Die Allgemeinärztliche Gemeinschaftspraxis Schwehn und Sommer in Eibelshausen bietet im Januar Corona-Schutzimpfungen ohne vorherige Terminvereinbarung an. Möglich sind Erst-, Zweit-und Booster-Impfungen. Verimpft wird der Impfstoff von Moderna für alle über dem 30. Lebensjahr.
Unter 30-Jährige erhalten den Impfstoff von Biontech (je nach Verfügbarkeit). In diesem Fall bitten wir um vorherige Rücksprache.
Impfwillige, die bereits einen Termin in unserer Praxis zu einem späteren Zeitpunkt vereinbart haben, können die Impfungen natürlich auf die angebotenen Termine vorziehen.
So sieht’s aus: Unsere Kollegen vom Bauhof kommen an vielen Stellen einfach nicht weiter, weil Autos an der Straße geparkt sind. Das ist manchmal nach Straßenverkehrsordnung gerade noch so richtig, aber für den Winterdienst hinderlich. Bitte auf den Straßen genügend Platz lassen, damit auch geräumt werden kann.
In letzter Zeit ist es vermehrt vorgekommen, dass Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge so abgestellt haben, dass es dem Winterdienst der Gemeinde Eschenburg nicht möglich war, seinen Räum- und Streudienst ordnungsgemäß zu verrichten.
Wir weisen hiermit ausdrücklich darauf hin, dass gemäß § 12 Absatz 1 Nr. 1 StVO das Halten und infolgedessen auch das Parken an engen und an unübersichtlichen Straßenstellen unzulässig ist. Eng ist eine Straßenstelle nach der Rechtsprechung in der Regel dann, wenn der zur Durchfahrt insgesamt freibleibende Raum für ein Fahrzeug höchstzulässiger Breite von 2,55 m (vgl. § 32 Abs. 1 Nr. 1 StVZO) zuzüglich 0,50 m Seitenabstand bei vorsichtiger Fahrweise nicht ausreichen würde. Dabei ist die Gegenfahrbahn mitzurechnen. Dementsprechend muss ein Haltender grundsätzlich eine Fahrbahnbreite von 3,05 m zum gegenüberliegenden Fahrbahnrand freihalten.
Das heißt, jeder Verkehrsteilnehmer begeht einen Verstoß im Sinne der Straßenverkehrsordnung, wenn er an Straßenstellen hält oder parkt, in denen die Restbreite der Fahrbahn neben dem abgestellten Kraftfahrzeug weniger als 3,05 Meter beträgt. Hier ist Halten und Parken ist unzulässig. Das gilt auch ohne ein explizit ausgeschildertes Haltverbot (Verkehrszeichen 283 und 286).
Bitte beachten Sie vorangegangene Hinweise um auch in Ihrem eigenen Interesse Müllfahrzeugen, Räumfahrzeugen des Winterdienstes und vor allem Rettungskräften eine Durchfahrt zu ermöglichen.
Bei Nichtbeachtung wird zukünftig kein Winterdienst im betroffenen Straßenabschnitt ausgeführt werden.
Winterdienst der Kommune
Was im Blickwinkel vieler Bürger als Winterdienst der Kommune versteht, geht eigentlich über die Pflicht weit hinaus: Auf den rund 100 Kilometer Gemeinde-Straßen räumt das Bauhof-Team mit einem Lkw, zwei Traktoren und zwei Unimog. Nach dem Hessischen Straßengesetz (§10 HStrG Absatz 4) hat die Gemeinde innerhalb der geschlossenen Ortslage nach Maßgabe ihrer Leistungsfähigkeit Schnee zu räumen und bei Glätte zu streuen, soweit das zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderlich ist. Das heißt, eine Gemeinde muss demnach eigentlich nur an (für die Allgemeinheit) bedeutsamem oder gefährlichen Stellen Winterdienst leisten.
In der Pflicht hingegegen ist die Gemeinde, die Gehwege und Überwege für Fußgänger vom Schnee zu räumen und bei Schnee- und Eisglätte zu streuen. Das sind z. B. öffentliche Straßenüberquerungen und Gehwege an den Bushaltestellen. Das ist nicht überall und rund um die Uhr zu leisten, weshalb die Gemeinde Eschenburg einen ausgeklügelten Räum- und Streuplan für ihre sechs Ortsteile hat.
