Autorarchive: Götz Konrad

Gesundheits-ABC bekommt ein neues R wie Rettungswache

Kurze Wege statt langer Wartezeiten: 29 Rückmeldungen hat unsere Umfrage ergeben zum Thema Gesundheitsversorgung.

Hausarzt plus – modern, digital, nah: „Bergland Medizin“ stellt vor 

Nach dem Start der „Bergland Medizin“ in Ewersbach folgt nun der zweite Schritt in Eibelshausen: Das Konzept zur Gesundheitsversorgung, das nach dem bewährten Vorbild der Taunus Medizin als Medizinisches Versorgungszentrum in Form einer GmbH und in Kooperation mit der Region läuft, ist am 7. November das erste Mal vorgestellt worden. Nach einer Einführung von Dr. Johannes Rein stellte Dr. Sebastian Reimann das Konzept „Hausarzt plus – modern, digital, nah“ (Vortrag hier zum Herunterladen) vor.

Auch die Planungen für die Adresse Marktplatz 2 wurden erläutert: Vom Ladenlokal vorne rechts bis zur früheren Praxis Loew sollen umgebaut werden für die Abläufe und Anforderungen der Bergland Medizin. Die frühere Praxis Stämmler-Kunz wird ebenso von der Gemeinde Eschenburg erworben und soll für Erweiterungen zur Verfügung stehen.

Wie der Gesundheits-Standort auch in Zukunft interessant bleiben soll, erzählte Bürgermeister Götz Konrad mit einem Hinweis auf die Stipendien für Medizin-Studenten (1.000 € monatlich).

Info & Kontakt: Mehr Informationen dazu unter www.berglandmedizin.de im Internet – die Rahmenbedingungen sind als ABC unter www.eschenburg.de/gesundheit gesammelt dargestellt.

 

Gesundheit von A bis Z

Eschenburg und Dietzhölztal liegen beim Thema Gesundheitsversorgung nicht irgendwo am Rand, sondern mittendrin. Das ist freilich eine Frage der Perspektive – nur können wir viele Argumente für den gemeinsamen Standort – und aus unserer Sicht freilich für Eschenburg – durchbuchstabieren.

Apotheke: Die Holderberg-Apotheke (Wiesenweg 11) bietet als einzige Apotheke in Eschenburg eine breites Bündel an Beratung und Dienstleistungen. Online-Shop, Liefer-Service und Abhol-Automat inklusive.

Betreuungsplätze: Wo gibt es freie Plätze in Kitas und Kindertagespflege? Eine „Kita-Ampel“ und die Seite www.kita-eschenburg.de stellen die derzeit sieben Einrichtungen vor.

Kita Neue Mitte

Als viergruppige Kindertagesstätte  mitten im größten Ort Eibelshausen wird die Kita „Neue Mitte“ (Simmersbacher Straße/Nassauer Straße) gebaut. Nach einem Vergleich mit dem bisherigen Investor geht es hoffentlich in eigenere Regie bald weiter.

Chancen: Mit dem Vollausbau mit GlasfaserPlus hat die Gemeinde Eschenburg in allen sechs Ortsteilen Glasfaser liegen. Nur noch wenige Adressen können noch nicht über High-Speed-Internet verfügen. Letzte Lücken schließt das G-Projekt der Breitband-Initiative Lahn-Dill.

DGH & Defi: In allen Ortsteilen haben wir ein Dorfgemeinschaftshaus und in Wissenbach eine Mehrzweckhalle. Über das Reservierungs-System dgh.gemeinde-eschenburg.de können Termine geplant und reserviert werden. Automatisierte externe Defibrillatoren (AED) sind öffentlich zugänglich außen an den Dorfgemeinschaftshäusern angebracht. Im Rathaus ist zudem ein „Defi“ stationiert, der während der Dienstzeiten greifbar ist und ausgeliehen werden kann. Auch im „Freizeitbad Panoramablick“ im Schwimmmeister-Raum haben wir ein solches Gerät zur Wiederbelebung. Standorte der Defibrillatoren online in OpenStreetMap für PCiOS und Android.

Eschenburg AppEschenburg-App: Direkte und digitale Wege ins Rathaus gibt es mit unserer Eschenburg-App. Was gibt es von der Gemeinde Neues? Sie erfahren es als erste. Alle Nachrichten unter www.eschenburg.de haben Sie damit auf dem Schirm, wenn Sie möchten.

Freizeitbad „Panoramablick“: Unser Hallenbad ist 50 Jahre alt, aber dank guter Pflege und gescheiter Investitionen auf der Höhe der Zeit. Mit Warmbadetagen, Babybecken, Dampfbad und Erlebnis-Außenbecken ein Tummelplatz für Jung und Alt. Der Gesundheitsdienstleister für jeden Tag und vor Ort. www.freizeitbad-panoramablick.de

G wie Gesundheitsversorgung: Mit der „Bergland Medizin“ (www.berglandmedizin.de) bauen wir gerade ein modernes Medizinisches Versorgungszentrum auf, das die Zusammenarbeit unserer bewährten Landärzte in die Zukunft führt. Der erste Standort ist gestartet in Ewersbach. Traditioneller Praxis-Standort in Eschenburg am Marktplatz 2, direkt an der barrierefreien Bushaltestelle, an der werktags 119 Busse von vier Linien halten. Am Marktplatz 2 erwirbt die Gemeinde Eschenburg die bisherigen Praxis-Räume und ein Ladenlokal, um dort das Gesundheitszentrum Eschenburg zusammen mit der Bergland Medizin einzurichten.

Hebamme: „Angelas Storchennest“ ist gleich auf der anderen Seite der Backes-Brücke (Im Hof 8a) in Eibelshausen.

Internet: Unter der Adresse www.eschenburg.de gibt es nicht nur Information, sondern auch Interaktion: Im Online-Portal werden ständig neue Anliegen und Anträge auch digital machbar. Und für Fragen sind wir im Rathaus (Nassauer Straße 11) gerne für Sie da.

Jugend forsch(t): Beim Ferienprogramm ergänzen sich Eschenburg und Dietzhölztal bereits bestens.  Und unser EDI als Maskottchen hat auch beim Wort MEDIzin bereits die Finger im Spiel…

Kliniken: 50 Kilometer rund um Eschenburg gibt es ein Dutzend Kliniken – darunter zwei der drei hessischen Uni-Standorte, an denen man mit der „Landarztquote“ auch ohne Bestnote Medizin studieren kann. Und in unserem Ortsteil Wissenbach betreibt Median eine Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen mit Schwerpunkt Alkohol- und Medikamentensucht.

Landarztquote: In Hessen kann man Medizin studieren, auch ohne Numerus Clausus. Bedingung dafür ist, dass sich Studierende verpflichten, später als Landärztin oder Landarzt arbeiten.

Medizin-Stipendien: Wer Medizin studiert und später in Eschenburg tätig wird, kann von der Gemeinde Eschenburg ein Stipendium mit 1000 € monatlich bekommen als Starthilfe beim Studium. Klar, das bringt der Gemeinde erst in einigen Jahren Nachwuchs für die Landärzte – aber die Medizin-Stipendien (-> hier Richtlinie) sind eine Einladung nach Eschenburg

Naturpark Lahn-Dill-Bergland: 18 Städte und Gemeinden aus den beiden Landkreisen Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf haben sich zusammengeschlossen, um als Verein, Region und Naturpark Kooperation zwischen den Kommunen zu bündeln bei Themen wie Regional-Entwicklung, Wandern, Mountainbiken, Tourismus und Naherholung. Übrigens: Der mit 609 Höhenmeter höchste Berg Angelburg mit dem markanten Fernsehturm steht auf Eschenburger Gebiet.

Otto-Friedrich-Schlemper-Platz: Als Erinnerung an unseren Ehrenbürgermeister und als Treffpunkt der Generationen haben wir im Herzen der Gemeinde einen Platz gestaltet. Otto Friedrich Schlemper (1928-2024) war von 1965 bis 1971 Bürgermeister der Gemeinde Eibelshausen und ab dem 01.10.1971 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 31.12.1992, Bürgermeister der Gemeinde Eschenburg.

Pflege: In jedes Haus kommen die Diakoniestation Dietzhölztal-Eschenburg und die privaten Pflegedienste. Das 2019 eröffnete Kursana-Domizil (Am Honigbaum 27), gleich neben dem Schwimmbad, bietet stationäre Pflege ganz in der Nähe.  Und mit dem Pflegezentrum Kronberg der Diakonie Bethanien verbindet uns in Eibelshausen in der Hauptstraße 29 eine regional einmalige Kombination aus Tagespflege, Wohngemeinschaft und Service-Wohnen.

Qualität: Für den Wirtschafts-Standort sprechen in Sachen Gesundheit vor allem die beiden Firmen Kettenbach und Questalpha, die von Eschenburg aus einen Weltmarkt bedienen.

Rettungswache: An der Eiershäuser Straße 55 war der Rettungsdienst Eschenburg lange Zeit präsent, wie ihn Wolfgang Bietz 1981 aufgebaut und 2017 an den DRK Rettungsdienst Mittelhessen übergeben hat. Der DRK
Rettungsdienst Mittelhessen hat nun im Gewerbegebiet Heerfeld (Lehmkaute 13) mitten in Eschenburg eine neue Rettungswache gebaut – und ist damit im nördlichen Lahn-Dill-Kreis gut aufgestellt.
Die Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen beherbergt einen Rettungswagen im 24-Stunden-Dienst sowie einen Krankentransportwagen als Tagesverstärkung. Alle Räume sind ebenerdig angeordnet, um im Einsatzfall kurze Wege zu ermöglichen.

Schulen: Grundschulen in Eibelshausen/Eiershausen, Hirzenhain, Simmersbach und Wissenbach sowie die Holderbergschule als Gesamtschule mit Gymnasium bis zur Klasse 10 bilden eine blühende Bildungslandschaft. Die Holderbergschule war auch die erste Naturparkschule im Lahn-Dill-Bergland. Und noch eine Schule: Die Musikschule Fröhlich hat ihre Zentrale in Eschenburg. Regional aufgestellt ist StudiumPlus – das duale Angebot der TH Mittelhessen.

Treffpunkte: Mit den offenen Angeboten im „JUST“ und einem dezentralen Familienzentrum leistet der Verein „Das Projekt e. V.“  soziale Arbeit in Eschenburg und Dietzhölztal.

Universitäten: Die Justus-Liebig-Universität in Gießen, die Philipps-Universität in Marburg und die Goethe-Universität in Frankfurt sind nicht weit entfernt, auch hinter der nahen Landesgrenze liegt die Uni Siegen nicht weit weg. Und mit Glasfaser-Kabeln in allen Eschenburger Ortsteilen gigagut angebunden.

Vereine: Rund 70 Vereine gestalten das Leben in Eschenburg. Von A wie Angler bis Z wie Zumba im Turnverein reicht das Programm. Mehr unter www.gemeinde-eschenburg.de/vereine im Internet und in der Eschenburger Wochenzeitung, die in jedes Haus kommt.

WLAN: Im Rathaus, im Schwimmbad, in der Mehrzweckhalle und in allen Dorfgemeinschaftshäusern gibt es WLAN. Für die zentrale Bushaltestelle am Marktplatz planen wir eine WIFI-Zone mit der „Digitalen Dorflinde“, damit alle etwas davon haben.

X wie X41: Die Bushaltestelle Markt ist die Drehscheibe fürs ganze Dietzhölztal. Hier halten am Werktag 119 Busse, darunter der Expressbus. Die Linie X41 fährt zwischen Dillenburg und Biedenkopf im schnellen Takt. In Eibelshausen erreicht die X41 die Bus-Linien, die alle Ortsteile der Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal sowie die gemeinsame Schule verbinden.

Y-Achse: 20 Prozent des Gesamtstrombedarfs in Eschenburg werden auch dort erzeugt, zeigt die Bilanz 2022. Erzeuger sind bislang zwei Windkraftanlagen (die dritte Anlage bei Hirzenhain wird zu Angelburg gerechnet) mit einer Million kWh, 481 PV-Anlagen – darunter der Solarpark in Hirzenhain mit 2,1 MW – mehr als 6,6 Mio. Kilowattstunden, eine Biomasseanlage (19.612 kWh) und 14 BHKW mit 568.263 kWh). Mit elf Energie-Messen seit 2006 und einer kostenlosen Energiesprechstunde im Rathaus hat die Gemeinde viel getan für die Energiewende – und schafft damit Potenzial für die Region. Mehr unter www.endlich-energie.de im Internet.

