Tag Archive: Musikklassen

Die Holderbergschule stellt sich vor

Grafik Holderbergschule

Die Schule der guten Noten

Die Holderbergschule ist schon etwas ganz Besonderes. Mitten in der Gemeinde, die weltoffen ist, aber ein Dorf bleibt im besten Sinn. Kurze Wege, lange Erfahrung. Ich finde immer wieder schön, dass hier alle drei Schulformen Tür an Tür unterrichtet werden (wenn nicht gerade Corona ist) und jeder seinen Weg finden kann. Die Hauptschüler werden gesucht, weil sie – wie der Name schon andeutet – Kopfrechnen können und auch sonst vieles auf dem Kasten haben. Die Realschüler stehen mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität, haben aber auch Kreatives im Sinn. Und den Gymnasialschülern, das lesen manchmal die anderen im Namen, tragen ihre Nase manchmal etwas hoch; das ist aber nicht schlimm, wenn dadurch auch der Horizont etwas weiter ist und man die Bodenhaftung nicht verliert.

Grafik Schule mit Schwerpunkt Musik

Mit ihrem musikalischen Schwerpunkt hat die Holderbergschule uns auch die Freundschaft mit dem tschechischen Städtchen Becov nad Teplou gebracht, denn Musik überwindet auch Sprachbarrieren. Das funktioniert übrigens auch unter Corona-Bedingungen: Ein Instrument lernen im Distanzunterricht – ob das geht, verrät heute unser erster Bericht in den Schulnachrichten dieser Wochenzeitung. Nach dem Schwerpunkt Musik zum Auftakt folgen danach weitere Berichte: Über Naturwissenschaften, über die Arbeit der Abschlussklassen und eine „Schneemann-Challenge“, die über den Corona-Winter hilft. Diese Beitrags-Serie stellen wir unter unser Motto „Eschenburg hilft“ und präsentieren die Informationen auch unter www.eschenburg.de/holderbergschule auf unserer Internetseite.  Also werben wir gerne gemeinsam für unsere Holderbergschule. Mit Musik geht alles leichter.

Kreative Köpfe können Corona-Krise: Instrumente lernen auch auf Distanz

Not macht erfinderisch, das gilt besonders für die kreative Köpfe. Beate Czymek, Leiterin der Bläserklassen 5 und 6, berichtet, wie der Musikunterricht in der Bläserklasse in Zeiten des Distanzunterrichts funktioniert.

Emily Schneider spielt Saxofon mit Spaß auch in schwierigen Zeiten.
Musik hebt die Stimmung: Emily Schneider 5G1 spielt Saxofon mit Spaß auch in schwierigen Zeiten.

Der wöchentliche Musikunterricht findet jetzt in Kleingruppen mit 4-6 Schülern zu den Musikunterrichtszeiten als Videokonferenz über Iserv statt. Die Schülerinnen und Schüler sind immer sehr gut vorbereitet. Mit Instrument, Notenständer und Bläserklassenheft sitzen sie pünktlich vor dem Laptop. Fast alle waren zu Beginn sehr aufgeregt, schließlich ist das ja auch eine ganz neue Situation, wenn die Lehrerin jetzt fast einen Privatunterricht gibt und man dann ganz allein etwas vorspielen soll. Das war im Orchester schon noch etwas einfacher. Aber mittlerweile hat sich das ganz gut eingespielt. Jeder spielt seine mit dem Instrumentallehrer erarbeiteten Stücke vor. Hier ist es besonders gut, dass jeder Schüler bei dem Erwerb des Bläserklassenheftes zu jedem Musikstück eine kostenlose Playbackfassung zur Verfügung gestellt bekommen hat. So hat man zumindest noch digital das Gefühl, mit einem Orchester gemeinsam zu spielen.

Wenn die Schüler zu Hause auf ihrem Instrument geübt haben, was fast immer der Fall ist, haben die Schülerinnen und Schüler trotz des Online-Instrumentalunterrichts bisher erstaunlich gute Lernfortschritte erzielt. Es gibt hier kaum einen Unterschied zu den Zeiten als noch Präsenzorchesterunterricht möglich war. Man muss allerdings hier sagen, dass unsere Instrumentallehrer wirklich unglaublich gute Arbeit leisten. So sind sie ja teilweise ganz allein für das Erlernen des Instruments verantwortlich. Und ich bin wirklich erstaunt, wie gut sich alle Lehrer auf diese neue Situation eingelassen und ihr technisches Know-how in kürzester Zeit verbessert haben, um optimalen Instrumentalunterricht zu gewährleisten.

