Autorarchive: Götz Konrad

Direkte Wege im Wechsel und auf Wunsch

Direkte Wege im Wechsel – und auf Wunsch

Kurze Wege statt langer Wartezeiten: 29 Rückmeldungen hat unsere Umfrage ergeben zum Thema Gesundheitsversorgung.
Kurze Wege statt langer Wartezeiten: 29 Rückmeldungen hat unsere Umfrage ergeben zum Thema Gesundheitsversorgung.

Hausärzte vor Ort, kurze Wege und kurze Wartezeiten werden am häufigsten als Wunsch genannt bei unserer Umfrage „Was ist Ihnen wichtig für die Gesundheitsversorgung?“ Wie die Gemeinde Eschenburg solche Ziele ansteuert, für Fragen ansprechbar ist und gemeinsam etwas unternommen werden kann,  zeigen

  • das Bürger-Forum online
  • die Sprechstunde digital und
  • Eschenburg UNTERNEHMEN.

Termine werden hier unter www.eschenburg.de/forum genannt. Themen-Vorschläge und einzelne Gesprächs-Wünsche können über die Adresse zukunft@eschenburg.de direkt adressiert werden.


„Es geht ums Ganze.“ (23.01.2024)

Nachsehen: Erstmals gibt es vom „Bürger-Forum online“ ein Video (hier Klicken).
Präsentation zum Herunterladen.
Klick zum Video.

Beim „Bürger-Forum online“ am 23.01.2024 ist die Viertelstunde erstmals aufgezeichnet worden. Der Vortrag von Bürgermeister Götz Konrad ist erstmals als Video zum Herunterladen hier bereitgehalten; die Präsentation gibt es hier als PDF. Für den Bau der Kita „Neue Mitte“ und ein Gesundheitszentrum der „Bergland Medizin“ (www.berglandmedizin.de) in der Gemeinde Eschenburg laufen die Vorbereitungen. Eine Tagespflege mit Intensiv-Pflegeplätzen möchte die Diakoniestation als neue Nutzung im „Nassauer Hof“ einrichten, was die nächsten Schritte darstellt. Für eine „Küche für alle“, die alle Kitas versorgen und womöglich so etwas wie „Essen auf Rädern“ in der Zukunft anbieten kann, suchen wir noch Platz und Partner. Deshalb hat das nächste „Bürger-Forum online“ am 23.01.2024 die Überschrift „Zu wenige Köche verderben den Brei…“ Gewiss ergeben sich im neuen Jahr auch neue Chancen für die „Neue Mitte“ und ein neues Miteinander. Deshalb ist das „Bürger-Forum“ themenoffen, wenn viele Fragen der Innenentwicklung hier eingebunden werden und beispielsweise die „Mission: Mehr Spielplätze“ hierbei weiterverfolgt wird. „Man kann für den ersten Termin im Jahr sagen, es geht ums Ganze“, sagt Bürgermeister Götz Konrad.

Mit dem Bündel an Ideen und Initiativen will sich die Gemeinde Eschenburg wieder bewerben beim Wettbewerb „Ab in die Mitte“. Thema der Innenstadt-Offensive des Landes Hessen ist für 2024 „Lebe deinen Raum“.


„Gesundheitsversorgung für Eschenburg“ (29.11.2023)

Aus aktuellem Anlass war „Gesundheitsversorgung für Eschenburg“ am 29.11.2023 Thema im „Bürger-Forum online“.  Aktuell läuft eine Ausschreibung von Bergland Medizin (www.berglandmedizin.de), die Fachpersonal sucht für zwei neue Hausarztpraxen in Eschenburg und Dietzhölztal. Dahinter stecken die Macher von Taunus Medizin (Neu-Anspach).  Unser Vermittler und Ansprechpartner ist Dr. Johannes Rein, Rechtsanwalt und Landarzt-Sohn aus Hirzenhain.


 

 

Aktion „Unser Dorf soll grüner werden“ – Bürgerbaum (27.09.2023)


„Mission: Mehr Spielplätze“ (19.07.2023)


„Unser Dorf soll grüner werden“ (28.06.2023)

Die Aktion „Unser Dorf soll grüner werden“ und die Online-Auswahl an Bäumen und Büschen wird am 28.06.2023 beim „Bürger-Forum online“ vorgestellt werden, die gerade von der Kommission Zukunft (KommZu) geplant wird. Im Herbst soll in Eschenburg für jedes Haus ein Baum oder Busch kostenlos angeboten werden, damit hier prima Klima herrscht. Was man bis zu den Sommerferien kostenlos an Büschen und Bäumen „bestellen“ kann und wie die Aktion abläuft, verrät das nächste „Bürger-Forum online“ am 28.06.2023.  


„Zukunft für Zukunfts-Berufe“ (26.04.2023)

Lassen sich bis August noch genügend Auszubildende finden für den Beruf des Zerspanungsmechaniker, damit die Berufsschulklasse in Dillenburg bleibt? Was können wir tun für die Zukunft solcher Zukunftsberufe? Wie bekommen wir zur 11. Energie-Messe die „Berufe mit Zukunft“ vorgestellt, damit alle Chancen genutzt werden für Karriere und Klimaschutz? Beim „Bürger-Forum online“ geht es am 26.04.2023 um das Thema  „Zukunft für Zukunfts-Berufe“. „Es sieht gut aus und es gibt viel zu tun, so kann man die Runde zusammenfassen“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. Die Präsentation mit Links zu weiteren Informationen ist hier zum Herunterladen als PDF.


Mission: Mehr Spielplätze (29.03.2023)

Die Umfrage „Was zieht nach Eschenburg?“ zeigt – wenn man den vielfachen Wunsch weniger nach einer Dietzhölztalbahn, dass die Aufenthaltsqualität wichtig ist. Spielplätze und das Schwimmbad zählen zu den wichtigen Angeboten. Umfrageergebnis und Präsentation des Forums gibt es hier. Die „Mission: Mehr Spielplätze“ ist unter www.eschenburg.de/spielplatz auf der Internetseite der Gemeinde zu finden. Hier steckt viel Kreativität in der Bürgerbeteiligung. Und das Thema bringt Dynamik in die Innenentwicklung – in allen Ortsteilen. Konkret geht es um die Gestaltung des Spielplatzes an der Straße am Segelfliegerhang in Hirzenhain, aber auch die weitere Vorgehensweise.


Neue Mitte – Kita & Co. (22.02.2023 )

Kita im Kern: An der Stelle des alten Kinos wird eine viergruppige Kita gebaut, Damit möchte die Gemeinde Eschenburg weitere Akzente zur Entwicklung setzen.

Wie schon unser Video zum ersten Bürger-Forum online zeigt, ist die „Neue Mitte“ ist mehr als ein Ort. Der Gemeinde Eschenburg geht es hier um ihre Entwicklung. Kern des Konzepts ist eine neue Kita in der Mitte. Das „Bürger-Forum online“ am 22.02.2023 hatte daher das Thema „Neue Mitte – Kita & Co.“. Hier die Präsentation.

Viele Jahre hatte die Gemeinde Eschenburg darauf gesetzt, mit einem Supermarkt im Zentrum Impulse für die Innenentwicklung zu erreichen. Jetzt kommt alles anders: „Wir setzen auf die neuen 3G – Innenentwicklung mit Ganztagsplatz, Gastronomie und Gesundheit“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. Fast wie in Wetzlar: Das alte Kino am „Nassauer Hof“ wird abgerissen und eine Kita „Neue Mitte“ dort gebaut.

Ein neuer viergruppiger Kindergarten deckt den Bedarf – mit Blick auf ganz Eschenburg: In der Nähe zu Schulen und Rathaus, Banken und Geschäften sollen die Ganztagsplätze für U3 und Ü3 auch Familien helfen, die zum Arbeiten in die Gemeinde kommen.  Während gerade ganz Eschenburg Glasfaser bis an jedes Haus bekommt, bleibt Eibelshausen wichtiges Zentrum: „Eibelshausen Markt“ avanciert als barrierefreie Bushaltestelle zum Umsteigen und Aussteigen. Neben dem Expressbus X41 im schnellen Takt zwischen Dillenburg und Biedenkopf halten hier die drei Linien 300 (Hirzenhain – Roth – Simmersbach – Eiershausen – Eibelshausen), 301 (Holderbergschule – Eschenburg / Dietzhölztal) und 302 (Dietzhölztal – Dillenburg). Insgesamt 119 Busse halten am Markt werktags, 60 an Samstagen und 10 an Sonn- und Feiertagen.

„Mit der Kita Neue Mitte wird es mehr Leben in ganz Eschenburg geben“, sagt Bürgermeister Konrad. Für eine neue Nutzung des „Nassauer Hofs“ wird zwar noch ein Gastronom gesucht, aber ein neues Konzept mit einer Tagespflege der  Diakoniestation Dietzhölztal-Eschenburg kommt einer generationen­übergreifenden Nutzung zu Pass. Wenn eine Küche Kitas und Schulen beliefern kann, Mittagstisch für Senioren anbietet und eine Begegnungsstätte in der „Neuen Mitte“ betreiben kann, haben alle etwas davon. „Dann wird die ‚Neue Mitte‘ zu einem neuen Miteinander“, sagt Konrad.Kita Neue Mitte


„Aufholen nach Corona“ – Anträge bis Ende Februar abgeben (25.01.2023)

Die Auswertung unserer Umfrage „Was wollen wir aufholen nach Corona?“.

Gemeinschaft steht ganz groß in der Wortwolke. Der Begriff ist bei unserer Umfrage „Was wollen wir aufholen nach Corona?“ am häufigsten genannt worden. Beim ersten „Bürger-Forum“ online ging es ums Thema „Aufholen nach Corona“, wie die Präsentation und Auswertung zeigt. Noch bis Ende Februar können für Vereine und Veranstaltungen Anträge gestellt werden. Informationen zum Programm „Aufholen nach Corona“ gibt es hier unter www.eschenburg.de/aufholen


„Mehr Spielplätze“ (02.11.2022 + 14.12.2022)

Viel Bürgerbeteiligung für „Mehr Spielplätze“: Die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses sind dankbar für eine große Resonanz: Auf die Umfrage „Was wünschen wir uns für die Spielplätze in Eschenburg?“ gab es 101 Einsendung, die in einer Wortwolke die wichtigen Begriffe zeigen. Zudem kamen über die Adresse zukunft@eschenburg.de bis zur Sitzung mehr als 40 Mails mit einzelnen Ideen und ganzen Ausarbeitungen. Das Sammeln von Ideen und Suchen nach Partnern geht weiter, war sich der Ausschuss einig. Neben einem Konzept für die bereits bestehenden 25 Spiel- und Bolzplätze der Gemeinde sollen weitere Attraktionen geschaffen werden. Themen wie Wasserspielplatz, Klettern und Mountainbike tauchten bei der Umfrage auf und sollen nun weiterbearbeitet werden. Über den aktuellen Stand der Dinge und weiteren Mitwirkungs-Möglichkeiten wird die Seite eschenburg.de/spielplatz im neuen Jahr informieren.

Die Präsentationen der beiden Bürger-Foren finden Sie hier:

Made in Eschenburg: Wiedersehen macht Freu(n)de (05.10.2022)

Einkaufen, Freunde treffen, Bier trinken – das waren die meisten Nennungen auf unsere Umfrage „Was wünsche ich mir vom Markt?“ Das Bürger-Forum online hat am 5. Oktober den Markt in Eibelshausen vorbereitet, der am 9. und 10. Oktober endlich wieder startet. Bürgermeister Konrad stellte die Planung anhand einer Präsentation vor.  

Nachdem der Markt wieder zum Laufen gebracht werden kann, wird die bisherige „AG Markt“ erweitert um Vereine, Firmen und andere Akteure, die in einer Projektgruppe „Made in Eschenburg“ an der Weiterentwicklung der Märkte und ggf. an einem Eschenburg-Event zwischen den Markt-Terminen arbeiten möchten. Interessenten an der Projektgruppe melden sich hier an zukunft@eschenburg.de per E-Mail.


 Zukunft der Vereine – Vereine der Zukunft (13.09.2022)

Wortwolke Vereins-Zukunft
Was braucht mein Verein für die Zukunft…? Die Wortwolke zeigte nach der Umfrage die wichtigen Themen, die in Eschenburg gemeinsam angepackt werden.

Um einen Erfahrungsaustausch unter Ehrenamtlichen zu bündeln und eine Plattform zu bieten, hat Bürgermeister Götz Konrad am 13.09.2022 das Bürger-Forum online genutzt, um die Vereine in Eschenburg direkt anzusprechen und einzuladen.

Unter dem Thema „Zukunft der Vereine – Vereine der Zukunft“ gab es zwei wichtige Impulse:

Diese Plattform soll nun genutzt werden, um dort eine offene Projekt-Gruppe „Vereins-Zukunft Eschenburg“ zu starten. Interessenten an einer Zusammenarbeit können sich melden unter zukunft@eschenburg.de per E-Mail. Themen gibt es viele, wie eine Umfrage „Mein Verein braucht für die Zukunft…?“ ergab. Erste Ansätze beinhaltet auch die Präsentation zum Bürgerforum am 13.09.2022 (hier zum Herunterladen)


Breitband für alle: GlasfaserPlus mit der Telekom (10. 08.2022)

Die Telekom baut gerade alle Ortsteile der Gemeinde Eschenburg mit Glasfaser aus bis an jedes Haus (FTTH). Dieser fast vollständige Ausbau mit der Telekom  ist 2022 gut gestartet und zieht sich bis ins Jahr 2023. Für das „offene“ Netz werden gerade die Kooperations-Details auch mit anderen Telekommunikations-Anbietern verhandelt, Telekom-Kunden  können jetzt schon den Hausanschluss bekommen – gratis.

