Autorarchive: Götz Konrad

Volkstrauertag 2025 – „Spurensuche“ – Bilderbogen

Volkstrauertag 2025 – „Spurensuche“ – Bilderbogen

Pfarrer Schäfer war erkrankt, die Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Eibelshausen kam dsennoch mit Andacht. Claudio Becker spricht zum Thema „Spurensuche – Vergangenheitsbewältigung 80 Jahre nach Kriegsende“. Der Unternehmer aus Sinn hat schon vor 20 Jahren im Arbeitskreis in Herborn am Buch „Der Luftkrieg im Dillgebiet“ mitgewirkt und seitdem weiter zu den Wirren der letzten Weltkriegs-Wochen geforscht. Der Posaunenchor Wissenbach umrahmte die Gedenkfeier in Eibelshausen klangvoll. Der Vortrag, so wünschten sich die Zuhörer, soll bald über diese Seite www.eschenburg.de/volkstrauertag nachzulesen sein.


Volkstrauertag 2025

Mit einer Gedenkfeier im Ortsteil Roth und Kranzniederlegungen in allen anderen Ortsteilen hat die Gemeinde Eschenburg den Volkstrauertag 2024 begangen. Bei der Gedenkfeier aufm Roth wirkten der Posaunenchor Simmersbach und Pfarrerin Hilke Perlt von den ev. Kirchengemeinden Oberhörlen und Roth mit. Bürgermeister Götz Konrad hielt folgende Ansprache bei der Gedenkfeier. Das Totengedenken wurde in allen Ortsteilen gehalten, in Hirzenhain sogar begleitet von Posaunenchor und Pfarrer.

„Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder aus dem Lied „99 Luftballons“ zitiert. Diesmal hätten wir den Song fast aus der Konserve abgespielt, weil sich keine Musik fand. Mit dem Posaunenchor klingt es besser, finde ich. Wir sollten aber dennoch nie die Texte vergessen.

Mann, wer hätte das gedacht, 

dass es einmal so weit kommt

wegen neunundneunzig Luftballons.

Das Lied „99 Luftballons“, traf 1983 den Nerv der Zeit. Ein Knopfdruck und die „Antwort“ mit Atomwaffen löscht alles Leben aus. Das war die Angst, mit der wir damals groß geworden sind.

Die Botschaft des Liedes klingt heute noch fort:

Denkst du vielleicht grad an mich?

Dann singe ich ein Lied für dich

von neunundneunzig Luftballons

und dass sowas von sowas kommt.

Dass sowas von sowas kommt – Darum geht es bei diesem Volkstrauertag. Jahr für Jahr.

Die „99 Luftballons“ waren für die Friedensbewegung in den 80er Jahren zu zahm, formulierte das Lied doch keinen Widerstand gegen irgendetwas.

Wer sich heute als „Kriegs-und-Friedens-Experte“ so alles seine Gedanken macht, sollte an diesem Tag besser verstummen und auch nicht zitiert werden.

Dass sowas von sowas kommt.

„Abschiebung schafft Wohnraum“, lautete ein Wahlplakat der AfD bei der jüngsten Landtagswahl hier.

„Die Juden sind unser Unglück“, wurde im Dritten Reich plakatiert und skandiert, bis es viele glaubten oder auch still mittrugen.

Bei Krieg und Gewalt ist es wie bei Mobbing. Der wegschaut, der macht mit.

Wir verdrängen seit der Geschichte mit Kain und Abel, wie schnell sich Konflikte hochschaukeln. Wie schnell sich die Gewalt-Spirale dreht. Wie schnell sich gerade der soziale Sprengstoff „Neid“ entfachen lässt.

In Simmersbach sehen wir die langen Reihen mit Namen und als Schlusssatz: „Sorgt Ihr, die Ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe“. Das ist das Vermächtnis an uns. Unsere Aufgabe.

Die Nationalsozialisten verkehrten – wie so vieles andere – auch diesen Tag: 1934 – also vor 90 Jahren – ordnete Adolf Hitler die Umbenennung in „Heldengedenktag“ an. Wir sehen teils an unseren Denkmalen noch die Überschrift: „Unseren Helden“.  Er hieß danach „Heldengedenktag“ und diente vielmehr der Verehrung, der Propaganda. Es wurde nicht mehr Halbmast gehisst, sondern vollstock.

Als Held ist wahrscheinlich keiner der vielen Männer gestorben, die auf den langen Namensreihen stehen. Sie sind gestorben als Soldaten, als Ehemänner, als Väter, als Söhne, als Brüder, als Freunde.

Das gilt auch für die kleine Gedenkstätte aufm Roth. Hier haben die Opfer sogar ein Gesicht. Neben der offiziellen Gedenktafel gibt es noch eine Tafel mit den Namen und Fotos der Gefallenen.

„Die Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens“, sagte Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer.

In Eibelshausen legen wir auch Blumen nieder an Gräbern von Zwangsarbeitern, die hierher verschleppt und weit weg von ihrer Heimat die letzte Ruhe fanden.

In Wissenbach haben wir vier Soldatengräber und in Hirzenhain zwei. Darunter das Grab des jungen Jagdfliegers Willi Ehrecke, ein 21 Jahre alter Pilot, der am 21. März 1945 – also kurz vor Kriegsende von feindlichen Jagdfliegern abgeschossen und tödlich getroffen, als er wehrlos am Fallschirm hing.

Diesen Luftkampf haben hier viele mitansehen müssen. Deshalb dürfen wir nicht vergessen, wie schlimm Krieg ist.

Weilburger Tageblatt vom 16. März 1944. Der Landrat propagiert als wichtigste Waffe gegen die „Luftgangster“ die Wohnraumbeschaffung in verblendeter Verzweiflung. „Je weniger es den Luftgangstern gelingt, die von ihnen beabsichtigte Obdachlosigkeit in Deutschland Platz greifen zu lassen, desto nutzloser ist ihr großer Aufwand an Luftkriegsmitteln gegen Unbewaffnete.“ Schneller tapezieren als andere bombardieren…

Ich denke, diese Zeilen zeigen uns heute den Wahnsinn des Krieges. Damals war es der Ton der Zeit und gewiss auch – durch die Propaganda verbreitet – in vielen Köpfen.

Der Wahnsinn des Weltkriegs bricht auch an diesem 15. März 1945 über das kleine Dorf Roth herein, als am Abend ein britischer Bomber abstürzt. Die Rother hörten MG-Feuer von einem Luftkampf, sahen einen Feuerball auf das Dorf zurasen.

Über dem Schlossberg brach das Flugzeug auseinander. Wo und wie die Trümmerteile hier einschlagen, berichtet das Buch „Der Luftkrieg im Dillgebiet“, das der Herborner Geschichtsverein 2005 herausgegeben hat (und wie in der Zeitung berichtet wird: „Verweigerter Mordauftrag: Kriegsgefangene in Eschenburg“)

Am nächsten Morgen fand man fünf Tote der Besatzung in der Nähe des Flugzeug-Rumpfes. Zwei Mann war es noch gelungen, mit dem Fallschirm aus der brennenden Maschine zu entkommen. Der eine landete bei Mandeln und wurde im Bullenstall eingesperrt. Der zweite Überlebende kauerte am Morgen in Oberdieten und wurde zum Verhör aufs Roth gebracht. Bei der Vernehmung durch einen Polizisten war Emmi Klein hier als Dolmetscherin anwesend. Am Ende des Verhörs hat der Engländer, am ganzen Körper zitternd, seine Dolmetscherin gefragt, ob er jetzt erschossen würde. Sie konnte ihn beruhigen. Er wurde in der Gefangenenzelle auf dem Backhaus inhaftiert. So hat es Albert Wagner vom Roth 1982 aufgeschrieben und der Geschichtsverein Herborn recherchiert.

Die schriftliche Schilderung von Rita und Hermann Montanus vom Berghof aus dem späteren Jahr 1946 ist zu entnehmen, wie die fünf Toten vom „Volkssturm“ – so hier das letzte Aufgebot an der Heimatfront – geborgen wurden. Hermann Montanus weiter: „Bei der Besichtigung des abgestürzten Flugzeugs sowie der Toten wurde mir am Tag nach dem Absturz durch den für den Kreis zuständigen Polizeileutnant der Befehlt erteilt, den im Dorf Roth befindlichen Gefangenen am nächsten Abend bei Eintritt der Dunkelheit auf den Weg zum Krankenhaus der Stadt Dillenburg bringen zu lassen. Es wurde mir gleichzeitig befohlen, diesen Mann nicht lebend dort ankommen, sondern unterwegs erschießen zu lassen. Es sollte dann angegeben werden, dass der Gefangene bei einem Fluchtversuch erschossen worden sei.“

Der Gruppenführer des Volkssturms und Bürgermeister Krämer widersetzten sich dem Befehl. Der Gefangene mit Kopfverletzung wurde verpflegt und verbunden, durfte das Grab seiner Kameraden sehen.

Hermann Montanus schreibt später: „Da wir für seine Sicherheit für die kommende Nacht fürchten mussten, fragte ihn meine Frau, ob er evtl. 30 Kilometer zu Fuß gehen könne. Er wurde durch Medikamente und Lebensmittel gestärkt und war bereit, den Weg zu machen. Inzwischen hatte ich aber in der Schule einen Raum ausmachen können, in dem der Gefangene unter Bewachung die Nacht verbringen konnte. Ich habe den Gefangenen dort eingeliefert und einen zuverlässigen Mann in den Vorraum postiert, der mir für den Gefangenen verantwortlich war. Inzwischen erhielt ich von dem zuständigen Bürgermeisteramt in Mandeln, in dem der zweite Gefangene untergebracht war, auf meine vorherige telefonische Anfrage die Nachricht, dass der Gefangene am nächsten Morgen nach Breitscheid transportiert werden könnte. Ich habe dann den Gefangenen am nächsten Morgen in das Dorf Ewersbach gebracht, wo er mit seinem Kameraden zusammentraf und mit diesem gemeinsam mit einem Lastauto unter militärischer Bewachung nach Breitscheid gebracht worden ist.“

Soweit die Geschichte vom Roth.

Das hätte auch ganz anders ausgehen können.

In Eibelshausen sind in diesen letzten Tagen des zweiten Weltkriegs noch Deutsche von den eigenen Dorfbewohnern denunziert und deportiert worden, weil sie den Hitlergruß nicht machten. Das ist mir bei einem 80. Geburtstag vor Jahren erzählt worden.

Auch wenn das Ende des Krieges bald 80 Jahre vorüber ist, müssen wir diese Geschichte und solche Geschichten wie hier aufm Roth immer und immer wieder erzählen.

„Dass sowas von sowas kommt.“

Krieg bringt immer unnötiges und unsägliches Leid.

Krieg ist immer die Kapitulation der Menschlichkeit

Wir gedenken nun der Opfer und müssen künftig alles in unserer Kraft stehende tun, damit es keine weiteren Opfer mehr gibt.“

Volkstrauertag 2024 in Bildern

2025 ist die Gedenkfeier in Eibelshausen

2025 ist der Volkstrauertag am 16. November und die Gedenkfeier findet um 14 Uhr in Eibelshausen statt. Die Kranzniederlegungen in den anderen Ortsteilen reihen sich um die zentrale Veranstaltung.

In Simmersbach schließt ein Satz die langen Kolonnen der Namen ab, die aus Simmersbach stammen und Opfer in den beiden Weltkriegen  wurden. „Sorgt Ihr, die Ihr noch im Leben seht, dass Frieden bleibe.“ Darum geht es beim Volkstrauertag.

Schluss-Satz in Simmersbach: "Sorgt Ihr, die ihr noch im Leben seht, dass Frieden bleibe."

Als 2017 die Bronze-Tafeln der Denkmäler in Simmersbach und Eibelshausen einem dreisten Diebstahl zum Opfer fielen, haben viele Bürgerinnen und Bürger gespendet, dass wir einen Ersatz schaffen konnten – ohne Bronze, aber mit allen Namen. Die Inschriften aller sechs Denkmäler haben wir damals gesichert und auf dieser Internetseite www.eschenburg.de/volkstrauertag veröffentlicht. Auf diesen Denkmälern kann man sehen, dass Krieg in jeder Familie Lücken in die Reihen der Lieben geschlagen hat. Deshalb gibt es eine zentrale Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegungen in allen anderen Ortsteilen.

Das Lied „Der gute Kamerad“  wird der Posaunenchor in Simmersbach genauso mitfühlend intonieren, wie eigentlich 1809 geschrieben worden war. Auch wenn der Text selten zitiert wird und die dritte Strophe missverstanden werden kann, ist dieses Soldatenlied kein „Heldengedenken“, sondern zeigt den Wahnsinn des Krieges.

Erinnern für die Zukunft, das ist das Thema vom Volkstrauertag. Gerade weil in Europa wieder Krieg herrscht, dürfen wir nicht nachlassen, auch in Zukunft die Erinnerung wachzuhalten, als Volk zu trauern und dafür uns einzusetzen, dass die Welt um uns herum friedlicher wird und friedlich bleibt. Ein Denkmal ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern ein Mahnmal für die Zukunft: Immer mal wieder denken bleibt unsere Daueraufgabe.


Volkstrauertag – ein stiller Feiertag

Wenn die Fahnen Trauer tragen: Am Volkstrauertag ist auch am Rathaus der Gemeinde halbmast geflaggt. Und dieser stille Feiertag steht unter einem besonderen Schutz.

Zwar keine stattliche Zahl von Besuchern bewegt der Volkstrauertag, aber es ist ein staatlicher Feiertag. Er gehört zu den stillen Tagen, die das Gesetz wie den Karfreitag und den Totensonntag unter besonderen Schutz gestellt hat, was mit „Tanzverbot“ zu kurz dargestellt wäre. Seit 1952 wird der Volkstrauertag zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs vorgeschlagen, wurde die Idee in der Weimarer Republik noch nicht als Feiertag begangen, im Dritten Reich zum „Heldengedenktag“ heroisiert, aber nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges unter den Nationen begangen mit dem gegenseitigen Versprechen: Nie wieder Krieg!

Die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag findet jeweils im Deutschen Bundestag statt.

Eine zentrale Gedenkveranstaltung im Wechsel, aber in allen Ortsteilen Kranzniederlegungen, haben sich in der Gemeinde Eschenburg eingespielt. Denn Volkstrauer muss eine Heimat haben, meinen wir.

Deshalb halten wir auch an jedem Denkmal das Totengedenken ab, wie es Bundespräsident Theodor Heuss im Jahr 1952 eingeführt hat.

Die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag veranstaltet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Berlin. Die Gedenkstunde, die traditionell unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten steht, wird live im Fernsehen übertragen.

Totengedenken

Wir denken heute

an die Opfer von Gewalt und Krieg,

an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken

der Soldaten, die in den Weltkriegen starben,

der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer,

die verfolgt und getötet wurden,

weil sie einem anderen Volk angehörten,

einer anderen Rasse zugerechnet wurden

oder deren Leben wegen einer Krankheit

oder Behinderung als lebensunwert

bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer,

die ums Leben kamen, weil sie Widerstand

gegen Gewaltherrschaft geleistet haben,

und derer, die den Tod fanden, weil sie an

ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern

um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege

unserer Tage, um die Opfer von

Terrorismus und politischer Verfolgung,

um die Bundeswehrsoldaten und

anderen Einsatzkräfte,

die im Einsatz für uns ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer,

die bei uns durch Hass und Gewalt gegen

Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern

mit den Müttern und mit allen, die Leid tragen um die Toten.

Wir denken darüber nach, wie leicht sich Neid und Hass zu Gewalt und Krieg entfachen und dann Fremde und Schwache zu Opfern machen.

Wir mahnen

damit dieser Tag auch in Zukunft uns gedenken und nachdenken lässt, dass Friede nicht nur die Abwesenheit von Krieg ist.

Wir müssen handeln,

damit Frieden geschaffen und gesichert wird – auch durch diesen Volkstrauertag.

Unser Leben steht im Zeichen der

Hoffnung auf Versöhnung unter den

Menschen und Völkern,

und unsere Verantwortung

gilt dem Frieden unter den

Menschen zu Hause und in der Welt.


In jedem Ortsteil steht ein Denkmal

Erinnern und Ermahnen: In jedem Ortsteil steht ein Denkmal, das uns an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft denken lässt.

Volkstrauer muss eine Heimat haben. Deshalb „wandern“ wir sonst mit der Gedenkveranstaltung durch die sechs Ortsteile, legen aber an allen Denkmälern Kränze nieder. Manchmal sagt man auch „Ehrenmal“. Nur wenn wir uns erinnern, ehren wir die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Deshalb ist es wichtig, dass wir in allen Ortsteilen mit(ge)denken. In Wissenbach steht „Verweile und gedenke“ auf dem Mahnmal. Und mir fällt immer wieder auf beim Blick auf die Lebensdaten: Das waren junge Leute, die das ganze Leben noch vor sich gehabt hätten. In Stein und Stahl sind auf den Friedhöfen die vielen Namen verewigt. Die Bronzetafeln von Eibelshausen und Simmersbach sind gestohlen worden, aber wir konnten die Namen rekonstruieren und neue Tafeln in einem zeitgemäßen Material anfertigen. „Es bleibet unvergessen der Toten stille Schar kein Maß kann je ermessen wie groß ihr Opfer war“, lautet der Spruch in Eiershausen. Vorstellen können wir uns das heute nicht, aber wir sehen Namen, die uns bekannt sind. Hier sind nicht nur Familien betroffen, die heute noch im Dorf leben. Es gibt sogar viele Kriegsopfer, deren Namen lebt heute in Verwandten weiter. „Zum Gedenken der Toten beider Weltkriege“ steht aufm Roth an der offiziellen Gedenkplatte, aber auf einer Tafel der Heimatstube sind zu allen Personen auch Fotos und „Hausnamen“ zu finden. Der Krieg hat in jedem Haus, in jeder Familie Lücken gerissen. „Unseren Helden“ ist der alte Stein von Hirzenhain überschrieben. Als Helden sind diese Menschen nicht gestorben. Sie sind auch hier gestorben als Söhne, Väter, Ehemänner, Brüder… Der Volkstrauertag bleibt eine Verpflichtung für uns alle von zum Erinnern und Ermahnen. Oder wie es in Simmersbach so treffend (wieder) auf der Tafel steht: „Sorgt Ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe.“

Es ist wie bei alten Fotos: Wenn die abgebildeten Personen niemand kennt, sagt uns die Aufnahme nichts, sondern ist nur ein schönes Bild. Deshalb wollen wir zum Volkstrauertag 2020 zu allen sechs Denkmalen und den Kriegsgräbern die Namen veröffentlichen. Indem wir Erinnerungen weitergeben, bewahren wir ihnen ein ehrendes Andenken.


Denkmal Eibelshausen

226 Namen: Nach dem Diebstahl der Bronzeplatten 2017 wurden die Namen wieder auf Platten aus zeitgemäßem Material gebracht. Hier sind nicht nur Opfer des Krieges in alphabetischer Reihenfolge vermerkt, sondern auch Flucht und Vertreibung spielen hierbei eine Rolle.

Die Bronzetafeln von Eibelshausen wie von Simmersbach sind 2017 gestohlen worden. Den Gremien und vielen Bürgern der Gemeinde war es wichtig, dass wieder Tafeln mit den Namen als Denkmal auf den Friedhof kommen. Mit 2.335 € Spenden konnten 2018 wieder neue Tafeln angebracht werden. Der Ortsbeirat besorgte zudem für die Lebensdaten der Opfer das Geburtsjahr, soweit es zu ermitteln war. Damit kann man nun ermessen, wie jung die meisten Kriegsopfer waren, die gestorben sind (†) oder vermisst blieben (v). Aus dem ersten Weltkrieg (1914-1918) sind auf den Tafeln 50 Namen, aus dem zweiten Weltkrieg (1939-1945) 176 Namen aufgeführt.