Schneeräumungs- und Streupflicht für Grundstücksbesitzer
Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Arbeitgeber fordern bei Verletzungen von Fußgängern, die durch Unfälle bei Schnee- und Eisglätte verursacht wurden, Schadenersatz von denen, die zur Schneeräumung und Streuung verpflichtet sind. Deshalb weisen wir hiermit wiederholt auf die Schneeräumungs- und Streupflicht der Anlieger hin.
Nach der für die Gemeinde Eschenburg gültigen Satzung sind Grundstückseigentümer, Erbbauberechtigte, Wohnungseigentümer und Nießbraucher verpflichtet, bei Schneefall und bei Schnee- und Eisglätte in der Zeit von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr die Gehwege (Bürgersteige), Überwege (besonders gekennzeichnete Übergänge für den Fußgängerverkehr sowie die Übergänge an Straßenkreuzungen und –einmündungen in Verlängerung der Gehwege), Zugänge zur Fahrbahn und zum Grundstückseingang zu räumen und zu bestreuen.
Sonderfall: In dem Teilstück der Bachstraße im OT Hirzenhain-Ort, das als verkehrsberuhigter Bereich mit dem Zeichen 325 StVO „Spielende Kinder“ beschildert und in dem kein Gehweg vorhanden ist, ist auf der Straßenfläche ein Streifen von 1,5 m Breite entlang der Grundstücksgrenze zu räumen und zu streuen.
Bei Straßen mit einseitigem Gehweg sind die beidseitigen Anlieger in jährlichem Wechsel zum Winterdienst verpflichtet, und zwar in Jahren mit gerader Endziffer die Anlieger an der Gehwegseite und in Jahren mit ungerader Endziffer die Anlieger der gegenüberliegenden Straßenseite.
Des Weiteren sind die in den Gehwegen befindlichen Vorrichtungen zur Brandbekämpfung (Wasserabsperrschieber- und Hydrantenkappen) von Schnee und Eis freizuhalten.
Bei Tauwetter müssen die Abflussrinnen von Schnee freigehalten werden.
Besonderer Hinweis: Für Fußwegeverbindungen obliegt der Winterdienst der Gemeinde. Nach der Rechtsprechung ist die Räum- und Streupflicht jedoch nur auf „verkehrswichtigen sowie unentbehrlichen“ Fußgängerwegen durchzuführen. Beispielsweise sind die nachstehend aufgeführten Fußgängerwege und –treppen nicht als verkehrswichtig bzw. unentbehrlich eingestuft, so dass hier die Räum- und Streupflicht entfällt:
OT Eibelshausen
Fußweg von Hauptstraße 10 bis Rehgartenstraße
Fußweg von Rehgartenstraße bis Baumgartenstraße (Alter Friedhof)
Fußweg von Baumgartenstraße 30 bis Hohe Straße 29
Fußweg von Baumgartenstraße 8 bis Hohe Straße 9
Fußweg von Berliner Straße bis Königsberger Straße
Wegeverbindung von der Straße „An der Bahn 4“ bis Simmersbacher Straße 20
Wegeverbindung von der Straße „An der Bahn 6“ bis Simmersbacher Straße 26
Fußweg von Heinrich-Heine-Straße 1 bis Straße „Auf der Rütsche 30“
Fußweg von Hosbachstraße 18 bis Obere Hosbachstraße 15
Fußweg von Lessingstraße 12 bis Straße „Am Honigbaum 2“
Fußweg von Eiershäuser Straße 25 und der Verlängerung der Straße „Stengershof“
OT Hirzenhain-Ort
Fußwegverlängerung der Straße „An der Schule“ durchgehend bis zur Rehgasse
Fußweg von Hofstraße bis Rehgasse
Fußweg von Poststraße 6 bis Johannesgasse15
Fußweg von Poststraße 12 bis Johannesgasse 15
Fußweg von Bachstraße 12 bis Faulchenstraße 17
Fußweg von Hirzenhainer Straße 5 bis Straße „Am Köppel 13“
Fußweg von Straße „Am Köppel 12“ bis Faulchenstraße 43 – Tina-Hermann-Pfad
Fußweg von Hirzenhainer Straße bis Straße „Am Kindergarten“ (bei den Kleingärten)
Fußweg von Hirzenhainer Straße 34 bis Rehgasse 3
