Kategoriearchive: Bürgerinformationen

Der Abwasserbeitrag 2023 war zum 15.04.23 fällig.

Haben Sie vielleicht etwas vergessen … ??? 

Der Abwasserbeitrag 2023 war zum 15. April fällig. Wir möchten alldiejenigen, die diesen noch nicht gezahlt haben bitten, dies innerhalb der nächsten 2 Wochen noch zu tun.

Das Formular für die Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandates können Sie sich auf unserer Homepage www.gemeindewerke-eschenburg.de oder www.gemeinde-eschenburg.de herunterladen. Gerne übersenden wir Ihnen auch ein Formular. Melden Sie sich einfach. Sie erreichen uns telefonisch unter der Rufnummer 02774 – 915 0 oder per E-Mail: info@eschenburg.de.

 Bankverbindungen der Gemeindewerke Eschenburg:

VR Bank Lahn-Dill eG: DE55 5176 2434 0062 2700 04

Sparkasse Dillenburg: DE46 5165 0045 0000 1093 48

Es werden KEINE kostenlosen Zahlungserinnerungen mehr versandt, bei Nicht-Zahlung fallen direkt Mahngebühren und Säumniszuschläge an!!!

Benefiz-Konzert für Bürgerstiftung 18.03.2023 in der Holderbergschul-Aula

Benefiz-Konzert und Spendenportal beflügeln die „Stiftung für Eschenburg“

Viel Spiel: Die neue Aula der Holderbergschule hat sich bei dem Konzert als schöner Saal präsentiert. (Fotos: Konrad)

Es war so etwas wie ein „Heimspiel“: Mit einem Benefiz-Konzert haben Viktoria Lakissova und ihr Mann Mark Heinzel die „Stiftung für Eschenburg“, dessen Großvater mit einer Schenkung den Grundstock dazu lieferte, beflügelt.

Die Aula der Holderbergschule wandelte sich zum Konzertsaal. Nicht nur für die rund 80 Zuhörer war es eine Premiere, sondern auch für das Pas de deux: Am Flügel der Holderbergschule und der Bratsche aus der in Eibelshausen begonnenen Sammlung der Familie Heinzel erklangen schöne Töne. Die Klavier-Professorin und der Amerika-Fachmann spielten die „​​​Sonate für Viola und Klavier f-moll“ von Rubinstein das erste Mal im Konzert – aber gewiss nicht das letzte Mal.

Schul-Leiterin Andrea Rink erinnerte daran, dass die Schenkung von Dr. Albert Heinzel seit den 80er Jahren viel für die Holderbergschule getan hat. Und auch nachdem die Heinzel-Schenkung zum Grundstock für die Bürgerstiftung geworden war, steht die Holderbergschule immer im Mittelpunkt: Die „Stiftung für Eschenburg“ habe den Austausch mit der Partnerstadt Becov nad Teplou ebenso unterstützt wie die Bibliothek und die Streuobstwiese. Dass Schülerinnen Apfelsaft aus eigenem Anbau in der Pause servierten, versteht sich da von selbst.

Freiwillig (von links) Felix Hermann und Julius Dobener (beide Trompete) und Tom Philipp (Posaune) spielten zum Auftakt Henry Purcells „Trumpet Voluntary“.

Im Vorprogramm waren ein Blechbläser-Trio und ein Holzbläser-Quartett der Holderbergschule zu hören, die sich beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ als Gewinner empfohlen hatten.

Mit der Rubinstein-Sonate und Beethovens „Notturno für Viola und Klavier“ (D-Dur, op. 42) im ersten Teil wollte Familie Heinzel einen klangvollen Beitrag zur Bürgerstiftung leisten. Bürgermeister Götz Konrad hatte 2019 noch Angst vor einem neuen „Enkeltrick“, als Mark Heinzel im Rathaus in Eschenburg anrief. Albert Heinzel, geboren 1902 in Eibelshausen, hatte 1985 der Gemeinde Eschenburg aus dem Verkauf letzter Grundstücke das Sparbuch überlassen, dessen Erträge sozialen Zwecken dienen sollten; 1912 hatte die Familie eigentlich Eibelshausen den Rücken gekehrt und alle Brücken abgebrochen.

Hier hatten sich alle angestrengt. Die Blumen und Deko hatte der Kunst-Fachbereich arrangiert. Zum Umblättern der Noten zum rasanten Klavierspiel verpflichtete der Bürgermeister kurzerhand die eigene Tochter. Im Publikum fanden sich viele ein, die einen solchen Kultur-Leckerbissen lange vermisst haben und sich nach neuen Taten sehnen. Die Wetzlarer Musikschule schickte eigens einen Experten, der auch in Eschenburg Akteure und Spielstätten sucht für ein kreisweites Zusammenspiel.

Zum Spendenportal der StiftergemeinschaftStatt eines Eintritts wurde um Spenden und weitere Stiftungen gebeten für die „Stiftung für Eschenburg“, die sich der Schulen, Spielstätten und vor allem Spielplätzen verpflichtet sieht. „Wir wollen anstiften, Gutes zu tun. Die Stiftung lebt vom Mitmachen und Mutmachen“, sagte Bürgermeister Götz Konrad. „Und für ‚Leuchtturmprojekte‘ brauchen wir ‚Scheinwerfer‘“. Im „Klingelbeutel“ waren spontan 713,39 € und ein Baumarkt-Chip. Konstruktiv und kontinuierlich klingt das Konzert fort: Unter dem Dach der Stiftergemeinschaft, die eigens von der Sparkasse Dillenburg gegründet worden ist, gibt es auch für die „Stiftung für Eschenburg“ ein Spendenportal, das online ganz einfach über einen QR-Code erreichbar ist.

