch und verantwortlich zu leiten, werden die direkte ärztliche Versorgung aber in lokale Hände geben.
Wir werde ich Teil des Teams?
Schicken Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen vollständig im PDF-Format – bestehend aus Anschreiben, Lebenslauf und relevanten Zeugnissen als E-Mail an bewerbung@berglandmedizin.de.
Sollten Sie Fragen zu dem Bewerbungsprozess haben, erreichen Sie Frau Bach montags, dienstags und freitags von 08:00 bis 17:00 Uhr unter der Handynummer 0160/3210579.
Diese Nummer ist ausschließlich für das Bewerbungsverfahren eingerichtet! Sie dient nicht dem Zweck einer Patienteninformation oder für anderweitige Fragen.
Die Vorwegnahme vom 27.11.2023 ist am 27.08.2024 unanfechtbar geworden und tritt hiermit in Kraft.
Mit dem Zeitpunkt dieser Bekanntmachung wird der bisherige Rechtszustand durch den im Grundstücksverzeichnis zum Vorwegnahmebeschluss gemäß § 76 BauGB vorgesehenen neuen Rechtszustand ersetzt. Die neuen Eigentümerinnen und Eigentümer werden hiermit in den Besitz der zugeteilten Grundstücke eingewiesen.
Die Geldleistungen (Spalte 3 des Beiblattes zum Umlegungsverzeichnis) sind fällig.
Bis zur Berichtigung des Grundbuchs ist die Einsicht in den Umlegungsplan jedem gestattet, der ein berechtigtes Interesse nachweist.
Rechtsbehelfsbelehrung
Gegen die Bekanntmachung der Unanfechtbarkeit kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist bei dem Gemeindevorstand der Gemeinde Eschenburg (Umlegungsstelle), Nassauer Straße 11, 35713 Eschenburg schriftlich oder zur Niederschrift einzulegen.
1. Beigeordneter Jürgen Krüll würdigt die Teilnehmer*innen des Stadtradeln in der Gemeinde Eschenburg.
Mit der Übergabe der Urkunden und Geldwertkarten für das Freizeitbad Panoramablick in Eibelshausen fand am Montag, dem 05.08.2024 im Rathaus die Klima-Bündnis-Kampagne Stadtradeln in Eschenburg ihren Abschluss. Jürgen Krüll, 1. Beigeordneter, zeichnete die drei Teilnehmer*innen mit den meisten geradelten Kilometern aus.
(Ehrung der Teilnehmer*innen mit den meisten geradelten Kilometern – von links: Patricia Offenhaus, Niklas Graiff, Wolfgang Herr, 1. Beigeordneter Jürgen Krüll – Foto: Gemeinde Eschenburg)
Insgesamt haben in diesem Jahr 104 aktiv Radelnde in Eschenburg beim Stadtradeln mitgemacht und dabei 29.902 klimafreundliche Kilometer zurückgelegt und im Vergleich zu einer entsprechend weiten Autofahrt rund 5.000 kg CO2 vermieden.
Wir möchten uns bei allen Teilnehmern für dieses großartige Engagement bedanken.
Wir freuen uns, auch im nächsten Jahr wieder beim Stadtradeln mitzumachen und hoffe auf Ihre Teilnahme!
Gemeinsam vertrauensvoll in die Zukunft blicken: Das heimliche Motto unseres Fotowettbewerbes trifft dieses Foto sehr gut, das Elli Mantor bei einem Besuch in der alten Heimat gemacht hat. „Bäckersch Karin soi Madche“ hat mit dem Sonnenuntergang am Hang das Siegerbild des Jahres 2020 geschafft.
Für das Jubiläums-Jahr 2021 hatten wir zuvor einen Fotowettbewerb gestartet, bei dem unter 306 Fotos das Sieger-Bild einen symbolträchtigen Sonnenuntergang zeigte. Weil der Beginn des Jubiläums unter der Pandemie litt, feiern wir in Eschenburg immer noch „50 Jahre Großgemeinde“: Die Gemeinde Eschenburg entstand durch den freiwilligen Zusammenschluss der Dörfer Eibelshausen, Eiershausen und Wissenbach am 1. Oktober 1971. Zum 1. Juli 1974 schlossen sich Hirzenhain sowie aus dem damaligen Kreis Biedenkopf die Gemeinden Simmersbach und Roth an. Damit war bereits zwei Jahre vor der hessischen Gebietsreform eine Großgemeinde mit zukunftsträchtigem Zuschnitt entstanden. Am „Geburtstag“ 1. Juli hat der Gemeindevorstand nun beschlossen, wieder einen Fotowettbewerb auszuloben und einen Kalender für 2025 zu gestalten. „Eschenburg erleben“ ist das Motto, das für Rück- und Ausblicke Ideen liefern kann.