Im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

1914-1918

Robert Aurand * 1873 † 25.12.14

Karl Philipp Bücher * 1884 † 24.9.15

Karl Daum * 1894 † 4.11.15

Emil Eckhard * 1895 † 21.3.18

Ewald Eckhardt * 1883 v 15.9.14

Reinhard Eckhardt * 1886 † 20.9.14

Melchior Eichstädt † 26.9.15

Heinrich Emmerich * 1894 † 19.8.15

Fritz Heinz * 1882 † 21.3.15

Karl Heinz * 1890 † 26.9.15

Hermann Heupel * 1893 † 15.9.15

Adolf Hofheinz * 1897 † 30.9.18

Emil Klingelhöfer * 1891 † 18.4.17

Friedrich Klingelhöfer * 1897 † 3.11.17

Heinrich Klingelhöfer * 1894 † 28.7.15

Karl Klingelhöfer * 1891 † 17.6.17

Reinhard Klingelhöfer * 1876 † 9.9.14

Heinrich Krenzer * 1883 † 14.10.16

Emil Müller * 1893 † 27.8.15

Friedrich Müller *1881 † 30.11.14

Friedrich Müller * 1890 † 5.10.14

Fritz Müller * 1876 † 1.4.16

Fritz Müller * 1883 † 5.8.16

Fritz Müller *1891 † 13.10.18

Gustav Müller * 1880 † 26.9.15

Heinrich Müller * 1882 † 25.9.15

Karl Heinrich            Müller * 1875 † 29.7.18

Karl Müller * 1885 † 26.9.14

Karl Müller * 1889 † 15.10.18

Reinhard Müller * 1880 † 9.4.18

Theodor Nix * 1885 v 15.9.14

Reinhard Orth * 1884 † 15.9.14

Karl Ortmann * 1884 † 26.9.15

Karl Peter * 1893 v 4.10.14

Albert Pfeifer * 1893 † 16.3.15

Karl Pfeifer * 1890 † 9.6.15

Moritz Schneider * 1894 † 5.9.18

Wilhelm Schuppert * 1895 † 17.2.18

Heinrich Schwehn * 1884 v 30.9.15

Oskar Schwehn * 1895 † 19.8.18

Reinhard Schwehn * 1893 † 25.9.15

Adolf Stäger * 1893 † 20.8.15

Albert Stenger * 1896 v 5.11.16

Albert Stenger * 1899 † 24.2.18

Reinhard Stenger * 1877 † 22.11.14

Albert Stoll * 1886 † 26.9.14

Karl Thomae * 1890 † 19.5.15

Friedrich Wagner * 1890 † 23.10.18

August Weber * 1886 † 3.10.15

Friedrich Welsch * 1891 † 22.9.16

1939-1945

Franz Ax * 1914 † 9.9.42

Karl Reinhard Bach * 1903 † 5.1.45

Reinhard Emil Bach * 1908 † 4.4.44

Horst  Bauer v 01.45

Werner Bauer † 4.45

Erna Becker * 1909 † 12.12.44

Heinrich Berthold † 22.3.45

Helmut Blank v 19.4.44

Adam Blassl v 4.3.45

Hermann Braun * 1904 † 21.4.45

Albert Ciliox * 1903 † 30.3.45

Otto Wilhelm Daum * 1912 † 25.6.44

Otto Debus *1913 † 10.6.40

Otto Dorndorf * 1914 † 24.10.41

Josef  Eckert † 23.7.43

Bernhard Eckhardt * 1926 v 22.7.44

Erwin Eckhardt * 1916 † 8.6.40

Ewald Eckhardt * 1916 v 6.4.44

Hans  Eckhardt * 1923 † 27.10.41

Heinz Eckhardt * 1923 v 29.6.44

Oskar Ernst Eckhardt * 1912 † 2.9.44

Otto Eckhardt * 1921 † 8.5.45

Paul Heinrich Eckhardt * 1925 † 14.7.44

Walter Eckhardt * 1902 v 10.6.45

Anton Frank † 12.5.44

Filipp  Freund v 4.4.45

Eugenie Fröhnel v 3.45

Ferdinand Fröhnel † 4.3.45

Heinrich Fuchs * 1905 † 13.2.45

Emil Gail * 1897 † 10.8.41

Walter Friedrich Gail * 1908 v 28.1.43

Helmuth Geis * 1925 † 16.8.44

Peter  Geiser † 9.5.45

Paul Granzow * 1901 † 18.2.42

Emil Grau * 1910 † 16.8.44

Anton Grund v 27.3.44

Walter Grund † 2.1.45

Dr. Hermann Haase † 02.12.43

Lidi Haberer † 13.2.45

Reinhard Hain * 1903 † 8.46

Karl Erich Hain * 1919 † 24.6.43

Paul Hain * 1922 † 20.4.44

Heinrich Hansmann * 1905 v 10.1.45

Richard Hansmann * 1909 † 29.6.43

Karl Heinrich Hartmann * 1921 v 26.12.42

Karl Gerhard Hast * 1926 † 24.11.44

Dr. Karl Heinz * 1911 † 6.7.41

Walter Heinz v 12.4.45

Alfred Henrich * 1916 † 27.7.41

Heinrich Friedrich Hess * 1918 v 14.1.43

Walter Hof * 1913 v 21.12.42

Alwin Hofheinz * 1906 † 1.10.44

Friedrich Hofheinz * 1910 † 6.8.41

Hermann Hofheinz * 1915 †31.12.44

Karl Walter Hofheinz * 1922 v 20.7.44

Reinhard Hofheinz * 1892 † 2.1.45

Franz Ludwig Höfler * 1924 v 15.8.44

Anton Höfner † 24.3.45

Johann Höfner † 20.4.45

Rudolf Höfner v 5.2.44

Rudolf Junker † 10.3.45

Wenzel Junker † 27.1.44

Otto Kehr * 1916 † 20.1.45

Gerhard Keller v 5.42

Franz Kieweg † 7.6.44

Daniel Klein † 24.11.43

Otto Klein * 1916 † 9.2.45

Martin Klier 1.45

Karl Klima † 20.5.45

Emil Klingelhöfer * 1915 † 10.9.43

Erich Klingelhöfer * 1914 † 19.7.44

Erich Ernst Klingelhöfer * 1920 † 14.7.41

Erich Martin Klingelhöfer * 1921 † 26.8.42

Erwin Emil Klingelhöfer * 1915 v 22.8.44

Ewald Reinhold Klingelhöfer * 1925 v 7.7.44

Friedrich Heinrich Klingelhöfer * 1914 † 12.6.42

Heinrich Klingelhöfer * 1919 † 21.8.1941

Karl Klingelhöfer * 1908 † 10.8.46

Karl Klingelhöfer * 1911 † 12.10.40

Karl Albert Klingelhöfer * 1911 † 12.10.40

Karl Heinrich Klingelhöfer * 1919 † 1.1.43

Martin Emil Klingelhöfer * 1923 † 29.10.44

Otto Heinrich Klingelhöfer * 1917 † 07.5.45

Otto Walter Klingelhöfer * 1927 † 19.9.44

Reinhard Klingelhöfer * 1915 v 3.45

Reinhard August Klingelhöfer * 1899 † 14.5.45

Theodor Klingelhöfer * 1913 † 8.45

Josef  Koringer * 1912 † 11.3.45

Pepi Krause * 1924 † 26.8.44

Friedrich Wilhelm Krenzer * 1912 v 45

Heinrich Wilhelm Krenzer * 1919 v 18.1.45

Otto Heinrich Krenzer * 1914 v 45

Johann Kriebel * 1916 v 3.1.43

Johann Kriegelstein v 26.10.43

Alfred Kübeck * 1915 v 45

Oskar Künkel * 1912 † 23.3.43

Albert Kunz * 1906 † 15.4.44

Hans Kunz † 27.2.44

Rudi Eberhard Kunz * 1908 † 21.5.49

Ernst Kurz v 10.8.44

Wilfried Kurz † 10.12.44

Heinz Landsberger † 18.8.44

Otto Heinrich Lautz  * 1908 v 8.8.43

Georg Leinberger † 10.7.44

Stefan Leinberger † 12.11.44

Lorenz Liebisch † 45

Friedrich August Lohmann * 1912 † 20.9.46

Karl Rudolf Lohmann * 1904 v 16.1.45

Walter Loisch † 15.1.45

Josef Manges † 13.4.44

Otto Medenbach * 1912 † 11.8.44

Kurt Meister * 1922 † 16.10.43

Fritz Menzel † 3.45

Erich Friedrich Müller * 1909 v 1.45

Ernst August Müller * 1919 † 29.8.43

Friedrich Müller * 1918 † 1.11.41

Friedrich Karl Müller * 1907 v 10.4.44

Friedrich Wilhelm Müller * 1912 v26.12.42

Karl Müller * 1908 † 22.7.41

Manfred Müller * 1927 † 17.9.44

Otto Friedrich Müller * 1906 † 10.9.44

Otto Walter Müller * 1922 † 10.9.44

Walter Paul Müller *1928 † 14.3.45

Friedrich Wilhelm Nassauer * 1909 † 12.4.44

Heinz Nassauer * 1924 † 12.9.43

Walter Neul † 28.1.43

Karl Willi Nickel * 1912 v 10.03.45

Werner Adolf Orth *1924 v 16.2.43

Josef Peter * 1901 v 45

Otto Peter * 1912 † 26.6.44

Karl Pfeifer *1921 † 7.2.42

Karl Heinrich Pfeifer * 1902 † 8.10.44

Karl Otto Pfeifer * 1923 † 15.7.44

Walter Pfeifer * 1918 † 15.7.42

Hugo Plepla v 11.44

Günter Pletz † 10.4.44

Ernst Pohl * 1915 † 10.9.41

Josef Pretsch † 21.2.43

Josef Ratzka v 13.10.44

Oskar Reh * 1904 † 16.8.44

Theodor Röder † 11.9.43

Alfred Rompf * 1907 † 17.2.45

Willi Rompf * 1919 † 2.8.44

Paul Sahm * 1926 † 21.9.44

Albrecht Schaffhauser v 45

Mathias Schaffhauser † 18.9.43

Wilhelm Schindler † 24.7.41

Otto Schleussner * 1914 v 2.45

Emil Friedrich Schmidt * 1902 † 28.11.45

Erich Schmidt * 1912 † 25.9.43

Karl Friedrich Scholl * 1888 † 25.3.45

Godwin Schwarz * 1908 † 16.4.45

Karl Heinz Schwedes * 1925 † 16.1.45

Emil Schwehn * 1912 † 2.4.45

Emil Schwehn * 1915 † 4.10.42

Ernst Schwehn * 1913 v 24.3.45

Friedrich Oskar Schwehn * 1919 † 10.8.41

Hans Paul Schwehn * 1924 † 25.4.44

Otto Schwehn * 1910 † 15.2.43

Otto Albert Schwehn * 1914 v 13.1.45

Reinhard Hermann Schwehn * 1915 v 17.7.43

Oskar Sieber  v 5.45

Karl Stenger * 1912 † 26.12.45

Kurt Stenzel * 1906 † 26.11.45

Helmut Stoll † 24.9.44

Rudi Strack † 3.12.42

Fritz Thielmann * 1924 † 24.9.44

Heinrich Thielmann * 1903 † 16.2.46

Erwin Urban * 1906 v 45

Anton Waltinger † 26.11.43

Karl August Weber * 1911† 23.6.44

Kurt Walter Weber † 19.4.45

Kurt Walter Welsch * 1923 † 20.10.44

Anna Wolter † 19.4.45

Hermann Wolter † 4.45


Denkmal Simmersbach

Bleibende Sorge: In Simmersbach konnten nach dem dreisten Diebstahl der Bronzeplatten die Namen rekonstruiert werden.

Wie in Eibelshausen sind auch die Bronzetafeln von Simmersbach 2017 gestohlen worden. Den Gremien und vielen Bürgern der Gemeinde war es wichtig, dass wieder Tafeln mit den Namen als Denkmal auf den Friedhof kommen. Mit 1.230 € aus Spenden konnten 2018 wieder neue Tafeln angebracht werden. In chronologischer Reihenfolge werden die Toten und Vermissten aufgelistet. 37 Namen aus dem ersten Weltkrieg (1914-1918) und 63 Namen aus dem zweiten Weltkrieg (1939-1945). Die lange Kolonne der Namen schließt mit der Mahnung: „Sorgt Ihr, die Ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibt.“

Im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

1914-1918

Wagner Adolf † 29.08.1914

Müller August † 22.09.1914

Klein  Adolf † 20.10.1914

Leisler Friedrich † 25.11.1914

Rein Ferdinand † 11.11.1914

Geil Otto † 11.11.1914

Wagner Reinhard † 24.11.1914

Rein Heinrich † 16.02.1915

Reh Adolf † 16.02.1915

Konrad Heinrich † 14.04.1915

Roth Otto Heinrich † 03.05.1915

Müller Heinrich † 16.06.1915

Reh Karl † 23.07.1915

Reh Ferdinand † 25.09.1915

Geil Rudolf † 05.10.1915

Klein Karl † 08.12.1915

Jacobi Rudolf † 06.06.1916

Müller  Gustav † 03.08.1916

Reh Otto † 28.08.1916

Theiß Karl † 07.09.1916

Rein Albrecht † 29.10.1916

Rein Rudolf † 02.11.1916

Wagner Heinrich † 21.06.1917

Reh Otto † 19.07.1917

Konrad Rudolf † 31.07.1917

Geil Karl † 29.08.1917

Reh Gustav † 25.03.1918

Roth Julius † 24.04.1918

Wagner Wilhelm † 26.06.1918

Theiß Heinrich R. † 15.07.1918

Rein August † 18.07.1918

 

Vermisst blieben

Kuhn Heinrich

Roth Adolf

Ciliox Wilhelm

Geil Rudolf

Klein Ludwig

Geil Robert

 

1939-1945

Ciliox Otto † 07.06.1940

Reh Adolf † 27.07.1941

Dietrich Ewald † 17.08.1941

Hinn Karl A. † 20.08.1941

Wagner Karl † 02.10.1941

Geil Otto † 03.10.1941

Wagner Rudolf W. † 06.10.1941

Reh Rudolf † 11.10.1941

Reh Erwin † 06.11.1941

Wagner Adolf † 06.10.1941

Ax Franz † 09.09.1942

Wagner Wilhelm H. † 22.11.1941

Schneider Walter † 30.11.1941

Müller Otto † 17.01.1942

Pfeifer Heinrich K. † 10.02.1942

Konrad Heinrich † 01.03.1942

Müller Otto † 15.01.1942

Michel Rudolf † 22.05.1942

Geil H. Adolf † 27.05.1942

Reh Wilhelm † 18.06.1942

Roth Karl † 11.08.1942

Wagner Adolf W. † 13.09.1942

Kolbe Erich A.G. † 28.12.1942

Schmidt Otto † 06.05.1943

Grimm Otmar A. † 05.11.1943

Klein Rudolf † 04.12.1943

Becker Hermann † 03.01.1944

Klein Adolf H. † 09.02.1944

Wagner K. Oskar † 17.02.1944

Wagner Alfried † 22.02.1944

Roth Alfred † 26.02.1944

Müller Emil †26.03.1944

Reh Artur †20.08.1944

Theis Adolf † 15.10.1944

Geil Alfred † 30.10.1944

Geil Gustav H. † 30.10.1944

Konrad Gustav † 20.12.1944

Geil Rudolf † 23.01.1945

Jacobi Oskar † 01.02.1945

Wagner Erich † 25.03.1945

Reh Erich † 03.04.1945

Wagner Willi † 17.04.1945

Daul Albert † 22.04.1945

Geil Richard † 22.04.1945

Wagner Otto † 03.05.1945

Molsberger Karl A. † 26.07.1945

Clemens Heinrich A. † 08.08.1945

Reh Alfred † 18.10.1946

Geil Emil † 26.07.1947

Vermisst blieben

Klein Otto 1943

Wagner Heinrich O. 1943

Primbs Alfons 1943

Ciliox Emil 1944

Daul Karl 1944

Müller Rudolf 1944

Hinn Albert 1944

Reh Artur 1944

Schmidt Walter 1944

Rein Ewald 1944

Wagner Rudolf K.1944

Ciliox Reinhard 1944

Bankmann Wilhelm O. 1944

Ciliox Richard 1945


Denkmal Eiershausen

Auf dem Alten Friedhof steht in Eiershausen das Denkmal, das im Jahr 1957 geschaffen wurde. Der Park bietet einen friedlichen Blick übers Tal.

 Unseren Gefallenen und Vermissten der Weltkriege

1914 – 1918

1939 – 1945

„Es bleibet unvergessen der Toten Stille Schar, kein Maß kann je ermessen, wie groß ihr Opfer war.“

1914

Hermann Fürschbach

Christian Becker

1915

Gustav Göst

Richard Heckelmann

Theodor Neef

Hermann Baum

1916

Otto Jeppe

Wilhelm Deis

Hermann Strömmer

1917

Otto Graf

1918

Ernst Holighaus

Willi Fürschbach

Wilhelm Hartmann

Hermann Holighaus

1919

Otto Hartmann

1940

Fritz Göst

1941

Alfred Paul

Helmut Holighaus

1942

Arthur Heckelmann

Karl Beyer

Erich Hampe

Johann Eckert

1943

Eugen Strömmer

Otto Klingelhöfer

Kurt Baum

Alfred Kunz

Gunter Holighaus

Otto Kunz

Ernst Nimmerrichter

Sepp Lenhardt

1944

Paul Thomas

Karl Hausmann

Erich Göst

Ernst Weinert

Hermann Sauerwald

Walter Baum

Martin Weinert

Paul Sahm

Emil Göbel

Anton Luft

1945

Bernhardt Strömmer

Robert Horch

Paul Fischer

Adolf Klingelhöfer

Herbert Schlotzhauer

Kurt Holighaus

Otto Holighaus

Emil Schwehn

Karl Watzka

Das Dunkel der Ungewissheit liegt über dem Wege von

1942

Walter Christ

1944

Herbert Kunz

Paul Stoll

Theo Clemens

1945

Hermann Fürschbach

Gustav Stranzenbach

Otto Rüsche

Paul Clemens

Alois Walter


Denkmal Wissenbach

Verweile und gedenke: In Wissenbach sind die Namen auf einer Betonmauer angebracht.

1914 – 1918

Gefallen

Karl Pfeiffer † 22.08.1914

Carl Weimar † 20.09.1914

Hermann-Aug. Roth † 31.10.1914

Robert Lückoff † 22.09.1915

Hermann Lückoff † 22.10.1915

Aug.-Wilhelm Weg † 25.02.1916

Richard-Adolf Weil † 22.04.1916

Gustav Bastian † 23.06.1916

Rudolf.-H. Pfeiffer † 02.07.1916

Hermann Henrich † 18.04.1917

Eugen Müller † 30.05.1917

Hermann Pfeiffer † 01.07.1917

Robert Klingelhöfer † 19.08.1917

Rudolf Köster † 01.09.1917

Heinrich Klingelhöfer † 29.10.1917

Oskar Thomas † 01.12.1917

Theodor Lückoff † 05.04.1918

Heinrich-Gust. Weg † 14.04.1918

Wilhelm Weil † 14.06.1918

Emil Waldschmidt † 23.08.1918

Paul Bastian † 27.10.1918

In Russland verschollen

Hermann Weil

 

1939 – 1945

Albert Hinterlang 1913 – 1940

Albert Pfeiffer 1911 – 1941

Paul Weg 1915 – 1941

Edmund Bastian 1917 – 1941

Karl Richter 1919 – 1941

Herbert Tapal 1919 – 1941

Karl Zwicker 1912 – 1941

Wilhelm Reeh 1919 – 1942

Fritz Haas 1919 – 1942

Walter Weitzel 1897 – 1942

Werner Lückoff 1914 – 1942

Theobald Roth 1917 – 1942

Moritz Franz 1916 – 1942

Eugen Müller 1921 – 1942

Karl Andreas 1921 – 1942

Heinrich Blumenstiel 1915 – 1942

Moritz Bastian 1915 – 1942

Erich Klingelhöfer 1921 – 1942

Herbert Roth 1911 – 1942

Arnold Lückoff 1917 – 1942

Helmut Andreas 1923 – 1943

Hans Müller 1911 – 1943

Willi Planz 1917 – 1943

Karl Schrödter 1915 – 1943

Willi Kuliga 1921 – 1943

Hugo Schubert 1906 – 1943

Otto Krenzel 1914 – 1944

Martin Christ 1913 – 1944

Lothar Müller 1919 – 1944

Oskar Lückoff 1911 – 1944

Reinhard Pfeiffer 1924 – 1944

Hermann Hofheinz 1919 – 1944

Hermann Nathmann 1914 – 1944

Richard Pfeiffer 1907 – 1944

Alfred Schäfer 1907 – 1944

Johann Heinr. Mehrfeld 1925 – 1944

Martin Müller 1925 – 1944

Karl Heiland 1918 – 1944

Reinhard Koch 1921 – 1944

Horst Schlaf 1922 – 1944

Gustav Riedel 1925 – 1944

Adalbert Stich 1912 – 1944

Willi Steuer 1900 – 1944

Johann Gottlicher 1903 – 1945

Godwin Schwarz 1908 – 1945

Erich Lommler 1910 – 1945

Wilfried Pfeiffer 1926 – 1945

Heinz Bender 1927 – 1945

Bernhard Blüder 1926 – 1945

Hans-Günther Jeide 1922 – 1945

Rudolf Schneider 1913 – 1945

Otto Kuliga 1892 – 1945

Günther Welsch 1928 – 1946

Karl Ortmann 1904 – 1947

Erich Diehl 1906 – 1947

Vermisst blieben

Otto Henrich * 28.10.1921

Friedrich Reuter * 09.01.1912

Wilfried Münch * 02.02.1925

Oskar Haas * 17.01.1909

Heinrich Muhlberg * 22.09.1908

Anton Bleier * 25.08.1920

Alfred Reeh * 31.03.1923

Eberhard Lückoff * 22.01.1904

Heinrich Weil * 31.12.1914

Konrad Bastian * 26.10.1913

Werner Hain * 20.10.1925

Oswald Hain * 05.01.1920

Hugo Lückoff * 09.10.1905

Hermann Lehmberg * 28.08.1919

Richard Sombrowski * 05.09.1917

Franz Tapal * 30.05.1888

Franz Stolz * 04.10.1904

Alfred Beimborn * 23.03.1923

Karl Pfeiffer * 07.10.1917

Heino Weitzel * 11.11.1925

Martin Hummel * 14.05.1908

Herbert Weil * 22.05.1924

Alfred Thomas * 13.01.1920

Fritz Müller * 07.04.1909

Berta Dietrich, geb. Weigel * 22.09.1899


Denkmal Hirzenhain

Früher an der Kirche, heute auf dem Friedhof: Das ursprünglich 1922 begonnene Ehrenmal stand früher in der Ortsmitte, wo heute der Parkplatz bei der Kirche ist. Heute werden an die Opfer beider Weltkriege auf dem Friedhof gedacht. Die Inschriften auf dem rechten Stein füllen allein die Gefallenen des letzten Kriegsjahres und die Vermissten.

