Energiewende umsetzen: Landtagsabgeordneter Stephan Grüger (rechts) gratuliert Europameister Simon Dorndorf. Die 10. Energie-Messe in Eschenburg bot wiederum ein breites Spektrum, Beratungsbedarf und Gesprächsstoff.
Wie gut, dass Stadtwerke-Chef Jürgen Bepperling noch einen Vortrag „Die Wärmewende kommt, was tun?“ dabei hatte, denn die Fragen dazu brannten vielen regelrecht auf der Seele. Was tun, wenn ab 2026 bei Ölheizungen der Ofen aus bleiben soll? Beratung stand auch im Mittelpunkt der 10. Energie-Messe in Eschenburg. 28 Akteure boten mit Infoständen, Vorträgen und Gesprächen in der Mehrzweckhalle ein breites Spektrum und Ansätze für die individuelle Lösung zuhause.
Auch die Aussteller waren zufrieden. Das „Balkonkraftwerk“ verkaufte sich dabei sogar bis zur Insel Rügen.
„Nach der Messe ist vor der Beratung“, sagte Bürgermeister Götz Konrad zum Abschluss der zwei Tage und wies auf die nächste Aktion hin: Zusammen mit der Landesenergieagentur Hessen (www.lea-hessen.de) möchte die Gemeinde Eschenburg im kommenden Jahr, voraussichtlich nach Ostern, die Kampagne „Aufsuchende Energieberatung“ starten. Anders als die bisherigen Energiesprechstunden im Rathaus gibt es dann ein Beratungsangebot für jedes Haus.
Weitere Informationen und auch den Vortrag über die Wärmewände findet sich unter www.endlich-energie.de im Internet. Eine Nachlese zur 10. Energie-Messe folgt in der nächsten Ausgabe der Wochenzeitung.
Bilal Qamar aus Eschenburg hat mit seiner Masterarbeit einen Preis gewonnen beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Für hervorragende Master- und Doktorarbeiten verleiht der Bezirksverein Mittelhessen im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) seit 1991 jährlich den Robert-Paul-Kling-Preis. Vorzugsweise werden Master- und Doktorarbeiten prämiert, die in kleinen und mittelständischen Unternehmen zukunftsweisende Impulse gesetzt haben sowie an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) angefertigt und betreut wurden. Die Auszeichnungen, gehen in diesem Jahr nach Gießen, Eschenburg und Herborn. Sie sind mit jeweils einer Urkunde und einem Geldpreis von 500 € für eine Dissertation und 250 € für eine Masterarbeit verbunden. Die Auswahl der drei benannten Preisträger wurde von der Jury und dem Vorstand des VDI Bezirksvereins Mittelhessen vorgenommen.
Den würdigen Rahmen der Preisverleihung bildet die Jahresmitgliederversammlung des VDI Bezirksvereins Mittelhessen. Corona bedingt wurde diese Veranstaltung rein virtuell am 23.09.2021 durchgeführt. Der Vorstand würdigte die Preisträger und ihre bearbeiteten Themengebiete, nicht nur online.
Der Vorsitzende des VDI Bezirksvereins Mittelhessen, Dr.-Ing. Wolfgang Zientz, nahm die Auszeichnung persönlich am 30. September, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Jury, Prof. Dr. Thomas Sure, im kleinen Kreis in der VDI-Geschäftsstelle in Wetzlar vor.
M.Sc.(akademischer Grad des Master of Science) Bilal Qamar aus Eschenburg erhält den Preis für seine Masterarbeit „Erkennung von Mikrogravuren auf Gleitsichtbrillengläsern mittels Industrieller Bildverarbeitung“
Ziel der Arbeit war es, eine Methodik zu entwickeln, um erforderliche Mikrogravuren auf Brillengläsern zu erkennen. Da diese Gravuren dazu dienen, die Brillengläser während der unterschiedlichen Fertigungsprozesse exakt zu positionieren, ist eine präzise, von hoher Wiederholgenauigkeit geprägte Messmethodik erforderlich. Bilal Qamar erklärt: „Die in den Bildverarbeitungssystemen implementierten Standardmethoden versagen hier häufig. Mit dem nun spezifisch angepassten Parametersatz wurde der bisher genutzte Algorithmus optimiert. Das Messsystem ist in der Lage Mikrogravuren reproduzierbar zu erfassen.“ Die Untersuchungen wurden bei der Satisloh GmbH in Wetzlar durchgeführt. Betreuer der Abschlussarbeit war Prof. Dr. rer. nat. Thomas Sure, Institut für Optik und Mikrosysteme.