Zukunft: Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustür an – und alle können mitmachen. In Eschenburg zeigt dies die „Kommission Zukunft“, die mit ihrer Aktion „Unser Dorf soll grüner werden“ 1000 Bäume und Büsche verteilt hat. Die Internetadresse www.buergerbaum.org soll nun zur Plattform fürs Pflanzen und Pflegen werden. Spender und Sponsoren zu finden für weitere Aktionen, dabei hilft die „Stiftung für Eschenburg“.

Bericht aus Vorstand, Verwaltung und Verbänden (19.02.2026)

Bürgermeister Götz Konrad berichtet am 19.02.2026 der Gemeindevertretung, was sich seit der jüngsten Sitzung am 11.12.2025 in der Gemeinde und in den beiden Verbänden ergeben hat.

Produkt
001 Partnerschaft mit Becov nad Teplou: Zu einem „Tag der Sicherheit“ am 25.04.2026 (10-16 Uhr) sind die Feuerwehr und Gremien aus Eschenburg aufs Schloss eingeladen.
001 Zielgespräch: Nach der Kommunalwahl lädt Bürgermeister Konrad Vertreter der gewählten Fraktionen für 15.04.2026 zu einem Zielgespräch ein.
002 Gesundheitszentrum Eschenburg: Der Förderantrag für den Umbau der Praxis-Räume am Marktplatz 2 zum Gesundheitszentrum Eschenburg ist abgegeben worden. Unter Medizinstudenten wird verstärkt für unsere Stipendien in Eschenburg (1.000 € monatlich) geworben, wie sie in unserem Gesundheits-ABC (www.eschenburg.de/gesundheit) erläutert werden.
002 Energiesprechstunde im Rathaus: Am 2. März um 14 Uhr ist die nächste Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen im Rathaus. Anmeldungen über die Zentrale im Rathaus, Telefon (02774) 915-0.
002 Festival und Frühjahrsmarkt: „MundART mit Biss!“ reiht sich am 10. Mai ein ins „Ma(a)de“. Mit einem Mundart-Gottesdienst geht‘s um 10 Uhr los, ehe zwischen Kirche und Museum die Mundart-Meile (bei freiem Eintritt) zum Besuch einlädt. Das Programm steht unter www.eschenburg.de/mundart, nähere Angaben unter www.mundart-hessen.de/festival im Internet.
002 Aktion saubere Landschaft: Die Versicherung läuft automatisch über die Unfallkasse Hessen, die Verpflegungs-Kosten übernimmt die Gemeinde aus dem Budget der „Kommission Zukunft“. Der praktische Umweltschutz startet am 28.02.2026 in Eibelshausen. Ein Überblick über die Termine unter www.eschenburg.de/kommZu auf der Gemeinde-Internetseite.
102 Wochenzeitung: Das neue Jahr startet mit Problemen bei der Zustellung, die beim Verlag direkt gemeldet werden können unter der Telefonnummer (06643) 9627-40. Gepasst hat 2025 das Seitenkontingent: Die Gemeinde Eschenburg zahlt dafür, dass ihre amtlichen Bekanntmachungen und  Protokolle der Gremien sowie Nachrichten aus Kirchen, Vereinen, Schulen etc. gestaltet, gedruckt und verteilt werden. Im Schnitt 15 Seiten werden gerechnet, wobei der Umfang des „Goure“ nicht dazu zählt. Dieses Kontingent ist 2025 zu 97 % ausgeschöpft worden.
103 Ferienjobs am Bauhof: In den Sommerferien (29. Juni bis 7. August) werden wieder Ferienjobs am Bauhof angeboten. Insgesamt 6 Ferienarbeiter (jeweils 2 für 2 Wochen) können als kurzfristig Beschäftigte mit Schülerstatus eingesetzt werden. Die Ausschreibung erfolgt über die Rubrik Stellenausschreibungen, auf der Internet-Seite unter „Im Rathaus“ zu finden.
122 „Dankeschön-Abend“ am 20. Juni: Zusammen mit der 30-Jahr-Feier der SG Eschenburg am 20.06.2026 sollen Sportlerehrungen vollzogen und  Ehrenamtspreise der Gemeinde Eschenburg verliehen werden. Geehrt werden erfolgreiche Sportler, die auf Bundes- und Landesebene auf dem Treppchen standen, und engagierte Ehrenamtliche.
   
122 Ehrenbriefe + Ehrenteller: Landrat Braun hat Landesehrenbriefe verliehen:

  • Klaus Arhelger (seit 2011 Gemeindevertretung, 2016-2025 Ortsbeirat Simmersbach, 2016-2021 Ortsvorsteher)
  • Hugo Wege (2011-2017 Gemeindevertretung und Ortsbeirat Wissenbach, seit 2017 Gemeindevorstand)
  • Jan Knöbel (seit 2011 Gemeindevertretung, seit 2023 stellv. Vorsitzender, seit 2020 Vorsitzender Kultur- und Sozialausschuss)
  • Dirk Haas (2011-2016 Ortsbeirat Roth, 2011 bis 2021 Gemeindevertretung, seit 2021 Gemeindevorstand)
  • Ingo Stranzenbach (seit 2011 Ortsbeirat Eiershausen. 1990 bis 1995 stellv. Wehrf., 2005-2015 Wehrführer, 2015-2024 Leiter Kindergruppe)
  • Michael Deis (seit 2011 Ortsbeirat, seit 2016 Schriftführer)

Der Ehrenteller der Gemeinde Eschenburg ging überdies an

  • Hans-Jürgen Müller (Gemeindevertretung seit 2009, Ortsbeirat Wissenbach seit 2016, Landesehrenbrief 2022)
  • Armin Schneider (Gemeindevertretung seit 2009, Landesehrenbrief 2023)
122 EDI bildet Gesamtkirchengemeinde: Aus zehn Dörfern wächst nun eine Evangelische Gesamtkirchengemeinde Dietzhölztal-Eschenburg zusammen, wofür am 1. Februar der Gründungsgottesdienst in Eibelshausen war.
123 Kita-Ampel auf „Grün“: Zeitlich passend für eine Einigung hat das Landesjugendamt die Betriebserlaubnis für die Kita Eiershausen und die dort betriebenen Container verlängert bis 31. Juli 2027. Weitere freie Plätze sind auf der „Kita-Ampel“ unter www.kita-eschenburg.de zu finden.
123 Kostenausgleich für Kita-Besuch: Die Gemeinde Breidenbach fordert 10.055,14 € als Kostenausgleich für ein Kind aus Eschenburg, das im vergangenen Jahr bis Ende August eine Einrichtung dort besucht hat. Ein solcher Kostenausgleich ist gemäß § 28 HKJGB rechtens, kann aber unter Kommunen per Vereinbarung eingespart werden, wie es die Städte und Gemeinden im Lahn-Dill-Kreis vor zehn Jahren vereinbart haben.
123 Punktlandung bei Kita-Investitionen: Bei den Investitionen in Kitas, die das Bauamt der Gemeinde Eschenburg im vergangenen Jahr selbst leitete, sind bei einer Abrechnungssumme von insgesamt 396.468,72 € die Haushalts-Ansätze um 1,7 % übertroffen worden. Im Haushaltsplan waren 390.000 € zusammengerechnet vorgesehen: Der Anbau eines Turnraums an die Kita „Raupe Nimmersatt“ Hirzenhain/Bhf. kostete 149.627,86 €, derweil hierfür 130.000 € geplant gewesen waren. Bei der Angleichung und Wiederherstellung der Außenanlage im Zugangs- und Eingangsbereich waren Mehrleistungen erforderlich. Zudem gab es unvorhersehbare Kosten bei den Umbau- und Instandsetzungsarbeiten im Bestand. Der erste Bauabschnitt bei der Sanierung der Kita „Arche Noah“ in Hirzenhain für 162.943,93 € (Plan: 165.000 €) und der dritte  Bauabschnitt an der Kita Simmersbach (83.896,93 € statt 95.000 €) fielen günstiger aus.
130 Haushalt genehmigt: Nachtrag 2025 und Haushalt 2026 sind genehmigt. Obwohl mit Defizit hat die Kommunalaufsicht des Kreises den Nachtrag für 2025 und den Etat für 2026 genehmigt. Haushalt und Genehmigung sind unter www.gemeinde-eschenburg.de/formulare/ zu lesen.
130 3,1 Mio. € für Eschenburg: Die Investitions-Hilfen von Bund und Land sollen Eschenburg 3.102.461 € bringen.
214 Ausschreibung für StLF 20: Die Beschaffung eines Staffellöschfahrzeuges ist ausgeschrieben bis 27.02.2026.
315 Spende für Rehkitzrettung: Die Jagdgenossenschaft Eschenburg als Interessensvertretung der Flächenbesitzer und Verpächter des Jagdrechts gibt 1.000 € für die Wildtierhilfe Schelderwald gUG. Zur Rettung von Rehkitzen sollen zwei Drohnen mit Wärmebildkameras beschafft werden.
321 Gerhardt & Weigel unterhält Feldwege und Gewässer: Bei der Ausschreibung 2025 war beim Jahresvertrag für Feldwege- und Straßenunterhaltung eine zweimalige  Verlängerungs-Option enthalten, die nun – zu unveränderten Preisen und Konditionen – um zwölf Monate verlängert wird mit der Fa. Gerhardt & Weigel (Haiger-Weidelbach).
329 Grünflächenpflege verlängert:  Die Fa. Constructa-Bau GmbH (Siegen) soll auch in diesem Jahr die Friedhöfe und Grünanlagen pflegen, die nicht vom Bauhof oder mit Mährobotern  erledigt werden. Der Angebots-Preis von 36.795,99 € netto wird gehalten. Der 2025 geschlossene Jahresvertrag war mit zwei Verlängerungs-Optionen ausgeschrieben worden. Die erste Verlängerung um weitere 12 Monate kann nun erfolgen.

Weitere Informationen aus den Ortsteilen:

Eibelshausen:

  1. Auf dem neu gestalteten Marktplatz wird für 18.04.2026 ein „Radtag“ geplant. Der ADFC bietet ab 10 Uhr ein Fahrradsicherheitstraining an. Und an der Reparatur-Station wird eine Info-Box installiert.
  1. Die Landfrauen Eibelshausen können am 26.04.2026 ihren 75. „Geburtstag“ feiern. Das Jubiläum wir ab 14:30 Uhr im Bürgerhaus gefeiert – mit Kaffee und Kuchen.
  1. Das Oberlandesgericht Frankfurt rollt den Ölunfall in der Eiershäuser Straße neu auf. Für einen ersten Verhandlungstag am 09.03.2026 hat das OLG dafür Pläne, Gutachten und Akten zum Ölunfall aus dem Jahr 1996 beigezogen, seiner Sanierung und der 2020 entdeckten Boden-Kontamination. Die Gemeinde Eschenburg fordert 213.239,11 € Aufwand in dem Berufungsverfahren ein.

Hirzenhain:

  1. Infrastrukturabgabe vom Steinbruch kommt: Mit dem Kauf zweier Grundstücke und der Zahlung von 100.000 € wird der Vertrag zwischen der Diabaswerk Hirzenhain GmbH & Co. KG und der Gemeinde Eschenburg vom 05.09.2014 erfüllt.
  1. Unser Gemeinde-Arbeiter Arno Hermann ist im Alter von 94 Jahren verstorben. Er war vom 1957 bis 1994 zuerst bei der Gemeinde Hirzenhain und dann bei der Gemeinde Eschenburg beschäftigt.
  1. Der Männergesangsverein „Sangesfreude“ Hirzenhain löst sich auf, nachdem keine jüngeren Sänger mehr auf Dauer gewonnen werden konnten.
  1. Der Endausbau soll die Verkehrs-Situation in der Bussardstraße beruhigen.

Wissenbach:

  1. Dillenburg will einen Kompromiss zum Entgegenkommen beim Einzelhandel in den Gremien der Oranienstadt beraten. Eschenburg hatte vorgeschlagen, beim Bebauungsplan für den neuen Markt in Wissenbach bei der Verkaufsfläche bei dem zu bleiben, was für den Standort zwischen Dillenburg und Frohnhausen (ebenfalls im Zuge der Ausnahme) genehmigt worden war. Das Land Hessen hatte bei einer Abweichungsentscheidung zum Regionalplan den Neubau eines Vollsortimenters zugestimmt, wogegen die Stadt Dillenburg klagt. Auf die Klage vom 24.07.2024 ist am Verwaltungsgericht Gießen am 23.03.2026 eine erste Erörterung angesetzt.
  1. Handel ist für eine neue Nutzung des alten Aldi ausgeschlossen. Der Bebauungsplan weist Gewerbegebiet (GE) mit Handelsausschluss aus. Die Baugenehmigung aus 2005 war für den Neubau eines SB-Marktes. Der Markt ist zum 31.12.2022 geschlossen und abgemeldet worden. Für eine Nutzungsunterbrechung besteht demnach kein Bestandsschutz mehr.