Weitere Beratung ist auf diesen Wegen weiterhin möglich.

 


Berufe mit Zukunft (06.07.2022)

Ehrung für Europameister Dorndorf
Ehrung für den Europameister: Stefan Zienert (rechts), Obermeister der Dillenburger SHK- Innung ehrt Simon Dorndorf für sein Engagement. (Foto: SHK-Innung)

Am 6. Juli um 19 Uhr heißt es „Berufe mit Zukunft“ beim nächsten Bürger-Forum online. Hierbei können sich auch Eschenburger Firmen einbringen, die für ihre Zukunfts-Jobs Auszubildende suchen, und auch Jugendliche, die ihren eigenen Zukunfts-Job suchen.
Die Gemeinde Eschenburg sucht im Juli auch wieder Bewerber für die Verwaltungsfachangestellten-Ausbildung. Die aktuellen Azubis stellen selbst Ausbildung bei der Gemeinde, Gemeindewerke und den beiden Verbänden vor. Und sie stehen für Fragen selbstredend zur Verfügung. Im „Raum 1“ der Video-Konferenz geht es um die Berufe
• Verwaltungsfachangestellte
• Forstwirt bei der Gemeinde Eschenburg
• Fachangestellte für Bäderbetriebe
• Fachkraft für Wasserversorgungstechnik
• Fachkraft für Abwassertechnik
Im „Raum 2“ erzählt ein „Europameister“ von seinem Beruf: Simon Dorndorf ist als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik beim europäischen Wettbewerb gewonnen und kann aber auch über die Arbeit der „Heizungsbauer“ hierzulande authentisch erzählen. Dazu werden sich hoffentlich weitere Azubi-Guides gesellen, die am besten über ihren Top-Job berichten können.
Die EAM wird in einem weiteren „Raum“ vorstellen, wie der kommunale Konzern für die Energiewende und unser aller Zukunft ausbildet. Gerne bietet die Gemeinde Eschenburg auch weiteren Firmen die Chance, sich und ihre Ausbildungs-Möglichkeiten vorzustellen. Hierzu können sich Interessenten noch melden per E-Mail an die Adresse zukunft@eschenburg.de


Beim Sportplatz nicht ins Abschreibungs-Abseits kommen (22.06.2022)

Beim Bürger-Forum online am 22.06.2022 war bei einer Umfrage vorab die Frage zu beantworten,  „wofür soll die Gemeinde Eschenburg mehr investieren?“ Bei der Auswertung in einer Wortwolke stehen die Spielplätze ganz groß da.  Das Thema „Die Krux der Kommunalfinanzen knacken – Nachhaltigkeit und Neugestaltungskraft“ erläuterte Bürgermeister Götz Konrad am Beispiel des neuen Babybeckens. Die Investition wird über 25 Jahre abgeschrieben. Das bedeutet in den kommenden 25 Jahren jährlich rund 6.000 € im Aufwand. So wie der Wertverlust über die Abschreibung auf der Aufwandsseite ins Gewicht fällt, kann auf der Ertragsseite auch etwas dagegen gesetzt werden. Wenn z. B. Zuschüsse oder Spenden fpr das Projekt kommen, können sie ebenfalls über 25 Jahre in die Waagschale gelegt werden – ertragswirksame Sonderpostenauflösung nennen das die Buchhalter.

„Sonderposten“ kommen in der freien Wirtschaft selten vor – für Kommunen sind sie Survival-Strategie.  Weil eine Kommune wenig von der Steuer hat – von der Gewerbesteuer bleibt in Eschenburg derzeit nur ein Fünftel, während Kreis, Land und Bund den Rest lautlos einstreichen.  Deshalb muss die Kommune andere Wege finden, ihre Ergebnisrechnung in die Waage zu bringen. Dabei geht es auch darum, wie ein neuer Kunstrasen-Fußballplatz gebaut werden kann, ohne die Allgemeinheit ins Abschreibungs-Abseits zu bringen.

Den Vortrag „Die Krux der Kommunalfinanzen knacken – Nachhaltigkeit und Neugestaltungskraft“ gibt es hier zum Herunterladen.


Bonus für Bäder: Wie wir den Schwimmbad-Betrieb entlasten (29.04.2022)

Am Beispiel des neuen Babybeckens im Freizeitbad „Panoramablick“ kann man gut erklären, was das Problem für Schwimmbäder ist und wie man es lösen kann.  „Bonus für Bäder“. heißt unser Vorschlag für Hessen, der in Schleswig-Holstein bereits eingerichtet worden ist.: Eine jährliche Zuweisung im Kommunalen Finanzausgleich ist dort für alle Schwimmbäder eingerichtet, in denen Schwimmunterricht angeboten wird. Über das Thema „Bonus für Bäder“ gibt es unter www.freizeitbad-Panoramablick.de/Bonus einen Blog.

Der Vortrag zum Thema „Bonus für Bäder: Wie wir den Schwimmbad-Betrieb entlasten“ gibt es hier zum Herunterladen.

 


E wie Eschenburg – Energie & mehr (23.03.2022)

Was wichtig ist beim Thema Energie zeigt die „Wortwolke“. Vor und während des Bürger-Forums konnte abgestimmt werden.

Der Krieg in der Ukraine, der Welthandel, der Klimawandel, die steigenden Energie-Preise, das Alter der eigenen Heizung… vieles lässt die Menschen derzeit ins Grübeln kommen. Nachhaltigkeit und eine autarke Stromversorgung sind wichtig, hat das zweite „Bürger-Forum online“ in Eschenburg ergeben. Als nächste Schritte in Sachen Energie geht es an die „Wärme-Brücken“ und Wissens-Lücken, ergab das Gespräch.
Wärme-Brücken sind Stellen im Haus, wo die Wärme von drinnen zu schnell nach außen kommt und verloren geht. Ecken, Rollokästen, Fenster- und Türanschlüsse, auskrakende Dachüberstände oder Balkone sind nicht nur Ursache für Wärmeverluste, bei denen man „zum Fenster rausheizt“; beim Unterschreiten des so „Taupunkts“ kondensiert die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit auch an solchen Stellen und kann Schimmel begünstigen.
Wo bekommen wir unsere Energie her? Die meisten Fragen drehen sich um einen Heizungs-Tausch, berichtete Energie-Berater Bernd Schütz. „Und das zu beantworten ist hier bei uns nicht so leicht wie in Berlin, wo überall Gas und Nahwärme vor der Haustür liegt“, sagt der Ingenieur.
44.000 der rund 70.000 Heizungen im Lahn-Dill-Kreis sind „älter als 20 Jahre“, weiß Klimaschutz-Manager Ingo Dorsten. „Das ist ein Riesenberg für die 85 Innungsbetriebe der Heizungsbauer.“
„Gefragt sind Pfiffige Ideen“, sagt Marko Dorndorf, der als Schornsteinfeger und einer der (zu) wenigen Experten der Liste www.energie-effizienz-experten.de in der Region mehr Aufklärung wünscht. „Die Physik kann viel mehr als der politische Wille ihr zutraut“, sagt Jürgen Bepperling, Geschäftsführer der Stadtwerke Herborn.
„Kühlen Kopf bewahren und nachdenken“, rät Klimaschutz-Manager Dorsten. Zuerst muss die Frage nach dem wirklichen Energie-Bedarf gestellt werden: „Mit einer 25-KW-Heizung brauche ich mir nicht den ganzen Sommer hindurch das Wasser zum Zähneputzen heiß machen“, nennt Bernd Schütz ein Beispiel. Oft seien kleine Tipps und Tricks wie der Hydraulische Abgleich oder die Heizlast-Einstellung eine effektive Hilfe, wie das Sparen noch lange vor dem Sanieren helfen könne.
„Es geht um die Wärmewände für die eigenen Wände“, fasste Bürgermeister Götz Konrad zusammen. Drei Punkte werde die Gemeinde Eschenburg deshalb fortsetzen und forcieren:

  • Energiesprechstunden im Rathaus als Angebot für die Region sollen fortgesetzt werden, nachdem die „Hessische Energiesparaktion“ in der Landesenergieagentur aufgegangen sei und das so nicht mehr anbiete.
  • Vorträge zu Orientierung sollten fortgesetzt werden, notfalls auch online, aber in jedem Fall über die Gemeinde Eschenburg.
  • „Zukunftswerkstatt Energie“ ist die Vorstellung der E-Berufe.

Im Portal www.endlich-energie.de informiert die Gemeinde Eschenburg, nachdem zehn Energie-Messen, mehr als 190 Energie-Vorträge und -Exkursionen sowie zahlreiche Energiesprechstunden organisiert worden sind. „Mit Bienenwiese und Brennstoffzelle allein lässt sich die Welt nicht retten“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. „Beratung und Bewusstseinsbildung sind der Beginn, um später Lösungen für den Hausgebrauch zu finden“, so Konrad.

23.03.2022 Bürger-Forum „E wie Eschenburg – Energie & mehr“> Präsentation zum Herunterladen


Bürger-Forum Eschenburg: Gesundheitsversorgung, Ganztagsplatz und Gastronomie (10.02.2022)

Zur Information unserer Bürger, Unternehmer und Interessenten hat die Gemeinde Eschenburg am 10.02.2022 ein neues Format gestartet: Das „Bürger-Forum“ soll Themen vorstellen, die in den Gremien auf der Agenda stehen.

Los ging es mit dem großen Thema Gesundheitsversorgung, die in Eschenburg bereits seit 2008 formuliertes Ziel war – nun aber auf gutem Weg und wichtige Schritte weiter ist: Vom Supermarkt als „Zugpferd“ der Innenentwicklung möchte die Gemeinde Eschenburg „umsatteln“ auf die Themen Gesundheitsversorgung, Ganztagsplatz und Gastronomie.

Gesundheitsversorgung?", lautete die Frage, die während der Veranstaltung von den Teilnehmern mit Stichwörtern gefüllt werden konnte.
„Was ist Ihnen wichtig zur Gesundheitsversorgung?“, lautete die Frage, die während der Veranstaltung von den Teilnehmern mit Stichwörtern gefüllt werden konnte.

Was als Rahmenbedingungen für die Gremien zu gestalten ist und was daraus werden kann, soll schon vorher beim „Bürger-Forum“ mit Interessierten angesprochen werden. Bei den Gremien-Sitzungen haben danach nur die Mitglieder die Möglichkeit zum Nachfragen. Und unter Corona ist auch bei den zwingend öffentlichen Sitzungen dringende Vorsicht geboten. „Deshalb fangen wir vor allem mit dem Schlagwort ‚Gesundheits-Quartier‘ an und suchen gemeinsam nach dem Potenzial, das in Eschenburg steckt“, sagt Bürgermeister Götz Konrad.

Diese Vorab-Beteiligung von Bürgern und Vernetzung mit Experten ist günstig für eine Bewerbung beim Wettbewerb „Ab in die Mitte!“, wo das diesjährige „Gemeinsam gewinnt!“ lautet. Das Bürger-Forum kann zu einem dauerhaften Weg der Beteiligung werden wie auch ein Netzwerk daraus entwickelt wird. „Die Zeit der Kaminrunden und Stammtische ist nicht nur wegen der Pandemie vorbei – wir müssen neue Wege finden, miteinander das große Wort Bürgerbeteiligung in die Praxis umzusetzen“, so Konrad weiter. „Zuhören ist wichtiger denn je“.

Hier ist die ganze Präsentation zum Herunterladen  – und nachfolgend ein paar Bilder:

 

 

Haushalt 2024 von der Kommunalaufsicht genehmigt

Haushalt 2024 von der Kommunalaufsicht genehmigt

In ihrer letzten Sitzung des Jahres am 14.12.2023 hat die Gemeindevertretung (-> hier das Protokoll) den Haushalt 2024 beschlossen.  Mit Begleitverfügung vom 29.12.2023 hat die Kommunalaufsicht den Haushalt 2024 genehmigt.

Den Entwurf des Etats hatte Bürgermeister Götz Konrad für den Gemeindevorstand am 16.11.2023 in die Beratung eingebracht. Im Bau- und Umweltausschuss am 06.12.2023 (TOP 5) und  im Haupt- und Finanzausschuss am 07.12.2023 (TOP 4) sind Änderungen dazu beantragt worden, wie in den jeweiligen Protokollen nachzulesen ist.


Die Erläuterungen zur Einbringung des Etats:

Im Haushalt 2024 der Gemeinde und im Wirtschaftsplan der Gemeinde summiert sich die Sonderposten-Auflösung auf der Ertragsseite auf mittlerweile 680.000 €, erläuterte Bürgermeister Götz Konrad zur Einbringung am 16.11.2023:

SOPO Vorjahr Abschreibung Vorjahr
Wasser 190.000 € 154.000 € 350.000 € 320.000 €
Abwasser 220.000 € 186.000 € 375.000 € 345.000 €
Straße 270.000 € 270.000 € 380.000 € 380.000 €
Gesamt 680.000 € 610.000 € 1.105.000 € 1.045.000 €

680.000 €, die wir jedes Jahr auf anderem Wege zu erwirtschaften hätten, wenn wir unsere Infrastruktur nicht konsequent und konstruktiv durch Beiträge finanzieren würde. Und die Tendenz ist steigend: Im Haushaltsjahr lag die Summe der Sonderposten-Auflösung für die drei Bauprogramme Wasser+Abwasser+Straße bei 610.000 €.