M.Sc.(akademischer Grad des Master of Science) Michael Kessler aus Herborn erhält den Preis für seine Masterarbeit „Untersuchung des dynamischen Verhaltens von mehrstufigen Vakuumpumpsystemen bei Kurzzeitevakuierungen“
Die Pfeiffer Vakuum GmbH mit Sitz in Aßlar bietet mehrstufige Vakuumpumpsysteme an. Höchste Priorität für die Anwender dieser Pumpenart hat die erforderliche Auspumpzeit. Bei einer neuen Pumpenserie mit variabler Drehzahlregelung zeigten sich hier Differenzen zwischen den vorausberechneten und den gemessenen Auspumpkurven.
Das Ziel der Masterarbeit bestand darin, das vorhandene Vorausberechnungsmodell auf der festzustellenden Basis von gemessenen Auspumpkurven zu ergänzen. Michael Kessler konnte nach vielen Messreihen, zahlreichen Variationen von Maschinenkonfigurationen und Betriebsparametern sowie anhand präziser Analysen feststellen, dass die Medientemperatur einen bisher nicht hinreichend berücksichtigten Einfluss hatte. „Mit dieser Erkenntnis, konnte das Vorausberechnungsmodell erfolgreich um die entsprechenden Parameter ergänzt werden“, freuten sich Michael Kessler und Prof. Dr.-Ing. Thomas Maurer vom Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik an der THM.
Dr. rer. nat. Andreas Reeh aus Gießen erhält den Preis für seine Dissertation zum Thema „Der Modellierungsprozess und die Auslegung eines Radiofrequenz-Ionentriebwerks“.
Die Grundlagen zu Radiofrequenz-Ionentriebwerken (RIT) werden seit den 1960er Jahren erforscht. Bei solchen Triebwerken wird das Plasma im Entladungsgefäß durch induktive Einkopplung von elektromagnetischen Feldern erzeugt. Vor ca. 20 Jahren begann die kommerzielle Nutzung dieser
Triebwerksart. Damit verlagern sich die Aufgaben zunehmend von der Plasmaforschung in die praktische Anwendung. Reeh erklärt zum aktuellen Stand: „Für den Bereich der RITs sind Simulationswerkzeuge, die sowohl die physikalischen als auch die elektrischen Effekte modellieren und mit vernünftigen Rechenzeiten zu Ergebnissen kommen, derzeit nicht verfügbar.“
Ihm gelang es nun, ein derartiges Simulationswerkzeug in der Programmiersprache C++ zu erstellen, so dass Vorhersagen diesbezüglich möglich sind.
Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst förderte das Vorhaben im Rahmen des Programms „Weiterentwicklung und Etablierung von Forschungsstrukturen an der THM“, so dass die Dissertation in den Arbeitsgruppen Raumfahrtelektronik unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Probst (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Ionentriebwerke unter Leitung von Prof. Dr. Peter J. Klar (THM) realisiert werden konnte.
Preis-Verleihung (von links): VDI-Bezirksvorsitzender Dr.-Ing. Wolfgang Zientz, der Eschenburger Preisträger Bilal Qamar, Dr. rer. nat. Andreas Reeh, Michael Kessler und Prof. Dr. rer. nat. Thomas Sure (THM, VDI BV Mittelhessen).
50 Jahre Gemeinde Eschenburg: Wünsche und Visionen zum Geburtstag
Die Gemeinde Eschenburg ist entstanden durch den freiwilligen Zusammenschluss der Dörfer Eibelshausen, Eiershausen und Wissenbach am 1. Oktober 1971. Zum 1. Juli 1974 schlossen sich Hirzenhain sowie aus dem damaligen Kreis Biedenkopf die Gemeinden Simmersbach und Roth an. Damit war bereits zwei Jahre vor der hessischen Gebietsreform eine Großgemeinde mit zukunftsträchtigem Zuschnitt entstanden.
Das Jubiläum „50 Jahre Gemeinde Eschenburg“ soll deshalb auch nicht mit einzelnen Veranstaltungen gefeiert werden, sondern in einer „losen Folge“ mit allen Möglichkeiten, die sich bieten, und mit allen Partnern, die sich mit dem Jubiläums-Logo einreihen.