Insgesamt empfinden die Schülerinnen und Schüler aber das Spiel auf dem Instrument als eine willkommene und kreative Abwechslung im digitalen und von Einzelarbeit geprägten Alltag der Homeschoolingzeit.

Wie findet ihr den Instrumentalunterricht im Distanzunterricht?

Max Treupel lernt klassische Gitarre und das funktioniert auch per Video .
Zu-Haus-Musik: Max Treupel (6G1) lernt klassische Gitarre und das funktioniert auch per Video mit Lehrer Andreas Dieruff.

Diese Frage stellte Beate Czymek – Leiterin der Bläserklassen 5/6 – den jungen Musikern. Erstaunliches Ergebnis: Alle 35 Schülerinnen und Schülern haben sich mit den veränderten Verhältnissen gut arrangiert. Die Frage: „Wie gut funktioniert der Instrumentalunterricht online?“ beantwortete die Mehrheit positiv: „Alles wird gut erklärt. Man bekommt gezeigt, was man falsch macht (z.B. falscher Griff)“. – „Wenn es Fragen gibt, wird darauf direkt eingegangen.“

Die Bläserklasse 6 findet es gut, dass nur wenige Teilnehmer in der Konferenz sind und man deshalb besser arbeiten kann. Auch sei es schön, dass man sich sehen und sprechen kann.

Informationsabend für die neuen Bläser- und Bandklassen

In diesem Jahr kann es coronabedingt leider keinen Informationsabend für die neuen Bläser- und Bandklassen in der Holderbergschule geben, die als Jahrgang 5 ins Schuljahr 2021/2022 starten. Es werden alternativ Informationsveranstaltungen in digitaler Form angeboten.

Die digitalen Videokonferenzen finden statt Montag (22. Februar) bis Mittwoch (24. Februar) jeweils um 19:00 Uhr. So wie die Schüler jetzt schon im Distanzunterricht digital kommunizieren, geht das einfach für die Eltern. Einfach mit einer E-Mail an die Adresse  Beate.Czymek@holderbergschule-ldk.de anmelden. Es wird gebeten, in der E-Mail den gewünschten Termin (Wochentag) anzugeben. Dann wird der Link mit den Zugangsdaten zur entsprechenden Videokonferenz zugeschickt. Anmeldung zur Musikklasse bis 15.03.2021 im Sekretariat der Holderbergschule.

Weitere Informationen über die Musikklassen stehen auf der Homepage der Holderbergschule unter https://www.holderbergschule-online.de im Internet und ist auch hier auf einem Flyer (PDF) dargestellt..

Präsenzunterricht für die Abschlussklassen der Holderbergschule

Digitaler Mathematikunterricht in der 10R3 im Klassenraum: Mit den schuleigenen iPads und dem ActivPanel können die Schülerinnen und Schüler weitgehend eigenständig arbeiten.
Digitaler Mathematikunterricht in der 10R3 im Klassenraum: Mit den schuleigenen iPads und dem ActivPanel können die Schülerinnen und Schüler weitgehend eigenständig arbeiten.

Die Abschlussklassen der Holderbergschule halten mit ihren Lehrkräften die Stellung, während alle anderen Klassen noch im Distanzunterricht sind. Hier einige Impressionen des Schullalltags in einer ungewohnten Lernatmosphäre.

„Wir sind derzeit vollständig im Präsenzunterricht – und es ist schön, die Jugendlichen vor Ort zu sehen. Wichtig für sie ist ein geregelter Tagesablauf, der Austausch mit der Lehrkraft und gemeinsam in Gemeinschaft zu lernen. Lehren geht eben nicht ohne zwischenmenschliche Beziehungen“, sagt Jessica Hermann, Klassenlehrerin der 10R3. „Alle halten sich an die AHA-Regeln, sind vernünftig, lernbereit und gehen motiviert an die Aufgaben heran. Und natürlich gibt es den einen oder anderen Spaß zwischendurch.“

Alle angesprochenen Punkte sind wichtig, stehen doch in einigen Monaten die Abschlussprüfungen für die Realschüler und die Hauptschüler an. Die Termine sind coronabedingt vor kurzem um drei Wochen nach hinten verschoben worden.

Für eine optimale, individuelle Förderung werden von drei Fachlehrkräften Zusatzkurse mit einer Doppelstunde pro Woche angeboten, in denen eine vertiefte Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch erfolgt. Zusätzlich findet der reguläre Fachunterricht statt, mit den bereits bekannten Einschränkungen – in jeweils zwei Kleingruppen pro Klasse. In den Unterrichtsstunden mit klassenübergreifendem Fachunterricht (z. B. Fremdsprachen, Wahlpflicht-Kurse) werden Aufgaben von den Lehrkräften gestellt oder nachmittags Videokonferenzen angeboten.