Freilich: Das Geld wird durch die Bürgerschaft aufgebracht. Nur ist der Beitrag nachhaltig und wird über 25 Jahre aufgeteilt eingebracht als Ertrag. In der Ergebnisrechnung jedes Jahr wiegt der Beitrag einen Großteil der Abschreibung auf.

2024 wird das Jahr der Klärung – und damit meine ich nicht nur die Finanzierung einer neuen Kläranlage. Aber dieses Groß-Projekt ist genau so abzuschätzen, anzusetzen und anzugehen wie wir es mit allen anderen Bauprogrammen machen.

Wie Sonderpostenauflösung zu einer Survival-Strategie geworden ist, zeigt unser heutiger Bericht über den Schwimmbad-Zweckverband: Unsere Art der Finanzierung steigert im Haushalt 2024 die jährliche SOPO-Auflösung auf 100.000 €, was die Abschreibung von derzeit 170.000 € weit mehr aufwiegt als man es von Schwimmbädern gewohnt ist. Vor zehn Jahren, als über die Satzung des Verbandes und die Zukunft des Freizeitbades beraten wurde, lag die Abschreibung bei 180.024 € (Ergebnis 2013) und die Auflösung der Sonderposten (jährlicher Anteil von Zuschüssen, Zuweisungen, Spenden) bei 48.770 €.

Diese Verbesserung in der Ergebnisrechnung ist der Finanzierungs-Form beim Freizeitbad und der guten Zusammenarbeit aller zu verdanken. Beim Bauprogramm 2017-2022 konnten wir insgesamt fast 672.000 € aus Zuschüssen und Zuweisungen der Gemeinden aufbringen. Die Senden des Fördervereins noch gar nicht mitgerechnet.

Für die Zukunft und die Bauprogramme der nächsten Jahre werden wir fürs Freizeitbad hoffentlich weitere Förderer und Freunde finden, zumal der 1969 gegründete Zweckverband gerade zum 50-jährigen Bestehen des Bades erstmals schuldenfrei ist. Das hätte vor zehn Jahren niemand gedacht.

Obwohl stabil in der Finanzierung unserer Infrastruktur steht der Haushalt 2024 wacklig da.

Im Ergebnis stehen

21,44 Mio. € an Erträgen

22,58 Mio. an Aufwendungen gegenüber. Ein Defizit von 1.135.000 €

Auch durch Erträge im außerordentlichen Ergebnis lässt sich das Loch nicht schließen. Zwar kommen bei den 410.000 € die Rückzahlungen des Freizeitbades für die guten Vorjahre sehr zu Pass. Jedoch bleibt ein Minus von 725.000 €.

Was schlimmer wiegt: Der Saldo aus den Einzahlungen und Auszahlungen aus lfd. Verwaltungstätigkeit ist negativ. -835.500 € Es fehlt an echtem Geld.

Und eigentlich sollte hier als „freie Spitze“ genügend Geld heraus kommen, damit wir unsere Tilgung und die Rückzahlung an die „Hessenkasse“ leisten können, die nun die erste volle Jahresrate umfasst. Zusammen hätten wir 701.500 € als Auszahlungen für Finanzierungstätigkeit mit diesem Saldo zu schaffen gehabt.

Der Finanzhaushalt ist mit den Überschüssen der Vorjahre und Krediten finanziert. Bei den Einzahlungen aus Investitionstätigkeit – das sind Zuschüsse und Beiträge – kommen wir auf 895.000 €. Die Auszahlungen indes summieren sich auf 5,44 Mio. €. Da steckt freilich auch der Neubau einer Kita drin, den wir erwerben.

Die Kreditaufnahme – zu finden unter „Einzahlung aus Finanzierungstätigkeit“ – ist mit 1,6 Mio. € beziffert.

Unsere Ergebnisrücklagen, mit 2023 steigen diese „Holzdollars“ auf 11 Mio. €, helfen die Fehlbeträge in den Ergebnisse auszugleichen. Weil es aber an Finanzmitteln fehlt, werden alle Reserven aufgezehrt.

Wie Reiner Müller mit den Bauprogrammen in den zwei Ausschüssen ausführlich erläutert hat, bauen wir keine „Luftschlösser“, sondern investieren in die Substanz.

Auf 64 Seiten Vorbericht erläutert Rainer Deutsch anschaulich und lehrreich, wie wir unseren Haushalt aufgebaut haben und mit welchen externen Faktoren wir zu tun haben.

Unser kleiner Anteil an den Gemeinschaftssteuern sinkt. Die Ausgleichsmechanismen arbeiten gegen uns. Die Kappungsgrenze tut weh…. Vieles war angekündigt, kommt aber zur Unzeit. Hoffen wir für die Faktoren, die wir nicht in der Hand haben auf die Reform des Kommunalen Finanzausgleichs 2026.

Auf unsere Gewerbesteuer mit 5 Mio. € können wir uns mit Dankbarkeit und Demut stützen. Was mit der Grundsteuer – und womöglich einer Grundsteuer C ab 2025 – wird, vermögen wir nicht zu sagen.

Wie erst es ist, zeigt die neue Satzung im Detail: Die Stellenbesetzungssperre, demnach freie und freiwerdende Stellen erst nach Zustimmung des Haupt- und Finanzausschusses besetzt werden dürfen, steht jetzt im § 8 der Haushaltssatzung also ganz vorne. Das werden wir im Haushaltssicherungskonzept unterstreichen, wie wir alles Mögliche tun, den Aufwand zu begrenzen.

Im Haushaltssicherungskonzept können wir leider nur beschreiben, was wir als Gemeinde zu tun gedenken, um den Haushalt zu sichern. Dabei werden wir als wichtiges Werkzeug auch die Gewerbesteuer anpacken, ohne dass es weh tut.

Wir haben unsere Steuerhebesätze seit 2015 gleich – die Gewerbesteuer bei 380 % und die Grundsteuer bei 400 %.

Die 380 % bei der Gewerbesteuer ist genau richtig, weil seit der Unternehmenssteuerreform 2008 die Gewerbesteuer bei der Einkommensteuer der Unternehmer angerechnet wird als Ermäßigung. Das steht im § 35 des Einkommensteuergesetz. Seit 2020 steht in diesem § 35 EstG nun, dass durch die Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer ein Hebesatz von 400 % neutral ist. Eine Erhöhung des Gewerbesteuer-Hebesatzes von 380 auf 400 Prozent bringt rund 260.000 € mehr an Ertrag, ohne die Gewerbetreibenden mehr zu belasten. Wer es nicht glaubt, wir haben ein Papier der IHK Schwaben – und die sollen schlau rechnen können.

Obacht: Im Wort Steuer steckt schon das Wort teuer drin. Das heißt auch wieder, dass wir Kreis, Land und Bund helfen.

Hätten wir nicht die Beitragsfinanzierung und die Bauprogramme als Basis für unsere Infrastruktur, müssten wir diese 680.000 € aus Sonderposten-Auflösung auf anderem Wege einsammeln. Mit der Gewerbesteuer wäre das nicht wettzumachen, zumal Kreis, Land und Bund bekanntlich vier Fünftel aus unserer Gewerbesteuer nehmen. Es wird eigentlich Zeit, etwas zurückzugeben.

Wenn das Land Hessen jetzt eine neue Regierung bildet, sollte sie auf das Angebot einer „Entlastungsallianz“ eingehen, das ihr alle Spitzenverbände entgegenbringen.

Wir wollen und wir müssen uns der Verantwortung stellen, den Haushalt 2024 mitsamt Haushaltssicherungs-Konzept zu beschließen. Wir wollen und wir müssen aber auch erwarten dürfen, dass uns Kreis, Land und Bund endlich und ehrlich entlasten und nicht immer nur mit Versprechungen von Reformen und Förderprogrammen besänftigen.

Diesen Haushaltsplan 2024 hat der Gemeindevorstand am 13.11.2023 durch Beschluss festgestellt. Den Entwurf bringen wir hiermit in die Beratung ein. Alle Ortsbeiräte sind eingeladen, eine Stellungnahme zu diesem Zahlenwerk abzugeben. Damit die Stellungnahme in die Beratung Eingang finden kann, bitte bis zum 4. Dezember um 17 Uhr dem Gemeindevorstand zukommen lassen. Dann ist die letzte Sitzung des Gemeindevorstands vor der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, die den Beschlussvorschlag zum Haushalt bündelt.  Wird keine dezidierte Stellungnahme abgegeben, ist das als Zustimmung zu werten.

Von den Vorschlägen aus den Ortsbeiräten sind hier nicht alle eingerechnet, das wären 1,8 Mio. €. Aber 2024 ist nicht „Wünsch Dir was“, sondern eher „So isses“. Ein strenges Haushaltssicherungs-Konzept haben wir schon seit längerem nicht mehr aufstellen müssen – aber wir haben es nicht verlernt. Wer an die weltweite Finanzkrise nach 2008 denkt, wird sich erinnern: Wenn wir zusammenhalten, gehen wir auch „ideenreich auch durch arme Zeiten“.

Bericht aus Vorstand, Verwaltung und Verbänden (14.12.2023)

Bürgermeister Konrad ist zwar an Corona-erkrankt und fällt für die Sitzung der Gemeindevertretung am 14.12.2023 aus – der Bericht aus Vorstand, Verwaltung und Verbänden liegt aber schriftlich vor:

Gesamt-Gemeinde:

  • Gesundheitsversorgung: Die „Bergland Medizin“ (berglandmedizin.de) möchte im neuen Jahr baldmöglichst starten, sucht aber noch zwei Ärzte zur Verstärkung. Mit den Besitzern der Ladenlokale am Marktplatz 2 wird verhandelt, wie die Flächen für die Gesundheitsversorgung in Eschenburg eingebunden werden können.
  • Umfrage läuft bis zum nächsten „Bürger-Forum“: „Was ist Ihnen wichtig für die Gesundheitsversorgung?“ lautet die aktuelle Umfrage. Über die weitere Entwicklung bei der Gesundheitsversorgung und bei der Kinderbetreuung wird am 23.01.2024 um 20 Uhr berichtet. Unter der Überschrift „Zu wenige Köche verderben den Brei…“ geht es nicht nur um die Themen Gastronomie und Gastfreundschaft, sondern um ein ganzes Bündel von Themen, die der Entwicklung Eschenburgs dient. Auch die „Mission: Mehr Spielplätze“ wird weiterverfolgt und beim Wettbewerb „Ab in die Mitte“ vorgebracht. Thema der Innenstadt-Offensive des Landes ist für 2024 „Lebe deinen Raum“. Das „Bürger-Forum online“ ist eine Video-Konferenz, wofür Informationen und Zugangsdaten unter eschenburg.de/forum zu finden sind.

  • Vereinsförderung 2023: Nach der gültigen Satzung sind 7.660 € für Jugendarbeit (jeweils 5 € für 1.532 Jugendliche in 17 Vereinen), 2.656 € für 9 Fahrten, Lager, Freizeiten (jeweils 2 € pro Teilnehmer und Tag, max. 2 Fahrten pro Veranstalter) und 2.400 € für die 24 verbliebenen kulturell und gemeinnützig tätigen Vereine ausgezahlt worden.
  • Jahres-Auftakt mit Blues und Nachhaltigkeit: Für 5. Januar ist wieder ein Jahres-Auftakt um 18 Uhr in der Johanneskapelle (Hauptstraße 47, Ewersbach) geplant. Für einen Neustart haben sich bereits zwei bewährte Musiker angesagt: Michael „Öli“ Müller und Peter Schneider gastieren dann mit Blues und Gitarren. Der Eintritt ist frei. Mit dem Titel „Jahres-Auftakt mit dem KKED – Kultur vereint und klingt nach“ haben wir uns beim Wettbewerb der Sparkasse Dillenburg „Unsere Heimat nachhaltig gestalten“ beworben – und werden auch einen kleinen Preis erhalten. Das freut uns und fördert die nächsten Vorhaben, über die man beim Jahres-Auftakt ins Gespräch kommen kann. Eine Veranstaltung für Jung und Alt soll zusammen mit dem Dialekt-Dachverband „MundART“ geplant werden. Das Projekt „MundART – das Festival: Engagement für Ehrenamt und Experten“ wird ebenfalls von der Sparkasse Dillenburg gefördert. 
  • Museum für die Region: Der Gemeindevorstand hat das Trafo-Haus und die Sammlung in Wissenbach sowie die Schulscheune und das Heimatmuseum besichtigt und mit Akteuren des Vereins (www.regionalmuseum-eschenburg.de) erörtert, wie die gemeinsame Arbeit weiter gestaltet werden kann.
  • Wiedersehen in Petschau: Der nächste Schüleraustausch in Becov nad Teplou wird von der Holderbergschule und der Musikschule für die Zeit vom 24.04.-01.05.2024 in unserer Partnergemeinde geplant.
  • Schüleraustausch mit Japan unterstützen: Die Gemeinde Dietzhölztal fragt, ob die Gemeinde Eschenburg beim Schüleraustausch mit der Partnergemeinde in Japan helfen kann. Für den Flug dorthin interessieren sich auch einige Schüler aus Eschenburg, was wir mit 300 € pro Schüler unterstützen möchten.
  • Eschenburg wird Mitglied bei StudiumPlus: Trotz der Größe mit 1.800 Studenten und rund 500 Dozenten und der Themen-Vielfalt über alle Fachbereiche der THM sind die Bedingungen ideal für maßgeschneiderte Lern-Lösungen. Kleine Gruppen, direkter Kontakt zu Lehrkräften, die enge Verzahnung mit der Arbeit des Unternehmens und die Zielorientierung auf die Praxis sorgen dafür, dass 95 % der Studierenden ihren Abschluss erreichen – und das innerhalb der Regelstudienzeit von sieben Semestern. Um Studenten zu entsenden, müssen Unternehmer Mitglied des Vereins CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD) werden. Mit 100 € Jahresbeitrag für Unternehmen ist das auch für kleinere Betriebe und Kommunen interessant. Mit mehr als 1.000 Unternehmen, ist StudiumPlus ein Unternehmensnetzwerk, das künftig fürs Handwerk und die Berufsorientierung in der Region an Bedeutung gewinnen wird. Die meisten Erstsemester haben jetzt schon vor dem Studium eine Ausbildung gemacht. Fürs Jahr 2024 sollen diese Vorzüge von Praxis-Bezug und effizienter Zielstrebigkeit weiter für Schulen und zur Berufsorientierung vorgestellt werden. Auch wenn der Beitritt zum StudiumPlus eine Mitgliedschaft begründet, ist laut Kommunalaufsicht ein Beschluss im Gemeindevorstand ausreichend. Es ist eine reine Mitgliedschaft und keine wirtschaftliche Betätigung bzw. Beteiligung im Sinne der §§ 121 ff. HGO.
  • Schließung Rathaus: Zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel (27.-29.12.2023) wird das Rathaus geschlossen bleiben. Für das Einwohnermeldeamt und das Standesamt wird ein Notdienst eingerichtet, der täglich von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr erreichbar ist.