Simmersbach:

  1. Für den Windpark Galgenberg läuft der Genehmigungsantrag. Der Gemeindevorstand musste auf Bitte der Oberen Forstbehörde nochmals die Kenntnis darüber bestätigen, dass einige Waldwege während der Bauzeit nicht nutzbar sind. Auf der „Zielgeraden“ befindet sich der Teilflächennutzungsplan Windenergie, der auch dem RP zur Genehmigung vorliegt. Hierbei muss jetzt noch geklärt werden, dass das „Beschleunigungsgesetz“ nicht bremst.

Eiershausen:

  1. „Austausch auf Augenhöhe“ haben wir eine moderierte Gesprächs-Runde am 24.02.2028 um 18 Uhr in Eiershausen genannt. Es geht um die Frage „Wie bleibt unser Dorf lebendig?“ Begleitet vom Beratungsnetzwerk Hessen und dem Verein „Jetzt! e. V.“ soll im Dorfgemeinschaftshaus (Schwarzbachstraße 6) ein moderierter Austausch stattfinden. Mehr unter eschenburg.de/austausch im Internet.
  1. Abschied nehmen mussten wir von zwei Menschen, die als „Urgesteine“ den Weg zur Gemeinde Eschenburg gestaltet haben: Günter Kring starb im Alter von 87 Jahren. Von 1968 bis 1971 war er der letzte Bürgermeister der noch selbstständigen Gemeinde Eiershausen. Ab 1970 arbeitete er in Eibelshausen im Rathaus und stand bis 2001 in den Diensten der Gemeinde Eschenburg. Gisela Deis starb im Alter von 99 Jahren. Von 1971 bis 1986 arbeitete sie bei der Gemeinde Eschenburg – und kümmerte sich vor deren Gründung um die Kassen der Gemeinden Eiershausen und Wissenbach als ehrenamtliche Kassenverwalterin.
  1. Die Rettungswache Eschenburg ist von der Eiershäuser Straße 55 in die Lehmkaute 13 umgezogen. Der DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) mit Sitz in Marburg hat die neue Rettungswache im Gewerbegebiet Heerfeld gebaut. Wegen der zentralen Lage soll das Gewerbegebiet Heerfeld auch mit einem zweiten Bauabschnitt in der Eiershäuser Gemarkung erweitert werden.

Roth:

  1. Bau des Funkmasts auf Flurstück 172/3 beginnt, wie es die Gemeindevertretung am 21.12.2024 beschlossen hat. Der Bau wird voraussichtlich drei Monate dauern.
  1. Dieter Blöcher ist Nachfolger für Ewald Lauber nach 30 Jahren im Ortsgericht Eschenburg IV (Roth, Simmersbach).
  1. Der Ortsbeirat hat einen Bücherschrank an der Bushaltestelle vorgeschlagen und will sich auch darum kümmern.

 

Gemeindewerke:

Die Betriebskommission der Gemeindewerke Eschenburg konnte in ihrer ersten Sitzung im Jahr rd. 332 T€ sparen. Dank der frühen und vorausschauenden Planung im Bauprogramm 2021-2026, dem soliden Wirtschaftsplan 2026 und der frühen Ausschreibung der Leistungen konnten die vier folgenden Projekte zum Gesamt-Preis von netto 569.691 € vergeben werden. Die teuersten Angebote in dem wirtschaftlichen Wettbewerb mit vielen Teilnehmern lagen bei 902.470 € zusammengerechnet.

  1. Für anstehende Zaunbauarbeiten (Lieferung und Montage von Zaunelementen) wurden im Rahmen einer freihändigen Vergabe fünf Firmen um ein Angebot gebeten. Es geht um Arbeiten am alten und neuen Hochbehälter Wissenbach, Hochbehälter Roth und in Teilen Grube Gottesgabe/Wilhelmstollen aufm Roth. Die Firma Erich Oppermann GmbH (Dietzhölztal) hatte mit netto 19.581,70 € das günstigste Angebot. Das teuerste der drei erhaltenen Angebote lag bei 29.890 € netto.
  1. Mit der Neuverlegung von Trinkwasser-Versorgungsleitungen im Gewerbegebiet Wissenbach und in der Bussardstraße II. BA in Hirzenhain-Bhf. wird die Firma Grimm (Herborn) beauftragt, die mit 83.332,27 € netto das günstigste unter neun Angeboten abgegeben hatte. Das teuerste Angebot für die Tief- und Leitungsbauarbeiten betrug netto 192.759,37 €.
  1. Für das Projekt Austausch des Abwassersammlers in Teilbereichen der Habachstraße haben 18 Firmen Interesse gezeigt und die Ausschreibung heruntergeladen. 8 Firmen haben ein Angebot abgegeben, wobei das Preisspektrum von 232.648,88 € bis 367.111,46 € reichte. Die Heinrich Lauber GmbH & Co. KG (Dillenburg) hat das annehmbarste Angebot geliefert und bekommt den Auftrag für das Projekt Habachstraße in Eibelshausen.
  1. 18 Firmen haben auch für das Ausschreibung-„Paket“ mit Tief- und Leitungsbauarbeiten zum Austausch der Abwassersammler in Teilbereichen der Straßen „Am Berg“ in Wissenbach sowie „Untertor“ und „Mittelfeld“ in Simmersbach die Unterlagen heruntergeladen – vier Unternehmen haben ein Angebot abgegeben. Die Hans-Georg Grimm GmbH & Co. KG (Herborn) hat mit netto 231.924,70 € das günstige Angebot abgegeben und erhält den Auftrag. Bei 312.709,28 € lag das teuerste Angebot.

Abwasserverband „Obere Dietzhölze“

  • Haushalt genehmigt und online: Bereits am 17.12.2025 ist die aufsichtsbehördliche Genehmigung und Haushaltsbegleitverfügung zum Haushalt 2026 eingegangen. Die Genehmigung ist nicht nur im Wortlaut an die Mitglieder des Vorstandes und Verbandsversammlung gegangen, sondern ist zusammen mit dem Haushalt erstmals auf der Internetseite des Abwasserverbandes veröffentlicht worden in der neuen Rubrik „Bekanntmachungen“.
  • Bauantrag ist in Bearbeitung: Der Bauantrag ist am 17.12.2025 in Wetzlar abgegeben worden. Der Kreis hat den Eingang bestätigt und Unterlagen nachgefordert. Der Verbandsvorstand hat sogar die geforderte Verpflichtungserklärung abgegeben, die neue Kläranlage nach späterer Aufgabe der zulässigen Nutzung zurückzubauen und Bodenversiegelungen zu beseitigen.
  • Bescheid vom Land kommt: Das im Oktober 2024 begonnene Antragsverfahren um eine Förderung des Landes Hessen kommt zum Ziel. Nachdem das RP Gießen und die WI Bank das Projekt befürworten, liegt die Entscheidung nun beim Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU). Um keine Zeit zu verlieren, wurde zugleich um Genehmigung des „vorzeitigen Vorhabenbeginns” (Baubeginn vor Zustellung des Bescheides) gebeten. Ein positiver Bescheid hierzu wird in Kürze erhofft.
  • Neubau-Pläne in 3D zu sehen: Nach zwei Informations-Veranstaltungen für die Gremien des Abwasserverbandes und der beiden Gemeinden steht nun die Präsentation der Planung Neubau an. Armin Uhrig vom Ingenieurbüro eepi kann die Pläne nun mit einer dreidimensionalen Visualisierung zeigen und erläutern. Die Präsentation der Planung findet am 02.03.2026 um 19 Uhr im Rathaus der Gemeinde Eschenburg statt.
  • Neuer Vertrag mit Rittal zu schließen: Seit 2017 hat der Abwasserverband mit der Firma Rittal einen Vertrag über die Aufnahme und Reinigung von Abwässern mit erhöhten CSB-Frachten aus dem Werk Rittershausen. Damit Rittal wieder einleiten und der Verband die Abwässer klären konnte, waren alle Kosten zu übernehmen bei Investitionen hierfür und im laufenden Betrieb. Wegen der hohen CSB-Belastung ist eine Beteiligung von Rittal auch für den Neubau ingenieurstechnisch ermittelt mit 7,39 %. Die Vorgehensweise und Vertragsdetails sind mit dem Unternehmen erläutert worden. Der Vorstand des Abwasserverbandes hat beschlossen, den neuen Vertrag abzuschließen.
  • Rückzahlungs-Regelung bei „Überschüssen“ in Jahresabschlüssen: Nach dem Vorbild des Schwimmbad-Zweckverbands plant der Abwasserverband eine Rückzahlungs-Regelung für die nicht benötigte Verbandsumlage. Neben den internen Investitions-Zuweisungen und dem Bauprogramm war die Rückzahlungs-Regelung, demnach eine Überzahlung der Verbandsumlage an die Mitgliedsgemeinden zurückgezahlt wird, Grundlage für die Einigung im Jahr 2015.

Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“

  • Rekord-Besuch: Mit 114.207 Besuchern war das Jahr 2025 das beste in der Geschichte des Hallenbades in Eibelshausen. Die 92.419 zahlenden Besucher (2024 waren es 90.066) kommen teils von weit her. Für das Schulschwimmen zahlen die Kreise Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf mittlerweile 10 Euro pro Teilnahme. Aus 18 Schulen kamen im vergangenen Jahr 17.581 Schüler (Vorjahr: 14.424), davon 1.798 aus dem Nachbarkreis. Ein ständig steigendes Einzugsgebiet hat die DLRG, vor allem die Ortsgruppe Aartalsee. Im Wintertraining kamen 873 ins Hallenbad – und bieten Rettungsschwimm-Ausbildung an, die wiederum beim Schulschwimmen, in der Jugendarbeit oder an anderen Badegewässern gebraucht wird. Die Schwimmabteilung des TV Eibelshausen trug mit 2.669 Trainings-Teilnehmern zur Rekord-Bilanz bei. Den Eintritt für den Dienstsport der Feuerwehr übernehmen die beiden Gemeinden, was sich steigender Beliebtheit erfreut: Im Jahr 2025 wurde das Angebot 665 mal genutzt, nachdem in den Vorjahren 436 (2024) und 340 (2023) gekommen waren.
  • 14 Kurse von Baby bis Reha: Unter den 114.207 Besuchern des Vorjahres sind auch etliche Kursteilnehmer, die im Nichtschwimmerbecken oder auf den abgesperrten Bahnen 4 und 5 unser breites Angebot – von Baby bis Reha – genutzt und genossen haben. Über die 14 Kursanbieter sind im Jahr 2025 insgesamt 12.279 Besuche in die Statistik eingegangen. Diese Teilnehmer haben nicht nur den jeweiligen Eintritt am Eingang bezahlt, sondern pro Besuch ein Kurs-Entgelt von 0,70 € obendrauf. Das hat der Schwimmbad-Zweckverband vor Jahren eingeführt, damit Kursanbieter mehr bezahlen als normale Besucher. Insgesamt kam dadurch ein zusätzliches Nutzungsentgelt in Höhe von 8.595 € zusammen und verbesserte das Ergebnis des Freizeitbads „Panoramablick.“ Das aktuelle Angebot ist unter der Adresse freizeitbad-panoramablick.de/kurse im Internet zu finden.
  • Kohärenz statt Konkurrenz: Bei unserer Projektskizze für das Bundes-Förderprogramm zur „Sanierung kommunaler Sportstätten“ setzen wir auf die gegenseitige Ergänzung der Schwimmbäder und haben die Lage auf einem Plakat dargestellt. Die Nachbarschaft zu den Schwimmbädern in Dillenburg (13 km Entfernung, Baujahr 2003, 6 Bahnen 50 m, 155.000 Besucher jährlich bis 2019, seit 2020 geschlossen für Sanierung) und in Haiger (17 km, Bj. 1964, 3 Bahnen 25 m, 30.000 Besucher jährlich) ist inzwischen weniger als Konkurrenz, sondern als Kohärenz gesehen. Solche Standortargumente müssen beim Bund nun bei der Auswahl greifen, denn für SKS sind 3.500 Projekte angemeldet worden. 333 Mio. € stehen zur Verfügung, während der Förderbedarf der Bewerbungen 7,5 Mrd. € umfasst. Beim Vorgänger-Programm, bei dem sich das Freizeitbad „Panoramablick“ im Jahr 2015 vergeblich beworben hatte, lagen noch 1.000 Anträge vor, die für Sportstätten-Sanierung 150 Mio. € zu verteilen hatten, während der Förderbedarf zusammengerechnet bei 2 Mrd. € lag.