„Die neuen ActivPanels sind super!“, freut sich Jessica Hermann. „Ich kann parallel in zwei Klassenräumen arbeiten. Die Schüler nutzen die schulischen iPads und haben somit Zugriff auf Unterrichtsmaterial, das ich auf iserv hochgeladen habe. Da gibt es zum Beispiel eine von mir erstellte Präsentation zum Thema ‚Deutsche Sicherheitspolitik‘, mit weiteren Internetlinks, die zur Beantwortung der Fragen dienen. Die Arbeitsergebnisse lassen sich auf dem ActivPanel spiegeln und anschließend sichern. So sind alle am Ende der Stunde auf demselben Stand. Einfach super!“

Ähnlich positive Erfahrung hat Sven Gericke, Klassenlehrer der 10R2 und Fachlehrer für Physik und Chemie, gemacht. „Die Motivation der Schüler ist sehr groß, da sie das gewohnte Umfeld in der Schule wieder haben, Fragen an den Lehrer stellen können und soziale Kontakte haben, wenn auch eingeschränkt. Meine Gruppe hat ein klares positives Feedback bezüglich des Präsenzunterrichtes abgegeben“, sagt er. Der Klassenlehrer freut sich auch, dass er unmittelbar sehen kann, wie es den Jugendlichen geht und sofort auf Probleme eingehen kann.

Auch die 10R1 ist froh, wieder in der Schule zu sein. „Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig, organisieren sich selbst und helfen sich gegenseitig“, informiert Martina Jung, Deutsch- und Klassenlehrerin. „Ich gebe Erklärungen und Rückmeldungen um den Lernprozess zu begleiten und zu sichern.“ Körperlicher Ausgleich erfolgt in den Sportstunden, die durch Andreas Huttel erteilt werden. Neben der Sporttheorie stehen regemäßig ausgedehnte Spaziergänge auf dem Programm. „So bekommen die Jugendlichen den Kopf frei“, erklärt der Sportlehrer.

Der Chemielehrer der 10R1, Dr. Ulrich Kaltenbrunner, geht noch einen Schritt weiter: Im Chemiehörsaal baut er – wie im normalen Unterricht – Experimente auf, die er aber dann über eine Webcam aufnimmt und zeitgleich in die zwei Klassenräume der 10R1 überträgt. Die live-Übertragung wird über die ActivPanels somit parallel mitverfolgt. „Die Webcam erlaubt eine genaue Beobachtung  des Versuchs.  Dies erleichtert zudem das Erstellen des Versuchsprotokolls. Außerdem kann die Videosequenz zu Hause erneut betrachtet werden“, erläutert Dr. Kaltenbrunner.

Der technische Aufwand lohne sich, da die Vermittlung der regulären Unterrichtsinhalte auf diese Weise gewährleistet sei. „Die Schülerinnen und Schüler finden diese Art des Chemieunterrichts motivierend, besonders wegen des Einsatzes der digitalen Medien“, freut sich der Lehrer.

Peter Hagenbäumer (9H2 PUSCH-Klasse) ist erleichtert, seine Klasse mit 16 Schülerinnen und Schülern wieder „normal“ unterrichten zu können – und dies im Gesamtklassenverband. „Leider fiel ein Teil der Praxistage an den Gewerblichen Schulen in Dillenburg aus und auch das Praktikum wurde verschoben“, bedauert der Klassenlehrer. Aber auch hier zeigt sich Improvisationsvermögen: „Wir kompensieren das mit AL-Unterricht, in dem wir verschiedene Berufe kennenlernen und zusätzlichem Unterricht in Deutsch und Mathe, um Versäumnisse der Corona-Zeit zu kompensieren.“

Alle Klassenlehrkräfte sind sich einig: „Ein großes Lob an unsere Abgangsklassen, mit klarer Betonung auf das Zwischenmenschliche, in dieser von Distanz und weitgehenden Kontaktverboten geprägten Zeit! Zusammen schaffen wir das!“

Vom Physiklehrer zum Filmproduzenten

Physik-Filme mit Gebhard HäußerFür den Fachbereich Physik gibt Gebhard Häußer stellvertretend einen Erfahrungsbericht ab, wie an der Holderbergschule der Unterricht umgestellt wurde.