1914-1918

Klein Willi Aug. 1914

Orth Reinhard 26.9.1914

Stoll Albert 26.9.1914

Busch Heinrich 26.9.1914

Dobener Wilh. Mor. 14.11.1914

Bieber Ernst 5.3.1915

Weigel Karl 12.8.1915

Weigel Albert 9.10.1915

Baum Hermann 13.3.1916

Flächsenhaar Wilhelm 20.3.1916

Busch Albert 17.4.1916

Freischlad Karl 6.5.1916

Speck Karl Herm. 3.8.1916

Bieber Ferdinand 28.8.1916

Hermann Karl Friedr. 8.6.1917

Baum Rudolf 27.11.1917

Bauk Paul 9.3.1918

Gräb Wilhelm vermißt seit 1914

Weigel Heinr. Ad. 1914

Baum Wilh. Jul. 1914

Dobener Herm. Hein. 1916

 

1939-1945

Teutsch Alfred 2.11.1940

Klein Ernst 13.9.1941

Hinn Alwin 11.10.1941

Weigel Otto 23.12.1941

Bastian Hans 29.12.1941

Weigel Albert 25.1.1942

Hermann Otto Adolf 7.5.1942

Grätz Willi 17.5.1942

Dobener Ernst 6.7.1942

Otto Heinrich 25.10.1942

Holighaus Adolf 2.12.1942

Theis Franz 8.1.1943

Voigt Erich 10.1.1943

Heupel Manfred 21.1.1943

Ackerhans Karl 1.2.1943

Hermann Artur 9.3.1943

Becker Karl 8.5.1943

Holighaus Fritz 14.5.1943

Sänger Hermann 10.7.1943

Deusing Rudolf 13.7.1943

Hermann Hans Alfred 14.11.1943

Schneider Heinz 14.11.1943

Mai Adolf 22.11.1943

Zeiß Heinrich 8.12.1943

Dittmann Willi 20.1.1944

Dobener Alfred 16.2.1944

Kirchner Fritz 8.3.1944

Bastian Rudolf 30.4.1944

Pöpperl Oskar 15.7.1944

Masurka Roman 9.8.1944

Bieber Martin 11.8.1944

Hinn Hermann 11.8.1944

Baum Ernst 26.8.1944

Klein Martin 31.8.1944

Baum Hermann 16.9.1944

Klein Heinrich 17.9.1944

Busch Kurt 14.9.1944

Bothe Wilhelm 20.9.1944

Holighaus Herm. Otto 18.10.1944

Baum Fritz 26.10.1944

Dobener Hans 18.12.1944

Holighaus Karl Friedr. 20.12.1944

Zeiß Karl 29.12.1944

Hermann Karl 16.1.1945

Moos Paul Januar 1945

Schneider Hermann 20.1.1945

Jakob Josef 10.2.1945

Dobener Adolf 12.2.1945

Schneider Wilhelm 26.4.1945

Dobener Rudolf 28.4.1945

Hermann Ernst Rich. 31.7.1945

Schmidt Josef 4.8.1945

Baum Friedrich Januar 1945

Frangen Heinrich 3.12.1945

Hermann Werner 21.4.1946

Hermann Herbert August 1946

Hermann Reinhard April 1947

Schneider Martin 20.8.1947

Bieber Werner vermißt seit 1941

Schneider Rudolf 1943

Klein Willi 1943

Interthal Paul 1943

Scharth Hermann 1943

Schneider Ewald Rudolf 1943

Sandner Rudolf 1943

Orschowy Berthold 1943

Lotz Alfred 1944

Busch Hans 1944

Dobener Hermann 1944

Hermann Ewald 1944

Bastian Ewald 1944

Pöpperl Josef 1944

Beckert Hermann 1944

Link Josef 1944

Skrobanek Gerhard 1944

Weber Franz 1944

Holighaus Willi 1945

Baum Martin 1945

Bieber Ernst 1945

Holighaus Hans 1945

Schneider Ewald 1945

Hermann Ernst 1945

Bieber Willi 1945

Bieber Heini Ernst 1945

Luy Heinrich 1945

Schmidt Martin 1945

Christ Alfred 1945

Christ Ernst 1945

Schneider Ernst Eugen 1945

Scherbaum Friedrich 1945

Sandner Adolf 1945

Hoffmann Walter 1945


Denkmal Roth

Geschichte bekommt Gesicht: Das Denkmal aufm Roth ist am Eingang der Friedhofshalle angebracht. Zum Volkstrauertag wird eine Tafel aus der Heimatstube dazugestellt, die neben Fotos der Gefallenen und Vermissten auch deren „Hausnamen“ zeigt.

Zum Gedenken der Toten beider Weltkriege

1914 – 1918

Heinrich Kunz 1892 – 1914

August Grau 1887 – 1914

Heinrich Dietrich 1883 – 1914

Heinrich Flach 1882 – 1914

Georg Rau 1884 – 1914

Heinrich Grau 1885 – 1914

Wilhelm Blöcher 1891 – 1915

Wilhelm Grau 1889 – 1915

Adam Ludwig 1891 – 1915

Georg Grau 1888 – 1915

Heinrich Klein 1895 – 1916

Adolf Klein 1896 – 1916

August Dorndorf 1880 – 1916

Heinrich Wagner 1887 – 1916

Wilhelm Achenbach 1886 – 1917

Albert Schneider 1897 – 1917

Heinrich Thomas 1897 – 1917

Georg Blöcher 1893 – 1918

Wilhelm Grebe 1898 – 1918

Heinrich Grau 1893 – 1918

Adolf Pfeifer 1896 – 1919

 

1939 bis 1945

Otto Thomas 1910 – 1941

Albrecht Ludwig 1921 – 1941

Ewald Lauber 1911 – 1941

Wilhelm Blöcher 1918 – 1941

Emil Sänger 1913 – 1942

Helmut Sänger 1923 – 1942

Walter Achenbach 1924 – 1943

Hans W. Schüssler 1924 – 1944

Werner Pfeiffer 1925 – 1944

Adolf Klein 1925 – 1944

Albert Dietrich 1923 – 1944

Emil Schneider 1908 – 1945

Heinrich Fuchs 1905 – 1945

Adolf Schneider 1912 – 1945

Richard Schneider 1902 – 1945

Heinrich Ludwig 1924 vermisst

Otto Ludwig 1922 vermisst

Otto Meister 1906 vermisst

Georg Rau 1914 vermisst

Alfred Schneider 1924 vermisst

Hugo Wagner 1915 vermisst


Kriegsgeschichte(n)

Der Eschenburgturm brennt: Im März 1945 kam der Krieg auch nach Eschenburg und immer noch glaubten einige an den Endsieg. Hier vier Eschenburger Episoden.

75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges hätte gefeiert werden sollen. Dann machte Corona allen einen Strich durch die Planung. Und dabei sind es vor allem die Geschichte und Geschichten, die – richtig erzählt – uns alle schnell erkennen lassen, dass Gewalt keine Lösung ist. Die Gebrüder Kain und Abel zeigen uns in der Bibel, wie schnell einfacher Neid zum Mord führt. Bei jeder Geschichte aus Krieg und Gewaltherrschaft geht es nicht um Glorifizierung, sondern um die Genauigkeit. Unser Verhältnis zum Krieg sollten wir mit dem Lied „99 Luftballons“ ausloten und immer wieder aufs Neue lernen, „dass sowas von sowas kommt“.

Folgende vier Eschenburger Geschichten sind auch zu finden unter mittelhessen.de bei unserer Tageszeitung.

14. März 1945: Menschlichkeit siegt

Ein Bomber der britischen Royal Air Force wird überm Roth abgeschossen. Ein Überlebender soll vom Volkssturm getötet werden, doch die Rother lassen den Feind überleben.

Im Internet: https://www.mittelhessen.de/lokales/dillenburg/eschenburg/wut-hass-und-menschlichkeit-geschichte-eines-bomber-absturzes-in-roth_21414320

21. März 1945: Pilot stirbt wehrlos am Fallschirm

Eine Woche später wird bei einem Luftkampf der moderne Düsenjäger Me 262 in Luftkämpfe verwickelt. Ein 21 Jahre alter Pilot kommt mit dem Fallschirm aus der abgeschossenen Maschine und wird noch am Fallschirm von den Angreifern beschossen. In Hirzenhain ist Willi Ehrecke begraben.

https://www.mittelhessen.de/lokales/dillenburg/eschenburg/das-grab-des-toten-fliegers-am-fallschirm-hangend-erschossen_21610860

24. März 1945: Eschenburgturm geht in Flammen auf

Flamme empor hatten sich die Nazis anders vorgestellt. Die Bevölkerung erst recht. Der hölzerne Turm, schon vor den Nazis geplant, aber dann als Ausflugsziel wie als Appell-Platz eingespannt und als „Denkmal des deutschen Bergmanns“ Teil der Propaganda, geht nach einem Fliegerangriff in Flammen auf. Wir lernen heute noch daraus, dass Gemeinsinn und Engagement vieler missbraucht werden kann und dass der Brandschutz gewährleistet sein muss.

https://www.mittelhessen.de/lokales/dillenburg/eschenburg/ende-einer-propagandastatte-als-der-eschenburgturm-in-flammen-aufgeht_21457189

29. März 1945 Verzweiflung am Kriegsende

Ausgerechnet am Gründonnerstag wollen die letzten Haufen der Wehrmacht in Eibelshausen den Heldentod sterben. Nachdem Herborn und Dillenburg von den Amerikanern kampflos eingenommen worden sind, gibt es an der Dietzhölze zunächst Gegenwehr, die fast zur Katastrophe führte.

https://www.mittelhessen.de/lokales/dillenburg/eschenburg/fast-20-soldaten-sterben-in-eibelshausen_21480849


Prediger des Friedens

Verbrechen nicht verschweigen: In Eschenburg haben wir drei Kriegsgräber, darunter auch ein Massengrab für Zwangsarbeiter.

„Die Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens“, sagte Albert Schweitzer. Er hat mit dieser Einsicht auch in Eschenburg Recht. Neben den sechs Denkmalen in unseren sechs Ortsteilen haben wir auf den Friedhöfen auch drei Standorte mit Kriegsgräbern: 11 in Eibelshausen, 4 in Wissenbach und 2 in Hirzenhain stehen in der Statistik. Das Bundesverwaltungsamt zahlt (nach § 10 Abs. 4 Gräbergesetz für die Pflege von Gräbern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft) pauschal für 17 Einzelgräber jeweils 19 € (Stand: 2017) und pro Sammelgrabfläche 6 €. Dafür bekommt die Gemeinde Eschenburg zusammen 371 € vom Kreis weitergeleitet.

Wir stellen zum Volkstrauertag 2020 alle Kriegsgräber vor und veröffentlichen das unter www.eschenburg.de/volkstrauer im Internet.

 

 


Kriegsgräber in Hirzenhain

Abgeschossene Piloten, verlorene Söhne: Das Kriegsgrab in Hirzenhain erinnert an den abgeschossenen Piloten, aber auch an den Verlust aus der eigenen Familie.

Kurz vor Kriegsende wurde Willi Ehrecke, ein 21 Jahre alter Pilot, von feindlichen Jagdfliegern abgeschossen und tödlich getroffen, als er wehrlos am Fallschirm hing. Diesen Luftkampf und dieses Gemetzel haben hier viele mitansehen müssen. Deshalb dürfen wir nicht vergessen, wie schlimm Krieg ist und sinnlos ein Soldatentod ist, wenn der Krieg doch eigentlich schon verloren ist.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die Bürger, die in Hirzenhain für die Pflege der beiden Soldatengräber vielfach eingesprungen sind und geholfen haben.

Wir lesen auf dem einen Grabstein:

Willi Ehrecke * 13.02.1924 – † 21.03.1945

„Er stieg zum Tor des Himmels empor und ließ die Erde zurück.“

Dahinter auf dem zweiten Grabstein:

„Hier ruht in Gott unser lieber Sohn und Bruder

Martin Klein * 21.8.1925 † 31.8.44 im Lazarett

Zum Andenken an unseren lieben Sohn und Bruder

Ernst Klein * 9.3.1921 † 13.9.1941 in Russland

„Schmerz durchbebt der Eltern Herz, doch es sucht Euch himmelwärts.“


Kriegsgräber in Wissenbach

Wird allzu schnell vergessen: Wir haben in Wissenbach vier Kriegsgräber, deren Familien heute noch trauern. Wir werden das Erinnern als bleibende Aufgabe sehen.

Bei den Daten weiß kaum jemand etwas zu erzählen. Nach der Schlacht um Stalingrad und der Sportpalastrede vom „Totalen Krieg“ sind wir alle verheizt worden und wollten auch nichts anderes glauben. In Wissenbach haben wir vier Soldatengräber zu pflegen als letzte Ruhestätte, teilweise sogar als Gedenkstätte in der Heimat. Die Toten nach den Inschriften:

Wilfried Pfeiffer * 22.01.26 + 22.01.45

Reinhard Pfeiffer * 15.09.24 + 27.04.44

Heinz Günther Jeide * 18.06.22 + 15.02.45

Günter Welsch * 02.08.28 + 14.06.46


Kriegsgräber in Eibelshausen

Fern der Heimat: Auf dem Friedhof in Eibelshausen gibt es ein Sammelgrab mit einem Kreuz aus Stein und zwölf Tafeln mit Inschriften. 18 Namen und zwei „Unbekannt“ sind demnach hier bestattet. Die Toten erinnern an zwei Zwangsarbeiter-Lager, die es im Krieg in Eibelshausen gegeben hat.

Auf dem Friedhof in Eibelshausen ist ein Sammelgrab für Zwangsarbeiter, die im zweiten Weltkrieg auf der Hütte und in anderen Betrieben schuften mussten. Ein Lager bei der Hütte und eines am Eibertshain soll jeweils 400 Personen Obdach geboten haben während ihrer Verschleppung. Auf dem Kriegsgrab steht als Inschrift: „Familien entrissen im fremden Land zur Arbeit gezwungen starben sie – Heimweh im Herzen – am Rande des schrecklichen Krieges und waren doch Menschen wie wir“. Heimweh dürfte das geringste Problem gewesen sein für die Frauen und Männer, Kinder und Greise.

Im Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen (LAGIS – im Internet unter www.lagis-hessen.de zu finden) gibt es eine Suchmaschine „Topografie des Nationalsozialismus in Hessen“. Dort ist auch Eibelshausen zu finden.

Demnach bestand ein Lager für Zwangsarbeiter in Eibelshausen während des Krieges bei den Buderusschen Eisenwerken. Die dort untergebrachten 400 polnischen und russischen Frauen und Männer mussten in den Werken der Firma in Eibelshausen zwangsarbeiten. Zudem waren hier Kriegsgefangene untergebracht.

Im Gemeinschaftslager „Eibertshain“ brachten mehrere Betriebe ihre Zwangsarbeiter unter, zwischen Januar 1943 und März 1945 waren dort ebenfalls rund 400 Personen untergebracht.

Das Sammelgrab auf dem Friedhof in Eibelshausen weist eine Tafel auf mit der Inschrift „Familien entrissen im fremden Land zur Arbeit gezwungen starben sie – Heimweh im Herzen – am Rande des schrecklichen Krieges und waren doch Menschen wie wir.“

Auf den folgenden Tafeln sehen wir Kleinkinder und Greise aber auch neun Namen ohne Lebensdaten. Wir veröffentlichen ihre Namen und neigen unser Haupt in stillem Gedenken:

Unbekannt 04.04.45

Unbekannt 04.04.45

Michailo Postach * 02.03.24 † 17.04.45

Antonia Jarmak * 10.12.44 † 11.03.45

Chrestina Bosnowiona * 15.07.44 † 12.02.45

Anna Kolasawa * 13.07.71 † 28.11.44

Alexander Mechewog * 15.08.88 † 17.10.44

Grigori Schischkanowa * 09.05.25 † 30.9.44

Paul Terebillin * 20.07.43 † 10.07.44

Roman Niedziella

Josef Lis

Edmund Biletzki

Jan Wester

Ulrike Dukowna

Zofia Solczynska

Iwan Pituchow

Bronislaw Misztov

Tima Fiedosaw

Im April 1945 fern der Heimat gest.

Maria Kolesnik * 23.04.20 † 05.03.44

Vladislaus Tomazak * 11.07.11 † 25.02.44


Erinnern für die Zukunft

Unser kleinster Ortsteil Roth macht es allen vor. Zur offiziellen Gedenktafel wird zum Volkstrauertag aus der Heimatstube eine Tafel gestellt, wo die Kriegsopfer mit Fotos und „Hausnamen“ gezeigt werden. Geschichte bekommt ein Gesicht.

Zudem wird aufm Roth die Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge vorgestellt, der auch die letzte Ruhestätte von Rothern im fernen Russland pflegt. Der Volksbund, der sich überwiegend aus Spenden finanziert, betreut 832 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten mit etwa 2,8 Millionen Kriegstoten, betreibt als einziger Kriegsgräberdienst der Welt eine eigene schulische und außerschulische Jugendarbeit sowie eigene Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten.

In einer frei zugänglichen Online-Datenbank sind über 4,8 Millionen gefallene oder vermisste deutschen Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges zu finden. Über die „Gräbersuche“ kann man unter www.volksbund.de nach vermissten Angehörigen suchen und Informationen über die letzte Ruhestätte des Verstorbenen.

Das Erinnern, das wir auf allen Ebenen mit dem Volkstrauertag fördern wollen, soll eine Zukunft haben.

Gemeinsam geht’s: Vor allem mit alten Fotos, wie hier beim Volkstrauertag aufm Roth, kommt man ins Gespräch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht aus Vorstand, Verwaltung und Verbänden (13.11.2025)

001 Partnerschaft mit Becov nad Teplou: Für den Schüleraustausch wird der nächste Besuch in Petschau für die Zeit 28.04.-05.05.2026 geplant.
002 Lahn-Dill-Bergland Energiegenossenschaft: 4 % Rendite für 2024.
002 Gesundheitsversorgung: Die Bergland Medizin hat ihr Konzept am 07.11.2025 bei einem Informations-Abend im Rathaus vorgestellt. Die Vorträge werden unter www.eschenburg.de/gesundheit veröffentlicht. Derweil der Kauf der Praxis-Räume am Marktplatz 2 läuft, wird der Umbau geplant und Förderung beantragt. Für die Umbaukosten in Höhe von rd. 500.000 € brutto wird die Gemeinde bei Lahn-Dill-Bergland um einen Zuschuss bitten. Die Bergland Medizin kümmert sich um Ausstattung und Team-Erweiterung. Die „interprofessionelle Woche“ Anfang März wird genutzt, um aktuellen Studenten der Uni Gießen die Medizin-Stipendien der Gemeinde Eschenburg bekannt zu machen.
101 Volkstrauertag: Am 16.11.2025 um 14 Uhr ist die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag auf dem Friedhof Eibelshausen. In den übrigen Ortsteilen werden Kränze niedergelegt.

·         11:30 Uhr Roth

·         12:15 Uhr Wissenbach

·         13:00 Uhr Hirzenhain

·         15:00 Uhr Eiershausen

·         15:30 Uhr Simmersbach

Bei der Gedenkveranstaltung hält Claudio Becker einen Vortrag zum Thema „Spurensuche – Vergangenheitsbewältigung 80 Jahre nach Kriegsende“. Mehr unter www.eschenburg.de/volkstrauertag im Internet.