Wie wir auch unter Corona ein schönes Fest feiern, hat unser dienstältester Azubi dem Bürgermeister beigebracht: Video-Grüße gesammelt und zu einem Film zusammengefügt, ersetzen zwar nicht die Gesellschaft guter Freunde, aber sie zeigen die Verbundenheit auch per Video.
So will auch die Gemeinde Eschenburg in einer virtuellen Feierstunde Worte der Erinnerung, Glückwünsche, Musik und vieles mehr bündeln. Zusammengefügt lässt sich das Video später über den YouTube-Kanal der Gemeinde Eschenburg weltweit zeigen.
Wie die Video-Gottesdienste mittlerweile zu sehenswerten Formen gekommen sind, möchten wir gerne ein Jubiläums-Video abwechslungsreich und facettenreich gestalten. Wer einen kurzen Gruß, Wünsche und Visionen per Video hat, kann sie gerne an zukunft@eschenburg.de senden.
Fest-Jahre: 1971 schlossen sich Eibelshausen, Eiershausen und Wissenbach zur Gemeinde Eschenburg zusammen. 1974 machten Hirzenhain, Simmersbach und Roth mit.
Auch Ansprechpartner an der Abendkasse: Kulturkreis erinnert an Ernst-Günter Brössel
Trauer um Ernst-Günter Brössel
Er war eigentlich der stille und stete Macher im Hintergrund, gab aber auch den Reiseleiter. Spätestens das nächste Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester in Wiesbaden war für ihn ein fester Termin. Und den galt es zu organisieren. Am besten mit einem Bus und möglichst vielen Menschen hinfahren, war die Vision. Und Kultur gemeinsam erlebbar machen die Mission. „Der Begriff ,Kulturfreund‘ charakterisiert ihn treffend“, sagt Götz Konrad über Ernst-Günter Brössel. Der langjährige “Kassenverwalter“, wie er sich selbst nannte, ist gestorben im Alter von 90 Jahren.
Brössel war seit dem Gründungsjahr des Kulturkreises Eschenburg-Dietzhölztal 1989 Mitglied. Seit 1999 wirkte er im Vorstand auf vielen Positionen mit: Die meiste Zeit als Kassenverwalter, Geschäftsführer, Organisator und Reiseleiter. Viele Theater- und Konzertfahrten hat er organisiert, war zugleich auch immer Ansprechpartner an der Abendkasse und meistens der erste auch beim Aufräumen.
„Kultur für alle – wir haben durch Akteure wie ihn auch die Kultur aufs sprichwörtliche Land holen können“, sagte Vize-Vorsitzende Rosemarie Aktories. 2018 hat der Kulturkreis Eschenburg-Dietzhölztal Ernst-Günter Brössel zum Ehrenmitglied des Vorstands ernannt und auch den Kontakt gehalten, als er am 22.12.2020 im Altenheim „Haus Elisabeth“ 90 Jahre alt wurde. „Der Begriff ‚Kulturfreund‘ bekommt in ihm ein menschliches Antlitz. Erst-Günter Brössel bleibt uns in guter Erinnerung“, sagt KKED-Vorsitzender Götz Konrad.
Macher in der Mitte (von links): Am 27. März 2012 stellen sich Vorsitzender Götz Konrad, Stellvertreterin Rosemarie Aktories, Irene Hermann, Karin Reeh, Ernst-Günter Brössel (verstorben), Albert Supp (verstorben), Wolfgang Schult, Christine Schinner und Ehrenvorsitzender Otto F. Schlemper nach der Wahl zum Vorstands-Foto.
Gremien formieren sich neu in Eschenburg und im Internet
Erste Sitzung der neuen Gemeindevertretung: Einzig Hans-Otto Hermann (links) durfte am Mikrofon die Maske abnehmen, nachdem er zum Vorsitzenden gewählt worden war und an seinem Platz genügend Abstand zum „Parlament“ hatte.In Eschenburg ist man sich schnell einig: Die erste Sitzung der Gemeindevertretung hat 51 Minuten gedauert, auch wenn 17 Tagesordnungspunkte abzuarbeiten waren. In die Mehrzweckhalle mussten die am 14. März gewählten Gemeindevertreter ausweichen und mit Maske und Schnelltest für Sicherheit vor Corona sorgen. Einzig Hans-Otto Hermann durfte am Mikrofon die Maske abnehmen, nachdem er zum Vorsitzenden gewählt worden war und an seinem Platz genügend Abstand zum „Parlament“ hatte.