OT Hirzenhain-Bahnhof
Das steile Straßenstück von Bahnhofstraße bis Sammetwiesenstraße
die Verbindungsstraße von Habichtstraße bis Bahnhofstraße in Höhe der Katholischen Kirche
OT Eiershausen
Fußweg „Aufm Hof“ zur Gasse
Fußweg Gasse bis Friedhof
Fußweg Gasse bis Grainhof
Fußweg von der Straße „Auf’m Hof“ bis Friedhof
Fußweg von der Schwarzbachstraße bis Sonnenhang
Fußweg von Mühlenweg bis Teichstraße
Fußweg „Aufm Hof“ – Dorfstraße Bushaltestelle)
Fußweg „Aufm Hof“ – Gissestraße
Fußweg Schwarzbachstraße – Gartenstraße
OT Simmersbach
Treppe Biedenkopfer Straße – Lange Lenzstraße
Fußweg (Postweg) von Biedenkopfer Straße bis Hornbergstraße
Fußweg von der Winkelstraße bis Feldstraße
OT Roth
Fußweg von Turmstraße 8 bis Wiesenstraße 7
Fußweg von Achenbacher Weg 3 bis „An den Gärten 8“
OT Wissenbach
Fußweg von Forsthausstraße 32 bis „An der Hardt 4“
Wir trauern um den ehemaligen Bürgermeister von Wissenbach und um unseren Mitarbeiter und Kollegen
Manfred Dobener
aus Wissenbach, der am 18. Dezember 2021 im Alter von 87 Jahren verstorben ist.
Herr Dobener war vom 01.10.1961 bis zum 30.09.1971 Bürgermeister von Wissenbach und vom 01.10.1971 bis zum 30.04.1972 staatsbeauftragter I. Beigeordneter der Gemeinde Eschenburg.
Ab dem 01.05.1972 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 01.10.1996 war er bei der Gemeindeverwaltung als Leiter des Hauptamtes beschäftigt.
Während dieser Zeit hat er sich durch seinen Fleiß, seine Zuverlässigkeit und seine Hilfsbereitschaft die Wertschätzung vieler erworben.
Wir danken ihm für seinen Einsatz zum Wohle unserer Gemeinde und werden ihn und seine freundliche Art in guter Erinnerung behalten.
Erfahrungsaustausch bleibt wichtig (von links): Zum zehnjährigen Bestehen der Burn-Out-Selbsthilfegruppe gratulierte Bürgermeister Götz Konrad dem „Kümmerer“ Dieter Meuser und überreichte einen Schwimmbad-Gutschein für die Runde.
Im Jahr 2011 gab es in Herborn einen Vortrag zum Thema Burn-Out, der große Resonanz verzeichnete und in Eschenburg nachhaltige Wirkung hatte: Auf Initiative des damaligen Klinik-Chefs Dr. Thomas Klein wurde eine Selbsthilfegruppe in Wissenbach gegründet. Nun konnte die SHG zehn Jahre ihres Bestehens feiern – auch wenn der Rahmen unter Corona-Bedingungen klein war, wird der Erfahrungsaustausch auch künftig wichtiges Thema bleiben.
Dr. Klein begleitete als Mentor die Gründung der SHG und hielt laufend mit der Gemeinschaft Kontakt. Aktuell sind die Teilnehmer, der nun seit 10 Jahren bestehenden SHG, 70 Prozent Menschen der ersten Stunde. Im „Sängerheim“, den Räumlichkeiten des Gesangvereins in der Mehrzweckhalle, finden 14-tägig mittwochs die Treffen von 18.30 Uhr bis ca. 20 Uhr statt. In der regionalen Presse werden wöchentlich unter der Rubrik Selbsthilfegruppen diese Kontaktdaten kommuniziert.
Die Abende haben keinen festen organisatorischen Rahmen.
Im Vordergrund steht der ehrliche und offene Austausch in der Gemeinschaft, um so jedem einzelnen Betroffenen die Chance zu geben, seinen eigenen Weg aus bzw. mit der Krankheit zu bewältigen. Im Austausch werden Erfahrungen über Medikation, Literatur und persönliche Erfahrungen weitergegeben. „Man kann sagen, dass hier mehr als Kontakte und Freundschaften entstanden sind. Ein gewisser Humor wird auch gepflegt“, sagt Dieter Meuser, der die Kontakte hält und sich um die Gruppe kümmert.