14 Kurse bieten für jeden etwas im Freizeitbad „Panoramablick“

Von Baby bis Reha

Für Kurse, Verine und Sport reservieren wir die Bahnen 4 und 5 gerne. Wellenbrecherleinen sorgen sorgen dafür, dass alle Altersgruppen hier zum Zuge kommen.

Unter den 114.207 Besuchern des Vorjahres sind auch etliche Kursteilnehmer, die im Nichtschwimmerbecken oder auf den abgesperrten Bahnen und 4 und 5 unser breites Angebot – von Baby bis Reha – genutzt und genossen haben.

Über die 14 Kursanbieter sind im Jahr 2025 insgesamt 12.279 Besuche in die Statistik eingegangen. Diese Teilnehmer haben nicht nur den jeweiligen Eintritt am Eingang bezahlt, sondern pro Besuch ein Kurs-Entgelt von 0, 70€ obendrauf. Das hat der Schwimmbad Zweckverband vor Jahren eingeführt, damit kursanbieter mehr bezahlen als normaler Besucher. Jetzt insgesamt kam dadurch ein zusätzliches Nutzungsentgelt in Höhe von 8.595 € zusammen und verbesserte das Ergebnis das Freizeitbad „Panoramablick.“

Das aktuelle Angebot ist aktuell unter der Adresse www.freizeitbad-panoramablick.de/kurse im Internet zu finden.

Auch das Training von TV und DLRG findet sich auf dieser Übersicht. Zudem die insgesamt 18 Schulen aus Eschenburg, Dietzhölztal und der näheren Umgebung. Dadurch waren im vergangenen Jahr 17.581 Teilnehmer des Schulschwimmens verbucht worden, wofür die beiden Kreise jeweils 10 € an Kosten erstatten.

Die Öffnungszeiten sind für Bade- und Kursbetrieb wie bisher:

Montag (Warmbadetag) 13:00-21:00 Uhr
Dienstag (Warmbadetag) 07:00-21:00 Uhr
Mittwoch 07:00-17:00 Uhr
Donnerstag 13:00-21:00 Uhr
Freitag 13:00-21:00 Uhr
Samstag 07:00-17:00 Uhr
Sonntag 07:00-17:00 Uhr

Info: Geschenk-Gutscheine am besten direkt bei der Aufsicht oder vorher mit einer E-Mail an freizeitbad-eschenburg@t-online.de bestellen. Für die Geldwertkarten am Automaten oder auch Gutscheine in beliebiger Höhe hat das Freizeitbad einen Umschlag, den man als Präsent vielfach nutzen kann. Am Telefon ist das Team im Bad unter der Telefonnummer 02774 71140 zu erreichen. Mehr Informationen unter www.freizeitbad-panoramablick.de im Internet.

Kohärenz statt Konkurrenz: Schwimmbäder ergänzen sich

Bei unserer Projektskizze für das Bundes-Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten haben wir die Lage auf einem Plakat dargestellt. Die beiden nächsten Bäder sind zwar aktuell geschlossen, aber wir brauchen einander und ergänzen uns: Die Nachbarschaft zu den Schwimmbädern in Dillenburg (13 km Entfernung, Baujahr 2003, 6 Bahnen 50 m, 155.000 Besucher jährlich bis 2019, seit 2020 geschlossen für Sanierung) und in Haiger (17 km, Bj. 1964, 3 Bahnen 25 m, 30.000 Besucher jährlich) wird inzwischen weniger als Konkurrenz, sondern als Kohärenz gesehen. Zusammenarbeit statt Streit. Wir „warten“ nicht auf Dillenburgs Wiedereröffnung, sondern in unserem Sanierungsplan wird die Schließung nach hinten geschoben. Das ist zunächst der Plan und die Bitte an den Bund. Die Beschlüsse zum Bauprogramm 2027-2031 sind danach von den Gremien des Zweckverbandes „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ und der beiden Gemeinden zu fassen, wenn Hilfe aus Berlin, Wiesbaden und Wetzlar klar ist.

An dem Plakat zur Projektskizze lässt sich schon jetzt ablesen, dass das Bäder-Dreieck im Delta von Dill und Dietzhölze seine Berechtigung hat, weil die Wasserflächen gebraucht werden zum Schwimmenlernen und Schwimmen und weil sich die Ausstattung und Ausrichtung ergänzen. Der eine Nachbar hat ein Sportbad und Riesenrutsche, der andere ein Drei-Meter-Sprungbrett – und die beiden Grundzentren Eschenburg und Dietzhölztal erfüllen mit ihrem Freizeitbad „Panoramablick“ für Schule, Familie und Gesundheit eine eigene Funktion für die Region.

Mit Rekord-Besuch wirbt „Panoramablick“ um Unterstützung von Bund, Land und Kreis

Der Dienstag vor Silvester brachte zum Abschluss noch einmal 472 Besucher ins Bad. Mit 114.207 Besuchern war das Jahr 2025 das beste in der Geschichte des Hallenbades in Eibelshausen. „Mit dieser Resonanz im Rücken werden wir uns nun um Fördermittel beim Bund bewerben und auch das Land und der Kreis werden hier mithelfen“, sagt Bürgermeister Götz Konrad.

Für den 1969 gegründeten Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ geht das in Erfüllung, was Otto Friedrich Schlemper dazumal als „Lebensnotwendigkeit für die Bevölkerung des nördlichen Dillkreises“ begründet hat. Hier geht es nicht nur um die beiden Mitgliedsgemeinden Eschenburg und Dietzhölztal, sondern um die Funktion in der Region. Die 92.419 zahlenden Besucher (2024 waren es 90.066) kommen teils von weit her. Für das Schulschwimmen zahlen die Kreise Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf mittlerweile 10 Euro pro Teilnahme. Aus 18 Schulen kamen im vergangenen Jahr 17.581 Schüler (Vorjahr: 14.424), davon 1.798 aus dem Nachbarkreis.

Ein ständig steigendes Einzugsgebiet hat die DLRG, vor allem die Ortsgruppe Aartalsee. Im Wintertraining kamen 873 ins Hallenbad – und bieten Rettungsschwimm-Ausbildung an, die wiederum beim Schulschwimmen, in der Jugendarbeit oder an anderen Badegewässern gebraucht wird.

Die Schwimmabteilung des TV Eibelshausen trug mit 2.669 Trainings-Teilnehmern zur Rekord-Bilanz bei. Den Eintritt für den Dienstsport der Feuerwehr übernehmen die beiden Gemeinden, was sich steigender Beliebtheit erfreut: Im Jahr 2025 wurde das Angebot 665 mal genutzt, nachdem in den Vorjahren 436 (2024) und 340 (2023) gekommen waren.

Mit 24 % die stärkste Steigerung hatte der Anteil am Schulschwimmen für den Lahn-Dill-Kreis. „Das zeigt zum einen unsere Funktion in der Region“, freut sich Verbandsvorsteher Konrad. „Zum anderen können wir – die Corona-Schließung rausgerechnet – an der Erfolgsbilanz ablesen, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Auch nach mehr als 50 Jahren geht vom Freizeitbad „Panoramablick“ eine besondere Begeisterung für Bäder aus – weil es ein ganz normales Bad ist. Und weil es damit – skalierbar für alle anderen Bäder – den Wandel vom Kostenträger zum Sympathieträger geschafft hat. Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem einer verlässlichen Teamleistung zu verdanken.“

Haushalt 2026: Kommunalaufsicht hat den Plan genehmigt

Der Haushaltsplan für das Jahr 2026 (-> hier als PDF), wie ihn die Gemeindevertretung am 11.12.2025 beschlossen hat, ist von der Kommunalaufsicht beim Landrat genehmigt worden (-> Genehmigung und Begleitverfügung als PDF).

 

Als Entwurf hatte Bürgermeister Götz Konrad den Haushalt 2026 am 13.11.2026 in der Sitzung der Gemeindevertretung in die Beratungsfolge der Gremien eingebracht. Danach ist das Zahlenwerk, in nicht nur Ausgaben und Einnahmen an Geld, sondern alle Aufwendungen und Erträge geplant werden, ausführlich in den Gremien der Gemeinde beraten werden. Im digitalen Sitzungsdienst kann man den Verlauf der Beratung nachvollziehen.  Zu den Terminen findet man vorher die Vorlagen zur Beratung und hinterher die Protokolle der Sitzungen.

Haushalt 2026: Ziele sehen statt Zweifel säen

Mit dieser Rede hatt Bürgermeister Götz Konrad den Entwurf des Haushalts 2026 vorgestellt:

SOPO Abschreibung
2026 2025 2024 2026 2025 2024
Wasser 242.000 € 200.000 € 190.000 315.000 € 323.600 € 350.000 €
Abwasser 205.000 € 235.000 € 220.000 379.300 € 373.000 € 375.000 €
Straße 279.000 € 281.300 € 270.000 415.000 € 447.500 € 380.000 €
Gesamt 726.000 € 716.300 € 680.000 € 1.111.326 € 1.144.100 € 1.105.000 €

Herr Vorsitzender, meine sehr geehrte Damen und Herren,

den Haushalt haben wir am 10.11.2025 im Entwurf festgestellt und bringen ihn heute in die Beratung ein. Er kann, es muss besser werden!

Das Defizit liegt bei 2,9 Mio. €. In der Beratung eine Woche vorher waren es noch 2,5 Mio. €

In der Zwischenzeit hat der Kreis seinen Haushalt eingebracht, der hauptsächlich durch Kreis- und Schulumlage aus den Kommunen finanziert wird.

Diese geplante Erhöhung der Gesamt-Umlage des Kreises um 5 Prozent-Punkte auf 58 % macht für Eschenburg 911 TE mehr aus, die wir an den Kreis zu zahlen haben.

Diese 58 % sind eingerechnet in die Fehlbeträge der Folgejahre. Wir müssten heute schon die Grundsteuer vervierfachen.

Unsere Steuersätze sind nicht angehoben, aber wir werden sie im Blick behalten. Kreis, Land und Bund sollten erst mal was mit Substanz für die Kommunen tun, ehe wir sie mit unserer Steuer versorgen.

Denn: Von der Gewerbesteuer bleiben uns 20 % hier und von der neuen Grundsteuer haben wir mit 42 % weniger als zuvor.

Wie katastrophal die Kommunalfinanzen werden, sieht man an unserem Ergebnis in der Vorschau. 11,5 Mio. € Ergebnisrücklage reicht nicht, die Fehlbeträge bis 2029 auszugleichen. Das Polster ist platt.

10 Mio. € Zahlungsmittel fehlen

Wir sehen 11 Mio. € Schuldenzunahme in zwei Jahren. Eine Verdopplung, die den Rekordschuldenstand nach der Wirtschafts- und Finanzkrise übertrifft.

2018 hatten wir 9,5 Mio. € Liquiditätskredite. Davon haben wir 3 Mio. aus eigener Kraft abgebaut, den Rest über hat das Land mit der HessenKasse übernommen.

Im Vorbericht ist alles ausführlich und verständlich erklärt, z. B. wie die Personalkostensteigerung in den Jahren 2023 und 2024 zustande kam.

Auch der „Verschiebe-Bahnhof“ KFA wird erklärt, bis man sehen kann: Ja, der Kommunale Finanzausgleich (= Kommunales Geld, das vom Land verteilt wird), steigt an. Nur wäre er höher ansteigen müssen, wenn das Land nicht 2025 in den KFA eingegriffen hätte.

Wie in kaum einer anderen Kommune, haben wir die Bauprogramme und den Stellenplan vorab zwei Ausschüssen vorgestellt. Wer nicht dabei war, findet die Erläuterungen im Vorbericht des Haushalts 2026. Und den Haushalt 2026 findet man im Internet, wo wir auch die jetzt anstehenden Beratungen transparent machen.