Fotos und Infos zur „Stiftung für Eschenburg“ finden sich unter www.eschenburg-de/stiftung im Internet.

 

Bilderbogen

Sehen Sie hier einige Impressionen vom Benefiz-Konzert am 18. März 2023 für Bürgerstiftung.

 


Vorberichte:

Benefizkonzert beflügelt Bürgerstiftung

Beim Benefizkonzert für die Bürgerstiftung am 18. März um 16 Uhr in der neuen Aula der Holderbergschule geht es darum, gemeinsam Gutes zu tun. Ein Eintritt wird nicht erhoben, aber mit Spenden kann jeder die „Stiftung für Eschenburg“ unterstützen. Für Spenden, die vor Ort abgegeben werden, gibt es eine Quittung. Ganz bequem kann man sich mittlerweile auch online über ein Spendenportal der Stiftergemeinschaft beteiligen.

„Das Benefizkonzert am 18. März ist für uns der Beginn mit der Bürgerstiftung auch die Bürgerschaft zu beteiligen und gemeinsam kreative Ideen und Initiativen zu fördern“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. „Bei unserer „Mission: Mehr Spielplätze“ sind alle Altersklassen, Bevölkerungsschichten und Interessensgruppen dabei, da können wir auch mit der „Stiftung für Eschenburg“ noch viel miteinander erreichen.“

Die „Stiftung für Eschenburg“ hat als Heinzel-Schenkung begonnen: 1985 schenkte Dr. Albert Heinzel dem damaligen Bürgermeister Otto Friedrich Schlemper ein Sparbuch mit 20.000 DM, dessen Ertrag „für soziale Zwecke“ verwendet werden sollte. Vor allem an der Holderbergschule konnten damit viele Dinge begleitet werden, interessanterweise vor allem im musikalischen Bereich.

Die Heinzel-Schenkung bildete das Startkapital für die „Stiftung für Eschenburg“, die mit Hilfe der Sparkasse Dillenburg gestartet werden konnte. Davon las zufällig 2019 der Enkel, Dr. Mark Heinzel aus Potsdam. Familie Heinzel war davon angetan, wie nachhaltig in Eschenburg mit der Schenkung von Großvater Albert umgegangen wurde. Und es gab spontan die Idee zu diesem Benefizkonzert: Seit der Zeit in Eibelshausen sind die Heinzels eine musikalische Familie. Seit fünf Generationen spielt in jeder Generation mindestens ein Heinzel ein Streichinstrument. Und so lag es nahe, dass Mark Heinzel und seine Ehefrau Viktoria Lakissova, Professorin für Klavier an der Universität der Künste Berlin, der Gemeinde Eschenburg ein gemeinsames Benefizkonzert anboten, das nun eine breite Beteiligung entwickeln kann. Mehr Informationen über die „Stiftung für Eschenburg“ unter www.eschenburg.de/stiftung im Internet.


Anlass des Konzerts

Am 5. Dezember 1985 ging bei der Gemeinde Eibelshausen ein Schreiben ein. In diesem kündigte ein gewisser Dr. Albert Heinzel dem damaligen Bürgermeister der Gemeinde, Otto Friedrich Schlemper, eine Schenkung über 20.000 DM an, deren Erträge in der Gemeinde „für soziale Zwecke“, so der Wunsch des Schenkenden, verwendet werden sollten.

Die Gemeinde Eibelshausen nahm die Schenkung am 16. Dezember 1985 an; sie wurde im Januar 1986 wirksam. Mit den Erträgen konnten in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Projekte durchgeführt werden. Der Vorgabe des Stifters folgend wurde dabei vor allem die örtliche Schule bedacht.

Wer war dieser inzwischen weitgehend vergessene Albert Heinzel? Geboren 1902 in Eibelshausen, hatte er die Region mit seinen Eltern bereits 1912 in Richtung Norddeutschland, zunächst nach Brake, dann nach Delmenhorst, verlassen. Nach seinem Studium der Chemie in Göttingen hat er nahezu sein gesamtes Berufsleben im Dienst der BASF gestanden. Zuletzt war er Betriebsdirektor des Ammoniakwerks in Ludwigshafen. Seiner Heimatgemeinde Eibelshausen bewahrte der promovierte Chemiker offensichtlich zeitlebens ein freundliches Andenken; deshalb die Schenkung aus dem Jahr 1986.

Seit 2009 nahmen die Erträge aufgrund des allgemeinen Zinstiefs allerdings ab. Um wieder handlungsfähig zu werden, entschied die Gemeinde Eschenburg, das vollständig erhaltene Kapital von 10.225 € als Grundstockvermögen in eine Bürgerstiftung, die „Stiftung für Eschenburg“, einzubringen. Sozialen Zwecken, für die es sonst eher wenige Mittel oder gar keine Unterstützung gibt, soll die „Stiftung für Eschenburg“ dienen. Die Sparkasse Dillenburg stockte den Betrag um 5.000 € auf, weitere Spenden kamen in den letzten Jahren hinzu.