Kommission Zukunft

  • Bäume abholen und Bilder schicken: Auch ohne Reservierung können Reste unserer Aktion „Unser Dorf soll grüner werden“ am Bauhof abgeholt werden werktags 9:30 Uhr und 13 Uhr sowie nach telefonischer Absprache. Ein Anruf unter (02774) 917358 empfiehlt sich, da der Bauhof vom 21. Dezember bis nach Neujahr geschlossen ist. Die Kommission Zukunft ruft auf, Bilder von den Bäumen zu schicken an die Adresse zukunft@eschenburg.de – um den Fortgang zu zeigen.
  • Bürgerbaum – von der einzelnen Aktion zur gemeinsamen Mission: Unter diesem Motto hat die Kommission Zukunft zusammen mit der Stiftung für Eschenburg einen dritten Platz beim Wettbewerb „Unsere Heimat nachhaltig gestalten mit der Sparkasse Dillenburg“ belegt. Die 1.000 € Preisgeld werden helfen, die Internet-Adresse buergerbaum.org auszubauen zur Plattform für Pflanzen, Pflegen und Praxis-Naturschutz.

Weitere Informationen aus den Ortsteilen:

Eibelshausen: 

  1. Für Erneuerung des Kunstrasenplatzes im Holderbergstadion sammelt der Sportverein Grün-Rot Eibelshausen fleißig Zuschüsse und Spenden. Um auch die Leichtathletik-Anlagen zeitgleich sanieren zu können, stellt die Gemeinde nun Förderanträge ans Land Hessen. Noch können weitere Vereine und Nutzer mit Fördermitteln helfen, die Kommunen nicht offenstehen. Der Kreis hält aktuell wegen seiner Haushaltslage frühere Zusagen fürs Holderbergstadion nicht aufrecht. Für den Kunstrasenplatz gibt es eine Förderung, für die Laufbahn nur eine Befürwortung zum Antrag beim „Sportland Hessen“.
  1. Der Otto-Friedrich-Schlemper-Platz ist seiner Bestimmung übergeben. „Ich wünsche uns dieses tätige „Miteinander Füreinander“ nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft“, zitierte Bürgermeister Götz Konrad ein Wort von Otto Schlemper. Er enthüllte mit Walter Jank das Schild und wünschte, dass dieser Platz Menschen zusammenbringt und sie auf gute Ideen bringt.
    Der Otto-Friedrich-Schlemper-Platz ist seiner Bestimmung übergeben. „Ich wünsche uns dieses tätige „Miteinander Füreinander“ nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft“, zitierte Bürgermeister Götz Konrad ein Wort von Otto Schlemper. Er enthüllte mit Walter Jank das Schild und wünschte, dass dieser Platz Menschen zusammenbringt und sie auf gute Ideen bringt.

    Die 2022 begonnene Neugestaltung der Bauabschnitte 3 + 4 (ehemalige Bushaltestelle und Platz zwischen Kirche und Multifunktionsgebäude) des Ortskerns Eibelshausen ist bis auf die Montage eines noch fehlenden Geländer-Stückes abgeschlossen. Das Projekt schließt mit Gesamtkosten von 429.324 € ab. Im Haushaltsplan 2022 standen ursprünglich 330.000 € zur Verfügung. Im Nachtrag wurde der Betrag um 110.000 € auf 440.000 € aufgestockt.

  1. „Netto“ wird seine Filiale schließen. „Norma“ will den Standort Eiershäuser Straße 49 übernehmen, den bisherigen Markt abreißen, neu bauen und im eigenen Bestand betreiben. Für die Weiterentwicklung des Standortes findet im Januar ein Besprechungstermin beim RP Gießen statt. Die Vorgaben der Regionalplanung sind vor allem auf die Verkaufsflächen im Lebensmittel-Einzelhanden zu berücksichtigen. Die Kauftkraftbindung lässt demnach in Eschenburg keine Neuansiedlung zu, wenn keine alten Standorte dauerhaft aufgegeben werden.

 

Hirzenhain:

  1. In Hirzenhain formiert sich die Initiative für einen Dorfladen. Gut 70 Personen sind zu einem ersten Informationsabend ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen. Ein Arbeitskreis bildet sich nun, um die nächsten Schritte zu erarbeiten. Verkaufsleiter Thomas Plessl von der Gutkauf Großhandelsgesellschaft (Kirchhain) informierte über Möglichkeiten, einen eigenen Dorfladen zu starten.
  1. Mit dem Vorwegnahmebeschluss gem. 76 BauGB wird die von der Vertretung beschlossene Baulandumlegung für das Kleingartengebiet „Auf dem Löhchen“ einen wichtigen Schritt nach vorne gebracht.
  1. In einem anonymen Schreiben ist die Straßenbeleuchtung in der Bussardstraße als unzureichend kritisiert worden, insbesondere die Schaltzeiten. Vor dem Hintergrund der Energieeinsparung weist der Hessische Städte- und Gemeindebund darauf hin, dass es in Hessen keine generelle gesetzliche Pflicht zur Straßenbeleuchtung gibt. Lediglich in der Straßenverkehrsordnung gilt, dass verkehrswichtige und gefährliche Kreuzungen ausreichend zu beleuchten sind.

Wissenbach:

  1. Dorfplatz WissenbachFür den Bau des Mehrzweckgebäudes auf dem Dorfplatz ist die Firma Bauservice Becker (Dietzhölztal) mit den Erd-, Maurer, Beton- und Putzarbeiten beauftragt worden, die mit dem Brutto-Preis von 66.155,60 € das günstigste Angebot abgegeben hat. Die Mehrkosten in Höhe von 70.000 €, die das bislang auf 600.000 € bezifferte Gesamt-Projekt vergrößern, sind im Nachtragshaushalt 2023 aufgenommen und erläutert worden. Über die genaue Ausstattung wird sich der Ortsbeirat mit dem Planer in einer Sitzung des Gemeindevorstands verständigen. Im Januar werden wir auch über die Namensgebung reden.
  1. Der SSV Wissenbach sammelt selbstständig Zuschüsse und Spenden für die LED-Umrüstung des Flutlichts, das mit 38.000 € beziffert wird.
  1. Das Gelände des ehemaligen Rassegeflügelzuchtvereins kann nun doch von der Kita Meisennest genutzt werden, wenn das Evangelische Dekanat „an der Dill“ als Träger der einen Pachtvertrag mit der Gemeinde abschließt.

Simmersbach:

  1. Eine „Hochwassergefahr“, wie der Ortsbeirat in seinen Protokollen dem Dorfweiher zuschreibt, ist nicht erkennbar. Die bisherige hydraulische Berechnung und die bislang getroffenen Vorkehrungen erscheinen ausreichend. Hochwasserschutz wird allgemein im Zweckverband zu betreiben sein, der vor der Gründung steht.

Eiershausen:

  1. Erst hat die Firma Fey (Haiger) vier Wochen später als geplant mit den Bauarbeiten für den neuen Wertstoffhof begonnen, dann kam der Schnee dazwischen. Es ist nun zu hoffen, dass der Asphalt vor Weihnachten noch eingebaut wird. Die Fläche ist soweit vorbereitet. Die weiteren Arbeiten wie Zaunbau, Strom- und Wasseranschluss, Aufstellung der Aufenthalts- und Sanitärcontainer und die Gestaltung mit Mutterboden und Pflanzen werden erst in 2024 ausgeführt werden können.

Roth: 

  1. Für ein „Energiedorf Roth“ soll nun die Landesenergieagentur (LEA) mit einer Projekt-Skizze helfen und das Potenzial für eine Zusammenarbeit auszuloten. Die Projekt-Gruppe vor Ort wird bis dahin die restlichen Haushalte aufm Roth befragen. Infos unter eschenburg-roth.de im Internet

Gemeindewerke

  1. Gemeindewerke bekommt von der Gemeinde Eschenburg ein Liquiditätsdarlehen in Höhe von 250.000 € bis zum 30.04.2024 mit einem Zinssatz von 1 % zur Verfügung gestellt.

Abwasserverband „Obere Dietzhölze“

  1. Planung für Kläranlagen-Neubau vergeben: Nach einer europaweiten Ausschreibung ist unter 14 Ingenieurbüros zum Brutto-Preis von 3.153.192,14 € die eepi GmbH (Saarbrücken) ermittelt worden und wird nun mit der Objektplanung, Gebäudeausrüstung/Anlagentechnik, Elektroanlagen und Steuerungstechnik sowie Tragwerksplanung Im Nachtragshaushalt 2023 stehen 59.500 Euro und im Haushalt 2024 1.047.000 Euro zur Verfügung. Die Finanzierung wird durch ein Darlehen gewährleistet.
  1. Nachtragshaushalt genehmigt: Die Verbandsaufsicht hat den am 21.11.2023 beschlossenen Nachtragshaushalt für das Jahr 2023 am 04.12.2023 genehmigt. Damit beinhaltet den Grunderwerb für Abstands- und Ausgleichsflächen und eine Steigerung um 137.200 € auf 2,641 Mio. € im Ergebnis.

Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“

  1. Logo Freizeitbad PanoramablickBad und Bistro sind wieder offen: Fünf Tage länger als die geplanten drei Wochen war das Bad für Reparatur und Revision geschlossen. Nun erstrahlt das Freizeitbad in einem neuen Licht in der Schwimmhalle, das mit LED-Technik und Dimmer sparsam und stimmungsvoll ist. Über dem Whirlpool konnte eine Beleuchtung eingebaut werden, die die Farben wechseln kann. Die Farblicht-Dusche hat der Förderverein gesponsert. Der Förderverein hat auch dafür gesorgt, dass das Bistro wieder geöffnet ist. Das Bistro hat derzeit folgende Öffnungszeiten: Montag 13:00-20:30, Dienstag 08:00-19:00 Uhr, Mittwoch 13:00-19:00 Uhr, Donnerstag 13:00-21:00, Freitag 13:00-20:30 Uhr, Samstag und Sonntag 08:00 -17:00 Uhr. An den Feiertagen haben Bistro und Bad geschlossen an allen gesetzlichen Feiertagen sowie Heiligabend und Silvester.
  1. Schwimmbad nach 50 Jahren ohne Schulden: Das Freizeitbad „Panoramablick“ ist seit dem 1. Dezember 2023 schuldenfrei. Der Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“, der das Schwimmbad gebaut und vor 50 Jahren eröffnet hat, begeht das Jubiläums-Jahr ohne Feier aber nun mit diesem historischen Moment. Der Bau damals und spätere Investitionen sind bis 2015 meist mit Krediten finanziert worden. Bei der Einigung auf eine neue Satzung wurde zwischen den beiden Mitgliedsgemeinden Eschenburg und Dietzhölztal das Verhältnis an die Größenverhältnisse angepasst und die Finanzierung nachhaltig geregelt: Für den Betrieb zahlt Eschenburg für die Umlage des Zweckverbandes zwei Drittel, die Gemeinde Dietzhölztal ein Drittel. Investitionen werden werden nicht mehr „auf Pump“ finanziert, sondern von den Gemeinden und durch Zuschüsse des Landes und des Fördervereins aufgebracht. In der Satzung steht die Regel: „Anstehende Investitionen des Verbandes werden als Investitionszuschuss durch die Mitgliedsgemeinden finanziert, wobei der Zuschuss zu zwei Dritteln in den Haushaltsplan der Gemeinde Eschenburg und zu einem Drittel in den Haushalt der Gemeinde Dietzhölztal einzustellen ist.“ Zum Bauprogramm 2017 – 2022 haben die beiden Gemeinden insgesamt zusammen 500.000 € an Investitionszuschüssen gezahlt, was in der Ergebnisrechnung wie ein 100-%-Zuschuss wirkt. Die Investitionen seit dem Jahr 2000 sowie die Förderer und Sponsoren sind im Internet unter freizeitbad-panoramablick.de/bauprogramm aufgelistet.