Welche Gedanken wir uns in Vorstand und Verwaltung gemacht haben, klang bereits in den Bauprogrammen an (Beispiele):

  • Wirtschaftswege nicht mit Asphalt ausbessern, sondern Abfräsen und Absanden
  • Wenn die Mehrzweckhalle neue Stühle erhält, kommen die brauchbaren an andere Stellen
  • Nachtlampen mit dimmbaren LED sparen in der Straßenbeleuchtung, aber Solarlampen an Wirtschaftswegen und Radwegen sollten wir uns überlegen.
  • Weitere Mähroboter nach den guten ersten Erfahrungen

Die größeren Investitionen haben wir auch in den Ausschüssen vorgestellt und im Vorbericht erläutert (z. B.):

  • Moderne Wärmeversorgung fürs Rathaus und Bürgerhaus, womöglich mit Anbindung der Kita „Neue Mitte“
  • Die Kita „Neue Mitte“ fertigbauen
  • Der Umbau der Praxisräume am Marktplatz zum Gesundheitszentrum
  • Das Feuerwehrgerätehaus in Simmersbach

So manches Projekt ist auch erst mal Pause, derweil unser „Polster“ platt ist. Gerne können weitere Ideen geschmiedet werden, es darf halt nicht viel kosten und die Aufwandseite belasten. Das haben wir in Eschenburg immer wieder hinbekommen. Wir haben mehr auf Lager als im Schaufenster.

Plakativ werden wir dieser Tage als Kommunen im Kreis nur mal beim Thema Kindertagesstätten. Die Kitas kosten, aber ich will hier bewusst nicht von Defizit reden, sondern wir haben einen Deckungsbedarf für insgesamt 3,4 Mio. €.

Wenn wir in der nächsten Woche mit allen 23 Städten und Gemeinden des Lahn-Dill-Kreises ein Ortsschild für die Kommune und eine Zahl für die Kitas hochhalten, wird für Eschenburg noch der Wert für 2025 stehen. Das sind 3,2 Mio. €. In den ganzen LDK-Kommunen sind es zusammen aktuell 90 Mio. €.

Und das Verblüffende: In jeder Kommune ist der Deckungsbedarf für die Kitas so hoch oder höher wie das Defizit im Haushalt.

Wie auswegslos unsere Lage dabei ist, haben wir in Eschenburg erlebt, als wir die Gebühren anpassen wollten. Aus der Haushaltssicherung heraus hatten wir einmal das Ziel formuliert, dass die Eltern 20 % der Finanzierung beitragen sollen über die Betreuungsgebühr. Das ist ausgerechnet wegen der unauskömmlichen Landesförderung nicht so leicht möglich, denn dann hätten wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Deshalb hat diese Gemeindevertretung eine Gebührenerhöhung abgelehnt. Das Thema ist damit vom Tisch, aber nicht aus dem Haushalt.

Hier müssen Land und Bund endlich von der Symbolpolitik zu einer Substanzpolitik kommen.

Und bitte nicht vorschnell ein neues Förderprogramm auflegen, bei dem wir – wie immer öfter ganz leicht zu errechnen – mehr Steuer zahlen als Förderung erhalten.

Wegen der Ausgleichswirkung ist 2026 für die Grundsteuer ein Jahr des Übergangs. Deshalb sollten wir dabei Maß halten und darauf achten, dass uns keine Einnahmen unterstellt werden, die wir nicht haben.

Wie schon in der Krise nach 2008 sollten wir erreichbare Ziele sehen und keine Zweifel säen. Ja, da kann man schon ins Grübeln kommen, wie man einen Kläranlagen-Neubau, eine neue Kita, mehrere Feuerwehrgerätehäuser und weitere Sanierungsschritte im Schwimmbad finanzieren kann.

Das bekommen wir nur hin, wenn wir Ziele sehen und keine unnötigen Zweifel säen.

Wie bekommen wir das hin?

Schritt für Schritt. Am besten in die richtige Richtung. Und miteinander geht’s leichter als gegeneinander.

Danke fürs Zuhören und viel Gemeinsinn für die Beratungen“

 

 

 

 

 


 

„Dankeschön-Abend“ im Juni: Ehrung für Sportler und Ehrenamt

„Dankeschön-Abend“ im Juni: Ehrung für Sportler und Ehrenamt 

Für Vorschläge ist nun doch noch etwas Zeit. Einen „Dankeschön-Abend“ will der Gemeindevorstand zu-sammen mit der SG Eschenburg zu ihrer 30-Jahr-Feier im Juni planen. Weil seit der jüngsten Sportler-ehrung im Jahr 2016 etliche Erfolge zu verbuchen sind, soll für die erfolgreichen Sportler des letzten Jahr-zehnts eine gemeinsame Urkunde erstellt werden

Zum FormularWer hat noch alles in seiner Sportart „abgeräumt“ und Titel eingefahren? Wer hat im Ehrenamt eine beispielhafte Leistung erbracht? Laut Richtlinie der Gemeinde Eschenburg können Vorschläge gemacht werden für erfolgreiche Sportler, die auf Bundes- und Landesebene auf dem Treppchen standen. Und mit dem Ehrenamtspreis der Gemeinde Eschenburg, den wir im Februar 2010 das erste Mal in dieser Form verliehen haben, sollen die „Macher“ und „Motoren“ unserer Vereine gewürdigt werden.

Der Ehrenamtspreis der Gemeinde, so heißt es in den Ehrungs-Richtlinien, wird an Personen verliehen, „die sich ehrenamtlich durch außergewöhnliche Einsatzbereitschaft, besonderes Engagement sowie uneigennütziges Wirken für das Gemeinwesen ausgezeichnet haben“.

Als Beispiele seien hier nur genannt:

  • Soziales, gemeinnütziges Engagement
  • Kultur- und Brauchtumspflege
  • Natur- und Umweltpflege
  • Vereinsarbeit
  • Sport- und Jugendarbeit
  • Brand- und Katastrophenschutz / Rettungsdienst
  • Wirken im kommunalen Aufgabenbereich

Für die Sportlerehrung und den Ehrenamtspreis der Gemeinde Eschenburg gibt es im Internet ein Formular für Vorschläge, auf dem auch die Richtlinien vermerkt sind. Unter der Adresse www.eschenburg.de ist die Datei zu finden „Im Rathaus“ unter „Formulare & Downloads“ bei „Sonstiges“ – Formular hier.

Vorschläge kann jeder unterbreiten; sie sind mit einer Begründung an den Gemeindevorstand zu richten. Am besten per E-Mail an zukunft@eschenburg.de oder per Briefpost an die Gemeinde Eschenburg, Nassauer Straße 11, 35713 Eschenburg.

 

 

KommZu: Mission Saubere Landschaft

28.02. startet Aktion „Saubere Landschaft“ in Eibelshausen

Viele Helfer: Der Verschönerungsvereins Eibelshausen macht am 28. Februar wieder den Anfang.

Es ist mehr als eine einzelne Aktion, sondern eine gemeinsame Mission. Mit dem Foto vom Finale 2025 in Eiershausen erinnern wir – noch im Winter – an die Aktion „Saubere Landschaft“, die bald wieder startet und in jedem unserer sechs Ortsteile für einen tatkräftigen „Frühjahrsputz“ sorgt. Man glaubt nicht, was unsere Zeitgenossen alles in die Landschaft werfen – was man ganz legal und zentral kostenlos abgeben kann: Der Wertstoffhof in der Eiershäuser Straße 59 nimmt im Winterhalbjahr samstags von 9 bis 11:30 Uhr  allerhand an. Ab 01.04. bis 31.10. hat der Wertstoffhof samstags von 9 bis 14 Uhr und mittwochs von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Es gibt eigentlich keinen Grund, irgendetwas in Wald und Flur zu „entsorgen“ – weil es gerade für unsere Umwelt eine Verschmutzung ist, und Tiere und Pflanzen stört.

Viele Hände – schnelles Ende. Jede einzelne Aktion „Saubere Landschaft“ ist auch ein Erlebnis. Jung und Alt packen an. Und zum Abschluss gibt es einen Imbiss, den die Gemeinde Eschenburg sponsert. Seitdem das über die „Kommission Zukunft“ läuft, ist der Verpflegungs-Zuschuss auch nicht mehr gedeckelt. Das soll vor allem ein Dankeschön an die jungen Helfer sein, die sich an dem Umweltschutz-Abenteuer beteiligen.

Damit alle Helfer abgesichert sind, steht die gesetzliche Versicherung durch die Unfallkasse Hessen über dem Einsatz der Ehrenamtlichen.  Zu den Leistungen der UKH nach Unfall im kommunalen Ehrenamt und bei bürgerschaftlichem Engagement hier der Beitrag „Gut abgesichert bei ehrenamtlicher Tätigkeit“

Im Veranstaltungs-Kalender der Internetseite (www.gemeinde-eschenburg.de/veranstaltungen) und in der Eschenburg-App kann man in allen sechs Ortsteilen die Termine für die Aktion „Saubere Landschaft“ finden (-> hier auch im Überblick). Man kann sie sich von dort sogar in den eigenen Kalender hochladen, damit man sie nicht vergisst. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auch die Unfallversicherung greift ohne Papierkram.

Geplant sind bei unserer gemeinsamen „Mission saubere Landschaft“ folgende Termine und Treffpunkte:

  • 28. Februar – 10:00 Uhr VVVE Eibelshausen – Alte Hühnerfarm
  • 11. April – Alle Vereine Hirzenhain, Ausweichtermin 18. April
  • 11. April – 10:00 Uhr Verschönerungsverein Simmersbach – Dorfweiher
  • 11. April – 14:30 Uhr FC Roth – Schutzhütte
  • 13. – 17. April – Wissenbach – alle Vereine
  • 25. April – 10:00 Uhr VVV Eiershausen – Festplatz, Ausweichtermin 9. Mai

Eschenburg blüht … mit gutem Beispiel voran!

Die Saat wird aufgehen, werden wir sehen: Unter dem Motto „Eschenburg blüht“ haben wir am Marktsonntag 1000 Starter-Sets an Blumenzwiebeln verteilt. Kostenlos, aber nicht umsonst. Die kleine „Preisfrage“ hatten viele mit dem Quiz in der Wochenzeitung vorbereitet oder konnten auch spontan antworten, ob ein blühender Garten besser ist oder ein „glühender“.

Hier geht es zu unserem Faltblatt
„Naturnahe (Vor-)Gärten – Bunt und lebendig statt trist und grau“ (Flyer LDK + Gemeinde Eschenburg)

Denn „glühen“ werden Gärten und Plätze, die Schotter und Steine statt Blätter und Blüten haben. Ohne Grün wird jeder Platz zum „Backofen“, merkt man – manche zu spät. Der „Schottergarten“ ist auch nur scheinbar schön und das meist nur für kurze Zeit.

Darüber möchte die „Kommission Zukunft“, das Nachhaltigkeits-Gremium unserer Gemeinde, weiter mit Vorschlägen und Vorbildern ins Gespräch kommen, statt mit Vorschriften und Verboten zu hantieren.

Wir wollen unsere Seite www.buergerbaum.org ausbauen zur Plattform fürs Pflanzen und Pflegen – und dafür sammeln wir jetzt schon Beispiele aus dem privaten Garten (Foto) und Ideen für den öffentlichen Raum. Senden Sie uns eine E-Mail an zukunft@eschenburg.de mit Bildern von Ihrem Bäumchen oder den Blumen aus den verteilten Zwiebeln. Im zweiten Schritt sammeln wir Ideen, wo auf Grundstücken der Gemeinde mehr Grün kommen kann.

Dafür gibt es ein eigenes Förderprogramm, das wir gezielt nutzen möchten. Beispiel: Simmersbacher Straße. Die gehört noch dem Kreis, sie soll aber an die Gemeinde gehen. Dann können wir uns Gedanken machen, welche Straßenbäume dort in Zukunft für Schatten und Sauerstoff sorgen sollen.

Damit können wir zeigen: Eschenburg geht – oder besser: blüht – mit gutem Beispiel voran.


„Kommission Zukunft“ + Holderbergschule planen gemeinsamen Stand am Markt

Manuela Stolte und Peter Hardtmann aus Hirzenhain schreiben: „Die Baumpflanz-Aktion hat uns sehr gefreut, leider haben wir auf unserem kleinen Hof keinen Platz dafür. Aber wir haben ihn stellenweise entsiegelt und Beete angelegt.“

Genau darum soll es beim nächsten Projekt gehen, das die „Kommission Zukunft“ angeht. Die Mission „Unser Dorf soll grüner werden“ hat 2023 begonnen mit rund 1000 Bäumen und Büschen, die an private Haushalte verteilt werden konnten. Mit „Bürgerbaum“ ist eine Marke geschaffen worden. Um die Aktion zu wiederholen und die Adresse www.buergerbaum.org auszubauen zu einer Plattform fürs Pflanzen und Pflegen, werden weiterhin Partner gesucht. Für Förderprogramme und Umweltpreise passte „Bürgerbaum“ bislang nicht in die Richtlinien – aber für die „Kommission Zukunft“ ist das der Beweis für die Bedeutung: „Hier geht es weniger um subventionierte Symbolpolitik oder teure Vorschriften, sondern unsere ‚KommZu‘ will zeigen, dass jeder mitmachen kann und Naturschutz schon zuhause anfängt“, sagt Bürgermeister Götz Konrad.