Zufällig las – 2019 – der Enkel, Dr. Mark Heinzel aus Potsdam, von der Gründung der „Stiftung für Eschenburg“. Er konnte sich erinnern, dass Großvater Albert 1986 von der Schenkung gesprochen hatte. Die Freude, dass das Kapital noch existierte und seiner ursprünglichen Bestimmung gemäß verwendet wurde, freute die noch lebenden Nachkommen. Mark Heinzel nahm Kontakt mit Bürgermeister Götz Konrad auf und bot der Gemeinde Eschenburg die Unterstützung der Familie für die Stiftung an: Denn ein Grundstockvermögen muss wachsen, damit eine Stiftung nachhaltig tätig werden kann. Mark Heinzel war selbst 11 Jahre lang ehrenamtlicher Vorstand einer Stiftung in Baden-Baden und weiß um die Notwendigkeit einer guten Kapitalausstattung.

Wie es der Zufall will, sind die Heinzels eine musikalische Familie. Seit fünf Generationen spielt in jeder Generation mindestens ein Heinzel ein Streichinstrument. Und so lag es nahe, dass Mark Heinzel und seine Ehefrau Viktoria Lakissova, Professorin für Klavier an der Universität der Künste Berlin, der Gemeinde Eschenburg ein gemeinsames Benefizkonzert anboten, dessen Erlös vollständig in das Grundstockvermögen der „Stiftung für Eschenburg“ fließen soll. Das Konzert war für den Oktober 2020 geplant. Die Corona-Krise hat es immer wieder verzögert, bereits gefundene Termine mussten mehrmals abgesagt werden. Nun ist es so weit: Die Gemeinde Eschenburg und die „Stiftung für Eschenburg“ laden Sie herzlich zu diesem Benefizkonzert ein.

Die Ausführenden

Mark Heinzel, Viola, geboren in Karlsruhe, aufgewachsen in Rio de Janeiro, studierte in Freiburg und Basel Musikwissenschaft, katholische Theologie und urgeschichtliche Archäologie. 1996 promovierte er mit einer Arbeit über die Violinsonaten Wolfgang Amadeus Mozarts. Seit seinem 9. Lebensjahr spielt er Violine, 1982 wechselte er zur Viola. Er ist Schüler von Karl-Heinz Schwarz, dem Geiger des früheren „Duo Classique“. Sein Studium der Musikwissenschaft schloss er 1996 mit einer Promotion über die Violinsonaten Wolfgang Amadeus Mozarts ab. Seit einem 2004 begonnenen Ausflug in die Bundespolitik wandelt Mark Heinzel beruflich seit vielen Jahren auf „Abwegen“: Seit 2013 ist er Leiter des Referats Nord- und Lateinamerika bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Berlin. 2012 hat er, nach langer Pause, wieder begonnen, Konzerte zu geben, insbesondere als Kammermusikpartner seiner Frau Viktoria Lakissova.

Viktoria Lakissova aus St. Petersburg begann bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Ihre erste Ausbildung erhielt sie in ihrer Heimatstadt. Ihre Studien bei Ekaterina Murina und Volker Banfield, in St. Petersburg und in Hamburg, schloss sie erfolgreich mit dem Konzertexamen ab. Seit ihrer Kindheit hat Viktoria Lakissova bei internationalen Klavierwettbewerben zahlreiche Preise errungen, unter anderem in Moskau, Sydney, Athen, Marsala, Mannheim und Bremen. 2002 wurde ihr zudem für ihre außerordentlichen künstlerischen Leistungen der Ritter-Preis der Hamburger Oscar-und-Vera-Ritter-Stiftung verliehen. Seit 2010 ist sie Professorin für Klavier an der Universität der Künste Berlin. Sie konzertiert bis heute regelmäßig insbesondere im Bereich Kammermusik. Ihre Debüt-CD wurde von Radio Bremen produziert. Weitere Einspielungen wurden von Sony Classical und dem US-Label LaborRecords veröffentlicht. Dazu kommen Rundfunkaufnahmen für Radio Bremen und den NDR, Fernsehaufzeichnungen bei der ARD und Televisión Española.

Das Programm

Ludwig van Beethoven               Notturno für Viola und Klavier D-Dur, op. 42

Pause

Anton Rubinstein                         Sonate für Viola und Klavier f-moll, op. 49

 

Zum Programm

Wir kennen Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) heute vor allem als Komponisten großer Symphonien, berühmter Streichquartette, virtuoser Klaviersonaten.

Dass in seinem Schaffen zwei Werke für jeweils drei Melodieinstrumente enthalten sind, ist dagegen wenig bekannt: Die Serenaden op. 8 und op. 25. Beide sind vielsätzige Potpourris nach klassischen Vorbildern, z. B. dem Es-Dur-Divertimento Mozarts, KV 563.

Beide Werke, technisch und musikalisch durchaus anspruchsvoll, waren erfolgreich. Und so holte der Komponist beide nach einigen Jahren noch einmal hervor und bearbeitete sie für Melodieinstrument und Klavier: die Serenade op. 8, ursprünglich für Streichtrio geschrieben, bearbeitete er dabei für Viola und Klavier. Die originale Partitur blieb dabei nahezu unverändert. Interessant ist, dass er als Soloinstrument das mittlere, nicht das obere Register des ursprünglichen Werkes wählte.