Damit der Laden wieder läuft: Infos zur Nahversorgung in Hirzenhain am 4. Dezember

Wie es mit der Nahversorgung in Hirzenhain weitergehen kann, ist am 04.12.2023 um 19 Uhr Thema eines Informationsabends im Dorfgemeinschaftshaus. Ein Experte der Gutkauf Großhandelsgesellschaft, die die Bäckerei beliefert hat, wird über Möglichkeiten informieren. Damit etwas bewegt werden kann, braucht es vor allem Initiativen aus dem Dorf, laden Ortsbeirat und Gemeindevorstand ein zu diesem Treffen.

Haushalt 2023 läuft besser als geplant

Wenn sich ein ein Haushaltsplan wesentlich verändert, wird ein Nachtragshaushalt beraten und beschlossen. Für 2023 ist das aktualisierte Zahlenwerk in die Beratung eingebracht und wird am 23.11.2023 im Haupt- und Finanzausschuss beraten und am 14.12.2023 in der Gemeindevertretung beschlossen. Zur Einbringung hat Bürgermeister Götz Konrad folgende Erläuterungen gegeben:

Wie sich der Haushalt 2023 im Vollzug verändert, hat Rainer Deutsch im Haupt- und Finanzausschuss bereits berichtet. Dieser Bericht ist eine gute Vorbereitung, den Nachtrag zu beraten, den wir heute einbringen.

Hatten wir vor einem Jahr mit einem Überschuss von 130.000 € im Ergebnis gerechnet, so sind es nun stolze 1.315.000 €. Wie man in der Satzung sehen kann, haben sich die Erträge um 127.500 € verringert und um über 1,3 Mio. erhöht. Insgesamt 22.180.000 € Erträge – im Ergebnis wohlgemerkt.

Die Aufwendungen steigen unterm dicken Strich um 65.000 € auf nunmehr 20.865.000 €

Als „freie Spitze“ des fließen aus dem Ergebnis 1.445.000 € an „echtem Geld“ in den Finanzhaushalt. Geplant hatten wir 690.000 €.

Mit dem Geld können wir 2.44 Mio. € investieren, wobei die Zuschüsse und Beiträge mit knapp 790.000 € ausreichen.

Bei der Tilgung liegen wir noch bei 435.500 € und können uns 1.000.000 € Kreditaufnahme noch leisten.

Der Finanzhaushalt weist einen Überschuss von 360.000 € aus.

Erstattungen und Auflösung von Rückstellungen prägen diesen Nachtragshaushalt. Bei den Personalkosten kommt in diesem Jahr nur die Einmalzahlungen, die stärkere Steigung fällt ins Jahr 2024.

Bei der Kita Simmersbach, für die wir das Gebäude in Erbbaupacht übernehmen, können wir die Investitionen unserer Sanierung nun doch aktivieren. Auch dieses Beispiel klingt zunächst wie eine redaktionelle Änderung, und doch sammeln wir unsere Kräfte vor einem schwierigen Jahr 2024.

Der Haushalt 2023 soll auch im Nachtrag zeigen: Wir sind auf einem guten Kurs – und so werden wir auch die unruhigen Untiefen des kommenden Jahres schaffen.

Der Gemeindevorstand hat diesen Nachtrag für 2023 am 13.11.2023 als Entwurf beschlossen und empfiehlt ihn der Beratung und Beschlussfassung.


Der Haushalts-Plan der Gemeinde Eschenburg, der am 15.12.2022 von der Gemeindevertretung mit dieser Vorlage beschlossen worden ist, hat am 02.01.2023 die Genehmigung der Aufsicht erhalten.

Den kompletten Entwurf des Haushalts 2023 hat Bürgermeister Götz Konrad am 17.11.2022 den in die Beratung der Gremien eingebracht. Konrad erläuterte in seiner Einbringungsrede, warum mit dem Haushalt 2023 „zielorientierte Zusammenarbeit wichtig sei:

„2022 habe ich an dieser Stelle gesagt, dass wir jeden Euro fünfmal herumdrehen, weil uns an der Gewerbesteuer nur ein Fünftel bleibt.

Für 2023 möchte ich das dazu passende Werkzeug werben, nämlich die Waage. Für uns Kommunen ist nämlich die Zukunft eine Frage der Wage. Diese Waage muss man immer wieder Haushalts-Jahr für Haushalts-Jahr messen und wiegen. Die Frage der Haushalts-Waage ist nämlich immer: Wieviel Aufwand können wir ertragen?

Auch wenn wir demnächst über die Frage zu entscheiden haben, weiter auf ein Gesamtabschluss (§ 112 b HGO) – eine kommunale Konzernbilanz – zu verzichten, bis die Abschlüsse gleichauf sind, haben wir in Eschenburg den Blick aufs große Ganze.

Der Haushalt ist im Kern vorgestellt, die wichtigsten Bauprogramme sind bereits in zwei Ausschüssen erläutert worden. Zur weiteren Beratung und Beschlussfassung sind Termine gesetzt. Deshalb will ich anhand weniger Beispiele zeigen, dass wir innerhalb unseres „kommunalen Konzerns“ sehr wohl eine Gesamtschau haben und darauf achten. Zudem haben wir in der Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Werke und Verbänden etwas geschaffen, was aus der Krux der Kommunalfinanzen eine Chance werden lässt.

Beispiel Babybecken: Ein Ersatz für das Kinderplanschbecken im Schwimmbad hatten wir weder einen Plan noch im Bauprogramm. Deshalb haben wir aus der Not eine Tugend gemacht. Für diese neue Attraktion sammeln wir zusammen mit dem Förderverein Spenden, „Benefiz fürs Babybecken“. Hierbei kann man sagen, dass jeder Euro Spende dem gesamten Schwimmbad hilft in den kommenden 25 Jahren. Warum ist das?

Ein neues Babybecken wird über 25 Jahre abgeschrieben. Das heißt in jedem der nächsten 25 Jahre wird ein Betrag von 6000 € auf der Seite Aufwand in die Waagschale gelegt.

Wie können wir den Aufwand ertragen?
Entweder wir erhöhen die Umlage um 6000 € – Wir haben schon über weniger gestritten.

Oder wir erhöhen den Eintritt um 0,10 € – auch hier haben wir schon über weniger gestritten.
Die Aktion „Benefiz fürs Babybecken“ macht es uns möglich, dass wir gar nicht streiten müssen. Jede Spende wird ebenfalls auf 25 Jahre aufgeteilt und auf die Waage gelegt, auf der anderen Seite in die Waagschale für „Ertrag“.

Spenden, Zuschüsse, aber auch die Zuweisung der beiden Gemeinden an die Verbände werden nämlich als so genannte Sonderposten gesammelt und als „Gegengewicht“ zur Abschreibung in die Waage gelegt. Jahr für Jahr.

Wenn wir also eine Investition komplett über Spenden oder auch als Zuweisung von Mitgliedsgemeinden finanzieren, rechnet sich die Investition auf diesem Finanzierungsweg gewissermaßen von selbst.

Von diese so genannten Sonderposten Auflösung erzähle ich jedes Jahr, wenn ich darüber informiere, wie wir kommunale Infrastruktur finanzieren im Bereich von Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Straßenbau. Das geschieht weitestgehend mit Beiträgen, auch mit unseren Ergänzungsbeiträgen für die Bauprogramme Wasser und Abwasser 2021-2026. Auch diese Beiträge werden wie Zuschüsse und Spenden über die Sonderposten Auflösung in die Waagschale „Ertrag“ geworfen. Und weil wir die Abschreibungen erwirtschaften müssen, ist dieser Ertrag wichtig, um den Aufwand aufzuwiegen. Alles eine Frage der Waage.

AfA Sopo Quote
Wasser        320.000 €        154.000 € 48%
Abwasser        345.000 €        186.000 € 54%
Straße        380.000 €        270.000 € 71%
    1.045.000 €        610.000 € 58%

In diesen drei Bereichen zusammengerechnet haben wir über eine Million Euro zu erwirtschaften, dazu tragen die Ergänzungsbeiträge für Wasser und Abwasser sowie die Erschließungs- und Straßenbeiträge mit 610.000€ erheblich bei.

Anders formuliert: Hätten wir diese Beitragsfinanzierung nicht, müssten wir jedes Jahr diese 610.000 € auf anderem Wege einsammeln. Und bitte nicht vergessen: Von der Gewerbesteuer bleibt nur ein Fünftel hier in der Gemeinde.

Beispiel Abwasserverband: Das System mit Investitionszuweisung der beiden Gemeinden haben wir bereits 2011 dort eingeführt, um den Verband zu entschulden und künftige Investitionen finanzieren zu können. Es gibt seit 2008 nämlich keine Förderprogramme, dafür aber noch genügend alte Schulden, die abgebaut werden wollen.

Seit 2015 haben wir auch im Abwasserverband Obere Dietzhölze ein Bauprogramm. Der Eschenburger Anteil an der Investitionszuweisungen wird über unsere Ergänzungsbeiträge aufgebracht.

Bauprogramme und vorausschauende Finanzierung schaffen Stabilität:

  • Seit 2015 erhebt die Gemeinde Eschenburg kostendeckende Gebühren auf Wasser und Abwasser.
  • Seit 2015 sind unsere Steuersätze gleich geblieben bei 380 % Gewerbesteuer und 400 % Grundsteuer.

2015 war für uns das Jahr der Bauprogramme, denn auch für den Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ wurde eine Grundlage für eine zukunftsfähige Zusammenarbeit gelegt, indem hier Ziele für die Jahre 2017-2022 formuliert worden sind mit einem gedeckelten Volumen von 500.000 €. Mit dieser Einigung haben wir es auch geschafft, dass das Freizeitbad 2023 seinen 50. Geburtstag feiern kann und der Zweckverband schuldenfrei wird.

Das Schönste an der Einigung war, ist und bleibt: Wir brauchen uns nicht mehr über die Kosten zu streiten, sondern können uns über den Nutzen freuen.

Eine Frage der Waage – zwischen Abschreibung und Sonderposten – auch bei den beiden Verbänden und den Gemeindewerken:

AV OD        580.000 €        215.000 € 37%
ZV MPS        176.000 €          71.500 € 41%
GWE        665.000 €        340.000 € 51%

Die Haushaltsberatungen haben eigentlich gestern Abend schon angefangen in der Betriebskommission der Gemeindewerke. Wir haben neue Abwassergebühren berechnen lassen müssen und empfehlen sie zum Beschluss. Wir mussten ein Defizit in Höhe von 300.000 im Wirtschaftsplan der Gemeindewerke, Abteilung Abwasser, regelrecht einfangen. Das steht nicht in diesem Haushalt, aber das steht als Beispiel für unser neues Denken, wenn wir für die Zukunft Investitionen in Echtzeit finanzieren.

Die Klärschlammvererdung ist 2008 fertiggestellt worden, als die erste Abschreibung als Aufwand im Haushalt aufschlug. Die erste Räumung der Beete war für 2014 vorgesehen. Durch effiziente Beschickung der Beete konnte die Leerung herausgezögert werden und ist eigentlich für 2027 geplant gewesen. Nun war sie aber schon vorher notwendig geworden, um Flächen für die erforderlichen Umbauarbeiten in der Kläranlage zu haben.

Baggerarbeiten an der Klärschlamm-Vererdungsanlage

Für die Räumung der Beete hatten wir eigentlich seit 2008 jährlich 20.000 € als Rücklage in den Haushalt eingestellt. Diese Zahl war uns auch von der Herstellerfirma empfohlen worden – das ist allerdings 20 Jahre her. Und diese Rücklage ist von der Aufsicht mehr als einmal moniert worden, denn für so etwas würden eigentlich keine Rücklagen gebildet. Das sei ja normaler Aufwand…

Nun kommen wir als Kommune und kommunale Verbände nicht aus der Gewinnzone, sondern bestenfalls auf unsere Kosten. Das ist auch richtig so. Nur kann ich damit ganz schlecht Kostensteigerungen abfangen, die vor 20 Jahren oder auch nur vor 12 Monaten nicht planbar waren. Weder die Rücklage noch die schon höher eingeplanten Haushaltsmittel reichten in diesem Sommer aus, um die Kostensteigerungen bei der Entsorgung aufzufangen.
Weitere Kostensteigerungen drohen, wenn Umweltpolitik und Behördenpraxis keine naturnahe Entsorgung wie zuletzt als Abdeckmaterial eine Deponie erlauben, sondern in die teure Verbrennungsanlage führen.

Nun heißt es „Umlage statt Rücklage“. Die Kosten für die Räumung des zweiten Beetes ist mit 500.000 € im Haushalt des Abwasserverbands eingeplant. Das ist zwar so viel wie im Gemeindehaushalt Dorfplätze veranschlagt werden, nur fließt beim Abwasser der Aufwand in die Gebühr ein. Das haben wir uns – Walter Jank kann sich noch daran erinnern, als wir diesen Weg einschlugen – anders vorgestellt. Und womöglich wäre es auch für unsere Gebühren-Gestaltung besser gewesen, wir hätten mehr Geld in die Rücklage nehmen dürfen. Was nämlich übrig bleibt, kann bei der Nachkalkulation noch angerechnet werden. Nicht angerechnet werden kann die Kostensteigerung, wenn wir sie nicht zeitgleich mit dem Haushalt in die Gebühr aufnehmen. Deshalb wollen wir am 15. Dezember mehrere Haushalte und eine neue Abwassergebühr beschließen.