123 Kita „Neue Mitte“: Nach dem Beschluss der Gemeindevertretung am 18.09.2025 zur Kündigung des Bauträgervertrags und zur Rückabwicklung des Projekts hat der von uns beauftragte Anwalt das Kündigungsschreiben zugestellt. Die Kündigung des Bauträgervertrags wird u. a. damit begründet, dass der Bauträger trotz mehrmaliger Aufforderung die Arbeit nicht wieder aufgenommen hat, sich einem klärenden Gespräch versagte und die Baustelle teils ungeschützt der Witterung ausgesetzt und ungesichert verlassen hat. Die Gemeinde Eschenburg hat bislang Zahlungen in einer Gesamt-Höhe von 2.539.795 € geleistet, während der Bautenstand inkl. Planung und Projektkosten mit rd. 2 Mio. € zu bewerten ist. Bei dieser Überzahlung von rund einer halben Million Euro fordert die Gemeinde nun die Übertragung des kompletten Grundstücks ein. Für eine außergerichtliche Lösung müssen die Gemeindevertreter zustimmen können, die noch die Übergabe einer bezugsfertigen Kita zum 01.11.2025 für einen im Vertrag zugesicherten Preis von 4.050.000 € im Kopf haben und zugleich sehen, wie es in das unfertige Dach hineinregnet.
123 Kita-Ampel zeigt freie Plätze: Freie Kita-Plätze in Eschenburg zeigt die „Kita-Ampel“ im Internet zeigt. Für die Übergangslösung an der Kita Eiershausen soll die Container-Gruppe bis zum 31.07.2027 verlängert und die Gruppengröße von 25 auf 20 verringert werden. Zwei weitere Angebote erweitern dauerhaft das Angebot: In Hirzenhain bietet die dritte Gruppe 15 Plätze und die neue Naturgruppe in Wissenbach 20.
133 Bis 19. Dezember Brennholz bestellen: Zum Preis wie im Vorjahr kann bei der Gemeinde für 2026 wieder Brennholz zum Kauf angemeldet werden. Nur solange der Vorrat reicht und nur an Eschenburger kann Brennholz abgegeben werden für den Eigenbedarf (max. 10 Festmeter).

Brennholz in langer Form gerückt am Weg (Industrieholz)

Hartlaubholz (Buche/Eiche/Ahorn/Esche):        80,00 € pro Festmeter inkl. MwSt.

Bestellungen sind bis zum 19.12.2025 bei Förster Biener möglich, am besten per E-Mail an sebastian.biener@haiger.de – Telefon (0176) 108 11 500.

151 Digitale Dorflinde: Die WLAN-Zone am Marktplatz, die als „Digitale Dorflinde“ gefördert worden ist, hat viele Nutzer: Im Zeitraum vom 15.09.2024 bis 29.09.2025 sind insgesamt 9.412 Anmeldungen registriert. Die höchste Nutzerzahl wurde am 13.10.2024 mit 140 „Sitzungen“ erreicht. Die Nutzung variiert in der Tageszeit. Die meisten Anmeldungen liefen zwischen 13:00 und 15:59 Uhr mit 911 bis 1.073 Anmeldungen. Nachts zwischen 00:00 und 04:59 Uhr gibt es maximal 8 Anmeldungen. Der frühe Morgen (05:00 bis 06:59 Uhr) verzeichnete 484 Anmeldungen, was 5,14 % der Gesamtanmeldungen entspricht. Bei den Wochentagen liegt der Montag im Gesamt-Klassement vorne mit 1.708 Anmeldungen, gefolgt von Dienstag (1.626) und Mittwoch (1.586). Der Sonntag hat die niedrigste Anzahl mit 585 Anmeldungen.
214 Dienstzeitverlängerung bei der Feuerwehr: Gemäß § 10 Abs. 2 des Hessischen Gesetzes über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (HBKG) können aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ihre Dienstzeit über das 60. Lebensjahr hinaus verlängern. Diesen Anträgen wird der Gemeindevorstand immer zustimmen, wenn keine Versagungsgründe bekannt sind. Über das 65. Lebensjahr hinaus und bis zum 70. Geburtstag können Kameraden und Kameradinnen den Dienst für die Allgemeinheit leisten bei bestimmten Tätigkeiten. Rolf Keller aus Eiershausen ist der erste, der über diese Ausnahmeregelung weiterhin als Gerätewart tätig sein möchte. Herzlichen Dank für den Dienst!
214 Feuerwehr Eschenburg zieht Bilanz: Die Aktiven der Wehr, aber auch Mitglieder der Gemeindegremien sind eingeladen zur gemeinsamen jährlichen Hauptversammlung der Eschenburger Feuerwehr am 06.12.2025 um 19:00 Uhr in der Mehrzweckhalle Wissenbach. Nach Berichten gibt es eine Wahl: Ein neuer Stellvertreter für den Gemeindejugendfeuerwehrwart wird gesucht.

Weitere Informationen aus den Ortsteilen:

Eibelshausen: 

  1. Die Restarbeiten am Marktplatz sind leider immer noch nicht abgeschlossen. Nach dem Herbstmarkt wurden die Pflanzarbeiten umgesetzt, es fehlt aber noch immer die Fertigstellung der Treppe zum Sitzdeck und das Geländer auf der Ufermauer. An den Start gegangen ist die Fahrradreparaturstation auf dem Marktplatz.
  1. Die Ortsvereine laden ein zum Weihnachtsmarkt am 29.11.2025 von 11 bis 18 Uhr. In der Kirche gibt es Konzerte (13.15 Uhr Doppelquartett, 14.00 Uhr Flötenchor). Gegen 15.30 Uhr kommt der Nikolaus.
  1. Für die Sanierung des Holderbergstadions ist beim SV Eibelshausen noch immer nicht die letzte Zuschuss-Rate des Landes eingegangen, dessen Auszahlung der Verein im April beantragt hatte.
  1. Nach dem Start des Senioren-Wohnprojekts in der Hauptstraße 29 werden die noch ausstehenden Arbeiten an der Außenanlage im Anschluss an die Hauptstraße sowie die Einrichtung der Bushaltestelle und der Pkw-Stellplätze angegangen.
  1. Nachdem die Flüchtlings-Unterkunft von unserem Grundstück am Feuerwehrgerätehaus abgezogen worden ist, übernimmt die Fa. Diehl OVG den Platz. Das Busunternehmen hat die Ausschreibung der „heimischen“ Linien gewonnen und wird von Eibelshausen aus künftig wieder für die Verbindungen im Öffentlichen Personennahverkehr sorgen.
  1. Dem Widerspruch der Deutschen Bahn gegen die Heranziehung zum Straßenbeitrag für die grundhafte Erneuerung der Friedrichstraße hat das Verwaltungsgericht Gießen in der Verhandlung am 29. Oktober 2025 stattgegeben. Die Gemeinde Eschenburg hat für immer noch „gewidmetes“ Bahngelände den Beitrag zu Unrecht erhoben.

Hirzenhain:

  1. Der Weihnachtsmarkt in Hirzenhain wird am 29.11.2025 erstmals auf dem Schulhof stattfinden. Das Dorfgemeinschaftshaus steht dafür auch kostenfrei zur Verfügung.
  1. Der neue, angebaute Turnraum in der KITA „Raupe Nimmersatt“ ist fertig und kann seit Mitte Oktober durch die KITA-Kinder genutzt werden. Es fehlen lediglich noch die Außen-Raffstore. Die Schlussrechnung steht noch aus.
  1. Mit der Unterschriften-Aktion für eine „Spielstraße“ in der Bussardstraße hat sich der Gemeindevorstand befasst. Die aufgeführten Argumente, wie z. B. Sicherheit für Fußgänger und spielende Kinder sind verständlich, nur ist die „Spielstraße“ (Verkehrszeichen 250 + Zusatz) wohl eher nicht gewollt bzw. gemeint. Im Fall einer solchen Beschilderung ist jeglicher Fahrzeugverkehr untersagt. Der Bereich ist ausschließlich für spielende Kinder und Fußgänger vorgesehen. Die Bussardstraße ist eine Sackgasse, in der Tempo 30 gilt und fast ausschließlich von Anwohnern und deren Besuchern genutzt wird. Mit dem Endausbau, mit dem 2026 auch Bürgersteige gebaut werden, dürfte mehr Sicherheit erreicht sein, ist den Anliegern auf die Unterschriften-Aktion geantwortet worden.
  1. In der Außenwand des Turnraums in der KITA „Arche Noah“ wurde ein Wasserschaden entdeckt. Die Außenwand muss saniert werden, dafür ist der Turn-/Gruppenraum für zwei Wochen nicht nutzbar. Eine Gruppe der KITA weicht für diese Zeit ins CVJM-Haus aus.
  1. Die Restauration der Gemälde und des Schriftzugs im Eingangsbereich der Friedhofshalle ist abgeschlossen. Die Fassade rund um das Relief muss nun noch durch die Fa. Donath gestrichen werden. 
  1. Das Durchlassbauwerk und die Ufermauer am „Gansbach“ im Verbindungsweg zwischen der Industriestraße und der Schelde-Lahn-Straße wurde im Rahmen der Gewässerunterhaltung durch die Fa. Saalbach, Eibelshausen saniert.

Wissenbach:

  1. Die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Straße „Zum alten Friedhof“ ist abgeschlossen. Hierbei wurde auch die Fahrbahndecke erneuert.

Simmersbach:

  1. Mit Datum 07.11.2025 ist die Baugenehmigung für das neue Feuerwehrgerätehaus in Simmersbach eingegangen. Nachdem die Planung zusätzlich mit der neuen Handlungsempfehlung für das Musterfeuerwehrhaus Hessen abgestimmt wurde, ist der Baubeginn für das Frühjahr 2026 vorgesehen.

Eiershausen:

  1. Die Sanierungsarbeiten zur Erneuerung der WC-Anlage im Erdgeschoss des Dorfgemeinschaftshauses haben begonnen. Es stehen noch die Fliesenarbeiten und die Sanitär-Fertigstellung aus.
  1. Eine neue Friedhofswärterin konnte unter Vertrag genommen werden, die im neuen Jahr auch den Mini-Job fürs Dorfgemeinschaftshaus übernimmt.

Roth:

  1. Im Gasthaus Linde sind mit dem Einbau von zwei Feuerschutztüren die für 2025 geplanten Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen.

Gemeindewerke:

  1. Die Erneuerung der Aufbereitungsanlage im Wilhelmstollen Roth ist abgeschlossen. Die Anlage ist in Betrieb.
  1. In der Rother Straße und dem parallel verlaufenden Wirtschaftsweg ist die Verlegung der neuen Trinkwasser-Versorgungsleitung fertiggestellt. Mit der Fa. Oppermann wurden rund 250 m neue Wasserleitung verlegt.
  1. Der Anbau an den Zwischenbehälter Eibelshausen ist fertiggestellt; die Außenanlage hergestellt und der Umbau der Aufbereitungsanlage abgeschlossen.
  1. Die Kanalbauarbeiten in der Sammetwiesenstraße OT Hirzenhain-Bahnhof haben am 28.10.2025 begonnen. Ausführende Firma ist die Fa. Grimm, Herborn.
  1. Die Tief-, Leitungs- und Straßenbauarbeiten in der Poststraße und Windhainstraße OT Hirzenhain sind im vollen Gange. In der Poststraße sind bereits alle Leitungen verlegt, aktuell läuft die Verlegung in der Windhainstraße.

Abwasserverband „Obere Dietzhölze“

  • Zweite Informations-Veranstaltung zur neuen Kläranlage: Schon nach dem ersten Termin im März hat der Abwasserverbands-Vorstand das Bauprogramm 2027-2031 für den notwendigen Neubau (genauer „Sanierung und funktionale Erweiterung“) der Kläranlage als Rahmen aufgestellt und sucht nun zusammen mit den beauftragten Experten und Gremien der beiden Gemeinden geeignete Fördermöglichkeiten und Finanzierungswege. Alle Informationen wurden in die Verbandsversammlung und in die beiden Mitgliedsgemeinden gegeben. Nachdem nun erste Fragen in den Gemeinden aufkommen, wird den Gremien-Mitgliedern fortlaufend Antworten gegeben. Bei der Informations-Veranstaltung für Gremien-Mitglieder beider Gemeinden am 18.11.2025 sind auch vom Regierungspräsidium Gießen Daniela Hildebrand (Leiterin des Dezernats 41.3 „Kommunales Abwasser, Gewässergüte“) und Sachbearbeiter Julian Lesch eingeladen.
  • Fördermittel gesucht: Der Erlaubnisbescheid des RP Gießen vom 17.03.2025 schreibt auf der Grundlage von Bundesgesetz und Landesverordnung vor, dass die alte Kläranlage nur bis 31.12.2030 laufen darf und welche Werte von der neuen Kläranlage einzuhalten sind. Für den RP stehen auch die Kapazitäten-Erhöhung von 24.500 auf 32.000 Einwohnerwerten fest, deren Kalkulation sich aus der Schmutzfracht-Simulation ergibt. Die Planung ist jetzt bei der Kostenberechnung angekommen, die einen derzeitigen Rahmen von 42 Mio. € aufzeigt. Der Haushalt 2026 des Abwasserverbands beinhaltet die weiteren Planungskosten, damit das Projekt und seine Finanzierung vorangetrieben werden können. Vom Land Hessen werden Hilfen benötigt, weil ein Neubau in dieser Güte wegen der vorgeschriebenen Werte erforderlich geworden ist.
  • Überschuss im Abschluss: Der Jahresabschluss 2024 wurde mit einer Bilanzsumme von 12.284.004,60 € und einem Jahresergebnis von 481.662,54 € festgestellt.
  • Bauprogramm 2027-2031 aktualisieren: Der Haushaltsplan 2026 ist mit einem Volumen von 2.579.200 € in die Beratung eingebracht worden, damit der Verband weiter planen und arbeiten kann. Das Bauprogramm 2027-2031 wird mit dem Kläranlagen-Neubau zu aktualisieren sein. Zur Vorfinanzierung ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 3.450.000 € geplant.
  • Zinsen bei 3,4 %: Zur Deckung von Investitionen des Finanzhaushaltes war die Aufnahme eines Darlehens erforderlich, das mit dem Haushalt 2024 genehmigt worden war. Ein Kredit in Höhe von 1.050.000 € wurde bei der DZ Hyp zu einem Zinssatz von 3,4 %, Annuität 15.000 Euro vierteljährlich mit einer Zinsbindung bis zum 30.12.2035 abgeschlossen.

Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“

  • Mit Etat 2026 neues Bauprogramm planen: Der Haushalt 2026 ist mit einem Volumen von rd. 1,5 Mio € so geplant, dass das Schwimmbad weiter auf Rekord-Kurs betrieben werden kann und zugleich die anstehende Betonsanierung genauer geplant und in ein neues Bauprogramm eingepasst werden kann. Die Umlage zur Deckung des Defizits wird demnach mit 903.400 € geplant, wovon Eschenburg 585.122 € und Dietzhölztal 318.278 € zu tragen hat. Ein Investitionszuschuss wird von den Mitgliedsgemeinden im nächsten Jahr nicht erhoben. Das Bauprogramm 2024-2029, das mit 1,5 Mio. € für die Betonsanierung ausgestattet war, ist zu aktualisieren. Eine erste Grundlagenermittlung und Grobkostenschätzung sieht für die Sanierungs-Schritte 6,5 Mio. € netto an Handlungsbedarf. Mit einer „zweiten Meinung“ und Alternmativen ist nun eine genaue Sanierungs-Strategie zu planen.
  • Förder-Programme für nächste Sanierungs-Schritte: Damit die Förderprogramme (z. B. SWIMplus, Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“, etc.) genutzt werden können, die mitunter schnelles Handeln erfordern (kurzfristiger Projektaufruf für Projektskizzen), wollen die Gremien des Verbandes im Rahmen der bisherigen Mittel weiterplanen und das Bauprogramm sodann für die anstehende Sanierungs-Schritte aktualisieren. Bereits bis Mitte Januar ist für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eine Projektskizze einzureichen, wofür zuvor Beschlüsse zu fassen sind. Weil eine Kommune den Antrag stellen muss, wird neben der Verbandsversammlung auch die Eschenburger Gemeindevertretung bei ihrer nächsten Sitzung die Bereitschaft zur Teilnahme beschließen.

 

 

 

  • Seit 2017 insgesamt 1,2 Millionen Euro an Kommunen zurückgezahlt: Die Rückzahlung der Überschüsse war vor zehn Jahren ein wichtiger Teil der Einigung in einem langjährigen Streit um die Finanzierung des Schwimmbades. In der Satzung steht nun, dass ab 2017 eine Überzahlung an die Mitgliedsgemeinden zu erstatten ist (§ 17 Abs. 5). Nachdem der Jahresabschluss 2017 nun endlich vom Kreis geprüft und von der Verbandsversammlung beschlossen werden konnte, hat sich an den Zahlen nichts mehr geändert.

Waren bislang 80 % eines Überschusses nach Feststellung der Zahlen im Vorstand zurückerstattet worden und die restlichen 20 % sollten nach der Prüfung folgen, gehen nun 90 % nach der Feststellung zurück an die beiden Gemeinden. In den Jahren 2017 bis 2024 sind folgende Ergebnis zu verbuchen – und an die beiden Gemeinde zurückzuzahlen:

 

Jahr  Überschuss
2024       153.809,32 €
2023       349.194,27 €
2022       229.680,68 €
2021       133.702,74 €
2020       152.814,90 €
2019          71.605,15 €
2018          52.613,80 €
2017       108.644,53 €
Gesamt    1.252.065,39 €

 

Nachtrag zum Haushalt 2025: Zwischen Soforthilfe und Sondervermögen

Gewissermaßen als „Update“ für die Finanzen einer Kommune gibt ves zum Haushalt einen „Nachtrag“, wenn sich im Verlauf des Jahres wensetliche Dinge gegenüber dem vorherigen Plan geändert hat. Für das Haushalts-Jahr 2025 hat Bürgermeister Götz Konrad den Nachtrags-Haushalt (hier als PDF zum Herunterladen) am 13.11.2025 in der Gemeindevertretung vorgestellt und somit in die Beratung eingebracht mit folgenden Worten:

„Zum ersten hat sich dieser Haushalt 2025 im Laufe des Jahres besser entwickelt als geplant.

Zum Zweiten packen wir in diesen Etat das wohl wichtigste Projekt für die gesamte Gemeinde an und stellen mehr Geld ein für den Kauf der Praxisräume am Marktplatz, um dort im nächsten Jahr das Gesundheitszentrum Eschenburg einzurichten und unsere Kooperation mit Bergland Medizin zu starten.

Zum Dritten zeigt uns eine kleine Kurs-Korrektur bei den Abschreibungen, dass Investitionen ohne Zuschüsse und Zuweisungen die Zukunft  belasten. Kurz: Wir können nicht überall einen Dorfplatz leisten.

Die Erträge erhöhen sich um 810.000 € und vermindern sich um 45.000 €.

In Summe ein Anstieg um 765.000 € von 22.190.000 € auf 22.955.000 €

Die Aufwendungen erhöhen sich um 280.000 € und vermindern sich um 125.000 €.

Diese 155.000 € mehr erhöhen die die Aufwendungen von 23.285.000 € auf 23.440.000 €

Das geplante Defizit von 1.095.000 € verringert sich auf 485.000 €.

Der Fehlbetrag wird halbiert und vieles zusammengekratzt, um 2026 mehr Liquidität zu verschaffen, wo es wirklich knapp wird.

Auch die Kreditermächtigung für 5,5 Mio. € Darlehensaufnahme brauchen wir jetzt noch nicht, und nehmen sie mit nach 2026, um die Kita „Neue Mitte“ fertig bauen zu können.

Hier haben wir vieles „Strackgezogen“, wie Rainer Deutsch so schön erklären kann, auch die 90 T€ vom Hallenbad-Zweckverband aus dem Überschuss des Jahres 2024.

Beim Finanzbericht und auch bei einem Beschluss zur Personal-Entwicklung haben wir Anpassungen im Stellenplan hier angesetzt, weil es nach Stellenbewertungen und Stundenanpassungen anstand.

Die Soforthilfe des Landes Hessen – wir werden 265 T€ von dem 300 Mio. € bekommen – haben wir im Haushalt 2026 bei der Schlüsselzuweisung eingerechnet.

Unser Anteil am Sondervermögen – immer mehr Menschen sehen diese Mittel als Schulden, mit denen Investitionen angeschobenen werden sollen – ist noch gar nicht eingeplant.

Soforthilfe und Sondervermögen werden die Welt nicht retten, auch wenn jetzt viele große Hoffnungen darauf setzen. Das ist letzten Endes unser Steuergeld, das in kleineren Beträgen zurückkehren wird – weil es durch viele Hände gegangen ist.

Politik ist mehr als organisiertes Versprechen und Verteilen von Steuergeld. Wir müssen gemeinsame Ziele erkennen und benennen – vor allem in einem Haushalt. Und wir müssen nachhalten, damit wir auf Kurs bleiben.