Eingerahmt von einem Marsch entfaltet sich ein weitgefächertes musikalisches Spektrum: Nachdenklich der zweite Satz, das Adagio, lyrisch das Andante. Dazwischen erklingen fröhliche Tanz- und Variationssätze.

Anton Rubinstein (1829 – 1894) ist in Mitteleuropa wenig bekannt geworden. Aus der Musikgeschichte des russischen Zarenreichs sind weder sein Werk noch sein Wirken wegzudenken. Er stammte aus der kleinen Gemeinde Wychwatinzy im heutigen Transnistrien. Er galt zu Lebzeiten als einer der besten Pianisten der Welt. Als Wunderkind führten ihn ausgedehnte Konzertreisen schon früh durch ganz Europa. Für sein Musikstudium hielt er sich mehrere Jahre in Berlin auf. 1862 gründete er das St. Petersburger Konservatorium, das noch heute seinen Namen trägt und eine der weltbesten Ausbildungsstätten für Musiker ist.

Stilistisch steht Rubinsteins Werk in der Tradition großer romantischer Musik. Die Freundschaft zu Felix Mendelssohn-Bartholdy ist oft musikalisch hörbar. Leidenschaft und Dramatik kennzeichnen seine Werke, hierin beeinflusste er seine Nachfolgegeneration, insbesondere Peter Tschaikowski und Sergej Rachmaninov.

Auch die Sonate für Viola und Klavier reiht sich in diese Gestaltung großer Dramatik ein. Das groß angelegte viersätzige Werk zählt zu den bedeutendsten Sonaten für diese Besetzung. Voller Dramatik zeigt sich der Kopfsatz, gefolgt von einem Adagio im Duktus einer Dumka, einer Gattung nachdenklichen, rezitativischen Charakters aus der slowenisch-ukrainischen Volksmusik. Das ukrainische Wort „Dumka“ bedeutet übersetzt soviel wie „kleiner Gedanke“. Das stellenweise nahezu atonal klingende Scherzo lebt von seiner pointierten Rhythmik. Der furiose Schlusssatz ist ruhelos – ein virtuoses Petpetuum Mobile. In Westeuropa hat sich dieses großartige Stück slawischer Musik nie recht durchsetzen können: zu Unrecht.

Der Eintritt ist frei

Die Stiftung für Eschenburg bittet Sie um eine Spende, die dem Grundstockvermögen der Stiftung in voller Höhe zugutekommt.

Stiftung für Eschenburg – www.eschenburg.de/stiftung

 

Neue Gestaltung gesucht für Eschenburgs „Ehrenteller“

Ideen-Wettbewerb bis 30. September


Zeitlos in Zinn: Der „Ehrenteller“ der Gemeinde Eschenburg war bislang von der Wissenbacher Firma Grimm als Zinn-Teller gestaltet und gefertigt worden. (Foto: Konrad)

Gute Ideen sind gefragt – damals wie heute: Für den „Ehrenteller“ der Gemeinde Eschenburg sucht der Gemeindevorstand eine neue Gestaltung.

Als „Ehrenteller“ der Gemeinde Eschenburg ist seit mehr als 30 Jahren ein Zinn-Teller überreicht worden, den die Wissenbacher Firma Grimm mit viel Liebe zum Detail gestaltet und gefertigt hat. Alle sechs Ortsteile sammeln sich um den Eschenburgturm, den es eigentlich gar nicht mehr gibt.

Nach den „Richtlinien der Gemeinde Eschenburg zur Ehrung verdienter Personen mit dem Ehrenteller der Gemeinde Eschenburg“ vom 14. Mai 1986 können mit dieser Auszeichnung Personen geehrt werden, die sich um das Wohl der Gemeinde Eschenburg besonders verdient gemacht haben.

Besonders verdient machen sich Menschen die

  • „mindestens 15 Jahre ehrenamtlich für die Gemeinde tätig gewesen sind,
  • durch besondere, einmalige oder mehrmalige Zuwendungen in finanzieller oder materieller Art ihr besonderes Interesse an gemeinnützigen oder kulturellen Einrichtungen der Gemeinde bezeugen
  • sich in herausragender Weise für das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger eingesetzt haben.“

Besonders um das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger haben sich einige Feuerwehrleute verdient gemacht, die zuletzt mit dem „Ehrenteller“ ausgezeichnet worden sind. Ein Dutzend der bewährten Auszeichnungen lagern noch im Rathaus. Für die vor uns liegende Zeit hat der Gemeindevorstand nun beschlossen, einen Ideen-Wettbewerb für eine Nachfolge für den Ehrenteller der Gemeinde Eschenburg zu veranstalten. Als Preis wird eine Schwimmbadkarte im Wert von 50 € ausgelobt. Die Ideen sollen bis zum 30.09.2023 gesammelt werden.

Auch sind Ideen willkommen, die vom „Teller“ weggehen und eine andere Form der Wertschätzung darstellen – ggf. muss dafür der Wortlaut der Satzung aktualisiert werden. „Es geht hier um ein dekoratives Dankeschön für Menschen, die Eschenburg lieben und leben“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. Ideen für den Gemeindevorstand sind an den Bürgermeister zu richten, am besten an die Adresse buergermeister@eschenburg.de per E-Mail.

 

 

Jugendsammelwoche 2023

Dabei sein ist alles! Hessens Jugend sammelt. Denn sinnvolle Jugendarbeit braucht Unterstützung.