Bis dahin wird der Haushalt 2023 in die Beratung eingebracht, wie der Gemeindevorstand ihn am 14.11.2022 per Beschluss festgestellt hat:

20.930.000 € an Erträgen stehen
20.635.000 € an Aufwendungen gegenüber
Auch wenn der Saldo ein negatives Vorzeichen hat, ist -295.000 € ein Plus unterm Strich.
Mit dem außerordentlichen Ergebnis planen 305.000 € Überschuss

855.000 € beträgt der Saldo aus den Einzahlungen und Auszahlungen aus lfd. Verwaltungstätigkeit auf.
Wir investieren 2.302.500 €
Dafür holen wir 744.500 € aus Beiträgen und Zuschüssen

Bei Finanzierung steht 1.000.000 € Einzahlungen. Das ist Kreditaufnahme.

435.500 € bei den Auszahlungen sind die Tilgungsleistungen auf bestehende Kredite.

Gesamtbetrag von Verpflichtungsermächtigungen 2023 beträgt 4.450.000 €. Wir wollen ja diese Kita, die wir nun planen und bauen lassen, womöglich kaufen. Das ist – am besten im Einklang mit den Haushaltsberatungen – zu entscheiden. Im Plan brauchen wir aber einen Rahmen für unsere Entscheidungen.

Die Steuerhebesätze bleiben – wie seit 2015 – gleich bei 380 % Gewerbesteuer und 400 % Grundsteuer!!!

Beim Kleingedruckten in § 8 heißt es zu „Deckungsfähigkeit“: „Mehrerträge der Gewerbesteuer können zur Deckung von Mehraufwendungen bei der Gewerbesteuerumlage und der Heimatumlage verwendet werden.“ Ist eigentlich klar, halten wir aber schon mal in der Haushalts-Satzung fest, damit wir nicht wegen höherer Steuereinnahmen einen Nachtrag brauchen, weil ja auch wieder ein Großteil abfließt an Kreis, Land und Bund.

Was wir hier tun können, habe ich eben in meinem Geleitwort umrissen. Auch wenn wir noch immer auf einen Gesamtabschluss verzichten, haben wir – schon mehr als andere – den Blick aufs große Ganze. Auch wenn wir dieses Miteinander zwischen der Kommune und ihren Beteiligungen austarieren müssen, wie das Beispiel Abwassergebühr zeigt, ist dieses Miteinander wichtig und zielführend.

Diese interkommunale Kooperation baut auf Bauprogramme und Sonderposten-Strategie, um für die Zukunft folgendes zu erreichen und zu erhalten

  • ein intelligentes Investieren
  • eine verlässliche Vorgehensweise
  • eine zielorientierte Zusammenarbeit

Nachhaltigkeit in der Finanzierung gibt uns auch Neugestaltungskraft für weitere Ideen. Am Beispiel Babybecken und unsere gerade angelaufenen Bürgerbeteiligung „Mehr Spielplätze“ lässt sich erahnen, wie wir mehr Gestaltungs-Spielraum im wahren Wortsinn erreichen.

Ich wünsche mir für die kommende Beratung, den Haushalt und das kommende Jahr weniger „Mer müsste mal“ als solche Ideen und Initiativen.

Zusammenarbeit braucht Zielorientierung und das können wir gemeinsam mit diesem Haushalt 2023 beraten – hierzu sind alle Ausschüsse und alle Ortsbeiräte eingeladen – und dann im Dezember zu beschließen.

Ich danke fürs Zuhören und jede zielorientierte Zusammenarbeit.“

Bericht aus Vorstand, Verwaltung und Verbänden (16.11.2023)

Gesamt-Gemeinde:

  1. Gesundheitsversorgung: Für Bergland Medizin (berglandmedizin.de) in Eschenburg laufen die Stellenausschreibungen. Wie Rechtsanwalt Dr. Johannes Rein im Sozialausschuss berichtete, haben die leitenden Ärzte von Taunus Medizin (Neu-Anspach) eine Bergland Medizin MVZ GmbH gegründet, um ein Medizinisches Versorgungszentrum mit Praxen in Eschenburg und Dietzhölztal zu starten. Am 29.11.2023 gibt es im nächsten „Bürger-Forum online“ um 20 Uhr neue Informationen zum Thema „Gesundheitsversorgung für Eschenburg“. Zugangsdaten dazu finden sich unter www.eschenburg.de/forum im Internet.
  1. Gemeinsam unternehmen: Am 28.11.2023 um 19 Uhr ist im Rathaus der nächste Runde Tisch „Eschenburg UNTERNEHMEN“. Dabei geht es aktuell um die Themen Gesundheitsversorgung in Eschenburg, die Weiterentwicklung der Aktion „Unser Dorf soll grüner werden“ und ein Regionalportal für das Land an Lahn und Dill. Im Netz unter eschenburg.de/unternehmen und auf Nachfrage bei buergermeister@eschenburg.de gibt es dazu mehr Informationen.
  1. Berufe mit Zukunft: 26 Aussteller und Akteure sind zur Energie-Messe-Auflage nach Eschenburg gekommen und haben nicht nur fürs Sanieren und Sparen „Lösungen für den Hausgebrauch“ geliefert, sondern verstärkt „Berufe mit Zukunft“ beworben. Unter der Adresse www.endlich-energie.de sind alle Experten aus der Region auch weiterhin Ansprechpartner. Und auch die zehn Vorträge gibt es dort zum Nachlesen.
  1. Volkstrauertag: Zum Volkstrauertag (19. November) findet die Gedenkfeier um 14 Uhr auf dem Friedhof in Simmersbach statt, Kranzniederlegungen um 10:00 Uhr aufm Roth, 10:30 Uhr in Wissenbach, 11:30 Uhr in Eibelshausen, 13:00 Uhr in Hirzenhain und 15:00 Uhr in Eiershausen. Informationen zum Erinnern an Krieg, Gewaltherrschaft und Terror sowie alle Inschriften der Denkmäler sind unter eschenburg.de/volkstrauertag im Netz zu finden.
  1. Notunterkünfte für Flüchtlinge: Die 12 Personen, die am 28.09.2023 nicht in der Gemeinschaftsunterkunft des Kreises aufgenommen werden konnten, sind seitdem im ersten Container-Dorf nebenan untergebracht. In der Eiershäuser Straße 44 sind derzeit 31 Personen untergebracht. Die bislang bei uns aufgelaufenen Kosten für die zugewiesenen Flüchtlinge werden gerade mit Jobcenter und Kreis abgerechnet. Der Vertrag zum gemeinsamen Betreiben und Betreuen der Einrichtungen in der Eiershäuser Straße liegt dem Kreis zum Gegenzeichnen vor. Damit Geflüchteten, die hierbleiben sollen, die Integration erleichtert wird, möchten wir über die Internetseite eschenburg.de/hilft Angebote und Aktionen vermitteln.  
  1. Konzert zum Neustart: Für den 5. Januar plant der Kulturkreis Eschenburg-Dietzhölztal (kked.de) wieder einen Jahres-Auftakt um 18 Uhr in der Johanneskapelle (Hauptstraße 47, Ewersbach). Für einen Neustart haben sich zwei bewährte Musiker bereits angesagt: Michael „Öli“ Müller und Peter Schneider gastieren dann mit Blues und Gitarren. Der KKED hat im Mai mit der Neuwahl eines Vorstandes – das sind Vorsitzender Götz Konrad, Stellvertreter Kai Uwe Schöler, Schriftführerin Anuschka Schaffner, Kassierer Ulrich Lehmann sowie die Beisitzer Beate Kunz, Andrea Rink, Rosemarie Aktories, Peter Erbert und Waltraud Baron – den Neustart geschafft und möchte im neuen Jahr ein offenes Treffen bei guter Musik anbieten. Der Eintritt ist frei.
  1. „Mir sönge platt“: Ein Mundart-Konzert mit „Handgemachdes“ gibt es am 20.11.2023 um 19:30 Uhr im Männertreff der ev. Kirche Eibelshausen in der Arche. Hierbei sei auf die „Marburger Erklärung zum Schutz und zur Förderung der Dialekte“ hingewiesen, die unter dsa.info/hessen zu finden ist.
  1. Regionale Energie boomt: Laut Energiemengenbilanz des Netzbetreibers EAM für 2022 werden 20 % des Stromverbrauchs in Eschenburg auch hier produziert. Erzeuger sind bislang zwei Windkraftanlagen (die dritte Anlage bei Hirzenhain wird zu Angelburg gerechnet) mit einer Million Kilowattstunden, 481 PV-Anlagen – darunter der Solarpark in Hirzenhain mit 2,1 MW – mehr als 6,6 Mio. kWh, eine Biomasseanlage (19.612 kWh) und 14 BHKW mit 568.263 kWh.
  1. Kooperation für Kommunen – Beteiligung für Bürger: Armin Frink und Martin Jakob als neue Geschäftsführer der Lahn-Dill-Bergland Energie GmbH haben sich auch in Eschenburg vorgestellt, wo der Windpark Galgenberg aktuell eines der acht gemeinsamen Projekte ist. Die GmbH bietet 13 Kommunen, der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau und der EAM Natur Energie GmbH die Plattform der Zusammenarbeit. Zehn Prozent an der Energie-GmbH hält die Lahn-Dill-Bergland Energiegenossenschaft (www.ldb-energiegenossenschaft.de), die bereits jetzt schon ihren Mitgliedern 8 % Dividende für 2022 ausschüttet.
  1. Brennholz bestellen: Solange der Vorrat reicht und nach der Eingangs-Reihenfolge der Bestellung gibt es aus dem Gemeindewald Brennholz in langer Form gerückt am Weg (Industrieholz). Fichte (Käferholz) kann nicht bereitgestellt werden, da bereits alle abgestorbenen Bestände gerodet wurden. Es gibt Hartlaubholz (Buche/Eiche/Ahorn/Esche) zum Preis von 80 € pro Festmeter inkl. MwSt., wobei keine Auswahlmöglichkeit bei der Holzart besteht und die Menge auf 10 Festmeter pro Haushalt begrenzt ist. Aus organisatorischen Gründen kann der Revierförster Bestellungen nur per E-Mail oder telefonisch annehmen. Brennholz in kurzer Form (Scheitholz) kann die Gemeinde 2024 nicht anbieten. Beim Schlagabraum werden nur einzelne wenige Laubholzlose zum Verkauf freigegeben werden, solange der Vorrat reicht. Fichtenschlagabraum gibt es vereinzelt zum Preis von 15 € brutto pro Raummeter. Hartlaubholz (Buche/Eiche/Ahorn/Esche) kostet wie im Vorjahr 35 € pro Raummeter inkl. MwSt. Bestellungen bis zum 31.12.2023.
  1. Schließung Rathaus: Zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel (27.-29.12.2023) wird das Rathaus geschlossen bleiben. Für das Einwohnermeldeamt und das Standesamt wird ein Notdienst eingerichtet, der täglich von 8:00 Uhr bis 12.00 Uhr erreichbar ist.
  1. Reaktion auf Hundebiss-Attacke: Zwei Hunde haben Anfang Oktober einen neun Jahre alten Jungen in einer Wohnung gebissen und schwer verletzt. Nach § 14 Abs. 2 Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden (Hundeverordnung) war die Tötung der Hunde anzuordnen. Um die Haltung von Hunden, die nach dem Gesetz als gefährlich gelten, zu steuern, wird der Gemeindevorstand eine Erhöhung der Hundesteuer für gefährliche Hunde vorschlagen.

Kommission Zukunft

Die „Kommission Zukunft” (kurz: KommZu – im Internet zu finden unter www.eschenburg.de/zukunft) setzt sich für Umwelt, Natur und Klimaschutz sowie für nachhaltiges Planen und Bauen ein.

Bürgerbaum – von der einzelnen Aktion zur gemeinsamen Mission

895 Familien haben über die Plattform www.buergerbaum.org Bäume und Büsche bestellt. Von 7 Baumschulen, die von den beteiligten Obst- und Gartenbauvereinen empfohlen worden waren, wurden Angebote eingeholt und ausgewertet. Der Gemeindevorstand hat auf der Grundlage der Auswertung am 16.10.2023 beschlossen, der Baumschule Werner (Breitscheid) den Auftrag zu erteilen. Problem war bei der Premiere, dass mehr als 1.000 E-Mails ohne Datenbank zusammengeführt wurden und dabei einige „Doppler“ auszusortieren waren. Als hervorragend ist die Zusammenarbeit mit den drei Obst- und Gartenbauvereinen und der Naturparkschule (super Siebtklässler!) zu bezeichnen. Großes Dankeschön für die Unterstützung geht auch an den Sportverein Eibelshausen und den Bauhof der Gemeinde.

Am Bauhof können die Reste der Reservierungen bis Monatsende abgeholt werden. Abholung während Dienstzeiten telefonisch vereinbaren unter (02774) 917358.

Die Baumschule Werner hat einen größeren Baum im Wert von 560 € gestiftet, der in der Simmersbacher Straße als Ersatz für die gefällten Eschen gepflanzt worden ist.