Bürgermeister Götz Konrad eröffnete die Sitzung und wies darauf hin, dass in einer Gemeinde alle Gremien zur Exekutiven gehören. Und wenn die Gemeindevertretung aus ihrer Mitte heraus einen Gemeindevorstand bestimmt, wäre dies keine Trennung in „Regierung“ und „Parlament“. Konrad: „Wir alle vertreten die Gemeinde Eschenburg!“
Ähnlich warb Walter Jank, geboren am 5. Januar 1944 in Petschau an der Tepl, als Altersvorsitzender um Zusammenhalt der Gremien, ehe er die einmütige Wahl des neuen Vorsitzenden abnahm, der auch der „alte“ ist.
In den Gemeindevorstand wählte die Gemeindevertretung Jürgen Krüll, Hugo Wege, Collin Wilczek, Dirk Haas, Ulrich Heinz, Jacob Manderbach und Reiner Schwehn. Mit den „Nachrückern“ formierte sich die Gemeindevertretung mit gleicher Sitzverteilung, wobei die 15 Mitglieder der CDU-Fraktion neuerdings von Leo Müller angeführt werden. Dr. Paul Cyris ist weiterhin Vorsitzender der SPD-Fraktion (10 Sitze), und Rainer Stücher bleibt Chef der 5 FWG-Leute.
Auf der Internetseite www.eschenburg.de wird der Punkt „Politik“ neu gestaltet, wo neben den Wahlen auch bald die Gremien neu formiert erscheinen: Die Gemeinde Eschenburg führt gerade ein Ratsinformations-System ein, das die ganze Beratungsfolge digitalisieren soll und auch den Bürgern erleichtern soll, die Sitzungen, Beschlüsse und Protokolle leichter zu verfolgen.
Alles neu macht der Mai: Schöne Hoffnung Regenbogen über der Angelburg (Foto: Jörg Hermann)
Vom Foto-Kalender „Gruß aus Eschenburg“ sind noch einige Exemplare erhältlich. An der Rathaus-Pforte können die Kalender abgeholt werden zum Preis von 10 Euro. Am besten vorher telefonisch nachfragen bei der Zentrale unter (02774) 915-0.
Für den Fotowettbewerb „Gruß aus Eschenburg“ waren 144 Mails mit 306 Fotos im Rathaus eingegangen. Neben den 13 Bildern für den Kalender werden noch viele feine Fotos auftauchen und bei Ausstellungen das Rathaus verschönern. Wegen der Corona-Pandemie ist an eine Ausstellung mit Andrang derzeit noch nicht zu denken. Das wird wie auch die Prämierung der Gewinner noch etwas warten müssen, bis die Virus-Gefahr gebannt ist.
Aus dem Fotowettbewerb wurde, wie so vieles kurz vor knapp, ein Kalender mit 13 Fotos, die aus aus den 306 eingesandten Aufnahmen ausgewählt haben. Das ist noch nicht die Endrunde für den Wettbewerb, denn schon die Auswahl Hochformat oder Querformat fiel der vielen feinen Fotos schwer.
„Das wird mehr als eine tolle Ausstellung im Rathaus geben und für zeitlose Fotos im Jubiläums-Jahr ist erst mal gesorgt“, freut sich Bürgermeister Götz Konrad.
Hier nun die Kalender-Fotos der Monate Januar bis Dezember:
Januar – Schneefall am Abend (Susanne Hartmann)Februar – Winterzauber-Blick vom Staffelböll (Erhard Reh)März – Sonnenaufgang von Stiete (Helmut Lederer)April – Oster-Lamm (Michael Brück)Mai – Schöne Hoffnung Regenbogen über der Angelburg (Jörg Hermann)Juni – Buchen auf dem Bomberg (Michaela Hain)Juli – Abendstimmung über Wissenbach (Julian Koslowski)August – Hi-Hai-Light überm Hauberg Abend am Hang (Eleina Mantor)September – Gassi gehen am frühen Morgen (Deborah Pevestorf)Oktober – Sonnenblumenfeld in Hirzenhain (Bedia Lindner)November – Nebel an der Arthel (Reiner Neitz)Dezember – Eibelshausen wartet auf Weihnachten (Winfried Krüger)
Sie kennen die Geschichte und stellen sich der Gegenwart: Die Akteure vom Regionalmuseum Eschenburg haben den Brunnen am Rathaus wieder mit Osterschmuck gestaltet, nachdem dieser Brauch im vergangenen Jahr Corona wegen ausgefallen war. Während Ausstellungen derzeit wenig Sinn haben, setzt das neue Vorsitzenden-Duo Irene Krüger und Melanie Krüger derzeit auf neue Medien und bringt Präsentationen im Internet, auf Facebook und Instagramm: Sie öffnen „digitale Schaufenster“ in die Wirtschafts-Historie. „Geschichte der Firma Holighaus – Von der Küferei zum Küchenhersteller“ lautet die aktuelle Ausstellung, die unter www.regionalmuseum-eschenburg.de/aktuelles im Netz zu sehen ist. Und der Osterbrunnen deutet auch in die Zukunft: Unter den bunten Eiern kann man lesen, dass die Großgemeinde Eschenburg am 1. Oktober 1971 entstanden ist durch den Zusammenschluss der Dörfer Eibelshausen, Eiershausen und Wissenbach. Dieser Osterbrauch nährt auch die Hoffnung, das Jubiläum „50 Jahre Gemeinde Eschenburg“ doch noch irgendwie feiern zu können.