Deshalb die Jugendsammelwoche vom 23. März bis 06.04.2023

Die Jugendsammelwoche findet dieses Jahr wieder wie gewohnt im Frühjahr statt.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden in unserer Gemeinde, im Lahn-Dill-Kreis und in Hessen.

Aus diesem Anlass werden Jugendliche mit Sammeldosen und Sammellisten – versehen mit amtlichen Sammelausweisen – von Tür zu Tür gehen und um Spenden für die Jugendarbeit bitten.

Wenn Ihnen die Kinder- und Jugendarbeit in unserer Gemeinde am Herzen liegt und Sie auch zukünftig für sinnvolle Freizeitgestaltung von jungen Menschen sorgen wollen, unterstützen Sie die sammelnden Gruppen mit Ihrer Spende.

Ansprechpartnerin für nähere Informationen ist Frau Pfeifer, Rathaus Eibelshausen, Telefon (02774) 915-400 oder E-Mail s.pfeifer@eschenburg.de

Schöffenwahl 2023

Schöffenwahl 2023

Im ersten Halbjahr 2023 werden bundesweit die Schöffen für die Amtszeit von 2024 bis 2028 gewählt. Gesucht werden in unserer Gemeinde insgesamt 9 Frauen und Männer, die am Amtsgericht Dillenburg und Landgericht Limburg als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen.

Die Gemeindevertretung schlägt doppelt so viele Kandidaten, wie an Schöffen benötigt werden, dem Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht vor, der in der zweiten Jahreshälfte 2023 aus diesen Vorschlägen die Haupt- und Ersatzschöffen wählen wird.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in der Gemeinde Eschenburg wohnen und am 01.01.2024 zwischen 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in der oder für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, d. h. das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Die Lebenserfahrung, die ein Schöffe mitbringen muss, kann aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement rekrutieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Schöffen in Jugendstrafsachen sollen über besondere Erfahrung in der Jugenderziehung verfügen.

Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie müssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden. Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff durch das Urteil in das Leben anderer Menschen. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden, etwa wenn der Angeklagte aufgrund seines Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat zutiefst unsympathisch ist oder die öffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat.

Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil – gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch – haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer die persönliche Verantwortung für eine mehrjährige Freiheitsstrafe, für die Versagung von Bewährung oder für einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.

In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können, ohne besserwisserisch zu sein, und sich von besseren Argumenten überzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich verständlich ausdrücken, auf den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.

 

Interessenten bewerben sich für das Schöffenamt in allgemeinen Strafsachen (gegen Erwachsene) bis zum 21. April 2023 bei der Gemeindeverwaltung Eschenburg, Nassauer Straße 11, 35713 Eschenburg, Herrn Deutsch (Tel. 02774 / 915-302) oder Frau Busch (Tel. 02774 / 915-303). Bewerbungs-Formulare können dort angefordert oder Hier heruntergeladen werden.

Unter www.schoeffenwahl.de sind weitere Informationen erhältlich.

 

Interessenten für das Amt eines Jugendschöffen richten ihre Bewerbung bis zum 14.04.2023 an den Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises, Abteilung Kinder- und Jugendhilfe, Karl-Kellner-Ring 51, 35576 Wetzlar, Tel.-Nr. 06441 407-1501. Bewerbungsformulare sind im Internet unter www.schoeffenwahl.de erhältlich.

Energie-Messe stellt E-Berufe für die ganze Familie vor

Wieder in der Mehrzweckhalle in Wissenbach wie zuletzt 2019 oder virtuell – die 10. Energie-Messe in Eschenburg wird am 6. und 7. November stattfinden.
Kleine Messe der großen Möglichkeiten: Zur Energie-Messe nach Eschenburg kommen junge Familien, die ein Haus bauen oder sanieren wollen – deshalb ist die Beratungsbörse „familienfreundlich“. (Foto: Götz Konrad)

Vor Unternehmens- und Wirtschaftsvertreter wirbt Bürgermeister Götz Konrad dafür, bei der Energie-Messe in Eschenburg für Zukunfts-Berufe zu werben. „Wenn Sie Familien erreichen wollen, bevor sich die Eltern für das Kind Abitur ohne Aussichten und Ambitionen in den Kopf gesetzt haben, erreichen wir mit unserer Beratungs-Börse vor allem junge Familien, die ein Haus bauen oder sanieren wollen“, so der Rathaus-Chef. Neben Tipps und Tricks fürs Sanieren und Sparen geht es bei der „kleinen Messe der großen Möglichkeiten“ verstärkt um die E-Berufe, mit denen Energiewende und Klimaschutz gelingen können. Am 11. und 12. November steigt die elfte Auflage der Beratungsbörse (jeweils 11 bis 17 Uhr in der Mehrzweckhalle). Aussteller, Ausbilder und Referenten können sich anmelden. Mehr Informationen unter www.endlich-energie.de im Internet.

Feuerwehr-Führungskräfte legen Eid ab und erhalten Ehrungen

Besonders um das Wohl der Gemeinde verdient gemacht (v. l.) Harald Hain, Jörg Waldschmidt und Thomas Weyand erhielten den Ehrenteller der Gemeinde Eschenburg.