Die zunächst angedachte Apfelernte-Aktion hat die „Kommission Zukunft“ wieder verworfen; die Holderbergschule und die drei Obst- und Gartenbauvereine in Hirzenhain, Eiershausen und Wissenbach können da besser weiterhelfen. Im Gespräch mit der Holderbergschule entsteht gerade eine neue Aktion, die in die Mission „Unser Dorf soll grüner werden“ passt: Zum Herbstmarkt (13. + 14. Oktober) planen „KommZu“ und Holderbergschule einen gemeinsamen Stand und im Vorfeld eine Beitragsreihe in der Wochenzeitung. Warum sind blühende Gärten wichtig für Artenvielfalt und Hochwasserschutz? Um solche Fragen soll es bei einem Rätsel gehen. Wer daran teilnimmt, soll beim Markt Blumenzwiebeln als Geschenk erhalten. Der Arbeits-Titel „Eschenburg blüht“ ist dann das Motto fürs nächste Jahr und den Frühjahrmarkt.

Mehr Informationen über die „Kommission Zukunft“ finden sich unter www.eschenburg.de/zukunft im Internet. Um die Internetseite www.buergerbaum.org zur Plattform fürs Pflanzen und Pflegen auszubauen, werden noch Spenden und Sponsoren gesucht. Spenden annehmen und quittieren kann die „Stiftung für Eschenburg“. Ideen und Fragen können an die Adresse zukunft@eschenburg.de oder die Mitglieder der „Kommission Zukunft“ gerichtet werden.

Um die Internetseite www.buergerbaum.org zur Plattform fürs Pflanzen und Pflegen auszubauen, werden noch Spenden und Sponsoren gesucht. Spenden annehmen und quittieren kann die „Stiftung für Eschenburg“.

Spenden für Fortsetzung von Bürgerbaum!

Beim Wettbewerb „Unsere Heimat nachhaltig gestalten“ hat die Kommission Zukunft mit der Bewerbung „Bürgerbaum – von der einzelnen Aktion zur gemeinsamen Mission“ 1.075 € gewonnen. Das ist der Grundstock, diese Internetseite auszubauen zu einer Plattform fürs Pflanzen und Pflegen.

 

Nachhaltige Aktion „Unser Dorf soll grüner werden“

Wo ist der Baum? Senden Sie uns ein Bild von Ihrem Bürger-Baum oder -Busch an zukunft@eschenburg.de und berichten, was Sie als Obst- und Gartenbauer erleben.

Fotos, Videos und Infos zum Pflanzen und zur Pflege werden wir fortlaufend unter www.buergerbaum.org im Netz mit allen Baum-Freunden teilen.

In Hirzenhain hat der Obst- und Gartenbauverein am 28.10.2023 schon einmal gezeigt, wie man einen Baum pflanzt. Bilder und Bericht hier:


Die „Kommission Zukunft” (kurz: KommZu – im Internet zu finden unter www.eschenburg.de/zukunft) setzt sich für Umwelt, Natur und Klimaschutz sowie für nachhaltiges Planen und Bauen ein. Nachdem die „Aktion saubere Landschaft“ erstmals wieder in allen Ortsteilen startete und eine weitere Pflanzaktion den „Bürgerwald“ vergrößerte, soll in Eschenburg für jedes Haus ein Baum oder Busch kostenlos angeboten werden, damit hier prima Klima herrscht. Statt den Garten mit Schotter zu einer Wüste zu verwandeln, kann mehr Grün das Klima ganz praktisch schützen. Wie einfach das ist, soll im Herbst eine Pflanzaktion für zuhause zeigen. Interessenten bekommen dann Tipps von heimischen Experten und von der Gemeinde eine Pflanze für zuhause geschenkt. Dafür werden bis zu den Sommerferien verschiedene Bäume und Büsche gezeigt, die mit Obst oder als Zierde jeden Garten und jede Grünfläche verschönern. Die Aktion „Unser Dorf soll grüner werden“ stellt sich mit einer Auswahl an Bäumen und Büschen unter www.buergerbaum.org vor. Wenn die Bestell-Funktion aktiviert ist, können Sie bis Ende Juli einen Baum oder Busch bestellen. Für den 4. November wird eine Beispiel-Pflanzung und Abhol-Termin geplant. Dieses Angebot ist für Eschburger kostenlos und wird von der „Kommission Zukunft“ der Gemeinde Eschenburg getragen.

Die drei Obst- und Gartenbauvereine aus Wissenbach, Eiershausen und Hirzenhain wie auch die Holderbergschule als Naturparkschule wollen beim Planen, Pflanzen und Pflegen helfen.

Kontakt: Mehr Informationen zu solchen Aktionen gibt die „KommZu“ gerne weiter hier auf der Internetseite www.eschenburg.de/zukunft und freut sich über Mitteilungen an zukunft@eschenburg.de per E-Mail.


 „Kommission Zukunft“ mit Kreis-Klimaschützer (von links): Katrin Schwehn, Bernd Schütz, Peter Hermann, Ingo Dorsten, Jannis Steinle, Collin Wilczek, Iris Orth und Jacob Manderbach. (Foto: Götz Konrad)

„Kommission Zukunft“ mit Kreis-Klimaschützer (von links): Katrin Schwehn, Bernd Schütz, Peter Hermann, Ingo Dorsten, Jannis Steinle, Collin Wilczek, Iris Orth und Jacob Manderbach. (Foto: Götz Konrad)Ein Gremium, das sich für prima Klima einsetzt: Die neu gebildete Kommission „Zukunft“ hat ihre Arbeit aufgenommen und lädt zum Mitmachen ein. „Unser Dorf soll grüner werden“, ist dabei ein Ansatz für eine Aktion: Jeder Haushalt soll einen Baum für Zuhause bekommen.

Collin Wilczek und Jacob Manderbach vom Gemeindevorstand, Peter Hermann, Katrin Schwehn und Jannis Steinle von der Gemeindevertretung sowie Iris Orth und Bernd Schütz als Experten von außerhalb der Gremien sind in die „Kommission Zukunft“ berufen worden, die sich mit den Themen Umwelt, Natur, Nachhaltigkeit, Bauen, Verkehr und Klimaschutz befasst. Seit der ersten Sitzung Ende November haben sie sich bereits sechs Mal getroffen, auch digital mit den Mobilgeräten der Gemeinde-Gremien.

Als Ideengeber und Ratgeber zuarbeiten, Gremien wie Bürgerschaft informieren und sensibilisieren, innovative Ideen entwickeln, wie Eschenburg den Titel „Klima-Kommune“ mit Leben füllen kann – das sind die Ziele der „KommZu“.

Im Februar kam die „Kommission Zukunft“ mit Ingo Dorsten zusammen, der seit sieben Jahren das Klimaschutz-Management beim Kreis aufbaut. Der Kreis hat zwar eine Klimaschutzkommission, aber bei den Kommunen ist die „KommZu“ Eschenburg Vorreiter.

Dabei geht es mehr um Vorbilder statt Verbote, mehr um Vorschläge als um Vorschriften, ist der Klima-Gruppe bewusst: Kommunen verbrauchen nur 2 % der Energie, haben aber eine Vorbildfunktion.

„Grün statt grau“ – unter diesem Arbeits-Titel wollen Kreis und „KommZu“ einen Flyer entwerfen und jede Familie zum Mitmachen einladen:

„Jede Wiese, die erhalten bleibt, ist Gold wert“, schärfte Ingo Dorsten dem Bau- und Umweltausschuss in Eschenburg ein, wo Kommission und Klima-Manager sich gemeinsam vorstellten.

Gemeinsam für die Zukunft in Eschenburg  – Schreiben Sie uns zukunft@eschenburg.de

Tools fürs Tun:

Vortrag„Kommunale Handlungsfelder bei Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Mobilität“ von Ingo Dorsten (08.02.2023)

 

2. März nächste Energiesprechstunde im Rathaus

Verbraucherzentrale berät kostenöos am ersten Montag im Monat

Die „Energiesprechstunde“ im Rathaus findet jeden ersten Montag im Monat ab 14 Uhr statt und wird von der Verbraucher­zentrale Hessen kostenlos angeboten. Am 2. März ist der nächste Termin – und der dürfte besonders aktuell sein, was Energie-Gesetze und Förderung angeht. Ratsuchende erhalten Tipps zum Sanieren und Energiesparen sowie Informationen zur Bestandssanierung, Heiztechnik, Regenerativen Energien und Fördermöglichkeiten. Für die „Energiesprechstunde“ im Rathaus laufen die Anmeldungen telefonisch über die Rathaus-Zentrale (02774) 915-0 während der Dienstzeiten.

Einen Vor-Ort-Termin macht man direkt mit Bernd Schütz aus.  Der Bauingenieur ist erreichbar per E-Mail an ibwbautechnik@web.de, Telefon (02774) 921843 sowie mobil (0152) 09832874. Eine Energieberatung zuhause kostet eine Gebühr von 40 €. Bauingenieur Bernd Schütz ist Energieberater der Verbraucher-zentrale Hessen und in der Region kein Unbekannter, gab er doch 2006 den Impuls zur Energie-Messe in Eschenburg. Mehr Informationen zur Energieberatung der Verbraucher-zentrale gibt es unter  www.verbraucherzentrale-energieberatung.de im Internet.

Energieberatung zuhause für 30 €

Eine Energieberatung zuhause kostet eine Gebühr von 30 € und ist direkt mit Bernd Schütz auszumachen.  Der Bauingenieur ist erreichbar per E-Mail an ibwbautechnik@web.de, Telefon (02774) 921843 sowie mobil (0152) 09832874.

Energie-Berater Bernd Schütz hält die monatliche „Sprechstunde“ der Verbraucherzentrale Hessen ab. Die Beratung ist kostenlos.

Bauingenieur Bernd Schütz ist Energieberater der Verbraucherzentrale Hessen und in der Region kein Unbekannter, gab er doch 2006 den Impuls zur Energie-Messe in Eschenburg. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ist die Beratung der Verbraucherzentrale kostenfrei.

Mehr Informationen zur Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt es unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de im Internet. Die Aktivitäten der Gemeinde Eschenburg sind unter www.endlich-energie.de im Internet zu finden.

 

 

 

 

Familie Tavecchio auf Spurensuche: „Es ist für uns sehr bewegend“


Domenico Tavecchio war vom 3. Oktober 1943 bis März 1945 im heutigen Eschenburg – nicht freiwillig: Der Mann aus Erba am Comer See wurde damals nach Deutschland deportiert und musste als Zwangsarbeiter im Sägewerk Holighaus arbeiten. Über diese verlorenen zwei Jahre hat „Nonno“ nie sprechen können, nur einmal brach es vor seinem Tod 1989 aus ihm heraus und er erzählte unter Tränen. Wichtig war ihm: „Ich möchte, dass ihr meine Geschichte euren Kindern erzählt, damit sie nicht vergessen, was Krieg bedeutet!“

Dokumente aus der Zeit hat Domenico Tavecchio seinerzeit vernichtet. Zu schwer lastete das Erlebte auf ihm. Nur eine Postkarte vom 6. Juni 1944 ist erhalten, die er an seine junge Frau Delfina und ihre sechsjährige Tochter Tiziana schrieb. Die “Kriegsgefangenenpost” aus dem „Stammlager XI-A“ enthielt den Stempel „geprüft“. Hiermit ging die Familie auf Spurensuche.

Urenkelin Arianna hatte sich in der Schule mit dem Thema Krieg intensiver befasst. Mutter Barbara Tavecchio nahm die Recherchen in die Hand. Mit Hilfe des Arolsen-Archivs kam die Familie auf Eiershausen, wo der Großvater im Sägewerk arbeiten musste. Das Stammlager „STALAG IX A“ war in Trutzhain bei Schwalmstadt. Von dort wurden Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter verteilt.

In Eibelshausen gab es während des Krieges ein Lager der Buderus´schen Eisenwerke, mit rund 400 polnischen und russischen Frauen und Männern. Verschiedene Betriebe brachten ihre Zwangsarbeiter im Gemeinschaftslager „Eibertshain“ unter, das zwischen Januar 1943 und März 1945 bestanden haben muss.