Die Kommission Zukunft ruft auf, Bilder von den Bäumen zu schicken an die Adresse zukunft@eschenburg.de – um den Fortgang der Aktion zu zeigen, die nun zu einer gemeinsamen Mission werden kann: „Unser Dorf soll grüner werden“ hat gezeigt, dass jeder etwas tun kann für den Naturschutz.

Wenn sich weitere Partner finden, soll die Internet-Adresse www.buergerbaum.org  ausgebaut werden zur Plattform für Pflanzen, Pflegen und Praxis-Naturschutz.

Weitere Informationen aus den Ortsteilen:

Eibelshausen: 

  1. Für eine WLAN-Zone am Marktplatz haben wir vom Förderprogramm „Digitale Dorflinde“ einen Zuwendungsbescheid über 6.000 € erhalten.
  1. Mit dem Angelsportverein Eibelshausen wird ein neuer Fischereipachtvertrag für Dietzhölze und Hosbachweiher über 30 Jahre abgeschlossen, um die langfristige Hege und Pflege an den Gewässern sicherzustellen.
  1. Die vermeintlichen Schimmel-Stellen an der Decke des Bürgerhauses sind lediglich Ausblühungen. Um die Probleme mit Dachdeckung und Wasserschäden zu beheben, sind im Haushalt 2024 insgesamt 70.000 € vorgesehen.
  1. Mit den neuen Plänen des Eigentümers von Eiershäuser Straße 49 für einen Neubau eines Lebensmittelmarktes dort erübrigt sich jede neue Planung.
  1. Die Defibrillatoren kommen in jedem Ortsteil ans Dorfgemeinschaftshaus, also in Eibelshausen ans Bürgerhaus. Dem Vorschlag des Ortsbeirates Eibelshausen, das Multifunktionshaus am Markplatz sowie die Rückseite des Rathauses als Standort zu nehmen, wird zurückgewiesen. Weitere „Defis“ können nur stationiert werden, wenn sich Sponsoren dafür finden.
  1. Die Kinderfeuerwehr „Eibelshäuser Löschlöwen“ soll am 17.11.2023 um 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus gegründet werden, um die Nachwuchsarbeit zu verstärken. Kinderfeuerwehren sind für Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 10 Jahren eine Möglichkeit, sich schon vor der Jugendfeuerwehr mit dem Thema spielerisch zu beschäftigen.
  1. Für die grundhafte Erneuerung der „Oberen Hosbachstraße“ im Jahr 2022 wurden insgesamt 980,62 € aufgewandt. Das ist weniger als bei der Anliegerversammlung vorher anstand. Der Beitrag für die Anlieger sinkt deshalb auf 6,48 € pro Quadratmeter Veranlagungsfläche.

Hirzenhain:

  1. Wie es mit der Nahversorgung in Hirzenhain weitergehen kann, ist am 04.12.2023 um 19 Uhr Thema eines Informationsabends im Dorfgemeinschaftshaus. Ein Experte der Gutkauf Großhandelsgesellschaft, die die Bäckerei beliefert hat, wird über Möglichkeiten informieren. Damit etwas bewegt werden kann, braucht es vor allem Initiativen aus dem Dorf, betonen Ortsbeirat und Gemeindevorstand.
  1. Beschwerden über die Busanbindung von Hirzenhain und Bahnhof zur Holderbergschule haben wir gebündelt weitergegeben. Der VLDW verweist auf die neue Ausschreibung 2025. Der Kreis sagt aus, dass er keine Haushalts-Mittel für eine bessere Busanbindung von Hirzenhain vorher aufbringen kann.
  1. Die grundhafte Erneuerung der Straße „Unterm Klein Loh“ hat 148.782,34 € gekostet. Zuvor war von 166.300 € ausgegangen worden. Für die Abrechnung der Straßenbeitragsbescheide stehen für Februar/März 2024 für die Anlieger 32,15 € pro m² Veranlagungsfläche an. In diesem besonderen Fall wird die Ratenzahlung, die im Gesetz auf 20 Jahre gewährt wird, auf 30 Jahre verlängert.
  1. Im neuen Jahr will der Skiclub Hirzenhain mit dem Gemeindevorstand beraten, welche Pläne für das Thema Mountainbike gemeinsam angegangen werden kann.
  1. Auf der Prioritätenliste des Landkreises für eine Förderung des Landes steht das neue Staffel-Löschfahrzeug StLF20 auf Nummer 5 von 7. Die 000 € als Verpflichtungsermächtigung müssen im Haushalt 2024 neu veranschlagt werden. Das StLF ist als Ersatz für das 25 Jahre alte TLF 16/25 angemeldet worden. Der Antrag ans Land erwartet einen Zuschuss von 80.850 € (das sind 30 % der zuwendungsfähigen Kosten). Der Rest ist aus Eigenmitteln der Gemeinde zu finanzieren.
  1. In den vergangene zwei Wochen konnten im letzten Teilstück des „Bahnhofsweges“ die defekten Bordsteine erneuert werden.

Wissenbach:

  1. Kaum eingerichtet, sind am „Outdoor Campus“ bereits erste Schäden. Die Sportgeräte am Alten Wissenbacher Sportplatz konnten mit Hilfe des Regionalbudgets beschafft werden, was auch Steuergeld ist.
  1. Für das neue Mehrzweckgebäude am Dorfplatz ist die Baugenehmigung da. Die aktualisierte Planung und Kostenberechnung für das insgesamt 600.000 € teure Projekt stehen nun an, bevor Erd-, Maurer-, Beton- und Putzarbeiten für den Neubau vergeben werden. Namensvorschläge sammelt der Ortsbeirat.

Simmersbach:

  1. Der Expressbus hält weiterhin in Simmersbach. Nach Auswertung der Fahrgastzahlen wird der Halt an der Grundschule für die Linie X41 gut angenommen. Solange die Kosten für die Gemeinde nicht steigen, soll das Angebot beibehalten werden. Da es sich um eine Regionale Linie handelt, übernimmt der RMV 50 % der Kosten. Somit verbleiben für die Gemeinde Eschenburg jährliche Kosten von rund 7.500 Euro für die Anbindung.
  1. Bei den Feuerwehrgerätehäusern ist der Neubau Simmersbach auf Platz 4 der Prioritätenliste des Kreises für eine Förderung des Landes. Nach Maßgabe des Landes bevorzugt werden Gerätehäuser, die zur Konzentration von Feuerwehren benötigt werden. Auf Platz 1 ist ein Neubau in Ehringshausen-Kölschhausen, der Unterkunft für die Ortsteile Niederlemp, Kölschhausen und Dreisbach werden soll. Platz 2 ist der gemeinsame Neubau für Edingen und Fleisbach. Es gibt noch einen Übertrag aus 2023 (Neubau Niederscheld).
  1. Der „GutKauf“-Laden in Simmersbach konnte 20-jähriges Bestehen feiern und freut sich auch weiterhin auf Kunden mit einem großen Herzen für kleine Läden.
  1. Im Alter von 79 Jahren ist Dr. h. c. Dieter Fröhlich verstorben, der von Simmersbach aus als Franchise-Unternehmer nicht nur die „Musikschule Fröhlich“, sondern viele andere Ideen bewegt hat.

Eiershausen:

  1. Das Minilöschfahrzeug kann endlich in Dienst gehen. Mit der Unfallkasse Hessen musste die Gefährdungsbeurteilung ausgearbeitet werden, auf die nun die Unterweisung auf das Gerät erfolgt.
  1. In der Auto-Werkstatt von Michael Paul (Eiershäuser Straße 46) wird nun auch Schilderprägung angeboten.
  1. Die Straßenbauarbeiten in der Schwarzbachstraße sind abgeschlossen. Hier wurden das Gehweg-Pflaster erneuert und die Bushaltestelle barrierefrei gestaltet.
  1. Die Fa. Fey (Haiger) hat mit den Bauarbeiten für den neuen Wertstoffhof Anfang der Woche, und damit leider 4 Wochen später als geplant, begonnen. Das Projekt soll aber noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Roth: 

  1. Für ein „Energiedorf“ aufm Roth interessieren sich viele: Bei der Bedarfsabfrage sind 70 % der Haushalte abgefragt und fast 90 % haben Interesse am Thema. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, in den nächsten Wochen noch die restlichen Haushalte zu erfassen. Die Überlegungen, mit moderner Technik (derzeit Favorit Wärmepumpen-Technologie in Verbindung mit Photovoltaik oder Solarthermie) kann später auch als „Blaupause“ dienen für eine Wärmplanung der Gemeinde.
  1. Der Sanitärcontainer vor dem Dorfgemeinschaftshaus, der für die zwischenzeitliche Unterbringung von Flüchtlingen benötigt wurde, wird in Kürze wieder abtransportiert

Gemeindewerke

  1. Die Arbeiten an der 2. Wasserkammer im Hochbehälter „Arthel“ in Eiershausen sind so weit abgeschlossen. Aktuell laufen noch kleinere Restarbeiten, bevor dann zeitnah die zwei Kammern wieder in Betrieb gehen können..
  1. Der Austausch des Abwasserkanals in der Talstraße aufm Roth hat begonnen. Rund 65 m Betonrohr werden durch die Fa. Hönig+Müller (Sinn) ausgetauscht.
  1. Die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten in der Schwarzbach- und Betzelbachstraße sind abgeschlossen. Mit der Fa. Grimm (Herborn) wurden 155 m Kanal und 25 m Wasserleitung ausgetauscht.

Abwasserverband „Obere Dietzhölze“

  1. Neubau planen: Nachdem die Bedarfsplanung ergeben hat, dass eine zukunftsfähige Ertüchtigung der Kläranlage nicht möglich ist, hat der Vorstand beschlossen, den Neubau zu planen. Für den Neubau wird aktuell der Planer gesucht, für das 33-Mio-€-Projekt werden noch Förderungen und Finanzierungswege gesucht. Für den notwendigen Neubau hat der Abwasserverband den Grunderwerb und die Satzungsänderung für ein Gespann aus Geschäftsführer und Betriebsleiter beschlossen, um das Millionen-Projekt angehen zu können. Die Verbandsaufsicht hat die Satzungsänderung genehmigt.
  1. Bauprogramm 2021-2026 aktualisieren: Nachdem alles in Verbindung mit der Kläranlagen-Ertüchtigung herausgenommen wurde, kommen in den Jahren 2024 bis 2026 noch geplante Investitionen mit einem Volumen von 1,893 Mio. €. Das macht zusammen 2,45 Mio. €, die von den fast 5 Mio. € realisiert werden. Das Bauprogramm ist jetzt weiter abzuarbeiten, aktualisiert anzupassen und abzurechnen mit der Gemeinde Dietzhölztal und der Gemeinde Eschenburg. Die Investitionszuweisung für dieses Bauprogramm muss in den Jahren 2024-2026 nicht mehr gezahlt werden.
  1. 2024 ist „Jahr der Klärung“: Der Nachtragshaushalt 2023 beinhaltet den Grunderwerb für Abstands- und Ausgleichsflächen und eine Steigerung um 137.200 € auf 2,641 Mio. € im Ergebnis. Diese Erhöhung ist vor allem begründet durch die Steigerung bei den Arbeitsnehmer-Entgelten (Tariferhöhung, Personalentwicklung), die gestiegene Abwasserabgabe und höheren Aufwand für Sachverständige. Der Haushalt 2024 hat nur 1.047.200 € für Planungskosten geplant, aber die Baukosten auf Null gesetzt. Für die Jahre 2024-2029 ist ein Neubau-Bauprogramm aufzustellen, für das zum jetzigen Zeitpunkt 33,5 Mio. € für Planung und Bau nur als „Finanzrahmen vor Planung und Förderung“ stehen. Für den Kläranlagenneubau ist der Finanzierungsrahmen zu vergrößern und geeignete Förderung zu fordern. Seit dem Abwasser-Sofortprogramm 2008 gibt es vom Land keine nennenswerte Förderung mehr. Das muss bei der neuen Landesregierung besser werden, die von allen Spitzenverbänden zur „Entlastungsallianz“ eingeladen wird.

Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“

  1. Schließung verlängert sich: Nachdem das Wasser im Schwimmerbecken für die Reparatur einiger Schadstellen nur kurze Zeit abgelassen und das Becken schnellstmöglich wieder befüllt war, hatten sich einige Fliesen gelöst. Deshalb muss das Becken ein zweites Mal abgelassen werden, was den Neustart des Schwimmbades verzögert. Voraussichtlich ab 25. November kann wieder geöffnet werden. Insgesamt hatte das Team für die drei Wochen einen vollen Arbeitsplan, in dem die Umrüstung der Hallenbeleuchtung auf LED, Filtersanierung sowie der Bau eines neuen Schwallwasserbehälters und die Montage neuer Messwasserpumpen Schwerpunkte waren.
  1. Punktlandung für Bauprogramm 2017-2022: Nachdem der Schlussbescheid zum Förderprogramm SWIM gekommen war, konnte die Verbandsversammlung am 17.10.2023 für das 2015 beschlossene Bauprogramm 2017-2022 eine Punktlandung sehen. Vereinbarungsgemäß haben die beiden Mitgliedsgemeinden 500.000 € über jährliche Investitionszuschüsse finanziert, was wie ein 100-%-Zuschuss wirkt und in der Ergebnisrechnung die Abschreibung aufwiegt. Mit den 78.311,68 € von der Klimaschutzinitiative des Bundes über den Projektträger ZUG konnten wir in der Wassertechnik viele Pumpen erneuern. 36.000 € kamen 2018 von der EKM für die Fassadensanierung. 57.500 € kamen vom Landesförderprogramm SWIM. Somit konnten in insgesamt 17 Projekte zusammen 671.773,44 € investiert werden, welche mit insgesamt 671.812 € an Zuweisungen und Zuschüssen finanziert wurden.
  1. Statik-Untersuchung vor weiterem Bau am Bad: Für die Zeit 2024-2029 haben Fachberater und Betriebsleitung das nächste Bauprogramm aufgestellt, das als größten „Brocken“ Beton- und Beckensanierung beinhaltet und nach derzeitiger Vorausschau ein Volumen von rd. 2 Mio. € umfasst. Bevor das Bauprogramm beschlossen und abgearbeitet werden kann, soll zunächst ein Statik-Gutachten das bereits erfolgte Betongutachten bestätigen und zeigen, dass das Schwimmbad weiter sanierungsfähig ist. Den Beschluss des Haushalts 2024 und des Bauprogrammes hat die Verbandsversammlung deshalb vertagt, bis das Gutachten vorliegt. Das Schwimmbad kann dennoch im neuen Jahr öffnen. Das Team möchte die guten Besucher-Zahlen fortsetzen und die Beliebtheit des Bades weiter steigern.
  1. Sonderpostenauflösung sichert Schwimmbad: Diese eigene Art der Finanzierung steigert im Haushalt 2024 die jährliche SOPO-Auflösung auf 100.000 €, was die Abschreibung von derzeit 170.000 € weit mehr aufwiegt als man es von Schwimmbädern gewohnt ist. Vor zehn Jahren, als über die Satzung des Verbandes und die Zukunft des Freizeitbades beraten wurde, lag die Abschreibung bei 180.024 € (Ergebnis 2013) und die Auflösung der Sonderposten (jährlicher Anteil von Zuschüssen, Zuweisungen, Spenden) bei 48.770 €. Diese Verbesserung in der Ergebnisrechnung ist der Finanzierungs-Form beim Freizeitbad zu verdanken, demnach allein beim Bauprogramm 2017-2022 insgesamt 773,44 € aus Zuschüssen und Zuweisungen der Gemeinden finanziert wurden. Dazu kommen die Mittel, die der Förderverein aufbringt. Für das Bauprogramm 2024-2029 werden nun weitere Förderer und Freunde zu finden sein, zumal der 1969 gegründete Zweckverband gerade zum 50-jährigen Bestehen des  Bades erstmals schuldenfrei ist.

Energie-Messe in Eschenburg hat Tipps fürs Bauen und den Beruf

Rund ums Thema Energie gibt es in der Region viele Experten. Davon lebt die Energie-Messe in Eschenburg seit 2006: Am 11. und 12. November steigt nun die elfte Auflage der Beratungsbörse in der Mehrzweckhalle (Forsthausstraße 22), jeweils 11 bis 17 Uhr.

Die „kleine Messe der großen Möglichkeiten“ kümmert sich weiterhin um die „Wende für die eigenen vier Wände“, wenn es um Tipps und Tricks fürs Sanieren und Sparen geht. Schwerpunkt wird dabei immer mehr das Motto des Jahres „Berufe mit Zukunft“. „Beim Beginn im Jahr 2006 mit einem Dutzend Aussteller und einer Handvoll Vorträge war schon klar: Wir müssen nicht bis nach Wetzlar fahren – die Experten sind hier“, blickt Bürgermeister Götz Konrad zurück.

Im Programm der Vorträge und Vorstellungen ist am Sonntag um 12 Uhr auf der Bühne „Berufe mit Zukunft: Azubi- Guides stellen sich vor“ Top-Thema. Von jungen Vertretern des Vereins „Handwerk Mittelhessen“ ist aus erster „Hand“ zu hören, welches „Werk“ gefragt ist: Heizungsbauer (Anlagenmechanikerin oder Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) und Elektriker (Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik) sind dann ebenso auf der Bühne gefragt wie Dachdecker und Zimmerleute. Die EAM hat zwar ihren eigenen „Campus“ für die Ausbildung, jedoch stellt sie sich in Wissenbach besonders gerne vor: Vor über hundert Jahren kam hier der Strom in die Region. Denn nach dem Bau des Hochofens in Oberscheld 1905 wurde bei der Erweiterung 1910 eine der ersten 22.000-Volt-Freileitungen in Deutschland gebaut. Das Trafohaus in Wissenbach als Standort des Regionalmuseums wie die EAM-Niederlassung in Oberscheld stehen heute noch.

„Wir wollen gerne alle Berufe vorstellen, mit denen man hier in Zukunft viel arbeiten und gut leben kann“, sagt Bürgermeister Konrad. „Und wir haben hier viel zu bieten – an Arbeit wie an Experten.“

Deshalb hält die Energie-Messe in Eschenburg fest an einer alten Regel: „Ohne Eintritt, mit Kinderbetreuung“. Und für den persönlichen Energie-Haushalt sorgen die Landfrauen Wissenbach und erstmals der SSV.

Am Sonntag (12. November) ist von 13 bis 18 Uhr verkaufsoffen in Eschenburg. Wer außer dem Wohncentrum Wissenbach – selbst einer der 25 Akteure bei der 11. „EM“ in Eschenburg – an dem Sonntag zudem den Laden öffnet, kann sich über die gleiche Mail-Adresse melden. Hier werden Sie geworben.

Aussteller, Vorträge und Vorstellungen sind im Vorfeld zu finden unter www.endlich-energie.de im Internet.

Beratung steht im Vordergrund der Energie-Messe in Eschenburg. Bernd Schütz hält für die Verbraucherzentrale Hessen sogar eine kostenlose "Energiesprechstunde" im Rathaus.
Beratung steht im Vordergrund der Energie-Messe in Eschenburg. Bernd Schütz hält für die Verbraucherzentrale Hessen sogar eine kostenlose „Energiesprechstunde“ im Rathaus.

 

Otto Friedrich Schlemper – Er war, er ist und er bleibt einer von uns

Bushaltestelle ist jetzt der Otto-Friedrich-Schlemper-Platz.

Otto Friedrich Schlemper – Er war, er ist und er bleibt einer von uns

Die letzten Tage brauchte auch er die „Daseinsvor- und -fürsorge“, von der er so oft gesprochen und für die er sich sein Leben lang eingesetzt hatte. Am 17. März ist Otto Friedrich Schlemper gestorben. Nach 96 Jahren hat das Herz unseres Ehrenbürgermeisters aufgehört zu schlagen – die meiste Zeit schlug es für die Gemeinde Eschenburg, die Menschen und das Miteinander. „Ich wünsche uns dieses tätige Miteinander-Füreinander nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft“, sagte er bei der Feier zu seinem 90. Geburtstag. Das bleibt sein Rat an uns für die vor uns liegende Zeit.

Selbst Skeptiker nannten ihn den „Mittelpunkt der neu zu gründenden Großgemeinde“, weshalb wir mitten in Eibelshausen einen Otto-Friedrich-Schlemper-Platz geschaffen haben als Begegnungsstätte. Was ist das „Geheimrezept“ unserer Gemeinde? „Miteinander geht viel – Gegeneinander wenig oder gar nichts“, sagte er gerne.

In Oberroßbach am 05.02.1928 geboren, lebte Schlemper seit 1951 in Eibelshausen. In den Kriegsjahren 1942 bis 1945 hat er eine Lehre beim Dillkreis in Dillenburg absolviert. Die erste Verwaltungsprüfung 1948 war eine formelle Hürde, vielmehr geprägt hat ihn in den Nachkriegsjahren die Arbeit im Sozialamt: Vertriebene und Flüchtlinge galt es damals unterzubringen, die Menschen litten an den Folgen des Krieges, den Deutschland entfacht hatte. „Daseinsvor- und –fürsorge“ als wichtigste Aufgabe von Kreis und Kommunen hat ihn später beim breiten Themenfeld der Gemeinde geprägt: Am 18.06.1965 wurde er im Alter von 37 Jahren zum Bürgermeister für Eibelshausen gewählt. In die erste Amtszeit fiel die Formierung der Gemeinde Eschenburg zum 01.10.1971. Bis zum Eintritt in den Ruhestand am 01.01.1993 war Otto Friedrich Schlemper Bürgermeister der Gemeinde Eschenburg. Bereits 1985 hat ihn die Gemeindevertretung zum Ehrenbürgermeister ernannt. Der freiwillige Zusammenschluss zur Gemeinde Eschenburg prägt diese 27 Jahre als Bürgermeister, die Schule und das Schwimmbad sind weitere Projekte, die wir ihm zu verdanken haben – nicht allein, aber er war immer „Motor“.

Manchmal bremste er auch: Nicht wenige Hochzeitsgesellschaften mussten vor dem Rathaus warten, derweil das Brautpaar im Dienstzimmer beim Bürgermeister noch flugs ein „Konjäkchen“ kredenzt bekam aus dem Schreibtisch. „Da wollen wir mal gemeinsam vertrauensvoll in die Zukunft blicken“, sagte er dann wie auch zu vielen anderen Gelegenheiten.

Das war auch so etwas wie ein Lebensmotto: „Gemeinsam vertrauensvoll in die Zukunft blicken“. Von sich selbst sprach er immer im Bezug auf andere – und immer geprägt von dieser tiefempfundenen Dienstauffassung. Bei den Feuerwehren vor allem endete sein Grußwort meist mit der Zeile: Ich war, ich bin und ich bleibe einer von Euch! Daran wird sich nichts ändern. Egal wie diese Wochenzeitung heißt, wird sie immer das „Schlemperblättchen“ bleiben. Er war, er ist und er bleibt einer von uns!


Otto-Friedrich-Schlemper-Platz erinnert an Ehrenbürgermeister

Der Otto-Friedrich-Schlemper-Platz ist seiner Bestimmung übergeben. „Ich wünsche uns dieses tätige „Miteinander Füreinander“ nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft“, zitierte Bürgermeister Götz Konrad ein Wort von Otto Schlemper. Er enthüllte mit Walter Jank das Schild und wünschte, dass dieser Platz Menschen zusammenbringt und sie auf gute Ideen bringt.
Der Otto-Friedrich-Schlemper-Platz ist 2023 seiner Bestimmung übergeben. „Ich wünsche uns dieses tätige „Miteinander Füreinander“ nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft“, zitierte Bürgermeister Götz Konrad ein Wort von Otto Schlemper. Er enthüllte mit Walter Jank das Schild und wünschte, dass dieser Platz Menschen zusammenbringt und sie auf gute Ideen bringt.

Hirzenhains Bürgermeister Alfred Busch nannte ihn „Mittelpunkt der neu zu gründenden Großgemeinde“ – deshalb ist es passend, im Herzen Eschenburgs den Ehrenbürgermeister zu Lebzeiten zu ehren. Es ist zunächst nur ein Schild, das wir am Sonntag nach dem Kirchgang enthüllen, aber es wird daraus mehr: Der „Otto-Friedrich-Schlemper-Platz“ bezeichnet eine Begegnungsstätte im Ortskern von Eibelshausen, der neu gestaltet wird. An der Stelle der früheren Bushaltestelle laden Pflanz-Boote zum Verweilen ein. Die nahe Dietzhölze hat mit einer Treppe an der Kirche einen Logenplatz bekommen. Hier wird sich am Sonntag das Schild enthüllen, wenn der Markt in Eibelshausen und die Wahl in Eibelshausen das Geschehen prägen.

Otto Friedrich Schlemper, geboren am 5. Februar 1928 in Oberroßbach, lebt in seinem „vorgerückten jugendlichen Alter“, wie er selbst zu sagen pflegt, im Seniorenheim, ist der Gemeinde aber weiter „innerlich und äußerlich verbunden“, wie es ebenso O(tto)-Ton ist.

Am 18.06.1965 wurde er im Alter von 37 Jahren durch Beschluss der Gemeindevertretung von Eibelshausen zum Bürgermeister gewählt worden. In die sechsjährige Amtszeit fiel die Formierung der Gemeinde Eschenburg, die zum 01.10.1971 gegründet wurde. Bis zum Eintritt in den Ruhestand am 01.01.1993 war Otto Friedrich Schlemper Bürgermeister der Gemeinde Eschenburg, zunächst als staatsbeauftragter Bürgermeister (01.10.1971 bis 24.03.1972) „zur Vorbereitung einer Gemeinde- und Kreisreform“, danach dreimal gewählter Rathaus-Chef.

Wegen seiner vielen Verdienste hat die Gemeindevertretung ihn bereits am 27.08.1985 zum Ehrenbürgermeister ernannt. Insgesamt 27 Jahre als Bürgermeister hat Otto Friedrich Schlemper der Gemeinde gedient und wurde bereits in den vorbereitenden Gesprächen als zentrale Figur für den freiwilligen Zusammenschluss gesehen. Die Schule und das Schwimmbad sind nur zwei Einrichtungen, die seinem Weitblick maßgeblich zu verdanken sind, und die uns heute noch in Eschenburg „echte Perspektiven“ bieten.

Zur Einweihung machen wir keinen großen Bahnhof, sondern enthüllen das Schild an einem Sonntag, an dem in Eibelshausen Markt und in Hessen Wahl ist. „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen“, sagte Albert Schweitzer. Wenn der Otto-Friedrich-Schlemper-Platz ein Platz der Begegnung wird, wo sich Menschen aus nah und fern treffen und gemeinsam Pläne schmieden, Ziele entwickeln oder sich schlicht und einfach über ein Wiedersehen freuen, dann hat er seinen Zweck erfüllt.