Feuerwehr-Führungskräfte legen Eid ab und erhalten Ehrungen

Ernannt und entlassen (von links): Gemeindebrandinspektor Jochen Pfeifer, Thomas Weyand, Lukas Ortmann, Jörg Waldschmidt, Sebastian Waldschmidt, Harald Hain, Jens Orth, Christopher Reh, Mario Hermann und Bürgermeister Götz Konrad. (Fotos: Peter Hermann)
Ernannt und entlassen (von links): Gemeindebrandinspektor Jochen Pfeifer, Thomas Weyand, Lukas Ortmann, Jörg Waldschmidt, Sebastian Waldschmidt, Harald Hain, Jens Orth, Christopher Reh, Mario Hermann und Bürgermeister Götz Konrad. (Fotos: Peter Hermann)

Nach den Jahreshauptversammlungen bei den Ortsteilwehren sind die Wahlen nun vom Gemeindevorstand umgesetzt worden. Am Montag bekamen die neuen Feuerwehr-Führungskräfte ihre Ernennungsurkunde, die sie nun für fünf Jahre in Dienst nehmen. Die ausscheidenden Kommandanten erhielten neben ihrer „Entlassungs-Urkunde“ Ehrungen.

In Wissenbach übernehmen Sebastian Waldschmidt und Lukas Ortmann die Wehrführung von Jörg Waldschmidt und Thomas Weyand. Zum neuen Wehrführer in Eibelshausen ist Jens Orth gewählt, der Harald Hain nachfolgt. Stellvertretender Wehrführer bleibt Kristopher Kirsten Heinz. In Simmersbach ist Christopher Reh als Wehrführer wiedergewählt worden.

Die „Neuen“ leisteten zunächst den Diensteid ab, mit dem Beamte, Bürgermeister und auch ehrenamtliche Beigeordnete schwören, „dass ich Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Landes Hessen sowie alle in Hessen geltenden Gesetze wahren und meine Pflichten gewissenhaft und unparteiisch erfüllen werde.“

Für ihren langen und treuen Dienst gab es für die ausscheidenden Führungskräfte den Ehrenteller der Gemeinde Eschenburg, weil sie sich „in herausragender Weise für das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger eingesetzt haben“. Harald Hain war von 2013 an Wehrführer in Eibelshausen, davor fünf Jahre stellvertretender Wehrführer. Davor war Hain acht Jahre Gerätewart (2000 bis 2008). Jörg Waldschmidt war von 2002 bis 2010 und noch einmal von 2020 bis 2023 Wehrführer in Wissenbach. Als stellvertretender Wehrführer hatte er bereits vorher von 1992 bis 1997 und von 2000 bis 2002 Verantwortung übernommen.

Thomas Weyand war in Wissenbach von 2003 bis 2010 stellvertretender Wehrführer, von 2010 bis 2012 Wehrführer und von 2020 bis 2023 noch einmal „Vize“-Kommandant der Wehr Wissenbach.

Mehr Infos unter www.feuerwehr-eschenburg.de im Internet.

Besonders um das Wohl der Gemeinde verdient gemacht (v. l.) Harald Hain, Jörg Waldschmidt und Thomas Weyand erhielten den Ehrenteller der Gemeinde Eschenburg.
Besonders um das Wohl der Gemeinde verdient gemacht (v. l.) Harald Hain, Jörg Waldschmidt und Thomas Weyand erhielten den Ehrenteller der Gemeinde Eschenburg.

 

Baby-Baum & Bürgerwald: Nächste Pflanzaktion am 22. April 2023

Nächste Pflanzaktion für „Bürgerwald“ mit Baby-Baum am 22. April

Lions machen Auftakt für Bürgerwald: Eine große Winterlinde hat am Staffelböll ihre neue Heimat gefunden und macht die Neuanpflanzung zu einem schönen Treffpunkt.Für den „Bürgerwald“ wird die nächste Pflanzaktion am 22. April geplant. Am letzten Samstag in den Osterferien können wieder neue Bäume gepflanzt werden. Für die Neugeborenen können deren Familien auf Kosten der Gemeinde einen „Baby-Baum“ pflanzen. Das spendiert unsere neue Kommission Zukunft.

Für die Pflanzaktion sammeln wir Spenden:

Etwa 5 € kostet das Pflanzen und die Pflege für einen neuen Baum. Die Gemeinde sammelt Spenden „Bürgerwald Eschenburg“ auf den Konten DE07 5176 2434 0062 0109 08 bei der VR Bank Lahn-Dill eG oder DE59 5165 0045 0000 0022 20 bei der Sparkasse Dillenburg oder info@eschenburg.de bei Paypal. Die Debitoren-Nummer „357130“ beinhaltet die Postleitzahl und den Neuanfang bei „Null“ an vielen Stellen.

Der Lions-Club Dillenburg-Oranien hat nach der Pflanzung von 2.000 Spitz-, Bergahorn, Roteichen und Kirschen, wobei die Holderbergschule half, nun noch eine stattliche Winterlinde gespendet, die am Staffelböll einen schönen Treffpunkt bildet.