In der Chronik der Firma Holighaus ist zu lesen, dass im Dezember 1944 noch 53 Menschen im Betrieb arbeiteten, darunter 12 Italiener und ein Franzose. Die Disziplin war so streng, dass selbst der ruhige Domenico einmal in Wut geriet, als ein deutscher Wachmann die aufgestapelten Baumstämme wieder vom Laster rollen ließ. Als der Italiener die Hände am Hals des Peinigers hatte, sah er plötzlich das Bild seiner kleinen Tochter vor sich, kam wieder zur Vernunft und beugte sich vor, um dem Aufseher die Füße zu küssen.

Als Barbara Tavecchio diese Szene schilderte, erstickten Tränen ihre Stimme. Ein Besuch im Rathaus der Gemeinde Eschenburg war das Ziel einer Zeitreise, die sie zusammen mit ihren Eltern, ihrem Bruder und ihrem Mann sowie den beiden Töchtern zwischen Weihnachten und Silvester nach Deutschland unternahm. Alles war gut geplant. Am ersten Tag wurde das Dokumentations- und Informationszentrum in Stadtallendorf besucht, am zweiten Tag die Gedenkstätte des Stammlagers Trutzhain und am dritten Tag Eschenburg. Zur Vorbereitung waren viele E-Mails von Italien nach Deutschland gegangen und die KI-Technik hat beim Sammeln und Übersetzen geholfen. Mit dem Regionalmuseum Eschenburg konnten die Chronik der Firma Holighaus (noch auf Schreibmaschine geschrieben) und einige alte Schwarz-Weiß-Fotos aus der Zeit gefunden werden. Auch wenn darauf nur die schweren Holzstämme zu erkennen waren… davon hatte Großvater „Nonno“ gesprochen – manchmal auch nur im Traum. Aus den zusammengetragenen Dokumenten ergab sich jetzt auch für die Nachfahren ein Bild. „Es ist für uns sehr bewegend“, schrieb Barbara Tavecchio zu Weihnachten.

Nach Stadtallendorf und Trutzhain war Eschenburg für die Familie die wichtigste Station ihrer Zeitreise. Auch wenn es nicht viel zu zeigen und zu sehen gab außer alten Fassade-Resten am früheren Holighaus-Gelände – hier hatte er die zwei Jahre erlebt und überlebt. Der gemeinsame Besuch der wenigen heute noch sichtbaren Spuren und der Austausch im Rathaus machten aus einer historischen Recherche eine persönliche Begegnung.

„Andere fahren zwischen den Feiertagen in Ski-Urlaub oder machen eine Kreuzfahrt. Diese Zeitreise der Familie Tavecchio und das Interesse der Kinder aus drei Generationen hat uns angerührt. Das gemeinsame Erinnern und zusammentragen ist ein wichtiger Schritt, miteinander mit der Geschichte zu leben“, sagte Bürgermeister Götz Konrad. „Wir werden uns näher mit dem Thema befassen“, ergänzte Katrin Schwehn vom Gemeindevorstand.

Beide Töchter der Tavecchios – 14 und 16 Jahre alt – wollen zusammen mit Mutter Barbara zum 27. Januar an der Schule einen Vortrag über ihre Zeitreise und die Geschichte ihres Vorfahren halten. Auch in Eschenburg war diese Spurensuche ein Anlass weiter zu forschen: „Für uns ist er ein Anfang: Ein Schritt hin zu weiterer Aufarbeitung und Vermittlung lokaler Geschichte – in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Angehörigen und überregionalen Erinnerungsorten“, sagt Melanie Krüger, Vorsitzende des Vereins Regionalmuseum Eschenburg.

Alte Geschichte – neue Freunde: Familie Tavecchio aus Italien war zwischen Weihnachten und Silvester nach Deutschland gekommen, wo ihr (Ur-Groß-)Vater von 1943 bis 1945 als Zwangsarbeiter im Sägewerk der Firma Holighaus arbeiten musste. Im Rathaus und im Regionalmuseum kam diese Zeitreise ans Ziel. (Fotos: Winfried Krüger)

 

Versöhnen statt vergessen: Gemeinsam über Geschichte reden

Wenn am 27. Januar – dem Tag der Auschwitz-Befreiung – am Rathaus Halbmast geflaggt ist und die ganze Welt der Opfer des Nationalsozialismus gedenkt, denke ich an Familie Tavecchio. Ihre Zeitreise und Spurensuche hier, hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, über gemeinsame Geschichte zu reden.

Weil die Erlebens-Generation über das Erlebte nicht reden konnte, bekamen die Kinder meist keine Antwort auf ihre Fragen und damit auch keine persönliche Beziehung zur Geschichte – so war das bei vielen nach dem Krieg.

Domenico Tavecchio wurde während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland verschleppt und musste in Eiershausen Zwangsarbeit im Sägewerk Holighaus leisten. Zurück in Italien brach es nur einmal aus ihm heraus, was ihn bis zu seinem Lebensende belastete. Er hätte im Moment des Zorns auch seinen Peiniger erschlagen können und die Geschichte wäre anders verlaufen. Hat er aber nicht. Er hat an seine Frau und die kleine Tochter gedacht und hat seinem Peiniger die Füße geküsst. Ein Sieg der Menschlichkeit.

Wir werden diese Geschichte weitererzählen. Italienische Zwangsarbeiter war für mich neu, aber offenbar kein Einzelschicksal. Luftkriegs-Experte Claudio Becker, der uns zum Volkstrauertag einen Vortrag gehalten hat, wird uns weiter helfen auf der Suche nach der vergangenen Gegenwart. Die Lager in Eibelshausen und die Zwangsarbeit auf der Hütte und in anderen Betrieben sind ebenso Schauplätze dieses Wahnsinns namens Weltkrieg. Den Mitgliedern des Vereins Regionalmuseum Eschenburg und Übersetzerin Agata Reichmann danke ich herzlich für die Hilfe. Wir werden genau so weitermachen und auch die Geschichte von Domenico Tavecchio auf unserer Seite www.eschenburg.de/volkstrauertag erzählen. Sein Mahnen ist auch unser Auftrag: Unsere gemeinsame Geschichte erzählen, damit auch die nachfolgenden Generationen nicht vergessen, was Krieg bedeutet. Versöhnen statt vergessen.

Friedliches Fest & guten Start ins neue Jahr!

Ab Heiligabend bis Neujahr hat die Gemeinde Eschenburg geschlossen. Für die Zeit 29.12.2025 bis 02.01.2026 haben wir einen Notdienst eringerichtet (Zeiten und Telefonnummern hier).

Altenheim-Besuche statt Karten

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben einen Wert geben“ (Wilhelm von Humboldt)

Seit 1938 forscht die Harvard-Universität in Boston darüber, was für Menschen Glück bedeutet. Im Kern sind es immer die Begegnungen mit und die Beziehungen zu Menschen, die Menschen glücklich machen.

Die Beziehung zur Gemeinde Eschenburg zu pflegen, das ist das Ziel unserer Besuche in den Alten- und Pflegeheimen der Region. Diesen „Besuchsdienst“ habe ich von meinem Vorgänger Walter Jank vor 20 Jahren übernommen. Mittlerweile besuchen wir mehr als 80 Eschenburger im „Exil“ zwischen Ewersbach und Wetzlar, zwischen Driedorf und Bad Endbach – in 15 Einrichtungen.

Als kleinen Gruß aus der „Heimat“ haben wir aus unseren Fotowettbewerben ein paar Bilder zu einem Kalender zusammengestellt. Dieser Kalender ist exklusiv für unsere Senioren – und deshalb gibt es von der Gemeinde Eschenburg auch keine weiteren Karten oder Weihnachts-Grüße.

Mit einem Blick auf den Weihnachtsbaum im Rathaus, der von den Fahnen von Eschenburg und unserer Partnerstadt Bečov nad Teplou eingerahmt wird, wünschen wir Ihnen allen ein friedliches Weihnachts-Fest und ein gutes neues Jahr 2026.

Herzliche Grüße

Götz Konrad, Bürgermeister

Bericht aus Verbänden, Vorstand und Verwaltung (11.12.2025)

Produkt
001 Partnerschaft mit Becov nad Teplou: Für den Schüleraustausch wird der nächste Besuch in Petschau für die Zeit 28.04.-05.05.2026 geplant. Das Konzert findet am 02.05.2026 statt. Zu einem „Tag der Sicherheit“ auf dem Schloss sind die Feuerwehr und Gremien aus Eschenburg bereits für den 25.04.2026 eingeladen.
002 Innovation aus Tradition: Beim Besuch der Gemeinde Eschenburg hat Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich auch das gemeinsame Projekt der Firmen Questalpha und Kettenbach vorstellen lassen.
002 Gesundheitszentrum Eschenburg: Die „Bergland Medizin“ möchte nach der ersten Praxis in Ewersbach nun den zweiten Schritt erreichen, damit das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) auf zwei Beinen stehen und gehen kann. In Eibelshausen wird der Marktplatz 2 (wieder) die Adresse für unser Gesundheitszentrum. Eine moderne Medizin hat sich die „Bergland Medizin“ als Konzept gegeben, das nun Schritt für Schritt mit Leben erfüllt wird. Arbeiten im Team und leben in der Region. Unter der Adresse www.eschenburg.de/gesundheit haben wir einige Punkte „Gesundheit von A bis Z“ zusammengetragen. Das Konzept und der Image-Film der „Bergland Medizin“ gehört ebenso dazu wie unser Freizeitbad „Panoramablick“ und die Medizin-Stipendien der Gemeinde Eschenburg.
002 Chemiepreis verlängert: Familie Heinzel verlängert den Chemie-Preis der Holderbergschule bis 2028, den sie über die Stiftung für Eschenburg eingerichtet hat.
002 Wertstoffhof mit neuem Personal und neuem Angebot: Eine Entsorgung der Altkleider ist in Eschenburg über den Wertstoffhof möglich, nachdem sich das DRK als Aufsteller der Container von diesem Dienst zurückgezogen hat. Beim Personal, das mit Minijobs bei der Gemeinde angestellt wird und von der Abfallwirtschaft Lahn-Dill bezahlt wird, gehen die bewährten Kollegen in den Ruhestand, neue Kollegen folgen im neuen Jahr. Vielen Dank sagen wir den einen, einen guten Start wünschen wir den Neuen.
120 Ferienpass 2025: Dank vieler Vereine, Gruppen, Parteien und Privatpersonen konnten beim vierten IKZ-Ferienprogramm EDI (Eschenburg + Dietzhölztal) eine große Auswahl an Aktionen angeboten werden, vom Basteln über Klettern, Backen, Kochen, Angeln, Schwimmen, Stehpaddeln, Reiten, Fußball spielen, Kino, Spaß mit Hunden und Aktionen im Wald. Von den angebotenen 104 Aktionen kamen 94 zustande, bei denen 1.930 Teilnahmen zugeteilt werden konnten . 298 Kinder (181 aus Eschenburg, 117 Dietzhölztal) nahmen teil.
120 Sozialarbeit an Schulen: Für 15 Schülerinnen und Schüler aus Eschenburg erhält die Sozialarbeit an der Budenbergschule in Haiger jeweils 50 € als Unterstützung. An die Kirchbergschule in Herborn gehen derzeit keine Eschenburger.
122 2.502 € Zuschüsse für Fahrten, Lager und Freizeiten: Für elf Fahrten und Freizeiten mit Eschenburger Beteiligung gibt die Gemeinde 2.502 € an Zuschüssen (2 € pro Teilnehmer und Tag, höchstens 7 Tage).
122 2.000 € Förderung für 20 Vereine: Kulturell und gemeinnützig tätige Vereine erhalten gem. Richtlinien zur Vereins- und Jugendförderung pauschal 100 € im Jahr. Zusammen 2.000 € werden ausgezahlt an Kulturkreis, Gesangvereine, Laienspieler, Nabu, Landfrauen, Verschönerungsvereine, VdK und DRK. Im vergangenen Jahr lag die Fördersumme noch bei 2.400 €. Der Natur- und Vogelschutzverein Simmersbach hat sich zuletzt aufgelöst.
122 9.215 € für die Jugendarbeit: An 25 Vereine werden in diesem Jahr für 1.843 Jugendliche jeweils 5 € Förderung der Gemeinde ausgezahlt. Das ist nicht nur mehr als vor Corona, sondern stellt einen Rekord-Wert dar. In Vorjahren waren es so viele Jugendliche: 1821 (2024), 1577 (2023), 1476 (2022), 1230 (2021), 1327 (2020), 1564 (2019), 1507 (2018), 1452 (2017), 1437 (2016), 1548 (2015). Die meisten Jugendlichen haben im Jahr 2025 der TV 1911 Eibelshausen (401), der Jugendförderverein (351), der TSV Hirzenhain (287), GuT Wissenbach (181) und der SV Eibelshausen (166).
122 Vorschläge für Sportlerehrung und Ehrenamtspreis: Bis Februar sammeln wir Vorschläge für Sportlerehrungen und den Ehrenamtspreis der Gemeinde Eschenburg, um endlich wieder einen „Dankeschön!“-Abend veranstalten zu können. Laut Richtlinie der Gemeinde Eschenburg können Vorschläge gemacht werden für erfolgreiche Sportler, die auf Bundes- und Landesebene auf dem Treppchen standen. Und mit dem Ehrenamtspreis der Gemeinde Eschenburg, den wir im Februar 2010 das erste Mal in dieser Form verliehen haben, sollen die „Macher“ und „Motoren“ unserer Vereine gewürdigt werden.
123 Kita Neue Mitte: Ende November hat der Gemeindevorstand ein letztes Angebot für eine außergerichtliche Einigung abgegeben, aber keine Antwort erhalten. 300.000 € wäre der Gemeindevorstand zu zahlen bereit, wenn der Bauträger das Gesamt-Grundstück lastenfrei übergeben würde. Damit sind die Kostenanteile für die Tagespflege im zweiten Bauabschnitt abzugelten, der nun nach dem Rückzug der Diakoniestation völlig offen ist. Wegen der Überbezahlung und der Versäumnisse des Investors will der Gemeindevorstand nur Mehrkosten für den zusätzlichen Grundstücks-Teil verantworten.
123 Deckungsbedarf für Kitas = Defizit für Haushalt: Für eine plakative Aktion haben wir für 2025 den Deckungsbedarf bei den Kitas in Eschenburg mit 3,2 Mio. € beziffert. In den 23 Kommunen im Kreis summiert sich die Lücke auf insg. 90 Mio. € – und überall ist dieser Deckungsbedarf höher als das Defizit des Haushalts.
126 Übergabe in der Gemeinde-Mediothek: Nach 29 Jahren in der Bücherei geht Sabine Pfeifer in den Ruhestand. Wenn die Gemeinde-Mediothek nach der Weihnachtspause (18.12.2025-06.01.2026) wieder öffnet, hat Stefanie Treupel die Leitung der beliebten Einrichtung. Die Bücherei der Gemeinde Eschenburg ist eine Mediothek geworden in einem im(m)ensen Verbund: Das Informations- und Mediennetzwerk für Schulbibliotheken (IMeNS) verbindet im Lahn-Dill-Kreis 87 Schulbibliotheken und 7 öffentliche Bibliotheken, darunter die im Rathaus in Eschenburg. Die Medien sind nach 4.644 (Ende 2024) auf 3.966 (Juni 2025) verringert worden, was die Aktualitätsquote erhöht. Die Zahlen der Nutzer und der Nutzungen steigen. 
133 Bis 19. Dezember Brennholz bestellen: Zum Preis wie im Vorjahr kann bei der Gemeinde für 2026 wieder Brennholz zum Kauf angemeldet werden. Nur solange der Vorrat reicht und nur an Eschenburger kann Brennholz abgegeben werden für den Eigenbedarf (max. 10 Festmeter). Brennholz in langer Form gerückt am Weg (Industrieholz) Hartlaubholz (Buche/Eiche/Ahorn/Esche):        80 € pro Festmeter inkl. MwSt. Bestellungen sind bis zum 19.12.2025 bei Förster Biener möglich, am besten per E-Mail an sebastian.biener@haiger.de, Telefon (0176) 10811500.