„Physik online zu unterrichten, ist eine Herausforderung“, sagt Gebhard Häußer, langjähriges Mitglied des Fachbereichs Physiks und MINT-Beauftragter der Holderbergschule. In jeder Schulstunde solle eigentlich ein Experiment im Mittelpunkt stehen, das es zu beobachten und auszuwerten gelte. Aus der Not hat Gebhard Häußer eine Tugend gemacht: Zum einen hat er über 30 Experimente im Physik- Hörsaal ausgeführt, wobei er von seiner Tochter gefilmt wurde. Diese Kurzfilme werden nach und nach im Aufgabenmodul von iserv hochgeladen, versehen mit einer entsprechenden Aufgabenstellung. Zum anderen sucht der Physiklehrer nach Kurzfilmen über Physikexperimente auf Youtube und leitet die Links seinen Lerngruppen weiter. Hierunter fallen auch solche Experimente, die aus sicherheitstechnischen Gründen nicht in der Schule durchgeführt werden können, wie z. B. ein Experiment mit Goldfolie (Rutherford Experiment).

„Diese mediale Verknüpfung werde ich auch langfristig im Regelunterricht einsetzen. Der Unterrichtsstoff kann zu Hause wiederholt werden – durch motivierende und verständliche Kurzfilme“, meint Gebhard Häußer. „Die Rückmeldungen der Schüler auf diese selbstgemachten oder im Internet gefundenen Kurzfilme sind durchweg sehr positiv. So können sie daheim die dargestellten Phänomene entdecken und ihre Erklärungsversuche immer anhand von zugeschickten Musterlösungen kontrollieren. Die eingereichten Schülerarbeiten sind sehr erfreulich, so dass ich sagen kann: Physikunterricht lässt sich auch im Distanzunterricht erfolgreich organisieren und macht zudem allen Beteiligten Spaß.“

Video-Filme von Experimenten werden gewiss auch im normalen Physik-Unterricht eingesetzt.

Schneemann-Challenge hilft über den lang(weilig)en Winter

„Den ganzen Vormittag am Laptop oder Tablet sitzen und Aufgaben für die Schule erledigen, funktioniert zwar inzwischen

Schneemann Olaf
1. Platz: Schneemann „Olaf“ hatten Tabea Hermann, Giulia Klingelhöfer und Marlyna Hess aus der 9G1 dem Original sehr gut nachempfunden.

bei den meisten Schülerinnen und Schülern ziemlich gut, aber ein bisschen Abwechslung ist bestimmt auch schön“, dachte sich Vertrauenslehrer Thomas Giersbach und rief kurzerhand die Schneemann-Challenge ins Leben.  Bei dieser kleinen Herausforderung geht es darum, das schönste und kreativste Bauwerk aus Schnee zu bauen und natürlich den tollen Winter trotz Corona zu erleben.

Über 120 Schneefrauen, -männer und -tiere sind in den folgenden Tagen digital eingegangen. „Mit so vielen Einsendungen haben wir gar nicht gerechnet und es kamen sogar Fotos von Menschen, die nicht einmal an unserer Schule lernen oder arbeiten“, freut sich der Initiator.

Schulsprecherin Neele Hörig (Klasse 9R2) und Thomas Giersbach trafen sich per Videokonferenz, um aus den zahlreichen Einsendungen eine Top 10 zu küren.

Schneekatze
Platz 2: Nikola Stücher (10R1) baute diese Schneekatze.

Die Schülerinnen Tabea Hermann, Giulia Klingelhöfer und Marlyna Hess aus der 9G1 freuen sich über den ersten Platz und damit über einen Büchergutschein, der freundlicherweise von der Buchhandlung Kreck aus Ewersbach zur Verfügung gestellt wird. „Ihr Olaf sieht dem Original-Olaf aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“ einfach zum Verwechseln ähnlich“, so die Begründung der Jury.

Mit dem Schneemann im Duett
Platz 3: Luisa Schulwitz (6H1) trat mit ihrem Schneemann sogar als Musik-Duo auf.

Über einen Mensa-Gutschein freuen dürfen sich Nikola Stücher (10R1), die mit ihrer Schneekatze den zweiten Platz belegt und Luisa Schulwitz (6H1), die mit ihrem Schneemann sogar ein Musikduo bildet, und damit auf Platz 3 landet.

Es war nicht leicht aus über 100 Schneebauwerken eine Platzierung zu erstellen, resümiert die Jury. Kriterien der Bewertung waren Kreativität, Sauberkeit der Ausführung und eine spannende Idee dahinter. Ob Schnee-Eichhörnchen, Fußballer, Handständler, Sonnenbader oder Huckepackler: die Holderbergschüler zeigten wirklich, was sie draufhaben und jedes Foto hätte einen Platz auf dem Treppchen verdient gehabt. Zum Glück stand aber der Spaß am Bauen und nicht der Wettkampf im Vordergrund.

Die TOP 10 der Schneemann-Challenge
Top 10: Über 120 Schneefrauen, -männer und -tiere sind bei der Challenge der Holderbergschule eingegangen.