 

 

Pflanzaktion für Bürgerwald

Mit einer Spende des Lions-Club Dillenburg-Oranien hat die Klasse 10 G2 der Holderbergschule den Auftakt gemacht zum „Bürgerwald“. Die Gemeinde Eschenburg sammelt Spenden, um den Wald wieder wachsen zu lassen. Mit 5 € kann ein Baum gepflanzt und geschützt werden, damit er eine Chance zum Wachsen hat.Die Holderbergschule und der Lions-Club Dillenburg-Oranien haben den Auftakt geleistet und 2.000 Bäume gepflanzt. Nach diesem Vorbild ruft die Gemeinde Eschenburg zu weiteren Spenden auf. Der „Bürgerwald“ hat als Nummer in der Buchhaltung der Gemeinde die 357130. Gut zu merken: Die Postleitzahl von Eschenburg und an vielen Stellen fangen wir bei „Null“ an.

Spenden „Bürgerwald Eschenburg“ oder die Debitoren-Nummer 357130 auf die Konten der Gemeinde Eschenburg:

DE07 5176 2434 0062 0109 08 bei der VR Bank Lahn-Dill e. G oder

DE59 5165 0045 0000 0022 20 bei der Sparkasse Dillenburg oder

info@eschenburg.de bei Paypal

Nichtstun ist nicht nachhaltig, hat Förster Sebastian Biener den Gremien der Gemeinde eingeschärft. Wer jetzt den Wald sich selbst überlässt, hat 50 Jahre kein nutzbares Holz und hat es auch nicht in der Hand, was da nachwächst. Es bleiben 234 Hektar an Kahlflächen, die sich nicht durch die so genannte Naturverjüngung wieder selbst bewalden, so der Fachmann.

Pflanzen ist teuer, bietet aber eine Perspektive: 1 Hektar kostet etwa 25.000 €, ein Baum etwa 5 €, wobei das Pflanzen und der Schutz eingerechnet sind. Die Spendenaktion läuft deshalb in 5 €-Schritten. Konzertierte Aktionen müssen kompakt sein, damit die Pflanzen nicht austrocknen – wer einfach mit Geld helfen möchte, überlasst den Fortleuten die Arbeit.

5,8 Mio. € Kosten für Wiederbewaldung in den nächsten beiden Jahrzehnten rechnet Biener. Einsparungen sind möglich durch angepasste Wildbestände, haben die Gremien der Gemeinde schon zur Kenntnis genommen. Spenden helfen, zukunftsträchtige Standorte wieder hochzubringen.

Für einen klimastabilen Mischwald werden gezielt robuste, trockenresistentere Baumarten gepflanzt, die auch längere Dürreperioden in der Vegetationszeit überstehen. Bergahorn, Roteiche und Kirsche sind der Grundstein für den „Bürgerwald“, den Lions und Schüler gelegt haben – oder sagen wir besser: gepflanzt. Der „Lionswald“ an der alten Grenze zwischen Simmersbach und Eibelshausen war der Auftakt, der nun auch mit Info-Tafeln, Bänken und Wegweisern ausgebaut werden soll. Hier ist auch ein stück lehrreiche Geschichte zu erleben, so etwa die historische Grenze zwischen Hessen und Nassau.

„Die Menschen müssen in der Weisheit so viel als möglich nicht aus Büchern unterwiesen werden, sondern aus dem Himmel, der Erde, den Eichen und Buchen“, schrieb Johann Comenius 1630. Ein guter Begleiter für den „Bürgerwald“ in Eschenburg.

Roderich-Feldes-Gesellschaft plant Aktion „Eine Region liest ein Buch“

Roderich-Feldes-Gesellschaft plant Aktion „Eine Region liest ein Buch“

Vorstand der Roderich-Feldes-Gesellschaft (von links): Manfred Schmidt, Harro Schäfer, Vorsitzender Albrecht Thielmann, Klaus Petri und Achim Gutbrod.„Eine Region liest ein Buch“ ist das Motto für ein Projekt, das sich die Roderich-Feldes Gesellschaft vorgenommen hat. Der Roman „Lilar“ von Roderich Feldes wird dabei im Mittelpunkt stehen.

Mit vier Kommunen im Dillgebiet, Dillenburg, Haiger, Dietzhölztal und Eschenburg, wird zur Zeit die literarische Veranstaltungsreihe „Eine Region liest ein Buch“ vorbereitet. Auch für Eibelshausen, wo der Verein im Heimatmuseum schon mehrmals aufgetreten ist. „Viele Szenen des Romans enthalten Erfahrungen vom Leben in diesen Gemeinden“, erinnert Vorsitzender Albrecht Thielmann. In den Nachrichtenblättern der Kommunen erscheinen zur Zeit kommentierte Auszüge aus dem Roman „Lilar“.

Für Stadtbibliotheken und andere öffentlichen Orte, auch für einem Rundgang durch die Gassen Dillenburgs oder in den Höhen der Hauberge bei Offdilln werden Lesungen geplant. Diese sollen ergänzt werden durch Foto-Ausstellungen zur „Kulturform Dorf“. Im Roman sind ausdrucksvolle Zeugnisse für das zu lesen, was einst das heimische Dorfleben ausmachte. Ebenso zeigt er unerbittlich die Verluste, die im Wandel entstanden.

Neu formiert wurde der Vorstand bei der jüngsten Jahreshauptversammlung: Vorsitzender bleibt Albrecht Thielmann, sein Stellvertreter wurde Manfred Schmidt, ehemals Bürgermeister in Hüttenberg. Neuer Schriftführer wurde der Pädagoge Eno Soltani, der 2015 als jugendlicher afghanischer Flüchtling ins Dillgebiet kam. Kassierer bleibt der Steuerberater i.R. und ehemalige Dillenburger Achim Gutbrod. Zum Beisitzer gewählt wurde wieder der Offdillner Heimatforscher Harro Schäfer und neu im Vorstand ist der Wetzlarer Lehrer Klaus Petri.