Wichtig ist, dass Teilnehmer ein möglichst aktuelles eigenes Foto in digitaler Form liefern. Die Aufnahme in Datei-Form sollte groß genug sein, um daraus auch Vergrößerungen im Format 50 x 70 zu erstellen. Alle Einsender erklären sich bei ihrer Teilnahme einverstanden, dass die Aufnahmen später im Kalender, in einer Ausstellung und auch in Publikationen der Gemeinde Eschenburg erscheinen können. Zusendungen gehen an die Adresse zukunft@eschenburg.de per E-Mail.
Der Gewinner erhält einen Gutschein über 100 € für das Freizeitbad „Panoramablick“. Der Zweitplatzierte bekommt ein Ticket über 50 Euro. Und der Drittplatzierte kann für 25 Euro baden gehen. Der Rechtsweg ist bei diesem Fotowettbewerb ausgeschlossen. Einsendeschluss ist am Ende der Herbstferien (25. Oktober), sodass man beim Herbstmarkt (13./14. Oktober) noch Motive einfangen kann.
Nach der Sommerpause geht es um Betriebsärztliche Versorgung
Die Resonanz aus Eschenburger Unternehmen auf „Schule plus“ war (noch) überschaubar, weshalb das Thema erst einmal im Speicher bleibt. Schon jetzt von Haiger lernen können wir bei einer „interaktiven Broschüre“. Die Firma JS Deutschland sucht in den nächsten Wochen nach Werbepartnern in Eschenburg und in der Region. Beispiele wie
werden dieser Tage um das Beispiel Haiger erweitert. Und mit der Auflistung „Gesundheit A bis Z“ haben wir in Eschenburg Potenzial. Wenn gerade die Anmeldung für die Bergland Medizin in Ewersbach läuft und sich Warteschlangen bilden, muss man eines beherzigen: Wenn Ewersbach läuft, kann Eibelshausen umso schneller starten. Denn beide Standorte gehören zusammen. Wer also schnell nach Eibelshausen möchte, bitte jetzt in Ewersbach anmelden. Die beiden Orte verbindet mehr als eine Bus-Linie… Mit Rechtsanwalt Dr. Johannes Rein soll sich nach der Sommerpause die Runde „Eschenburg UNTERNEHMEN“, wie wir in Eschenburg und Dietzhölztal auch die Arbeitsmedizin gemeinsam verbessern können.
Runder Tisch stellt „SchulePlus“ vor
Besuch aus Haiger kommt zur nächsten Runde „Eschenburg UNTERNEHMEN“ am 6. März, wenn sich der Runde Tisch für Wirtschaft und Gesellschaft um 19 Uhr im Rathaus trifft:
„Schule plus“ heißt ein Kooperations-Projekt der Johann-Textor-Schule, über das Alexander Schüler berichtet.
Hintergrund: Die Gemeinde Eschenburg wird gerade Mitglied bei StudiumPlus und möchte mit Schulen und Unternehmen Berufsorientierung bieten. Nach dem Vorbild von Haiger kann auch in Eschenburg eine Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben entstehen. Weitere Idee ist ein „Markt der Möglichkeiten“.
Treffpunkt ist um 19 Uhr das Sitzungszimmer 1.01 im Rathaus. Bitte den Hintereingang vom Bürgerhaus-Parkplatz (Jahnstraße) benutzen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer in Kontakt kommen und auf dem Laufenden bleiben möchte, meldet sich einfach per E-Mail an Bürgermeister Konrad (buergermeister@eschenburg.de) direkt.
Runder Tisch startet im Rathaus
Um die „Zukunft für Zukunfts-Berufe“ haben wir uns bereits Ende April beim „Bürger-Forum online“ gekümmert. Mit einem ersten Etappen-Erfolg: Wenn sich 12 neue Azubis für den Beruf des Zerspanungsmechaniker finden lassen, soll in Dillenburg eine neue Berufsschul-Klasse starten und bleiben dürfen. Bei der IHK sind von den Ausbildungs-Betrieben Zusagen für 14 Lehrstellen, wovon schon sechs Verträge abgeschlossen worden sind. Weitere Themen:
Regional-Portal – von der Such-Maschine zur Find-Gemeinschaft
Wegweiser-System fürs Gewerbegebiet Heerfeld
Ortspläne in den Vitrinen
Energie-Messe am 11. + 12. November (www.endlich-energie.de). Wir wollen bei einer Modenschau der Zukunfts-Berufe alles auf den Laufsteg bringen, was die Region zu bieten hat.