Obacht: Wir haben die Abschreibung auf den Dorfplatz Wissenbach und die Neugestaltung der Ortsmitte Eibelshausen zu gering angesetzt. Bei der Abschreibung ist zwar auch ein Einmaleffekt, weil wir uneinbringliche Forderungen abgeschrieben haben, aber es sind vor allem Investitionen, die wir ohne Zuschüsse, Zuweisungen oder auf Basis von Beiträgen finanzieren.

Wir haben kein Geld zum Verteilen, sondern wir müssen planen und rechnen, welchen Aufwand wir (er)tragen können. Immer aus Ergebnis schauen, wie es sich auf der Waage zwischen Aufwand und Ertrag ausbalanciert.

Zwischen Soforthilfe und Sonderschulden müssen wir unseren eigenen Weg finden. Den Weg in ein schwieriges Haushaltsjahr 2026 soll der Nachtrag 2025 ebnen.

Wir haben den Entwurf im Gemeindevorstand festgestellt und bringen ihn nun ein in die Beratung.“

Der digitale Sitzungsdienst ist unter https://rim.ekom21.de/eschenburg/termine zu finden.


Den Entwurf des Haushaltsplanes 2025 hat der Gemeindevorstand am 18.11.2024 festgegestellt. Mit der Rede unten hat Bürgermeister Götz Konrad das Zahlenwerk am 21.11.2024 in der Sitzung der Gemeindevertretung vorgestellt und in die Beratung eingebracht. In der Sitzung der Gemeindevertretung am 19.12.2024 soll der Haushalt beschlossen werden. Nach den erfolgten Beratungen sind alle Änderungen in eine Vorlage eingeflossen, die am 19.12.2024 einstimmig beschlossen worden ist.

Hier die Beratungsfolge, die zu der einhelligen Beschlussfassung geführt hat. Die Termine und Protokolle sind Sitzungsdienst nachzuvollziehen:

 


Einbringungs-Rede von Bürgermeister Konrad: Der KFA ist kommunales Geld und kein Selbstbedienungsladen des Landes

Wenn ein Finanzplanungserlass am 11.11. kommt, ist das nicht lustig.

Vor zehn Jahren war es auch nicht lustig, als der Innenminister ausgerechnet am Rosenmontag den so genannten „Herbsterlass“ brachte, der die „Leitlinie zur Konsolidierung der kommunalen Haushalte“ verschärfte: Die Städte und Gemeinden wurden damals zu Haushaltssicherungskonzepten, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, „Ausschöpfung der Ertragspotenziale“, Ausgleich der Gebührenhaushalte, Erheben von Straßenbeiträgen, höheren Realsteuerhebesätzen und strengeren Regeln der „vorläufigen Haushaltsführung“ (also ohne genehmigten Haushalt) in die Pflicht genommen.

Zum 11.11.2024 lockert der Finanzplanungserlass scheinbar einige dieser „Zügel“, aber er verschleiert einen massiven Griff des Landes in den Kommunalen Finanzausgleich. Für uns als Gemeinde eine Minus von 850.000 €. Das hat aber auch eine geringere Kreis- und Schulumlage zur Folge, aber 400.000 € zusätzlicher Fehlbetrag bleiben trotzdem.

Wir sind hier in Eschenburg sparsam mit Eisenbahn-Romantik und -Semantik, aber diesen „Verschiebebahnhof“ KFA versteht kaum einer. Experten meinen, dieser neue „Helau-Erlass“ 2024 atmet schlechtes Gewissen. Unter dem Deckmantel unklarer Wirtschafts-Prognosen sind die Steuerzahlen aus Mai und Oktober durch die winzige „Weichenstellungen“ in diesem verwirrenden „Verschiebebahnhof“ KFA zu einem massiven Eingriff gelenkt worden, was geringere Steuereinnahmen noch verstärkt.

Die Prognose für den Gemeindeanteil an der Lohn- und Einkommensteuer für 2025 hat sich wie folgt entwickelt:

Frühjahr 2023 6.950.000 €
Herbst 2023 6.805.000 € -145.000 €
Frühjahr 2024 6.720.000 € -85.000 €
Herbst 2024 6.605.000 € -115.000 €
345.000 €

Das sollte eigentliche durch den Kommunalen Finanzausgleich teilweise ausgeglichen werden, durch den Eingriff in den KFA leider nicht.

Natürlich bezahlen wir dann auch hier weniger an Kreis- und Schulumlage, aber ein nennenswertes Minus bleibt trotzdem.

Wenn nun die Aufsichtsbehörden angewiesen werden, Fehlbeträge in der Finanzplanung nicht so kritisch zu sehen, erleichtert das womöglich die Haushalts-Genehmigung, löst die Probleme nicht. Gerade mit Blick auf die Evaluation des KFA in 2026, zu dem wir – auch vor zehn Jahren – den „Bonus für Bäder“ angemeldet haben, den heute viele als „Solidarmodell“ für Schwimmbäder wünschen, müssen wir mal wieder durchbuchstabieren.

Der KFA ist kommunales Geld!

Wenn man in diesen Tagen Mitglieder des Hessischen Landtags trifft und danach fragt, bekommt man selbst von Newcomern zu hören: Wir haben im Volksentscheid für die Schuldenbremse gestimmt, da kann man doch heute nicht einfach davon abweichen.

Das wollen wir auch gar nicht. Wir müssen aber wohl doch daran erinnern: Der KFA ist kommunales Geld! Auch wenn der Kommunale Finanzausgleich über den Landeshaushalt läuft, ist das kein Schaufenster oder gar Selbstbedienungsladen der Landespolitik.

Das macht man eigentlich nicht bei einer Haushalts-Einbringung, dass man Repliken auf die Landespolitik gibt, aber das ist eine Ansage:

Der KFA ist kommunales Geld! Und wir brauchen diesen Ausgleich. Obwohl wir unsere Hausaugaben gemacht haben und stehen wir nun wegen dieser winzigen Weichenstellungen im Verschiebebahnhof KFA wieder vor einem großen Loch.

Die Haushaltssatzung

Bei 22,18 Mio. € Erträgen und 23,3 Mio. € Aufwendungen kommen wir unterm Strich – wenn wir für das außerordentliche Ergebnis ein, zwei Bauplätze verkauft bekommen – auf eine runde Million Euro Fehlbedarf.

Im Ergebnis bekommen wir diese „Lücke“ geschlossen. Die Ergebnisrücklage ist mit 10 Mio. € voll, allerdings spiegelt dies nicht die Liquidität der Gemeinde wider.

Ein negativer mit dem Saldo aus den Einzahlungen und Auszahlungen aus lfd. Verwaltungstätigkeit von – 469.000 €

Wie gesagt, das ist mehr als 800 T€ schlechter, als wir mit früheren Prognose-Zahlen gerechnet haben.

Das bekommen wir hin mit einem Rest an Liquidität und einer hohen Kreditaufnahme.

Das steht in der Satzung dann als

  • Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeit: 5.500.000 €
  • Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit: -543.500 € – Das ist die Tilgung unserer bereits laufenden Kredite.

Was machen wir mit dem Geld? Investieren

  • Einzahlungen aus Investitionstätigkeit 239.500 €
  • Auszahlungen aus Investitionstätigkeit auf -5.939.000 €

Wir investieren fast 6 Millionen Euro.

Für die weitere Zukunft Verpflichtungsermächtigungen 400.000 EUR (Das ist das Feuerwehrfahrzeug, das in Hirzenhain den alten Tanker ersetzt)

§ 4 Höchstbetrag der Liquiditätskredite 1.500.000 EUR – wie gehabt.

Stabile und sinkende Steuersätze

§ 5 Steuersätze bleiben stabil und sinken. Und das ist heute schon Fakt und keine Sollbruchstelle für den Haushalt. Wir haben soeben mit einer Hebesatzsatzung festgeschrieben:

Die Gewerbsteuer bleibt bei 380 % – seit 2015 der gleiche Hebesatz, den wir auf den Messbetrag erheben.

Bei der Grundsteuer senken wir die seit 2015 geltenden Hebesätze von jeweils 400 %, weil die Grundsteuerreform und das Finanzamt die Messbeträge für viele Grundstücke deutlich erhöht haben.

Wenn im Vorfeld gemunkelt wurde, hierbei würden wir noch etwas aufschlagen, so sind die Vorschläge „aufkommensneutral“ in Summe: Die Gemeinde erhält aus der Grundsteuer nicht mehr als vorher. Und es wird auch wahrscheinlich wieder nicht alles in der Gemeinde bleiben, sondern bei Kreis, Land und Bund durch viele Hände gehen. Bislang war es die Hälfte. Bei der Gewerbesteuer fließen sogar 80 % ab.

Wir haben neu festgesetzt

  • Grundsteuer A (für land- und forstwirtschaftliche Betriebe) 210 %
  • Grundsteuer B (für alle übrigen) 275 %

Die Grundsteuer haben wir heute auf die Hebesätze gesenkt, wie sie sich landesweit entwickeln, müssen wir bedenken und beobachten. Denn die Landeseinheitlichen Hebesätze (§ 21 HFAG), die jetzt noch bei 332 % (Nivellierungshebesatz Grundsteuer A) und 365 % (Nivellierungshebesatz Grundsteuer B) liegen, werden 2026 zur Hälfte und 2027 voll angerechnet. Wenn diese Nivellierungshebesätze nicht angepasst und wir liegen mit unseren Hebesätzen in der Gemeinde darunter, bekommen wir Einnahmen angerechnet, die wir nicht haben.

Krux der Kommunalfinanzen

Bei der Gewerbesteuer liegt der Nivellierungshebesatz bei 357 %. Mit unseren 380 % liegen wir seit 2015 ganz gut. Wir müssen aber immer wieder – gerade unseren Unternehmen – erklären, dass bei der Gewerbesteuer, die sie zahlen, nur jeder fünfte Euro in der Gemeinde bleibt.

Es kommt bei kommunalen Haushalten darauf an, diese Krux der Kommunalfinanzen zu knacken: Abschreibung erwirtschaften ohne, dass es über die Steuer als Einnahmequelle teuer wird. Sonst macht man Kreis, Land und Bund nur unnötig glücklich.

Direkte Investition sind nachhaltig

Wo liegen wir bei unserer nachhaltigen Finanzierung für Wasser, Abwasser und Straße? Der Abschreibung auf die Investitionen werden über den gleichen Zeitraum die Beiträge der Bürgerschaft als so genannte Sonderposten-Auflösung als Ertrag zum Aufwiegen in die Waagschale geworfen. Weil wir die Investitionen in die Infrastruktur (Wasser, Abwasser, Straße) über Beiträge finanzieren, sparen wir Jahr für Jahr Steuern. 716.300 € beträgt im kommenden Jahr diese ertragswirksame Sonderpostenauflösung. Im vergangenen Jahr waren es noch 680.000 €.

Diese 716.300 € müssten wir – bei der gleichen Infrastruktur – aufbringen, hätten wir unsere Bauprogramme nicht mit Beiträgen finanziert, sondern aus dem Steueraufkommen.

SOPO Vorjahr Abschreibung Vorjahr
Wasser 200.000 € 190.000 € 323.600 € 350.000 €
Abwasser 235.000 € 220.000 € 373.000 € 375.000 €
Straße 281.300 € 270.000 € 447.500 € 380.000 €
Gesamt 716.300,00 € 680.000 € 1.144.100 € 1.105.000 €

Bauprogramme und Beitragsfinanzierung bilden die Basis unserer Investitionen. Reiner Müller und Harald Hermann haben aus den Bauprogramme nicht nur die Projekte für 2025 in zwei Ausschüssen vorab vorgestellt, sondern von 25 Ausschreibungen sind die meisten schon vorbereitet. Sobald der Haushalt beschlossen und genehmigt ist, können wir mit frühen und vorausschauenden Ausschreibungen die günstigsten Angebote bekommen. Für diese weitsichtige Arbeit, die ebensowenig selbstverständlich ist wie ein umsichtiges Agieren im Tagesgeschäft, sagen wir an dieser Stelle einmal herzlichen Dank.

Folgekosten betrachten hilft beim Sparen

Bei Investitionen müssen wir die Folgekosten betrachten (§ 12 GemHVO). Haben wir das Geld? Können wir auch den künftig bleibenden Aufwand ertragen? Das sind Fragen, die wir uns vor Investitions-Entscheidungen stellen. Und da kommt der Vorbericht unseres Haushalts in den Blick, wo für jede Investition jetzt schon ein Datenblatt die künftigen Kennzahlen aufzeigt.

Nehmen wir einmal die Kita in Simmersbach, die wir von der Kirche in Erbbaupacht übernommen haben und für die wir für die Sanierung verantwortlich zeichnen und zahlen:

Was der Kirchenarchitekt mit 900.000 € beziffert hatte, bekommen wir mit 385.000 € hin über drei Bauabschnitte. Vom Land Hessen gibt es 100.000 € Zuschuss.

Die Ergebnisrechnung der Zukunft sieht jetzt wie folgt aus bei 75 Jahren Abschreibungszeitraum:

  • 385.000 € Investition wird über 75 Jahre abgeschrieben
  • 5.134 € Abschreibung als Aufwand (auf volle Euro gerundet) jährlich
  • 100.000 € Zuschuss vom Land wird über 75 Jahre aufgelöst
  • 1.134 € Sonderposten-Auflösung aus dem Zuschuss als Ertrag.
  • Die Differenz belastet das Ergebnis mit 4.000 €  Aufwandsseite.

Auf der Seite 50 ist diese Investition beschrieben. Ich wollte an dem Beispiel nochmal die Ergebnisrechnung erklären und habe einen Fehler gefunden:

Ertrag Auflösung Sonderposten steht dort 134 €

Es muss aber 1334 € sein.

100.000 € / 75 Jahre = 1333,33 (in vollen € 1334).

Jetzt kann es sein, dass die Zahlen in den Zahlen stimmen, aber im Vorbericht falsch sind. Bei diesem Luxus von mehr als 50 Seiten Vorbericht kann das mal passieren. Bei der Beratung können wir gerne gemeinsam solche Fehler finden und verbessern. Wir nehmen ab heute sachdienliche Hinweise an, bis der Haushalt am 19.12.2024 in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung beschlossen werden soll.

Danken möchte ich an dieser Stelle Rainer Deutsch für die viele Arbeit und Akribie, die in diesem Haushalt steckt. Wir werden gewiss noch kleine Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten finden, aber auch das ist nur möglich durch diese hervorragende Arbeit und diese transparente Darstellung.

Es soll ja auch Kommunen und Verbände geben, da kommt der Wirtschaftsplan mit ein paar Zahlen und wenigen Wörtern aus.

Förderprogramme fördern fast nur noch Frust

100.000 € Zuschuss bei 385.000 € Investition – das ist eine gute Quote. Das sind mehr als 25 % der Kosten. Gerade weil die Förderung von Kita-Vorhaben und die Finanzierung des Kita-Betriebs den vielen Wünschen und Vorgaben (z. B. „Gute-Kita-Gesetz“) nicht nachkommt, sagen wir für diese Förderung herzlichen Dank!

Auch das zweite Beispiel spielt in Simmersbach und hat Bedeutung für die ganze Gemeinde. Auch hier ein Antrag, den wir im vergangenen Jahr gestellt haben und wo wir nun eine Förderung herhalten, auf die wir schon nicht mehr zu hoffen gewagt hatten. Für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Simmersbach soll die Gemeinde Eschenburg 270.000 € Zuschuss bekommen.

Bei diesem 4-Millionen-Projekt werden die Kosten für Bau und Planung abgeschrieben – und zwar über 80 Jahre – nicht aber das Grundstück. Es folgt eine jährliche Belastung durch Abschreibung in Höhe von 45.625 €

270.000 € Zuschuss / 80 Jahre = 3375 € SOPO-Auflösung als Ertrag.

Es bleibt eine Differenz von 42.250 €, die in den 80 darauffolgenden Jahren die Ergebnisrechnung belastet.

Wenn wir jetzt weitere Feuerwehrgerätehäuser neu bauen, steigt der Aufwand allein durch die Abschreibung.

Im Produkt 214 Brand- und Katastrophenschutz haben wir aktuell 72.450 € an Abschreibung stehen innerhalb von Aufwendungen in Höhe von 300.000 €.

Beim Feuerwehrfahrzeug und dem Gerätehaus fällt auf, dass die Förderung mit der Quote „30 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten“ schnell bedeutet, dass wir bei solchen Investitionen mehr Steuer (an den Bund) zahlen als wir Zuschuss (vom Land) bekommen.

Wenn ich an unsere aktuellen Berechnungen für die 30-Millionen-Investition beim Neubau einer Kläranlage denke, könnte man fast auf eine Förderung verzichten. Bei 5 % Zuschuss steht aktuell unsere Befürchtung, aber wir lassen uns gerne von der Bewilligungsbehörde überraschen.

Grundsätzlich ist zu sagen:

„Das beste Förderprogramm ist jenes, das man nicht braucht.“

Streichen, strecken und schieben spart selten

Wir haben die Bauprogramme vorab in zwei Ausschüssen vorgestellt. Auch was warum (noch) nicht dran ist.

Mit den Bauprogrammen bringen wir unsere Projekte in eine sinnvolle Reihenfolge. Es ist daher nicht klug, die Reihenfolge ohne gute Gründe zu ändern. Auch haben wir schon in der Vergangenheit gelernt, dass streichen, strecken und schieben selten spart.

Wir haben die Entscheider schon vor der Einbringung des Haushaltes umfassend und fundiert informiert. Wir werden das Zahlenwerk und seine Beratung auch im Internet nachvollziehen können.

Daran erinnere ich jetzt schon, wenn der Haushalt in den Ausschüssen beraten wird.

Wenn dann wieder der Bagger gestrichen wird, rufe ich diejenigen persönlich an und zu Hand- und Spann-Diensten auf, die die Vorschläge aus Bauprogramm und Haushalt abgeändert haben.

Apropos: Beraten und Beschließen des Haushalts ist das vornehmste Recht und die wohl schwerste Pflicht der Gemeindevertreter. Aufgestellt hat der Gemeindevorstand das Zahlenwerk, das viele Erklärungen mehr enthält als andere Haushaltspläne anderswo.

Wer etwas geändert haben möchte, stellt bitte nach den Regeln der Geschäftsordnung einen Antrag. Ein Antrag muss immer einen handhabbaren Vorschlag und eine Begründung beinhalten.

Fazit

Noch einmal zurück an den Anfang. Vieles von dem, was wir vor 10 Jahren im „Rosenmontagserlass“ als nervig empfunden haben, war doch nachhaltig. Haushaltssicherung, Folgekostenbetrachtung, Jahresabschlüsse. All das haben wir verinnerlicht und setzen es gerne um. Schritt für Schritt – und meist auch in die richtige Richtung.

Liebes Land Hessen, wir machen unsere Hausaufgaben – lass‘ Du bitte Deine Finger von unserem Haushalten. Der KFA ist kommunales Geld und kein Schaufenster oder Selbstbedienungsladen des Landes.

Vielen Dank fürs Zuhören und konstruktive Beraten des Haushalts 2025.

Schlagzahl statt Schlagzeile: „Panoramablick“ schließt nur für Feiertage

Benefiz fürs Babybecken: Jeder Euro Spende fürs neue Babybecken entlastet den Betrieb des Schwimmbads in den den nächsten 25 Jahren. (Foto: Götz Konrad)
 

Schlagzeilen in den so genannten sozialen Medien waren missverständlich: Gerade als wir nach der Reparatur unseres Lüftungs-Motors wieder öffnen konnten, war online die Schlagzeile der Lokalzeitung weltweit zu lesen. „Eschenburger Bad bleibt in Zukunft länger geschlossen“. Für die Nacht auf Sonntag stimmte das ja auch – haben wir wegen der Zeitumstellung im Spaß gesagt. Nur wenn bei unseren Besuchern die Information ankommt, das Schwimmbad hätte geschlossen, dann ist das schlecht für die Besucher-Bilanz. Mit einer Schlagzahl wie sonst nur im Sommer ist das Freizeitbad „Panoramablick“ auf Rekord-Kurs. Aktuelle Informationen rund ums Bad finden Sie unter www.freizeitbad-panoramablick.de im Internet oder in dieser Wochenzeitung. Wir planen mit Vorlauf und Vorausschau als nächsten Schritt eine Betonsanierung an den Becken. Bis dahin haben wie geöffnet. Das Freizeitbad hat nur an allen gesetzlichen Feiertagen sowie an Karsamstag, Heiligabend und Silvester geschlossen. An Pfingsten und am 3. Oktober ist das Bad von 07:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Hier unsere Öffnungszeiten:

Montag (Warmbadetag)     13:00-21:00 Uhr

Dienstag (Warmbadetag)   07:00-21:00 Uhr

Mittwoch        07:00-17:00 Uhr

Donnerstag   10:00-21:00 Uhr

Freitag           10:00-21:00 Uhr

Samstag        07:00-17:00 Uhr

Sonntag         07:00-17:00 Uhr

 

Logo Freizeitbad PanoramablickInfo: Geschenk-Gutscheine fürs Schwimmbad gibt es direkt bei der Aufsicht. Am besten vorher mit einer E-Mail an freizeitbad-eschenburg@t-online.de oder per Telefon melden. Für die Geldwertkarten am Automaten oder auch Gutscheine in beliebiger Höhe hat das Freizeitbad einen Umschlag, den man als Präsent vielfach nutzen kann. Am Telefon ist das Team im Bad unter der Telefonnummer 02774 71140 zu erreichen. Mehr Informationen unter www.freizeitbad-panoramablick.de im Internet.