Corona-Teststation für Eschenburg: „Bürgertests“ in der Mehrzweckhalle
Schnell zum Schnell-Test: Die Holderberg-Apotheke hat die Lizenz zum Testen und kann mit ihrem Know-How nun auch die „Bürgertests“ anbieten.
Auf Initiative der Holderberg-Apotheke betreiben wir gemeinsam in der Mehrzweckhalle in Wissenbach (Forsthausstraße 22) die Corona-Teststation für Eschenburg. Online über die Internetseite gebucht, kann dort im Fünf-Minuten-Takt getestet werden. Und das Ergebnis gibt es binnen 30 Minuten per E-Mail. Schneller bekommt man kaum diese Sicherheit. Und vor Ostern hat das Team von der Teststation die Kapazitäten erhöht.
Nach der neuen Teststrategie der Bundesregierung hat jeder Bürger die Möglichkeit, sich einmal pro Woche gratis testen zu lassen. Der Antigen-Schnelltest auf SARS-CoV-2 gibt den aktuellen Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Tests wieder. Wer also beispielsweise Angehörige besuchen möchte, die zu den Risikogruppen gehören, sollte den Test möglichst unmittelbar vor solchen Besuchen vornehmen lassen.
Die Tests vom Abstrich in der Nase bis zur Übermittlung des Ergebnisses mit einer verschlüsselten E-Mail dauern etwa eine halbe Stunde. Das geht auch nur so schnell, wenn alles über die Voranmeldung auf der Buchungsseite „bestellt“ wird. Mit der Buchungsbestätigung erhalten Testpersonen eine Einverständniserklärung zugeschickt, die sie komplettiert und unterzeichnet zum Test mitbringen. Der Schnelltest weist eine Sensitivität von 97,56 % auf und ist damit fast so genau wie ein PCR-Test (Je höher die Sensitivität eines Tests ist, desto sicherer erfasst er die Erkrankung).
Der Test kann nur bei symptomlosen Kunden erfolgen. Wer Schnupfen, Fieber, und Husten hat, bleibt bitte zuhause. Vor dem Abstrich in der Nase wird kontaktlos Fieber gemessen.
Den Start hat das Team der Apotheke aus eigener Kraft hingelegt, derweil noch nicht alle Modalitäten geklärt waren für die „Bürgertests“ des Bundes. Die Beauftragung kommt vom Gesundheitsamt des Kreises.
„Für Eschenburg ist dies eine unschätzbare Hilfe, haben unsere Hausärzte schon genug zu tun. Wir sehen aber bereits viel Hilfsbereitschaft von Kliniken, Hebamme, DRK-Bereitschaft, Altenheim und vielen anderen Gesundheits-Dienstleistern“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. Deshalb habe der Gemeindevorstand auch nicht gezögert, die Mehrzweckhalle zur Verfügung zu stellen. Und die Gemeinde wirbt über Eschenburg hilft um Unterstützung für die gemeinsame Sache: Wir suchen geeignete Helfer, vor allem medizinisches Fachpersonal wie die Arzthelferin im Ruhestand, die mit einer Schulung schnell wieder „up to date“ ist.
In der Mehrzweckhalle Wissenbach betreiben wir gemeinsam die Corona-Teststation.