In jedem Jahr wird ein fachkundiger Referent zum Thema „Burn-Out“ zum Vortrag eingeladen. Jedes neue Gesicht ist herzlich willkommen in der Runde.
Das zehnjährige Bestehen der Selbsthilfegruppe wurde am 1. Dezember in der „Bauernstube“ gefeiert. Bürgermeister Götz Konrad gratulierte danach mit einem Schwimmbad-Gutschein und wünschte der Runde für die Zukunft alles Gute.
Eltern spenden 1500 Euro Erlös der Kinderkleiderbörse fürs Babybecken
Spendenübergabe im alten Babybecken (von links): Stefan Nadler und Daniela Scheffel vom Förderverein freuen sich über den Erlös der Rittershäuser Kinderkleiderbörse, den Julia Ciliox und Sandra Becker überreichen. Roman Vomrath vom Freizeitbad und Bürgermeister Götz Konrad freuen sich über das Engagement der Eltern.
„Das ist ein gutes Zeichen, dass die Eltern im Dietzhölztal sagen: Das ist unser Schwimmbad und wir brauchen ein Babybecken“, freut sich Stefan Nadler. Der Vorsitzende des Fördervereins Freizeitbad Panoramablick staunte nicht schlecht, als ihm eine Spende fürs Babybecken angekündigt wurde.
1.500 € sind der Erlös der Kinderkleider- und Spielzeugbörse. Unter den Problemen der Pandemie konnte der farbenfrohe Basar Anfang September im Rudolf-Loh-Center stattfinden. Nachdem die Eltern-Initiative alle Kindergärten in der Gemeinde Dietzhölztal bedacht hatte, kam der Spendenaufruf für ein neues Babybecken gerade recht.
„Uns ist es wichtig, dass der Erlös den Kindern in der Umgebung zugute kommt“, sagte Sandra Becker bei der Spendenübergabe. Zusammen mit Julia Ciliox überreichte sie den Scheck und erzählte, wie die Eltern-Initiative als „Team farbenfroh“ mittlerweile als Abteilung des CVJM Rittershausen arbeitet. Eine Handvoll Eltern ist das ganze Jahr über mit der Kinderkleider- und Spielzeugbörse befasst, bei der Veranstaltung sind gut 20 Personen ein Wochenende über eingebunden.
Das Vorsortieren der Kleidung und des Spielzeugs an vielen Tischen füllt das Rudolf-Loh-Center in Rittershausen; diese Mehrzweckhalle war im September auch unter Corona-Sicherheitsregeln groß genug.
Der Veranstalter „verdient“ an der Teilnehmer-Gebühr pro Etikette und einem Zehntel des Verkaufserlöses mit, auch beim Kuchenbuffett kommt – Stück für Stück – Geld zusammen. Das funktioniert aber auch nur, weil viele für das Kuchenbuffett spenden und beim Helfen keine Rechnung stellen.
„Diese 1.500 Euro sind ein wichtiger Beitrag, wenn man die Mühe dahinter erahnt, die sich viele Eltern gegeben haben“, lobt Bürgermeister Götz Konrad als Schwimmbad-Verbandsvorsteher das Engagement. „Das Babybecken ist für uns alle wichtig und zeigt, dass das Schwimmbad die Sportstätte für alle ist“, ergänzt Stefan Nadler.
Für den Förderverein des Freizeitbads nahm Kassiererin Daniela Scheffel die 1.500 € gerne auf. 22 solcher privater Spenden sind bereits eingegangen. Der Förderverein kann bereits ein Drittel der etwa 150.000 € Kosten aufbieten. Das neue Babybecken aus Edelstahl ist bereits bestellt worden, damit der Einbau während der nächsten Sanierungs-Schließung (28. Februar bis 20. März) laufen kann. Zur nachhaltigen Komplett-Finanzierung des Babybeckens und zur Gestaltung mit Attraktionen werden noch weitere Spender und Sponsoren gesucht. Hierbei können auch noch Wünsche geäußert werden, ob Rutsche, Krabbe, Wasserkanone, Sprühbogen, Nashorn oder andere Attraktionen den Badespaß im Babybecken steigen.