 

 

 

 

Beratungs-Börse und Berufsorientierung: Die Energie-Messe geht zur Holderbergschule

Noch wenige Plätze für Aussteller und Vorträge frei

Die 12. Auflage der „Kleinen Messe“ am 8. und 9. November (jeweils 11 bis 17 Uhr) wird an der Holderbergschule stattfinden. Die Beratungsbörse soll weiterhin Tipps zu Energie-Themen liefern, aber durch die Zusammenarbeit stärker auf Zukunftsberufe hinweisen. Die Ausstellung wird in der Aula sowie in den Fluren und Foyers der BCD-Trakte stattfinden. Die Eröffnung ist am Samstag um 11 Uhr. Am Samstag und Sonntag ist jeweils um 14 Uhr eine „Modenschau der Zukunftsberufe“ geplant, bei der Berufe von A wie Altenpfleger bis Z wie Zerspanungsmechaniker über den Laufsteg gehen.

„Weil die Beratungs-Börse in keiner Halle stattfindet, sind die Stände auch etwas kleiner – dafür finde ich die Kombination mit der Holderbergschule einfach genial, weshalb wir für diese Möglichkeit froh und dankbar sind“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. Wer noch kurzfristig mit einem Beruf auf den „Laufsteg“ oder einem (kleinen) Stand innen oder auch größer auf dem Schulhof mitmachen möchte, meldet sich schnellstmöglich direkt unter buergermeister@eschenburg.de bei Rathaus-Chef Konrad.

Mehr Infos unter www.endlich-energie.de im Netz.

Bürger-Info zur Kommunalwahl am 15. März 2026 hier zum Herunterladen

Was steht am 15. März 2026 zur Wahl? Info-Abend im Rathaus

+++ Den Vortrag von Bürgermeister Konrad gibt es hier als PDF zum Herunterladen. +++

Am 15. März 2026 ist Kommunalwahl in Hessen. Was dann in Eschenburg zur Wahl steht und um was es dabei geht, soll mit einer Info-Veranstaltung am 1. Oktober um 19 Uhr erklärt werden. Um 19 Uhr geht es los im Sitzungszimmer 1.01 des Rathauses – dort wo die meisten Gremien tagen.

Bei der jüngsten Kommunalwahl in Hessen 2021 waren 7.961 Personen in Eschenburg zur Wahl berechtigt. Am 15. März 2026 werden es wohl weniger sein und die Gemeindevertretung als zentrales Gremium wird von 31 auf 25 Sitze verkleinert, aber bei einer Kommunalwahl gibt es für die Bürgerinnen und Bürger eine große Auswahl: Hier können für die Gemeindevertretung die 25 Stimmen auch einzeln vergeben werden. Bei dieser Persönlichkeitswahl können bis zu drei Stimmen für einzelne Bewerber gegeben (kumuliert) und auch über mehrere Listen verteilt (panaschiert) werden.

Diese Listen mit Wahlvorschlägen werden jetzt im Herbst aufgestellt und müssen gleich zum Jahresbeginn vorliegen. Deshalb suchen Parteien, Bündnisse und Bürger jetzt nach „Mitstreitern“, um diese Wahlvorschläge „aufzustellen“.

Weil die Zeit bis zum Jahresende „schneller“ verrinnt, hat sich der Gemeindevorstand gedacht, jetzt schon eine Informationsveranstaltung im Rathaus anzubieten. Weil er selbst bei der Kommunalwahl am 15. März nicht gewählt wird, wird Bürgermeister Götz Konrad einen Überblick über die Möglichkeiten der Kommunalwahl in Eschenburg geben.

Die „Gemeinde-Politik“ hat bis zur Wahl noch viel zu tun, wie man in der Wochenzeitung, im Internet und auch in den Sitzungen verfolgen kann, die öffentlich sind. Auf der Internetseite der Gemeinde Eschenburg (www.eschenburg.de) gibt es unter „Politik“ die Links auf „Gremien“ (das führt zum Gremienportal, wo Sitzungen und Protokolle zu finden sind) und auf „Wahlen“ (mit detaillierten Wahlergebnissen aus Eschenburg von 2002 an und den aktuellen Infos zu anstehenden Wahlen).

Im Gremienportal sind der Gemeindevorstand (8 Mitglieder inklusive Bürgermeister), die Gemeindevertretung (31 Mitglieder), daraus die Fachgremien Haupt- und Finanzausschuss, Bau- und Umweltausschuss sowie Kultur- und Sozialausschuss (mit jeweils 7 Mitgliedern) sowie die Ortsbeiräte zu finden. Bis auf den Gemeindevorstand, dessen Sitzungen nicht öffentlich sind, werden alle Termine und Protokolle in diesem digitalen Sitzungsdienst veröffentlicht.

Türöffner-Tag mit der Maus am 3. Oktober

Martin Weber, unser neuer „Meister für Bäderbetriebe“, erklärt am 3. Oktober kleinen und großen Besuchern, wie ein Schwimmbad funktioniert.

Am 3. Oktober lädt die bekannte Fernseh-Maus vom WDR bundesweit zum „Türöffner-Tag“ ein. Auch das Freizeitbad „Panoramablick“ ist wieder dabei und öffnet die sonst verschlossenen Türen zur Technik. Fans der „Sendung mit der Maus“ können so einmal Sachgeschichten vor Ort erleben: Um 11, 13 und 15 Uhr treffen wir uns zu Rundgängen im Foyer des Freizeitbades. Teilnehmer ab 7 Jahren können einmal sehen, wie viel Aufwand hinter dem Spaß im Nass steckt. Dabei können kleine und auch große Besucher unsere „Betriebsgeheimnisse“ kennenlernen.

Meldet euch schnell an – wie gewohnt per E-Mail an freizeitbad-eschenburg@t-online.de oder telefonisch unter 02774-71140.

Das Freizeitbad „Panoramablick“ hat am 3. Oktober von 7 bis 17 Uhr geöffnet.

 

 

Bericht an die Gemeindevertretung (18.09.2025)

Aus Vorstand, Verwaltung und Verbänden berichtet Bürgermeister Götz Konrad am 18.09.2025 in der Sitzung der Gemeindevertretung:

Produkt  

 

002 Gemeindevorstand besucht Betriebe: Für ihren Hochbau-Lagerplatz, wo die blauen Baustellen-Container zwischen zwei Einsätzen wieder aufgearbeitet werden, hat die Firma Porr ihre Standorte in Düsseldorf und Frankfurt nun in Eschenburg zusammengelegt.
002 Energie-Messe an Holderbergschule: Für die 12. Auflage der „Kleinen Messe“ am 8. und 9. November (jeweils 11 bis 17 Uhr) wird der Umzug geplant an die Holderbergschule. Die Beratungsbörse soll weiterhin Tipps zu Energie-Themen liefern, aber durch die Zusammenarbeit stärker auf Zukunftsberufe hinweisen. Mehr Infos unter www.endlich-energie.de im Netz.
002 „MundART mit Biss!“ zum „Made“ im Mai: Nach der Premiere kam bei der Auswertung der Rückmeldungen die Idee der früheren AG Markt wieder auf, den traditionellen Markt mit einer neuen Veranstaltung zu kombinieren. Mundart-Festival wird nun am 10. Mai 2026 in den Frühjahrsmarkt integriert, wie die Verwaltung und das Büro „Kulturconsult“ planen.
002 Gesundheitsversorgung: Fürs Gesundheitszentrum Eschenburg ist ein Vorvertrag mit Bergland Medizin abgestimmt und kann in den nächsten Tagen unterschrieben werden. Die Kaufverträge für die beiden ehemaligen Praxen am Marktplatz 2 entwirft der Notar. Die Planungen für den Umbau werden gerade mit der Praxis-Leitung abgestimmt. Danach kommen die Zuschussanträge, mit denen die Gemeinde den Umbau und die Bergland Medizin die Ausstattung gefördert bekommen sollen. Zur Arztsuche wird auch die „interprofessionelle Woche“ genutzt, mit der Kontakte zwischen Studenten der Uni Gießen und Gesundheits-Dienstleistern geknüpft werden.
101 Zusteller gesucht: Um wieder einen eigenen Vertrieb aufzubauen, sucht der Verlag Linus Wittich Zusteller auf Minijob-Basis. Interessenten wenden sich direkt an den Verlag (vertrieb@wittich-herbstein.de, Telefon 06643-9627-17).
101 Volkstrauertag: Am 16.11.2025 um 14:00 Uhr ist die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag auf dem Friedhof Eibelshausen. In allen anderen Ortsteilen werden Kränze niedergelegt. Pfarrer Schäfer und der Posaunenchor Wissenbach haben zugesagt, weitere Akteure sind herzlich willkommen.
102 Jetzt schon über Kommunalwahl 2026 informieren: Am 15. März 2026 ist Kommunalwahl in Hessen. Was dann in Eschenburg zur Wahl steht und um was es geht, soll mit einer Info-Veranstaltung am 1. Oktober um 19 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses erklärt werden.

 

123 Kita-Ampel zeigt freie Plätze: Auch wenn die Kita „Neue Mitte“ nicht zum vertraglich zugesagten Termin 01.11.2025 bezogen werden kann, gibt es in Eschenburg zur Zeit freie Kita-Plätze, wie die „Kita-Ampel“ im Internet zeigt.

Für die Übergangslösung an der Kita Eiershausen soll die Container-Gruppe bis zum 31.07.2027 verlängert und die Gruppengröße von 25 auf 20 verringert werden. Zwei weitere Angebote erweitern dauerhaft die Chancen in Eschenburg: In Hirzenhain bietet die dritte Gruppe 15 Plätze und die neue Naturgruppe in Wissenbach 20.

130 Jahresabschluss 2024 und Inventurrichtlinie: Wie im Haupt- und Finanzausschuss erläutert, haben Vorstand und Verwaltung bei den Abschlüssen aufgeholt. Für 2024 waren eingeplant Erträge in Höhe von 21.740.000 €. Die tatsächlichen Erträge lagen um 508.861,84 € über der Planung und summierten sich auf 22.248.861,84 €. Mit einem Minus von 275.000 € geplant, schloss das Jahr 2024 nun mit 462.414,97 € Überschuss ab. Nachdem die Abschlüsse nun in der Gegenwart angekommen sind, wurde eine Inventurrichtlinie beschlossen und die Finanzsoftware erweitert, um einen Kritikpunkt aus den letzten Prüfungen abarbeiten zu können.
130 Raten-Pause bei der Hessenkasse: Bei der Rückzahlung des Eigenanteils ans Land Hessen müssen die jährlich anstehenden 252.775 € in den beiden Jahren 2025 und 2026 nicht gezahlt werden. Die gestundeten Beiträge sind nachzuentrichten und verlängern damit die Beitragsdauer um zwei Jahre bis 2032. Auf die Ablösung von 5,875 Mio. € Kassenkredit-Schulden sind von der Gemeinde Eschenburg insgesamt 2.937.500 € an das Sondervermögen HESSENKASSE zurückzuzahlen.
211 ASP: Der Kadaversammelpunkt ist vom Bauhof der Gemeinde Eschenburg ans Forsthaus in Sechshelden verlegt worden. Zu einer Informationsveranstaltung in Eibelshausen waren vor allem Jäger eingeladen, um mit dem Veterinäramt des Kreises die weitere Vorgehensweise des Landes Hessen zu erörtern.
211 Sicherheit und Tierschutz: Gegen unsere Tötungsverfügung von 2023 nach dem schlimmen Beißvorfall wird nun ermittelt wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Die hessische Hundeverordnung ist im § 14 sehr klar, wo es im letzten Satz lautet: „Die Tötung ist anzuordnen, wenn der Hund einen Menschen getötet oder ohne begründeten Anlass ernstlich verletzt hat.“
211 Flüchtlingsunterbringung: Die beiden Container sind abgeholt worden. Vom Kreis sind noch 391.367,70 € zahlen. Davon sind 257.000 € Rückstand bei der Erstattung und rd. 134.000 € bei der Anerkennung.
311 Klagen gegen Straßenbeiträge: Gegen die Straßenbeitragsbescheide für die Straße „Unterm Klein Loh“ waren am 07.06.2024 Widersprüche eingegangen, denen weder der Gemeindevorstand noch der Anhörungsausschuss abhelfen konnte. Beim Verwaltungsgericht sind nun drei Klagen eingegangen.
321 Öl-Unfall geht in Berufung: Der Berufungsantrag für 213.239,11 € Schaden, der der Gemeinde durch einen nicht sanierten Ölschaden entstanden ist, wird am 02.02.2026 erstmals vorm Oberlandesgericht Frankfurt verhandelt.
321 Baumkataster und -Kontrolle: Zur Sicherheit muss die Gemeinde „ihre“ Bäume an Straßen, Wegen, Plätzen, in Wohnanlagen, auf Spiel- und Sportanlagen, in Grün-, Freizeit- und Erholungsanlagen, an Kindertagesstätten oder auf Friedhöfen mindestens zweimal jährlich kontrollieren, im belaubten und unbelaubten Zustand. Seit Sommer läuft das digital: 1.103 Einzelbäume und 209 flächige Baumbestände (629.241 m²) sind in einem Kataster erfasst und werden kontrolliert und mit Computer-Hilfe protokolliert. An 83 Einzelbäumen wurden Probleme festgestellt, die zu beseitigen sind, um die Verkehrssicherheit weiterhin zu gewährleisten.
325 Nur ein Grab moniert: Das Sachverständigen-Büro Steinbrecher hat auf Eschenburgs Friedhöfen 1.542 Grabanlagen überprüft, wovon nur ein Grabmal die Prüfung nicht bestanden hat. Die mittlerweile rd. 600 Wiesengräber bleiben außen vor, da liegende Grabmale nicht geprüft werden müssen. Auch werden heutzutage mehr Grabstätten vor Ablauf der Ruhezeit auf Antrag vorzeitig eingeebnet.

Weitere Informationen aus den Ortsteilen:

Eibelshausen: 

  1. Die Arbeiten zur Erneuerung des Marktplatzes werden zum Ende diesen Monats bis auf die Montage des Schutzgeländers auf der Dietzhölzmauer und der Bepflanzung der „Grünflächen“ abgeschlossen sein. Die Restarbeiten erfolgen nach dem Herbstmarkt.
  1. Für die Sanierung des Holderbergstadions hilft die Gemeinde mit einer Zwischenfinanzierung. Für die Schlussrechnung der Firma Polytan GmbH in Höhe von 573,24 € war der restliche Zuschuss des Landes noch nicht eingegangen.
  1. Die Firma Bernshausen hat den Weg zum Alten Wissenbacher Sportplatz abgefräst und eine wassergebundene Decke eingebaut. Der Weg gehört der Haubergsgenossenschaft, die Gemeinde hat saniert, weil hier die Zufahrt zur Freizeitanlage verläuft.
  1. Am 02.10.2025 eröffnet die Diakonie Bethanien ihr Senioren-Wohnprojekt in der Hauptstraße 29. Der Neubau umfasst Tagespflege, Senioren-Wohngemeinschaften und -Einzelwohnungen.
  1. Der Sanierungsbedürftige Teilbereich der Dietzhölzmauer von der „Kirchenbrücke“ bis zum Anwesen „Graiff“ wurde durch die Firma Jürgen Saalbach instandgesetzt.

Hirzenhain:

  1. Der Spielplatz an der Straße „Segelfliegerhang“ konnte vor den Ferien eingeweiht werden. Mit dem Flugzeug als neuem Spielgerät konnte die erste der 101 gesammelten Ideen umgesetzt werden, die bei einer Umfrage unter dem Motto „Mission: Mehr Spielplätze“ als Anregung gekommen waren. Der Kultur- und Sozialausschuss wird nun mit dem Gemeindevorstand nach geeigneter Bestandsaufnahme der weiteren Spielplätze ein Konzept für die weitere Vorgehensweise erstellen. 
  1. Die Arbeiten an dem Anbau der KITA „Raupe Nimmersatt“ in Hirzenhain/Bahnhof liegen im Zeitplan. Nach aktuellem Stand können die Kinder und Erzieherinnen die neuen Räumlichkeiten Anfang Oktober in Betrieb nehmen.
  1. Die Tief-, Leitungs- und Straßenbauarbeiten in der Straße „Segelfliegerhang“ sind abgeschlossen. Die Schlussrechnung steht noch aus.
  1. Die Fa. Bernshausen-Bau (Bad Laasphe) hat mit den Tief-, Leitungs- und Straßenbauarbeiten in der Windhainstraße und Poststraße begonnen. Bis jetzt läuft alles planmäßig.  
  1. Ein Staffellöschfahrzeug (StLF 20) kann als Nachfolger für den „Tanker“ beschafft werden. Das Land Hessen gibt einen Zuschuss über 80.850 €, der im Jahr 2026 ausgezahlt wird. Kosten in Höhe von mittlerweile mindestens 450.000 € Brutto (ohne Beladung) stehen mittlerweile für ein Fahrzeug in dieser Größenordnung an. Mit dem EU-Vergabeverfahrens ist die Firma KommunalUp aus Dillenburg zum Angebotspreis von 11.841 € inkl. MwSt. beauftragt worden.
  1. Der I. Bauabschnitt der Umbau- und Sanierungsarbeiten in der KITA „Arche Noah“ in Hirzenhain/Ort wurden in den Sommerferien umgesetzt. Im Wesentlichen wurde die Heizungsanlage erneuert und ein Großteil der Fensterelemente ausgetauscht. Der II. Bauabschnitt ist für die Sommerferien 2026 vorgesehen.

Wissenbach:

  1. Entgegenkommen beim Einzelhandel in Dillenburg und Eschenburg: Bei einem vom Regierungspräsidium vermittelten Erörterungstermin im Dillenburger Rathaus rückt ein Kompromiss auf Ebene der Kommunen in den Blick. Das RP Gießen machte deutlich, dass es seine Abweichungsentscheidung vom 12.06.2024 mit 2.200 m2 Verkaufsfläche für Edeka (1.700 m2 Lebensmittel, 500 m2 Getränke) nicht zurücknehmen werde, aber die Anfechtungsklage aufschiebende Wirkung hat. Für den jetzt leerstehenden Markt in Wissenbach waren 1.675 m2 Verkaufsfläche für Lebensmittel und Getränke genehmigt. Die Flächen des früheren Aldi-Marktes stehen nach dem Verkauf des Grundstücks ebenso leer, sind aber mittlerweile Gewerbeflächen und stehen für Lebensmittelläden nicht zur Verfügung. Weil die Edeka die bestehenden Gebäude abreißen und das gekaufte Gelände in Wissenbach mit neuem Leben füllen will, kam ein Kompromiss-Vorschlag: Der neue Markt soll im Zuge der Bauleitplanung auf eine vergleichbare Größe begrenzt werden wie ein Vollsortimenter im Dillenburger Nachbarstadtteil, der ebenso nicht zentraler Ortsteil ist und einer „Abweichung“ bedurfte.
  1. Für die Ortsumgehung ist Objektplanung für Verkehrsanlagen LPH 1 und 2 (VA) zum Angebotspreis von brutto 189.882,46 € an das Ingenieurbüro Oppermann GmbH in Vellmar erteilt worden. Diese Entscheidungen werden einvernehmlich zwischen dem Land Hessen und den drei Kommunen Dillenburg, Eschenburg und Dietzhölztal getroffen.
  1. Die Fa. Bernshausen, Bad Laasphe hat mit den Tiefbauarbeiten zur Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Straße „Zum alten Friedhof“ in Wissenbach begonnen. In dem Zuge wird die sanierungsbedürftige Fahrbahnoberfläche erneuert.