Verkaufsoffene Sonntage 14. Mai (Frühjahrsmarkt), 8. Oktober (Herbstmarkt) und 12. November (Energiemesse) jeweils von 13 bis 18 Uhr
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer in Kontakt kommen und auf dem Laufenden bleiben möchte, meldet sich einfach per E-Mail an Bürgermeister Konrad (buergermeister@eschenburg.de) direkt.
Zukunft für Zukunfts-Berufe: Mit Rückzugsplänen starten wir keine Offensive
Das Gremienportal des Kreises zeigt für die kommenden Sitzungen Termine und Themen. Mit dem kleinen Haken ober rechts kann man sich den Termin gleich in den Kalender laden.
Der Haupt-, Finanz-, Wirtschafts- und Organisationsausschuss hat das Thema am 23.03.2023 auf der Tagesordnung. Beim Kreistag am 27.03.2023 ab 13:30 Uhr ist der „Schulentwicklungswahn“ TOP 11 von insgesamt 31. Fraglich ist, ob die in der Vorlage angedeuteten Stellungnahmen aus allen beruflichen Schulen des Lahn-Dill-Kreises noch vorgelegt werden. Auch wäre es dienlich, über Inhalt und Ergebnis der Gespräche mit Kreishandwerkerschaft und IHK Lahn-Dill zu berichtet statt Bildungspolitikern und studierten Ehrenamtlichen die Zukunft von Zukunftsberufen zu überlassen.
Bildungsausschuss und Kreistag müssen keine solchen einsamen Entscheidungen treffen, sondern können die Vorlage ablehnen, die Entscheidung vertagen, den Schulentwicklungsplan pausieren, das Land zur Einsicht mahnen und Ausbildern wie Jugendlichen auch die Chance zum Aufholen nach Corona zu geben.
Wir werden bei der Energie-Messe in Eschenburg am 11. und 12. November gezielt für alle angezählten Zukunftsberufe werben. Schon seit Jahren haben Handwerker wie Dachdecker, Heizungsbauer und Elektriker so viel zu tun, dass sie keine Zeit haben, für ihren Beruf zu werben. Und das wird jetzt noch schwerer, wenn die Berufsschule weiter in die Ferne rückt.
Bald Not-Abitur im LDK?
Die Beschlussvorlage, über die die Gremien des Lahn-Dill-Kreises zu entscheiden haben, wird ein neues „Not-Abitur“ einführen: Junge Menschen erlernen nicht einen Zukunftsberuf, sondern drücken aus der Not bildungspolitischer Orientierungslosigkeit weiter die Schulbank.
Schulbezirke kann man (wieder) ändern, mag man diese Rückzugstaktik deuten, damit ein Beruf nicht ganz aus dem Kreis verschwindet. Mit Rückzugsplänen starten wir aber keine Offensive, die bei den Zukunfts-Berufen jetzt eigentlich notwendig wäre. Angebot schafft Nachfrage, wenn man werben kann. Und wer nicht wirbt, stirbt.
Die Sitzungen der Kreis-Gremien sind öffentlich. Das heißt, Zuschauer haben kein Rederecht, sie können aber sehen, wer hier vor der Entscheidung sauber abwägt. Das ist nämlich das Handwerk jedweder Politik. Einsicht ist der beste Lerneffekt – das gilt auch in der Bildungspolitik.
Klassen-Erhalt ist mehr als ein Saisonziel
Im Regionalmuseum lief eine sehenswerte Ausstellung über „Ausgestorbene Berufe“. Ich möchte nicht, dass wir dort bald die drei Berufe der Friseure, Zerspanungsmechaniker und Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ausstellen. Politik braucht manchmal Nachhilfe, wenn es um das Thema Schule geht. Denn so geradlinig ist keine Berufs-Karriere, dass sie einer Strukturreform des Landes oder dem Schulentwicklungsplan des Kreises (am 27.03.2023 Thema im Kreistag) folgt – schon gar nicht zu Krisen-Zeiten. Der Plan des Kreises, ab Sommer für diese drei Berufe in Dillenburg an den Gewerblichen Schulen keine Klassen mehr zu starten, geht meiner Ansicht nach völlig am Bedarf vorbei.
Denn der Bedarf ist verzögert: Die Friseure hatten in den drei zurückliegenden Jahren fast ein Berufsverbot. 30 Prozent haben aufgegeben, weit mehr nicht mehr ausgebildet. Und heute bringt kaum jemand auf die Reihe, dass die Menschheit für „Wellness“ viel Geld ausgibt und man mit diesem Handwerk nicht nur die Frisur in Form bringt.