Das „Wahllokal“ am Sonntag wird übrigens nicht berührt: Zur Kommunalwahl geht es durch den Haupteingang in den vorderen Teil der Mehrzweckhalle. Zur Teststation geht es rechts am Gebäude durch den einen Notausgang hinein und durch einen anderen wieder raus. Ruck-Zuck, Schnelltest sicher in 30 Minuten auf dem Handy.
„Solche Tests sind das wichtige Werkzeug auf dem Weg zurück zur Normalität. Nur so geht Lockerung“, meint Bürgermeister Konrad.
Seit einem Jahr ruht auch beim Kulturkreis Eschenburg-Dietzhölztal die Vereinsarbeit. „Wer keine Ruhe gibt, sind das Finanzamt und das Transparenzregister“, beschwert sich Vorsitzender Götz Konrad. Während das Transparenzregister für die zurückliegenden drei Jahre eine Gebühr verlangt für die Eintragung des eingetragenen Vereins bei dem ihm bislang unbekannten Transparenzregister, wollte das Finanzamt die Vereins-Finanzen der Jahre 2017 bis 2019 transparent erklärt haben.
Das Procedere unter Pandemie-Bedingungen war für Kassierer Günter Ciliox dann der letzte Anlass, sein Amt abzugeben. Eigentlich hatte er zur Mitgliederversammlung einen Nachfolger gesucht, aber das Jahrestreffen ist wegen Corona auch abgesagt worden. Die Nachfolger-Suche geht weiter. Dem Kassierer wird für seine guten Dienste gedankt.
„Wir können erst wieder sinnvoll planen, wenn die Schutzimpfung durch ist“, hat der Vorstand des KKED nun in einer Video-Konferenz beschlossen. Darunter fällt das Mundart-Konzert mit „Meelstaa“, das zunächst in den Mai verschoben wurde, aber auch alles Weitere.
Über die Internetseite www.kked.de und die Plattform Facebook hält der Kulturkreis auf dem Laufenden und kommt bei Bedarf wieder per Video-Konferenz zusammen.
„Im Unterricht macht die Video-Konferenz Schule und auch bei der Gemeinde ist die Online-Besprechung täglich das Mittel der Wahl“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. Für interessierte Bürger gibt es ab Februar wöchentlich eine Sprechstunde in Form einer Video-Konferenz. „Dienstags um zwo“, gibt der Rathaus-Chef als Zeitziel vor. Für die Sprechstunde kann man sich direkt unter der E-Mail buergermeister@eschenburg.de anmelden.
Die Gesprächspartner bekommen dann eine Einladung. „Klicken Sie hier, um an der Besprechung teilzunehmen“, heißt es dann in der Mail. Die Gemeinde Eschenburg arbeitet mit dem Programm „Teams“, das im neuen Office-Paket steckt. „Wir mussten kurz vor der Pandemie ein neues Office-Paket erwerben und da traf es sich gut, dass dieses Werkzeug der Zusammenarbeit darin war“, blickt Konrad zurück. „Teams“ ist nicht nur der Nachfolger vom Video-Konferenzsystem „Skype“, sondern ermöglicht es auch, gemeinsam und gleichzeitig in einer Datei zu arbeiten. „Ganz egal, ob Text oder Tabelle, gerade für schwere Zeiten braucht man einfaches Werkzeug“, ist Konrad zufrieden.
Eine einfache Text-Datei hilft seit Mitte März, den Überblick zu behalten. „In unserem Logbuch tragen wir Informationen ein, die alle drei Fachbereiche im Rathaus angehen. Und fast täglich, meistens virenfrei über Video bringen wir uns bei der digitalen Dienstbesprechung auf Stand“, erläutert Konrad die neue Arbeitsweise.
Sprechstunde digital am Dienstag. Einfach per E-Mail anmelden und Themenwünsche äußern oder Fragen stellen.
Gerade unter Corona-Bedingungen muss ein Rathaus handlungsfähig und für Bürger ansprechbar bleiben. Der Termin im Rathaus geht nur mit Maske und Aufwand, am Telefon lässt sich aber nicht alles erklären – die Video-Konferenz ist ein neues Angebot, das zunehmend genutzt wird. „Wir lernen gerade wie die Kinder beim Video-Unterricht, dass vieles auch so einfacher gehen kann“, lädt Bürgermeister Konrad ein zur ersten Video-Sprechstunde am 2. Februar um 14 Uhr. Und bei Fragen einfach anmelden unter buergermeister@eschenburg.de per E-Mail.
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