Weitere Informationen aus den Ortsteilen:

Eibelshausen: 

  1. Beim Marktplatz sind die noch fehlenden Restarbeiten erledigt worden. Die Schlussrechnung steht noch aus, es ist aber erkennbar, dass rund 30.000 Euro Mehrkosten entstehen, die im Nachtragshaushalt eingestellt sind. Wie bei den Beratungen des Nachtragshaushalts erläutert, erhöhen sich die Gesamtkosten von 390.000 € auf nunmehr 420.000 €, weil ein weiteres Stück Ufermauer saniert wurde, das nicht in der Ausschreibung enthalten war, und weil die Deponiekosten erheblich gestiegen sind.
  1. Das Ausschreibungsverfahren zur Erneuerung der Wärmeversorgungsanlage für das Rathaus/Bürgerhaus Eibelshausen ist gestartet.
  1. Das Obergeschoss des Dienstleistungszentrums benötigt die Diakoniestation Dietzhölztal-Eschenburg nicht, weshalb wir den Mietvertrag für die 179 m2 Gesamtfläche für Ende Januar aufheben. Für die Büroräume, die früher schon vom „Netzwerk Jugend“ genutzt und mit einem Treppenlift auch für Behinderte zugänglich gemacht wurden, wird nun ein neuer Mieter gesucht. Interessenten sollten sich ans Bauamt wenden oder an die allgemeine Adresse info@eschenburg.de eine E-Mail schreiben.
  1. Bahngelände ist nicht an Beiträgen zu beteiligen, hat das Verwaltungsgericht Gießen entschieden (2 K 3049/21.GI). Beim Straßenbeitragsbescheid vom 30.08.2017 für die grundhafte Erneuerung der Friedrichstraße hatte die Gemeinde versucht, die Deutsche Bahn als Anlieger an den 101.423,52 € Gesamtkosten zu beteiligen. Neben der Erreichbarkeit des Geländes von der Friedrichstraße aus spielte der Status als „stillgelegte, jedoch noch dem Eisenbahnverkehr gewidmete Bahntrasse der Diethölztalbahn“ Fläche eine Rolle. Eine Freistellung von Bahnbetriebszwecken nach § 23 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) sei (noch) nicht erfolgt. Zwar hatte die Bahn selbst 2012 den Antrag auf „Entwidmung“ gestellt, aber wegen der Initiativen für eine Reaktivierung der Dietzhölztalbahn wieder zurückgezogen. Die 5.711,08 € Straßenbeitrag der Bahn werden nicht auf die übrigen Anlieger umgelegt, sondern von der Gemeinde aus Mitteln der Straßenunterhaltung getragen. Der Anteil der Gemeinde steigt somit auf 29,22 %.
  1. Durch eine vereinfachte Umlegung konnte das Grundstück der Kläranlage gemäß § 82 BauGB für den Neubau hergerichtet werden. Die Haubergsgenossenschaft bekam bei der Gelegenheit eine drei Meter breite Wegeparzelle als Zugang zu ihrem Grundstück, das durch den Bau der Umgehungsstraße „gefangen“ war.

Hirzenhain:

  1. Mit der Montage der Außen-Raffstore sind die Arbeiten am Anbau an die KITA „Raupe Nimmersatt“ Hirzenhain-Bahnhof nun endgültig abgeschlossen.
  1. Die Außenwand des Turnraums in der KITA „Arche Noah“ ist nach dem Wasserschaden fertig saniert.
  1. Die eine erhobene Klage gegen den Straßenbeitrag für die grundhafte Erneuerung der Steinmetzstraße ist zurückgezogen worden.

Wissenbach:

  1. Für ein Klettergerüst an der Kita „Meisennest“ hat der Förderverein gesammelt, den Rest zu den rund 10.000 € Gesamtkosten stellt das Dekanat als Träger zur Verfügung. Dadurch belastet dieses Spielgerät die Gemeinde Eschenburg als Eigentümer nicht weiter in der Ergebnisrechnung (Abschreibung).
  1. In der Haushalts-Beratung konnten die Vorgehensweise und Finanzierung für den Ausbau und die Sanierung des Hans-Haas-Wegs zum Sportplatz geklärt werden. Für Abfräsen, Aufbau und Ausbau mit einer wassergebundenen Decke sind für 2026 die 60.000 € vorgesehen. In der Finanzplanung für 2027 reichen 50.000 € für eine Asphaltierung, wenn die wassergebundene Decke nicht ausreichen sollte.

Simmersbach:

  1. Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ist für den Sportplatz Simmersbach nicht praktikabel, haben Gemeindevorstand und Vereinsvorstand des SSV Simmersbach besprochen. Für eine Erneuerung der Flutlichtanlage hat der Verein bereits einen Antrag gestellt bei der EKM Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten GmbH und anderen Fördermittelgebern. Die Gemeinde ist bereit, hierbei 10 % der Kosten einer neuen Flutlichtanlage mitzutragen. Für die Erneuerung des Kunstrasenplatzes holt der SSV Simmersbach Angebote ein und die Gemeinde hilft, den Weg zu einer Förderung im „Sportland Hessen“ zu finden, wie es Wissenbach und Eibelshausen auch schon geschafft haben. Hierfür soll ein Termin mit dem Lahn-Dill-Kreis über die Vorgehensweise stattfinden.

Eiershausen:

  1. Die Erneuerung der WC-Anlage im Erdgeschoss des Dorfgemeinschaftshauses konnte in dieser Woche fertiggestellt werden.

Roth:

  1. In der Biedenkopfer Straße in Simmersbach und in der Stietestraße aufm Roth werden die letzten Straßenunterhaltungsarbeiten für 2025 durch die Fa. Grimm (Herborn) umgesetzt.

Gemeindewerke:

  1. Die Kanalbauarbeiten in der Sammetwiesenstraße in Hirzenhain-Bahnhof sind bis auf den Verbindungsweg Sammetwiesenstraße/Bahnhofstraße fertiggestellt. Noch vor Weihnachten wird auf dem rund 230 m langen Teilstück die Asphalttragschicht eingebaut. Die Restarbeiten werden in 2026 bei entsprechender Witterung ausgeführt.
  1. In der Poststraße und Windhainstraße in Hirzenhain sind die Wasserleitungs- und Kanalbauarbeiten abgeschlossen. Es wird nun mit den abschließenden Straßenbauarbeiten begonnen, der Einbau der Asphaltdecke wird aber in 2025 nicht mehr erfolgen können.

Abwasserverband „Obere Dietzhölze“

  • Haushalt 2026 beschlossen: Der Haushaltsplan 2026 ist mit einem Volumen von 2.579.200 € beschlossen worden. Darin ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 3.450.000 € geplant, mit der die weitere Planung und die Vorarbeiten für den Kläranlagen-Neubau finanziert werden.
  • Bauantrag für neue Kläranlage: Nachdem die Planung bis zur Entwurfsplanung vorangeschritten ist, kann der Bauantrag beim Kreis abgegeben werden. Danach möchte der Planer die neue Kläranlage mit 3D-Ansichten genauer erläutern.
  • Warten auf Bescheid vom Land: Die Planung ist bei der Kostenberechnung angekommen, die einen derzeitigen Rahmen von 42 Mio. € aufzeigt. Nach dem im Oktober 2024 begonnenen Antragsverfahren um eine Förderung des Landes Hessen sind nun alle Unterlagen bei der WI Bank eingegangen. Ein „vorgezogener Maßnahmenbeginn“ – wir wollten an den Stellen, die gewiss keine Förderung erhalten, derweil weitermachen – ist noch nicht bewilligt worden. Ein zeitnaher Bescheid, ruhig auch mit späterer Auszahlung wie bei der Förderung für Feuerwehr-Investitionen, wäre wichtig, um Kostensteigerungen zu bremsen.

Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“

  • Mit Etat 2026 neues Bauprogramm planen: Der Haushalt 2026 ist mit einem Volumen von 1.570.900 € beschlossen worden. Von den 903.400 € Verbandsumlage zur Deckung des Defizits wird Eschenburg 585.122 € und Dietzhölztal 318.278 € zu tragen haben.
  • Neue Mitglieder beim Förderverein: Mit dem Mitgliederschwimmen im laufenden Badebetrieb konnte der Förderverein die Zahl der Mitglieder von 456 auf nunmehr 525 steigern. Der Mindest-Mitgliedsbeitrag liegt seit der Gründung im Jahr 2009 bei 12 €. Für das Bad hat der Förderverein insgesamt 154.573,20 € gesammelt. Im Jahr 2025 sind insgesamt 17.175,23 € für das Bad eingesetzt worden bei Staubsauger, Hand-Haartrockner, Dusche Dampfbad, Leuchtkasten, Abluft Bistro und neuen Kinderstühlen.
  • Ticket-Sponsor weiter treu: Die EAM unterstützt mit 2.000 € netto auch im kommenden Jahr die Beschaffung wiederverwendbarer Eintrittskarten.
  • Elektroauto-Ladestation kommt ans Schwimmbad: Ohne Kosten für den Zweckverband ist ein Vertrag mit der Mainova abgeschlossen worden, die eine Ladestation für Elektro-Autos bauen und betreiben wird. Geplant ist ein Hypercharger mit zwei Ladepunkten mit insgesamt 150 kW Leistung.