Bei den Elektrikern will ich nicht einsehen, warum man die Gebäude-Elektriker von den Betriebs-Elektrikern trennen soll – dadurch werden die Klassen ganz automatisch kleiner, bekommt man schon mit dem Einmaleins ermittelt.
Und beim „Zerspanungsmechaniker“ ist es vielleicht der etwas unhandliche Name, der diesen tollen Beruf etwas ins Abseits gebracht hat. Unter den 70 offenen Ausbildungsstellen im Blickfeld der Berufsschule sind 15 Zerspanungsmechaniker. Würden diese Stellen besetzt, wäre das eine Klasse! Wir müssen vielleicht mal einen Zerspanungsmechanker zum YouTube-Star machen, dann klappt’s auch mit dem Job. Kreis und Land sollten solchen Zukunfts-Berufen eine Zukunft geben und der dualen Ausbildung gerade jetzt die Chance belassen zum „Aufholen“ nach Corona. Schulen und Firmen haben nämlich in diesen drei Jahren das ganze Land und ihren Laden am Laufen gehalten, dafür darf man sie jetzt nicht ins Museum bringen. Für mich ist der Klassenerhalt mehr als ein Saisonziel, sondern eine Zukunfts-Frage. Mein Appell an Kreis und Land: Aussetzen der Pläne zum Atemholen und Aufholen nach Corona. Nach der ersten Runde am 15.02.2022 bleibe ich dran.
Die Berufsschule darf nicht den Bach runtergehen
Das Hessische Kultusministerium hat eine Strukturreform mit dem Titel „Die zukunftsfähige Berufsschule“ vor, die ab dem Schuljahr 2025/2026 greifen soll. Positiv klingt hierbei zunächst, dass die geforderten Mindestgrößen der Klassen herabgesetzt werden von 15 auf 12 für das erste Lehrjahr, auf 9 für das zweite Lehrjahr, auf 8 für das dritte und auf 5 für das letzte halbe Jahr bei dreieinhalbjährigen Ausbildungen. Nach den Plänen sollen Klassen ganz abgezogen werden, wenn diese Mindestanforderungen über zwei Jahre nicht erreicht werden.
Für die Gewerblichen Schulen in Dillenburg greift zudem aktuell der Schulentwicklungsplan des Lahn-Dill-Kreises. Laut einem Schreiben vom 19.12.2022 sollen ab Sommer für drei Berufe keine neuen Klassen mehr begonnen werden:
Friseure
Zerspannungsmechaniker
Elektroniker für Energie -und Gebäudetechnik
Die Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik kamen bislang in einer Klasse gut mit den Elektronikern für Betriebstechnik aus, was nun nicht mehr sein soll. „Die Schwerpunktbildung und Spezialisierung klingt zunächst gut, ist aber (Arbeits)lebensfremd“, meint Bürgermeister Konrad.
Gerade die Elektriker, die jede Wallbox und jede Wärmepumpe anschließen sollen, haben jetzt schon zu viel zu tun und zu wenig Zeit fürs Werben in eigener Sache. Aus diesem Grund mangelt es an Nachwuchs. Wenn nun noch die Berufsschule nach Wetzlar geht, wird es noch schwieriger, Auszubildende zu finden und die steigenden Aufgaben und Arbeiten erledigen zu können.
Angebot schafft Nachfrage, heißt es seit mehr als 200 Jahren. Seitdem ist viel Wasser die Dietzhölze und die Dill hinuntergeflossen. Vieles ist heute im Fluss, auch die Arbeitswelt. Vieles entwickelt sich, manches muss man entwickeln. Jetzt droht aber ausgerechnet der Schulentwicklungsplan des Kreises, einen – wie ich finde – wichtigen Teil unserer Bildungslandschaft wegzuspülen. Wenn die angehenden Friseure, Zerspanungsmechaniker und Elektriker ab Sommer nicht mehr nach Dillenburg zu den Gewerblichen Schulen gehen dürfen, sondern weiter fahren müssen, erodiert das den Wirtschafts-Standort in Eschenburg und Dietzhölztal.
Ich habe schon immer von einer kreativen Runde mit Unternehmen und Unternehmern geträumt. Jetzt starten wir ausgerechnet mit dem Albtraum, die Berufsschulen könnten „den Bach runtergehen“. Damit das nicht passiert, müssen wir was unternehmen.
Mit dem Arbeitstitel „UNTERNEHMEN Eschenburg“ lade ich herzlich ein zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Haben Sie ein Thema oder einen interessanten Termin in der eigenen Firma. Melden Sie sich direkt bei mir unter buergermeister@eschenburg.de und wir können für diese Gemeinde und die Menschen hier gemeinsam etwas unternehmen.
Ihr
Götz Konrad
Bürgermeister
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