Sollte bei Ihnen die „Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg“ nicht bis Samstag 18 Uhr zugestellt sein, beschweren Sie sich bitte beim Verlag Linus Wittich in Herbstein. E-Mail an den Vertrieb oder telefonisch unter (06643) 962740.
Das Deutsche Rote Kreuz bietet am Freitag, den 19.11.2021, von 09:30 Uhr bis 15:30 Uhr eine Impftaktion für alle Personen ab 12 Jahren, ohne vorherige Anmeldung, im Bürgerhaus Eibelshausen an.
Es werden die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Johnson und Johnson verimpft.
Bitte bringen Sie die Krankenversicherungskarte und den Personalausweis mit.
Impfung von Minderjährigen:
Minderjährige müssen von einem Elternteil begleitet werden. Auch das Kind sollte einwilligungsfähig sein. Verimpft wird ausschließlich der Impfstoff Biontech/Pfizer.
Energiewende umsetzen: Landtagsabgeordneter Stephan Grüger (rechts) gratuliert Europameister Simon Dorndorf. Die 10. Energie-Messe in Eschenburg bot wiederum ein breites Spektrum, Beratungsbedarf und Gesprächsstoff.
Wie gut, dass Stadtwerke-Chef Jürgen Bepperling noch einen Vortrag „Die Wärmewende kommt, was tun?“ dabei hatte, denn die Fragen dazu brannten vielen regelrecht auf der Seele. Was tun, wenn ab 2026 bei Ölheizungen der Ofen aus bleiben soll? Beratung stand auch im Mittelpunkt der 10. Energie-Messe in Eschenburg. 28 Akteure boten mit Infoständen, Vorträgen und Gesprächen in der Mehrzweckhalle ein breites Spektrum und Ansätze für die individuelle Lösung zuhause.
Auch die Aussteller waren zufrieden. Das „Balkonkraftwerk“ verkaufte sich dabei sogar bis zur Insel Rügen.
„Nach der Messe ist vor der Beratung“, sagte Bürgermeister Götz Konrad zum Abschluss der zwei Tage und wies auf die nächste Aktion hin: Zusammen mit der Landesenergieagentur Hessen (www.lea-hessen.de) möchte die Gemeinde Eschenburg im kommenden Jahr, voraussichtlich nach Ostern, die Kampagne „Aufsuchende Energieberatung“ starten. Anders als die bisherigen Energiesprechstunden im Rathaus gibt es dann ein Beratungsangebot für jedes Haus.
Weitere Informationen und auch den Vortrag über die Wärmewände findet sich unter www.endlich-energie.de im Internet. Eine Nachlese zur 10. Energie-Messe folgt in der nächsten Ausgabe der Wochenzeitung.
Bilal Qamar aus Eschenburg hat mit seiner Masterarbeit einen Preis gewonnen beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Für hervorragende Master- und Doktorarbeiten verleiht der Bezirksverein Mittelhessen im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) seit 1991 jährlich den Robert-Paul-Kling-Preis. Vorzugsweise werden Master- und Doktorarbeiten prämiert, die in kleinen und mittelständischen Unternehmen zukunftsweisende Impulse gesetzt haben sowie an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) angefertigt und betreut wurden. Die Auszeichnungen, gehen in diesem Jahr nach Gießen, Eschenburg und Herborn. Sie sind mit jeweils einer Urkunde und einem Geldpreis von 500 € für eine Dissertation und 250 € für eine Masterarbeit verbunden. Die Auswahl der drei benannten Preisträger wurde von der Jury und dem Vorstand des VDI Bezirksvereins Mittelhessen vorgenommen.
Den würdigen Rahmen der Preisverleihung bildet die Jahresmitgliederversammlung des VDI Bezirksvereins Mittelhessen. Corona bedingt wurde diese Veranstaltung rein virtuell am 23.09.2021 durchgeführt. Der Vorstand würdigte die Preisträger und ihre bearbeiteten Themengebiete, nicht nur online.
Der Vorsitzende des VDI Bezirksvereins Mittelhessen, Dr.-Ing. Wolfgang Zientz, nahm die Auszeichnung persönlich am 30. September, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Jury, Prof. Dr. Thomas Sure, im kleinen Kreis in der VDI-Geschäftsstelle in Wetzlar vor.