Simmersbach:

  1. Für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Simmersbach ist der Bauantrag abgegeben worden. Zur Umsetzung hat der Gemeindevorstand beschlossen, keinen Generalunternehmer zu suchen, sondern die Umsetzung mit Einzelvergaben abzuarbeiten. Nach den Planungen der Architektin Iris Orth und Eigenleistung des Bauamtes der Gemeinde (Leistungsphasen 6 bis 9) helfen das Ing.-Büro Frank Schmidt (Steffenberg) mit der Tragwerksplanung und dem Wärmeschutznachweis sowie das Ing.-Büro Aßmann (Haiger) mit der Fachplanung Heizung/Lüftung/Sanitär/Elektro. 
  1. Mit dem Landrat ist über die weitere Gestaltung der Grundschule und den Verkauf des Nachbargrundstücks an den Kreis gesprochen worden. Der Landrat möchte eine „Öffnung“ der Grundschulen und Einbindung ins Gemeinde-Leben.
  1. Bäume am Schützenhaus Simmersbach wg. Fäulnis und Schäden gefällt. 
  1. Für den Hochwasserschutz hat die Firma Fey in der Biedenkopfer Straße 140 laufende Meter Regenwasserkanal DN 400 und DN 500 neu verlegt. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die sanierungsbedürftige Fahrbahnoberfläche in diesem Abschnitt erneuert.
  1. In den Sommerferien wurde der III. und damit letzte Bauabschnitt der Umbau- und Sanierungsarbeiten im KITA-Gebäude umgesetzt. In drei Jahren wurde das von der Kirche übernommene Gebäude für insgesamt rund 390.000 Euro auf einen guten, aktuellen Standard gebracht. Somit konnte das von der Kirche in Auftrag gegebene Sanierungskonzept mit einem Volumen von rund 950.000 Euro wesentlich günstiger umgesetzt werden.

 

Eiershausen:

  1. Der Endausbau des Gewerbegebiets „Heerfeld“ ist fertiggestellt. Die Kosten halten den Rahmen des Haushaltsansatzes von rd. 975.000 € und der Mittel, die in der Vermarktung der Hessischen Landgesellschaft „eingepreist“ worden waren. Die Endabnahme und die Schlussabrechnung folgen in Kürze.
  1. Die Fa. Gerhardt und Weigel, Haiger hat die geplanten Gewässer-Sanierungsarbeiten am Schwarzbach umgesetzt. Hier mussten auf einem Teilstück Baumwurzeln entfernt, Uferböschungen profiliert und das Bachbett mit Naturstein-Findlingen zum Nachbargrundstück hin abgesichert werden.
  1. Die „Mini-Löscher“ als erste Kinderfeuerwehr in Eschenburg konnte ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Beim „Firetach“ gab es auf dem Festplatz ein buntes Programm für die ganze (Feuerwehr-)Familie.

 

Roth:

  1. Einen Parkplatz für den Pfarrer oder die Pfarrerin vor der Leichenhalle wünscht sich der Ortsbeirat. Der Vorschlag ist zu prüfen.
  1. Das neue Multifunktionsfeld auf dem Festplatz ist so weit fertiggestellt. Abschließend müssen noch die Kleinfeldtore mit integrierten Basketballkörben aufgestellt und montiert werden.

Gemeindewerke:

  1. Der Anbau an das Betriebsgebäude des Zwischenbehälters „Pracht“ in Eibelshausen ist fast fertiggestellt. Aktuell wird die Fassadenverkleidung montiert. Der Umbau der Aufbereitungsanlage im Gebäude erfolgt durch die Mitarbeiter der Gemeindewerke.
  1. Die Sanierung der Aufbereitungsanlage im Wilhelmstollen, OT Roth, ist zu rund 80 % fertiggestellt. Die Fa. WBH ist angehalten, die Restarbeiten zügig umzusetzen.
  1. Die Neuverlegung der Trinkwasserverbindungsleitung Forsthausstraße / Bombergstraße, OT Wissenbach, durch die Fa. Oppermann, Dietzhölztal, ist fertiggestellt. Die Schlussrechnung steht noch aus.
  1. Nachdem die Fahrbahnerneuerung der Landesstraße zwischen Eibelshausen und Steinbrücken abgeschlossen ist, konnte die Fa. Oppermann vergangene Woche mit der Neuverlegung der Trinkwasserversorgungsleitung in der Rother Straße, OT Roth, beginnen.

Abwasserverband „Obere Dietzhölze“:

  • Zweite Informations-Veranstaltung zur neuen Kläranlage: Schon nach dem ersten Termin im März hat der Abwasserverbands-Vorstand das Bauprogramm 2027-2031 für den notwendigen Neubau (genauer „Sanierung und funktionale Erweiterung“) der Kläranlage als Rahmen aufgestellt und sucht nun zusammen mit den beauftragten Experten und Gremien der beiden Gemeinden geeignete Finanzierungswege. Alle Informationen wurden in die Verbandsversammlung und in die beiden Mitgliedsgemeinden gegeben. Nachdem nun erste Fragen in den Gemeinden aufkommen, soll es am 18.11.2025 um 19 Uhr im Bürgerhaus Eibelshausen eine zweite Info-Veranstaltung geben, zu der auch Planer und Regierungspräsidium eingeladen werden.

 

Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“

  • Auch nach den Ferien viel Besuch: Auch nach den Sommerferien hält der Rekordbesuch an. Bis zum Ende der Ferien hatten 58.723 Besucher Eintritt gezahlt. In der Jahreshochrechnung liegen wir aktuell bei 93.816 aufs Jahr. Das vergangene Jahr hatte die Marke von 90.000 überschritten. Mit Schulschwimmen, Training und Feuerwehrdienstsport kam das Freizeitbad „Panoramablick“ auf mehr als 108.000 Besucher im Jahr 2024.
  • Solidarmodell für Schwimmbäder: Wie der „Betriebskostenzuschuss für kommunale Schwimmsportstätten“ in Schleswig-Holstein funktioniert, hat uns der Städteverband Schleswig-Holstein gezeigt. Nach der Auswertung aus 2023 wurden die jährlich 7,5 Mio. € aus dem Kommunalen Finanzausgleich an 169 höchst unterschiedliche Hallen- und Freibäder verteilt, in denen Schwimmausbildung angeboten wird. Das Geld wurde über 127.791 Zeitstunden verteilt, die durch mindestens eine Schule, gemeinnützigen Verein oder Verband belegt wurden.
  • Sportmilliarde hilft: Aus dem Haushaltsausschuss des Bundestages kommt der Auftrag an die Bundesregierung für eine Förderrichtlinie zur „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Das gibt die Chance, die Sanierung des Freizeitbads „Panoramablick“ passgenau zur Förderung zu planen.

Spielplatz am Segelfliegerhang gestartet (11.07.2025)

Mission „Mehr Spielplätze“

Der neue Spielplatz in der Straße „Am Segelfliegerhang“ ist fertig. In der ersten Ferienwoche ist er endlich eingeweiht worden. Mitglieder der Gemeinde-Gremien, Eltern und vor allem die Kinder haben den neuen Spoelplatz sofort in Beschlag genommen. Höhepunkt ist der „Flieger“. Damit ist die erste der 101 gesammelten Ideen umgesetzt. Bei einer Umfrage unter dem Motto „Mission: Mehr Spielplätze“ sind viele Anregungen gekommen, die nun in den Gremien weiter bearbeitet werden. Zu den bereits bestehenden 25 Spiel- und Bolzplätze der Gemeinde sollen weitere Attraktionen geschaffen werden. Themen wie Wasserspielplatz, Klettern und Mountainbike tauchten bei der Umfrage auf. Eschenburgs Politik freut sich über weitere Anregungen, aber auch Partner und Sponsoren. Dann nach dem Muster von „Benefiz fürs Babybecken“ und dem Bau der zwei Kunstrasenplätze in Wissenbach und Eibelshausen durch die Vereine zeigt, wie gemeinsam gescheit investiert werden kann ohne die Zukunft zu belasten. Der Einsatz der beiden Sportvereine in Wissenbach und Eibelshausen  hat den „Ausweg aus dem Abschreibungs-Abseits“ aufgezeigt.  Sie haben zusammengerechnet eine Million € investiert. Hätte es die Gemeinde wie noch 2001 gemacht, wären in den nächsten 25 Jahren jährlich 40.000 € an Abschreibung zu erwirtschaften gewesen. Bei den Kommunalfinanzen bedeutet Abschreibung anders als in der „freien Wirtschaft“ Aufwand, der bei unseren Umlagen an Kreis, Land und Bund – in Eschenburg bleibt z. B. nur 20 % der Gewwerbesteuer hier – nur schwerlich zu erwirtschaften ist. Deshalb ist eine Finanzierung vor Ort wichtig für solche Projekte. Spenden kann übrigens die „Stiftung für Eschenburg“ quittieren und weiterleiten.  Neue Ideen für die „Mission: Mehr Spielplätze“ sammeln wir – am besten über die E-Mail-Adresse zukunft@eschenburg.de – nach den Ferien weiter. Aber erst einmal: Schöne Ferien!


Touren und Trails fürs MTB durch den Naturpark Lahn-Dill-Bergland

Den Stand des Mountainbike-Projekts im Naturpark Lahn-Dill-Bergland und weitere Möglichkeiten auf Rädern und Rollen hat Jonas Waldschmidt am 10.12.2024 im Kultur- und Sozialausschuss vorgestellt hat. Zudem nachfolgend Aussagen aus dem Protokoll:

Zu einen die geplanten Mountain-Bike-Trails und die Mountain-Bike-Touren, die in Eschenburg und Dietzhölztal geplant sind. Der Mountain-Bike-Trail im Bereich der Eschenburg ist mit drei Abfahrten vorgesehen. Die Genehmigung der Naturschutzbehörde liegt vor. Die erforderlichen Arbeiten werden bis Ende Februar ausgeführt. Für einen Trail am Ski-Hang laufen noch in der Naturschutz-Untersuchungen, wegen eines FFH-Gebietes im unteren Teil gibt es aber für die Naturschutzbehörde des Kreises noch Probleme.

Die Mountain-Bike-Touren, an denen die steileren Trails als Alternative für die sp können wurde ,mit werden anhand des Tourenvorschlags aus 2022 zur Kenntnis gegeben. Der Start der Tour ist entweder der Hammerweiher in Dietzhölztal oder das Panoramabad in Eschenburg. Hier stehen die Genehmigungen noch aus. Nach derzeitigem Stand muss der Verlauf der Touren auch noch angepasst werden. Sobald die Genehmigung vorliegt, geht es in die Umsetzungsphase. Im Anschluss daran wird die Beschilderung vorbereitet.

Zudem hat Jonas verschiedene Möglichkeiten für Skate-Anlagen und Rollsport-Anlagen vorgestellt und empfohlen, entsprechende Anlagen, die entweder in Sinn, Netphen oder in Mittenaar errichtet wurden, für Eschenburg als Grundlage heranzuziehen.

5.000 € sind als Planungskosten im Haushalt. Herr Waldschmidt weist darauf hin, dass eine gute Skate- bzw. Rollsportanlage bis zu 120.000 € kosten wird. Allerdings können diese Anlagen mit bis zu 55 % gefördert werden. Gedacht ist die Anlage auf dem Grundstück ehem. Minigolfplatz in Hirzenhain. Dieses Gelände könnte für eine Anlage für den Radsport hergerichtet werden.

Der Ausschuss schlägt vor, hierfür den Ski-Club anzusprechen, eine Skateboard-Anlage wäre im Bereich der Schulen sinnvoll. Der Ausschuss wird sich im nächsten Jahr weiter mit der Thematik befassen.


Ausschuss bespricht weitere Vorgehensweise

Der Kultur- und Sozialausschuss hat das Thema Spielplätze auf der Agenda für seine Sitzung am 19.09.2023 (Beginn 19 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses). Dabei soll es um die weitere Vorgehensweise gehen.

Mitwirkung mit Wirkung: Nach dem Vorbild vom Roth möchte der Sozialausschuss Gemeinde Eschenburg für das Thema „Mehr Spielplätze“ Ideen, Partner und „Paten“ finden. (Foto: Konrad)
Mitwirkung mit Wirkung: Nach dem Vorbild vom Roth möchte der Sozialausschuss Gemeinde Eschenburg für das Thema „Mehr Spielplätze“ Ideen, Partner und „Paten“ finden. (Foto: Konrad)

Mitmachen bei der „Mission: Mehr Spielplätze“

Wie ist der Sachstand der „Mission: Mehr Spielplätze“ und wie geht es weiter, ist hier auf der Seite www.eschenburg.de/spielplatz zu finden. Hier kann man sich melden und mitmachen


Der Ortsbeirat Hirzenhain sucht Vorschläge für den Spielplatz in der Straße „Segelfliegerhang“ (Foto). 15.000 € sind für die Neugestaltung des Spielplatzes „Am Segelfliegerhang“ vorgesehen .

In dem Haushaltsplan 2023 stehen für die Spielplatzunterhaltung 13.500 € zur Verfügung, was für Reparatur und den Betrieb aufgewandt wird. Für Neuanschaffungen sind 25.000 € eingeplant, wovon für einen Ballfangzaun aufm Roth 2.000 € benötigt werden. Die Gremien bündeln über diese Seite www.eschenburg.de/spielplatz Ideen und Initiativen.


Mission „Mehr Spielplätze“: Mountainbike und Skatepark Thema zum Jahresstart

Über die Pläne, im Naturpark Lahn-Dill-Bergland mehr für Mountainbiker zu bieten, hat Jonas Bedenbender in einer gemeinsamen Sitzung des Sozialausschusses und des Bauausschusses berichtet. (Foto: Götz Konrad)

„Wer nicht weiß, wo er fahren kann, fährt überall“, sagte Jonas Bedenbender. Der Haigerer ist beim Naturpark Lahn-Dill-Bergland der Mann fürs Mountainbike. Für die 18 Kommunen sollen Mountainbike-Strecken unterschiedlicher Ausrichtung ausgearbeitet werden.

Für Eschenburg und Dietzhölztal ist eine Tour entworfen worden, der Hammerweiher und Freizeitbad mit schönen Aussichten und Highlights verbindet. Die „Panoramatour“ umfasst rund 45 Kilometer für (E-)Bikefahrer sowie Abkürzungsmöglichkeiten und eine Anbindung an einen Trail, der jeweils in Eschenburg an der Eschenburg und in Dietzhölztal an der Wilhelmswarte entstehen soll.

Es gibt mittlerweile 16 Millionen Mountainbiker in Deutschland. Die Biker haben damit die Zahl der aktiven Fußballer übertroffen, die mit 14 Millionen beziffert werden. „Die Nachfrage steigt, jedoch gibt es kaum legale MTB-Angebote. Lange Zeit gab es nur den Flowtrail in Bad Endbach“, erläuterte Bedenbender in einer gemeinsamen Ausschusssitzung. -> Hier geht es zum Vortrag über Mountainbike-Strecken für Eschenburg

In einem zweiten Punkt stellte Jonas Bedenbender den Verein „Schinnoss Skateboarding e.V.“ vor, der für die Individualsportler auf Rädern und Rollen ein Gemeinschaftserlebnis gestalten möchte. -> Hier geht es zum Vortrag über Infrastruktrur für Skateboard und Rollsport

Solche Projekte, wie sie in Sinn und Dietzhölztal gestartet sind, lassen sich auch mit Fördermitteln finanzieren, die über die EU-Förderung „Leader“ in den nächsten Jahren in den Naturpark Lahn-Dill-Bergland fließen. Mit eigenen Ideen und Anträgen kann auch Eschenburg daran teilhaben, brauchte Bedenbender nicht lange zu werben: Beide Ausschüsse wollten bestätigt wissen, ob sich die Fördermittel auch für einen neuen Eschenburg-Turm oder die Mission „Mehr Spielplätze“ einsetzen lassen. -> Hier geht es zum Vortrag über den Naturpark Lahn-Dill-Bergland

Gut besuchte Sitzung zum Jahresstart: Neben zwei Ausschüssen kamen auch vergleichsweise viele interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses sind dankbar für eine große Resonanz: Auf die Umfrage „Was wünschen wir uns für die Spielplätze in Eschenburg?“ gab es 101 Einsendung, die in einer Wortwolke die wichtigen Begriffe zeigen. Zudem kamen über die Adresse zukunft@eschenburg.de bis zur Dezember-Sitzung mehr als 40 Mails mit einzelnen Ideen und ganzen Ausarbeitungen. Das Sammeln von Ideen und Suchen nach Partnern geht weiter, war sich der Ausschuss einig. Neben einem Konzept für die bereits bestehenden 25 Spiel- und Bolzplätze der Gemeinde sollen weitere Attraktionen geschaffen werden. Themen wie Wasserspielplatz, Klettern und Mountainbike tauchten bei der Umfrage auf und sollen nun weiterbearbeitet werden.

Über diesen Zwischenstand hat am 14. Dezember 2022 das „Bürger-Forum online“ berichtet. Die Präsentation „Mission: Mehr Spielplätze“ ist hier zu finden.

Investitionen sollen Zukunft nicht belasten

Für die Ergebnisrechnung der Zukunft günstig ist, wenn solche Investitionen durch Zuschüsse und Spenden gefördert werden. Das belegt das Beispiel „Benefiz fürs Babybecken“. Beim Bürger-Forum online wird am 29.03.2023 ab 20 Uhr zusammengetragen, wie es mit dem Thema insgesamt weitergeht. Der Sachstand der „Mission: Mehr Spielplätze“ ist in einer Arbeits-Liste online zu finden, der über die Seite www.eschenburg.de/spielplatz erreichbar ist. Interessenten können sich auch mit weiteren Vorschlägen und Fragen an die Adresse zukunft@eschenburg.de wenden.

Bericht aus Vorstand, Verwaltung und Verbänden (03.07.2025)

Zur Siztzung der Gemeindevertretung am 03.07.2025 ist folgender Bericht gegeben worden:

Produkt
002 Lahn-Dill-Bergland hilft beim Antrag fürs Gesundheitszentrum: Die Bergland Medizin hat seit 1. Juli einen dritten Arzt. Damit kann nach der ersten Praxis in Ewersbach das zweite Standbein geplant werden. Die Bewilligungsstelle des Lahn-Dill-Kreises und die Region Lahn-Dill-Bergland helfen bei der Suche nach Fördermöglichkeiten. Innenarchitektin Susanne Moreno Salinas aus Solms, die die Praxen für die MVZ-Ärzte geplant hat, sieht für den Marktplatz 2 ebenso gute Entwicklungs-Chancen wie Dr. Johannes Rein, der weiter auf der Suche nach Ärzten für die Region ist.
002 Energiegenossenschaft und Eschenburg setzen auf Windpark Galgenberg: Nach 13 Jahre langer Vorarbeit kommt der „Windpark Galgenberg“, wofür die Gemeindevertretung am 03.07.2025 den Teilflächennutzungsplan beschließen will, nun auf die Zielgerade. Der Galgenberg ist dabei nicht nur ein Windenergie-Projekt, sondern auch in gewissem Sinne die „Wiege“ der gemeinsamen Lahn-Dill-Bergland Energie-GmbH und Energiegenossenschaft. Die Gemeinde Eschenburg hat dafür am 23.08.2012 einen Vertrag mit der Hermann-Hofmann Gruppe geschlossen und die Gründung von GmbH und Genossenschaft vorangetrieben. In der Lahn-Dill-Bergland-Energiegenossenschaft hat nun Markus Neitz für Gerd Müller die Nachfolge im Aufsichtsrat übernommen. Im Vorstand der Energiegenossenschaft bringt Benjamin Welsch als weiterer Eschenburger Expertise ein. Als es nun hieß, dass neben Genossenschaft, GmbH und Gemeinde die Hermann-Hofmann-Gruppe und die VR-Bank Mittelhessen einsteigen, hat das den Gemeindevorstand gefreut. Seinerzeit hatten wir die HH-Gruppe als Partner bewusst ausgesucht, damit Planen, Bauen und Betreiben im Zusammenhang und Zusammenklang laufen. Wenn nun noch unser früherer Regierungspräsident mit einer Regionalbank hilft, das gemeinsame Projekt zu starten, schließt sich der Kreislauf regionaler Wertschöpfung.
002 Grundsatzbeschluss zur Kommunalen Wärmeplanung: Für eine gescheite Kommunale Wärmeplanung muss man nach jetzigem Angebot fast 100.000 € investieren, ein Teil kann womöglich vom Land refinanziert werden. Der Gemeindevorstand hat beschlossen, für die Wärmeplanung 2026 Mittel einzuplanen und mit EAM-EnergiewendePartner anzugehen.
002 Bänke, Weltraum und Chemiepreis: Nach zwei weiteren „Bänken mit bester Aussicht“ hat die „Stiftung für Eschenburg“ die Eschenburgschule mit 698,40 € beim Projekt „Weltraum und Sonnensysteme“ unterstützt. Mit jeweils 100 € dotiert ist der „Chemiepreis der Holderbergschule“, den Familie Heinzel gestiftet hat und der über die Stiftung verliehen wird an die Absolventen der Holderbergschule mit den besten Chemie-Noten. Bei der Entlassungsfeier konnten nun Lisa Thielmann (Klasse 10G1) und Tom Philipp (10R1) ausgezeichnet werden.
101 Interaktive Broschüre: „Mit Lichtgeschwindigkeit & viel Gesundheit“ ist der Titel der Präsentation, die interaktiv im Netz, in Papier und als PDF erstellt worden ist – unter maßgeblicher Beteiligung der Auszubildenden.
103 Ausschreibungen erstmals auf neuer Plattform: Unsere eigenen Ausschreibungen sind auf einer neuen Bewerbungsplattform bearbeitet und im Internet eingebunden. Für den Start einer neuen Ausbildung im Sommer 2026 suchen wir bis 17. August  Bewerber für Forstwirt und Verwaltungsfachangestellte.
122 Land hilft Miteinander in Sportvereinen: Aus dem Förderprogramm „Sport integriert Hessen“ erhalten wir 6.000 € Zuschuss für soziale und integrative Sport- und Bewegungsangebote. Ansprechpartner ist unser „Sport-Coach“ Hans-Jürgen Müller.
123 Kita „Neue Mitte“ im Verzug: Am 1. November sollte der neue Hort bezugsfertig sein. So ist das Ziel in der Ausschreibung, nach der die JFP Fischer Projekt GmbH im November 2022 beauftragt worden ist. Über den Erwerbspreis von 4.050.000 € war am 06.06.2024 ein Bauträgervertrag abgeschlossen worden, auf dessen Einhaltung die Gemeinde beharrt. Die Gemeinde Eschenburg hat eine Rate nicht gezahlt, weil Leistungen noch nicht erbracht worden sind. Nachdem weder Mängel behoben noch ein Bauzeitenplan vorgelegt worden ist, hat der Gemeindevorstand einen Fachanwalt mit der Vertretung unserer Interessen und Ansprüche beauftragt, mit dem sich die Gremien nun beraten.
211 Afrikanische Schweinepest (ASP): Das Virus ist für den Menschen ungefährlich, aber er kann es übertragen. Deshalb sollten „Finder“ Abstand halten und tote Wildschweine und deren Kadaver-Überreste an den Lahn-Dill-Kreis melden. Für Fundmeldungen via Handy, Formular und Mail hat der Kreis eine Seite www.lahn-dill-kreis.de/asp und ist über die E-Mail-Adresse asp@lahn-dill-kreis.de erreichbar. Bei den Informationen ist auch die Allgemeinverfügung des Landes, das den Suchteams und Bergemannschaften das Recht gibt, dafür Grundstücke zu betreten. Die Gemeinde Eschenburg hilft mit einem Kadaversammelplatz am Bauhof.
211 Kreis erstattet weitere Kosten der Flüchtlingsunterbringung: Anfang Juni sind beide Container in der Eiershäuser Straße geräumt und die Flüchtlinge vom Kreis verlegt worden. Der Rückbau der Unterkünfte steht nun an. Nachdem die Übernahme der laufenden Kosten in der LDK-Buchhaltung „aufholt“, werden nun weitere 257.938,22 € erstattet an Container-Miete und Grundstücks-Pacht. Der Gemeindevorstand stellt aktuell nur die Frage, warum beim zweiten Container neun Monatsmieten nicht als „erstattungsfähig“ anerkannt werden.
212 Schaden am Schlemper-Platz bezahlt: Bei einem Verkehrsunfall ist einer der Pflanztröge am Otto-Friedrich-Schlemper-Platz beschädigt worden und musste komplett ausgetauscht werden. Der Unfallverursacher und seine Versicherung haben die rund 39.000 € Schaden beglichen.
214 Hauptamtlicher Feuerwehrgerätewart hat Arbeit aufgenommen: Allein 112.000 Minuten Arbeit bringt die turnusgemäße Prüfung der Ausrüstung und Ausstattung der Feuerwehr Eschenburg. Um die ehrenamtlichen Gerätewarte zu entlasten und die Zusammenarbeit mit den Ortsteil-Feuerwehren zu koordinieren, ist eine Stelle im Haushaltsplan neu geschaffen und besetzt worden.
321 Berufung eingelegt gegen Ölunfall-Urteil: Gegen das Urteil des Landgerichts Limburg vom 22.01.2025, das den von der Gemeinde entdeckten Ölschaden nicht anerkennen wollte, ist am OLG Frankfurt Berufungsantrag gestellt worden. Das Oberlandesgericht hat den Streitwert auf 213.239,11 € festgelegt. Die Versicherung des beklagten Grundstückseigentümers beruft sich auf den Bescheid des Lahn-Dill-Kreises aus dem Jahr 1998, demnach die Sanierung des Ölunfalls auf dem Tankstellen-Gelände des damaligen Busunternehmens als abgeschlossen betrachtet wurde. Der Rechtsvertreter der Beklagtenseite hat für seine Erwiderung die erste Fristverlängerung beantragt.
329 EKM fördert 13 Projekte, darunter unser Hausmeister-Bus: Die EKM Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten gGmbH fördert in unserer Region Süd 13 Projekte mit rd. 220.000 €, darunter den E-Transporter für die Gemeinde Eschenburg (mit 9.388 €).  Der zehn Jahre alte Hausmeister-Bus wird durch einen Toyota Proace L2 ersetzt, der für 38.937,37 € mit weitreichenden Garantien (10 Jahre Akku, 15 Jahre Fahrzeug, 250.000 Kilometer Gesamtlaufzeit) gekauft worden ist.

Weitere Informationen aus den Ortsteilen:

Eibelshausen: 

  1. Wie am 06.03.2025 im Bericht an die Gemeindevertretung mitgeteilt, hat die Firma Bernshausen-Bau (Bad Laasphe) auf unsere Ausschreibung hin das beste Angebot für die Tief-, Garten- und Landschaftsbauarbeiten am Marktplatz abgegeben mit brutto 337.493,19 € und ist daraufhin beauftragt worden. Die Bauarbeiten an dem vierten Bauabschnitt zur Neugestaltung des Ortskerns haben begonnen und folgen den Plänen von Landschaftsarchitekt Rudolf Kaufmann (KuBuS Freiraumplanung). Die Umsetzung erfolgt, wie am 11.12.2024 im Bau- und Umweltausschuss vorgestellt worden ist. Die in der damaligen Diskussion angeregte Ausbauvariante, bei der auch auf dieser Seite der Brücke ein Fußweg entlang der Dietzhölze geschaffen wird, hat der Gemeindevorstand geprüft und nicht nur wegen der etwa 105.000 € verworfen. Auch ist eine Wegeverbindung am Parkplatz nicht so sinnvoll wie zwischen der Kirche und dem Otto-Friedrich-Schlemper-Platz. Die Arbeiten sollen bis Mitte September abgeschlossen sein.
  1. Die Sanierung der L3043 Eibelshausen-Steinbrücken geht auf die Zielgerade. Bei Hessen Mobil hat der Gemeindevorstand bemängelt, dass die Leitplanken früher enden als zuvor. Dadurch fehlt am Ortseingang in Eibelshausen die Absicherung zur Böschung hin. Zwar sind die Leitplanken vorschriftsmäßig bis zur Ortstafel angebracht, aber wir möchten eine Gefahrenstelle vermeiden.
  1. Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen in der Laaspher Straße läuft innerhalb der Sanierung der Landesstraße. Die Haltestelle Richtung Steinbrücken wurde fertig ausgebaut, die Gegenseite soll in ca. 3 Wochen fertig sein.
  1. In der früheren Eisdiele hat die Bäckerei Künkel ihre 43. Filiale eröffnet. Das Familienunternehmen aus Langgöns startet Kaffeehäuser sonst nur im Umkreis von 50 Kilometern. Mut und Motivation von Menschen, die in Standort vertrauen, ist diese Ausnahme in der Nassauer Straße 1 zu verdanken.

Hirzenhain:

  1. Für den Anbau eines Turnraums an den Kindergarten „Raupe Nimmersatt“ sind alle 17 Gewerke nach Ausschreibung vergeben worden. Binnen 17 Wochen sind Erd-, Maurer-, Beton-, Innenputzarbeiten (Firma Horst Hermann), Bodenbelag und  Außenputz – Wärmedämmverbund, Trockenbau – Akustikdecke, Anstreicherarbeiten (Donath Heimdecor), Zimmerarbeiten (Holzbau Jens Nickel), Estricharbeiten (IBR Baumanagement), Schreinerarbeiten, Türen und Fenster (Schreinerei Bach), Dachdeckerarbeiten (Thilo Reh), Heizung (Martin Dorndorf), Sonnenschutz (H+R Fensterbau), Außenanlage (Firmen Oppermann und Grimm) sowie die Elektro-Installation (Bauhof) zu erledigen, wie vom eigenen Bauamt geplant und vorher abgesprochen. Die Erd-, Maurer- und Betonarbeiten (Fa. Horst Hermann) sind unter der vorgesehenen Bauzeit bereits abgeschlossen worden. Die Zimmer- und Dachdeckungsarbeiten folgen in Kürze.
  1. Unter fünf Anbietern hat die Firma Scheld (Biedenkopf) mit 245.147,56 € das günstigste Angebot abgegeben für den Tief-, Leitungs- und Straßenbau in der Straße „Am Segelfliegerhang“. Das teuerste Angebot lag bei rd. 316.000 €. Die Arbeiten dauern an.
  1. Die Einweihung des Spielplatzes an der Straße „Segelfliegerhang“ soll am 11.07.2025 von 14 – 16 Uhr gefeiert werden mit Überraschungen für alle Kinder. Der Eingang von der Straße „Zum Kurzbeul“ ist zu nutzen, solange die Baustelle am Segelfliegerhang besteht.
  1. Für 278.779,96 € hatte die Fa. Bernshausen-Bau (Bad Laasphe) im März das günstigste Angebot für den Tief-, Leitungs- und Straßenbau in der Windhainstraße und Poststraße abgegeben. Für das „Paket“ hatten sich sechs Firmen beworben, wobei die teuerste Offerte fast bei 360.000 € lag. Für die Poststraße ist am 22.07.2025 Anliegerversammlung, wo der Ablauf der Baustelle vorgestellt wird.
  1. Ein Mähroboter wurde nach Test gekauft und am Friedhof Hirzenhain eingesetzt. Die GPS-Steuerung ist geeignet für Ortung und Orientierung mehrerer Geräte. Der Mäher hat ein Ultraschallsystem und weicht Hindernissen aus. In den Abend- und Nachtstunden ist der Mäher deaktiviert, um nachtaktive Tiere zu schützen.

Wissenbach:

  1. Christiane Matzkewitz verabschiedet sich als Leiterin der Kita „Meisennest“ mit einer Neuerung: Im Juli startet die Waldgruppe mit 20 Plätzen. Hierfür wurde das frühere Domizil des Geflügelzuchtvereins zum „Waldhäuschen“ und bietet die Ausgangsbasis für Umweltpädagogik.
  1. Der Trinkwasser-Brunnen am Dorfplatz läuft. Für eine Elektro-Ladestation wird weiterhin ein Betreiber gesucht. Für die Gemeinde gibt es bislang nur Angebote, nach denen die Investition und fast 1.000 € jährliche Betriebskosten anstehen.
  1. Die NABU-Gruppe Wissenbach hat ihre Auflösung beschlossen. Die ehemalige Trafostation unterm Sportplatz, die 1993 von der EAM an den Verein übertragen wurde und auf einem Grundstück der Gemeinde steht, sucht nun eine neue Nutzung. Der Ortsbeirat wird um Hilfe gebeten.
  1. Der MGV „Frohsinn“ 1878 Wissenbach e. V. ist in der abschließenden Auflösungsphase und möchte seinen Vereinsraum in der Mehrzweckhalle an die Gemeinde zurückgeben. Der VdK Wissenbach hat Interesse. Der Gemeindevorstand hat nun beschlossen, dem VdK den Raum kostenfrei zu überlassen, wenn der Verein den hinteren Außenbereich der Mehrzweckhalle von Unkraut, Müll usw. eigenverantwortlich sauber hält und somit die Gemeinde entlastet.
  1. Mit Verkehrsuntersuchung für die Ortsumgehung ist die Ingenieurgesellschaft Habermehl & Follmann (Rodgau) zum Angebotspreis von rd. 70.000 € beauftragt worden.
  1. Eschenburg wiederholt das Gesprächsangebot für die Stadt Dillenburg mit wichtiger Neuerung: Die Flächen des früheren Aldi-Marktes sind nicht weiter in die Berechnung aufzunehmen, weil durch Verkauf des Grundstücks jeglicher Besitzstand erloschen ist. Das ist wohl weder der Stadt Dillenburg noch anderen Vollsortimentern bewusst, die bei ihren Stellungnahmen zum aktuellen Bauleitplanverfahren genau diese Bedenken vorbringen, der leerstehende Markt könnte reaktiviert werden. Nunmehr ist aber klar, dass dort ohne eigene Bauleitplanung keine Lebensmittel verkauft werden können.

Simmersbach:

  1. Gemeinsinn und Zerstörungswut trifft unsere Spielplätze oft kurz hintereinander: Nachdem der Verkehrs- und Verschönerungsverein eine überdachte Bank- und Tischanlage aus dem Erlös des Dorffestes für den Spielplatz hergestellt hat, ist eine andere Bank aus Rundholz von Unbekannten beschädigt worden. Wir danken für den Dienst an der Allgemeinheit einerseits und bitten um Hinweise, die gegen Vandalismus helfen.
  1. Nach einem Gespräch zwischen Vereinsvorstand des SSV „Grün-Weiß“ und Gemeindevorstand kann ein neuer Pachtvertrag über das Sportplatzgelände in Simmersbach entworfen werden. Dieser Vertrag soll – nach dem Vorbild von Wissenbach und Eibelshausen – als Grundlage dafür dienen, dass der Verein mit Rückendeckung der Gemeinde den Sportplatz sanieren kann. Vereine bekommen mehr Zuschüsse als Kommunen und in diesem Modell lässt es sich verhindern, dass die Gemeinde ins „Abschreibungs-Abseits“ gerät.
  1. Für den Hochwasserschutz hat die Firma Fey in der Biedenkopfer Straße 140 laufende Meter Regenwasserkanal DN 400 und DN 500 neu verlegt.

Eiershausen:

  1. Beim Endausbau im Gewerbegebiet „Heerfeld“ sind bis Ende der Woche die Straßenendausbauarbeiten der Straßen „Heuwiese“, „Brückeseifen“ und „Zum Heister“ durch die Fa. Grimm fertiggestellt. Als letzter Bauabschnitt folgt nun noch die Straße „Lehmkaute“.
  1. Am 15.07.2025 soll der Ortsbeirat zunächst eine Stellungnahme abgeben, bevor Bauausschuss und Gemeindevertretung beraten und beschließen. Für einen Mobilfunkstandort der DFMG im Gewerbegebiet Heerfeld ist der Schredderplatz der Gemeinde ausgesucht, wo das Unternehmen einen Mast mit 40 Metern Höhe errichten möchte. Grundstücksangelegenheiten mit Mobilfunk entscheidet gemäß Hauptsatzung in Eschenburg die Gemeindevertretung und nicht der Gemeindevorstand.
  1. Asphaltierungsmaßnahmen am Friedhof-Parkplatz in Eiershausen und an der Zufahrt zum Friedhof Hirzenhain hat die Firma Heinrich Lauber GmbH ausgeführt, die mit einem Angebot über 98.867,64 € den günstigsten Preis hatte. Das höchste der vier Angebote lag bei rd. 123.000 €.
  1. Nach dem Tod des Pächters vom Jagdbogen Eiershausen-Ost übernehmen die bisherigen Jagdaufseher für die vier Jahre Restlaufzeit bis zum 31.03.2029, hat der Jagdvorstand beschlossen.

Roth:

  1. Das letzte Mal so kurzfristig ist der Festplatz überlassen worden. Zwar war an Sicherheitsmaßnahmen gedacht, die Anfrage an die Gemeinde kam aber erst eine Woche vor der „Maimann“-Party. Die Sicherheit bei Veranstaltungen ist dem Land Hessen wichtig, weshalb ein Erlass des Landes bei größeren Veranstaltungen ein umfassendes Sicherheits-Konzept erwartet.
  1. Für den Standort der Firma Westerwald Bio GmbH wurde ein Grundstück getauscht.
  1. Der Ortsbeirat hatte angeregt, dass die Wassergräben Ibachtal bis hinunter zur Grube Gottesgabe frei gebaggert werden sollten. Die Grabenräumung wird im Rahmen der Einsatzmöglichkeiten unseres Radbaggers umgesetzt.

Gemeindewerke:

  1. In der Königsberger Straße ist das Projekt abgeschlossen. Die Fa. Fey hat 130 lfdm PVC-Kanal DN 300 ausgetauscht und neu verlegt.
  1. Der Straßenbau wird in drei Wochen abgeschlossen sein, der Leitungsbau ist fertig in der Straße „Segelfliegerhang“. Die Fa. Scheld hat 125 lfdm Kanal DN 300 PVC ausgetauscht und 130 lfdm Trinkwasserleitung DN 100 GGG verlegt.
  1. Im Verbindungsweg Bomberg- und Forsthausstraße hat die Fa. Oppermann 75 lfdm. Trinkwasserleitung neu verlegt.
  1. Am Zwischenbehälter „Pracht“ Eibelshausen sind die Maurer- und Betonarbeiten für den Anbau des Betriebsgebäudes abgeschlossen. Kommende Woche folgen die Zimmer- und Dachdeckerarbeiten.
  1. An den Gebäuden der Gemeindewerke werden 10 „Balkonkraftwerke“ installiert.

Abwasserverband „Obere Dietzhölze“

  1. Der Abriss der Lohmühle hat begonnen. Der Kauf des Geländes erleichtert die Planung und Genehmigung der neuen Kläranlage, z. B. mit Blick auf Abstandsregeln. Auch hat die Vorprüfung ergeben, dass der Kläranlagenbau keine komplette Umweltverträglichkeitsprüfung benötigt. Das RP Gießen bestätigt, dass mit der Erweiterung auf 32.000 Einwohnerwerte „die Einhaltung der Anforderungen an die Abwasserbeseitigung und -einleitung zu erwarten ist. „Die Erteilung einer langfristigen wasserrechtlichen Erlaubnis zur Einleitung des gereinigten Abwassers in die Dietzhölze kann daher in Aussicht gestellt werden.“
  1. Die Entschlammung der Teichkläranlage in Wissenbach ist erfolgreich verlaufen. Die dadurch freigewordene Fläche kann im Rahmen des Projekts „Neubau und funktionale Erweiterung der Kläranlage Eibelshausen“ sinnvoll genutzt werden. Zum einen lässt sich die Renaturierung als Ausgleichsmaßnahme für den Naturschutz anrechnen. Zum anderen bietet die Fläche Potenzial zur Nutzung als Retentionsraum und leistet damit einen Beitrag zum Hochwasserschutz.
  1. Neuer IKZ-Elektriker: Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Eschenburg und Dietzhölztal konnte ein neuer Elektriker für die Prüfung der Elektro- und Kanaltechnik in beiden Gemeinden eingestellt werden. Er übernimmt die Aufgaben, die seit 2021 vom Abwasserverband für beide Gemeinden wahrgenommen werden.

Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“

  1. In den drei Wochen Revision wurden Reparaturen vorgenommen, die eine spätere Sanierung erleichtern. Zum einen wurde die Erkundung für die Betoninstandsetzung vorangetrieben, zum anderen wurde die Überlaufrinne am Becken abgedichtet, was besser früher als später geschieht. Die Verbandsversammlung hat sich bei einer Ortsbesichtigung ein Bild gemacht und bei der anschließenden Sitzung mit DLRG, TV Eibelshausen und Förderverein über die gemeinsame Zukunft des Schwimmbades beraten.
  1. Der Förderverein Freizeitbad Panoramablick e.V. ist 2009 mit 29 Mitgliedern gegründet worden und zählt mit seinen nun 446 Mitgliedern zu den größten Vereinen in Eschenburg und Dietzhölztal. Die Vielfalt der Mitglieder entspreche der regionalen Reichweite des Bades, was endlich auch Bund und Land erkennen und unterstützen müssen, meinen die Vorstandsmitglieder. Der Förderverein hat bis heute 144.142 € an Spenden an den Zweckverband leisten können. Der Förderverein will auch weiterhin Akzente setzen und nennt Unterwasserbeleuchtung, Rutsche und Terrassen-Anbindung des Bistros als nächste Projekte.
  1. Das Schreiben mit dem Titel „Solidarmodell sichert Schwimmbäder“, am 15.11.2024 an Sportministerin Diana Stolz, Kultusminister Armin Schwarz und Finanzminister Prof. Dr. Alexander Lorz versandt, ist vom Finanzminister am 31.03.2025 beantwortet worden. Während in Hessen der Kommunale Finanzausgleich ohne „Bonus für Bäder“ fortgeschrieben wurde, hat Thüringen ein Gesetz zur Stärkung der Thüringer Kommunen im Jahr 2025 verabschiedet und gibt über diesen Weg jährlich 15 Mio. € in die Entlastung der Kommunen mit Schwimmbädern, in denen Schulschwimmen stattfindet.