Im letzten Teil des Abends wurde über ein zentrales Zitat aus dem Roman diskutiert. Es handelt von der Verantwortung des Bürgers in einer unübersichtlichen Umwelt:

„Wenn eine Straße gebaut wird, ist keiner dafür verantwortlich. Die einen haben bloß den Verkehr gezählt, die anderen haben Richtlinien beschlossen, wie eine Straße beschaffen sein sollte bei einer bestimmten Verkehrsdichte. Wieder andere entwerfen Pläne, die von Gutachtern geprüft werden, die kleine Korrekturen anbringen (…): Verantwortung können wir natürlich nicht einfach wupp! übernehmen, wir müssen uns wie unsere Vorfahren als ein Stück Natur begreifen, müssen uns wieder abhängig fühlen von natürlichen Größen, von der Zeit, vom Ort, an dem wir wohnen und mit dem wir so verbunden sein sollen wie ein Baum. Nur dann kann es uns schmerzen, wenn die Vermessungsautos kommen, die Bagger und Raupen. Wir sind ein Stück Natur, nur wird uns ausgetrieben, das zu sehen.“

Dieses Zitat zeigt, warum nach Erscheinen des Romans 1980 die Zeitung „Die Welt“ schrieb: Feldes „schärft das ökologische Bewusstsein“.

Kontakt: Die Roderich-Feldes-Gesellschaft ist erreichbar per E-Mail an die Adresse r.feldes.gesellschaft46@gmx.de – eine Internetseite für den Verein ist geplant.


Die „Heimat im Fokus“ ist eine Reihe mit ausgewählten und kommentierten Texten von Roderich Feldes, die in der Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg fortlaufend erscheint und hier unter www.gemeinde-eschenburg.de/feldes zusammenhängend dargestellt wird.

 

 

 

 

 

 

 

Schwimmbad macht Schule

Schwimmbad macht Schule

Das Jahr 2022 hat mit 72.918 Besuchern an die guten Jahre vor der Sanierung 2008/2009 angeknüpft. Darin sind 7.842 Erwachsene, 41.198 Kurzzeit-Tickets, 15.251 Jugendliche, 7.873 Besucher mit Familien-Karte, 662 Kurs-Teilnehmer und 92 Besucher mit einem Gruppen-Ticket enthalten. Das ist die größte Besucher-Zahl seit 2007.

Dazu kommen 9.756 Mädchen und Jungen beim Schulschwimmen des Lahn-Dill-Kreises und 1.353 Teilnehmer, für die der Kreis Marburg-Biedenkopf bezahlt. Für diese 11.109 Teilnehmer beim Schulschwimmen bekommen wir derzeit 4 € erstattet. Im Jahr 2021 waren es 7.768 Teilnehmer beim Schulschwimmen (7.012 Lahn-Dill-Kreis, 756 Kreis Marburg-Biedenkopf), wobei das Schwimmbad erst ab Juni wieder geöffnet hatte.  Mittlerweile nutzen 14 Schulen aus der Region das Freizeitbad „Panoramablick“ fürs Schulschwimmen. Darunter sind neben der Holderbergschule hier die Grundschulen aus Dietzhölztal (Ewersbach, Mandeln, Steinbrücken, Rittershausen) und Eschenburg (Eibelshausen/Eiershausen, Wissenbach, Hirzenhain, Simmersbach), die Mittelpunktschule Breidenbach und die Grundschule Oberdieten aus dem Nachbarkreis sowie die Goldbachschule Frohnhausen, die Grundschulen Manderbach, Nanzenbach und neuerdings auch Dillenburg (Rotebergschule).

 

Der Lahn-Dill-Kreis zahlt seit 2018 für jeden Teilnehmer am Schulschwimmen 4 €. Das wird auch vom Kreis Marburg-Biedenkopf angefordert. Der Lahn-Dill-Kreis will seine acht Schwimmbäder fürs Schulschwimmen noch besser unterstützen und die Kostenbeteiligung erhöhen. Derzeit gibt es Hallenbäder in Aßlar, Dillenburg, Ehringshausen, Eschenburg/Dietzhölztal, Haiger, Solms, Wetzlar und Lahnau.

Zu den bewährten Zeiten, Preisen und Temperaturen hat das Freizeitbad geöffnet:

Montag (Warmbadetag) 13:00-21:00 Uhr
Dienstag (Warmbadetag) 07:00-21:00 Uhr
Mittwoch 07:00-17:00 Uhr
Donnerstag 13:00-21:00 Uhr
Freitag 13:00-21:00 Uhr
Samstag 07:00-17:00 Uhr
Sonntag 07:00-17:00 Uhr

Das Bistro bietet dienstags bis freitags täglich von 14:30 bis 19:00 Uhr und am Wochenende von 11:00 bis 17:00 Uhr kleine Snacks und Getränke zu familienfreundlichen Preisen an.

Info: Am Telefon ist das Team im Bad unter der Telefonnummer 02774 71140 zu erreichen. Für Geschenk-Gutscheine am besten bei der Aufsicht oder vorher mit einer E-Mail an freizeitbad-eschenburg@t-online.de melden.