M.Sc.(akademischer Grad des Master of Science) Bilal Qamar aus Eschenburg erhält den Preis für seine Masterarbeit „Erkennung von Mikrogravuren auf Gleitsichtbrillengläsern mittels Industrieller Bildverarbeitung“
Ziel der Arbeit war es, eine Methodik zu entwickeln, um erforderliche Mikrogravuren auf Brillengläsern zu erkennen. Da diese Gravuren dazu dienen, die Brillengläser während der unterschiedlichen Fertigungsprozesse exakt zu positionieren, ist eine präzise, von hoher Wiederholgenauigkeit geprägte Messmethodik erforderlich. Bilal Qamar erklärt: „Die in den Bildverarbeitungssystemen implementierten Standardmethoden versagen hier häufig. Mit dem nun spezifisch angepassten Parametersatz wurde der bisher genutzte Algorithmus optimiert. Das Messsystem ist in der Lage Mikrogravuren reproduzierbar zu erfassen.“ Die Untersuchungen wurden bei der Satisloh GmbH in Wetzlar durchgeführt. Betreuer der Abschlussarbeit war Prof. Dr. rer. nat. Thomas Sure, Institut für Optik und Mikrosysteme.
M.Sc.(akademischer Grad des Master of Science) Michael Kessler aus Herborn erhält den Preis für seine Masterarbeit „Untersuchung des dynamischen Verhaltens von mehrstufigen Vakuumpumpsystemen bei Kurzzeitevakuierungen“
Die Pfeiffer Vakuum GmbH mit Sitz in Aßlar bietet mehrstufige Vakuumpumpsysteme an. Höchste Priorität für die Anwender dieser Pumpenart hat die erforderliche Auspumpzeit. Bei einer neuen Pumpenserie mit variabler Drehzahlregelung zeigten sich hier Differenzen zwischen den vorausberechneten und den gemessenen Auspumpkurven.
Das Ziel der Masterarbeit bestand darin, das vorhandene Vorausberechnungsmodell auf der festzustellenden Basis von gemessenen Auspumpkurven zu ergänzen. Michael Kessler konnte nach vielen Messreihen, zahlreichen Variationen von Maschinenkonfigurationen und Betriebsparametern sowie anhand präziser Analysen feststellen, dass die Medientemperatur einen bisher nicht hinreichend berücksichtigten Einfluss hatte. „Mit dieser Erkenntnis, konnte das Vorausberechnungsmodell erfolgreich um die entsprechenden Parameter ergänzt werden“, freuten sich Michael Kessler und Prof. Dr.-Ing. Thomas Maurer vom Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik an der THM.
Dr. rer. nat. Andreas Reeh aus Gießen erhält den Preis für seine Dissertation zum Thema „Der Modellierungsprozess und die Auslegung eines Radiofrequenz-Ionentriebwerks“.
Die Grundlagen zu Radiofrequenz-Ionentriebwerken (RIT) werden seit den 1960er Jahren erforscht. Bei solchen Triebwerken wird das Plasma im Entladungsgefäß durch induktive Einkopplung von elektromagnetischen Feldern erzeugt. Vor ca. 20 Jahren begann die kommerzielle Nutzung dieser
Triebwerksart. Damit verlagern sich die Aufgaben zunehmend von der Plasmaforschung in die praktische Anwendung. Reeh erklärt zum aktuellen Stand: „Für den Bereich der RITs sind Simulationswerkzeuge, die sowohl die physikalischen als auch die elektrischen Effekte modellieren und mit vernünftigen Rechenzeiten zu Ergebnissen kommen, derzeit nicht verfügbar.“
Ihm gelang es nun, ein derartiges Simulationswerkzeug in der Programmiersprache C++ zu erstellen, so dass Vorhersagen diesbezüglich möglich sind.
Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst förderte das Vorhaben im Rahmen des Programms „Weiterentwicklung und Etablierung von Forschungsstrukturen an der THM“, so dass die Dissertation in den Arbeitsgruppen Raumfahrtelektronik unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Probst (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Ionentriebwerke unter Leitung von Prof. Dr. Peter J. Klar (THM) realisiert werden konnte.
Preis-Verleihung (von links): VDI-Bezirksvorsitzender Dr.-Ing. Wolfgang Zientz, der Eschenburger Preisträger Bilal Qamar, Dr. rer. nat. Andreas Reeh, Michael Kessler und Prof. Dr. rer. nat. Thomas Sure (THM, VDI BV Mittelhessen).
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